Telefon: 0911 1335-335
Bildungspolitik

Anerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse

Ass. jur. Alexander Friedrich

Ass. jur. Alexander Friedrich

Kaufmännischer Bildungsberater, Anerkennungsberater für ausländische Bildungs- und Berufsabschlüsse im IHK-Bereich Tel: +49 911 1335-119

Seit dem 1. April 2012 haben Mitbürger/innen, die im Ausland einen beruflichen Bildungsabschluss erworben haben, nach dem Berufsqualifikationsfeststellungsgesetz (BQFG) einen gesetzlichen Anspruch auf ein Feststellungsverfahren zur Prüfung der Gleichwertigkeit ihres ausländischen Bildungsabschlusses zu einem deutschen Referenzberuf. Sie können also prüfen lassen, ob ihre Ausbildung mit einem der Ausbildungsberufe in Deutschland vergleichbar ist bzw. ob bestimmte Qualifikationen fehlen. Das Ergebnis der Gleichwertigkeitsprüfung wird in einem Bescheid bescheinigt, in dem ggf. zu einer vollen Gleichwertigkeit fehlende Inhalte aufgeführt sind.

Im Zuständigkeitsbereich der IHK-Berufe erfolgt die Prüfung durch eine zentrale Stelle, die IHK FOSA (Foreign Skills Approval).

Kostenlose Erstberatung

Interessierte Personen aus Mittelfranken mit Berufsabschlüssen im Zuständigkeitsbereich der IHK können sich im Vorfeld kostenlos beraten lassen. Unser Anerkennungsberater Alexander Friedrich nimmt sich gerne Zeit für Sie. Sie erreichen ihn unter Tel. 0911 1335 119 oder per E-Mail alexander.friedrich@nuernberg.ihk.de.

Antragsverfahren

Anträge nach BQFG können bei IHK FOSA, Ulmenstr. 52g, 90443 Nürnberg, Tel. 0911 815060, E-Mail info@ihk-fosa.de, gestellt werden. Unter folgendem Link finden Sie alle notwendigen Antragsunterlagen.

Weitere Möglichkeiten der Anerkennung

Zudem haben Personen, die ihren Wohnsitz oder ihre Arbeitsstätte im Kammerbezirk der IHK Nürnberg für Mittelfranken haben, gegebenenfalls weitere Möglichkeiten, ihre ausländischen Berufsabschlüsse durch die IHK Nürnberg für Mittelfranken anerkennen zu lassen.

Spätaussiedler und Bundesvertriebene haben nach § 10 Bundesvertriebenengesetz (BVFG) einen Rechtsanspruch auf ein Anerkennungsverfahren und somit eine Wahlmöglichkeit zum BQFG. Ob ein Verfahren nach dem BQFG oder nach dem BVFG erfolgversprechender ist, hängt vom Einzelfall ab.

Bei einem Verfahren nach dem BQFG kann im Gegensatz zu einem Verfahren nach dem BVFG Berufserfahrung berücksichtigt werden und somit können wesentliche Unterschiede in der Ausbildung ausgeglichen werden. Andererseits erfolgt bei dem Verfahren nach dem BQFG der Vergleich ausschließlich mit dem aktuell gültigen deutschen Referenzberuf, während das Verfahren nach dem BVFG einen Vergleich mit dem früher geltenden Referenzberuf zulässt.

Falls ein früheres Verfahren nach dem BVFG mit einer Ablehnung endete, ist ein erneuter Antrag nach dem BQFG grundsätzlich zulässig, sofern ein neuer Sachverhalt wie beispielsweise eine Fortbildung oder erworbene einschlägige Berufserfahrung vorliegen.

Abschlüsse aus Österreich und Frankreich

Darüber hinaus bestehen mit Österreich und Frankreich sog. Bilaterale Abkommen, die bestimmte Berufsabschlüsse mit den entsprechenden deutschen Berufsabschlüssen gleichstellen. In beiden Verordnungen sind Berufe und Abschlüsse aufgeführt, die jeweils als gleichwertig anzusehen sind. Ein entsprechender Bescheid kann durch die IHK Nürnberg für Mittelfranken erstellt werden.

DDR-Abschlüsse

Ebenso kann durch die IHK Nürnberg für Mittelfranken eine Feststellung der Gleichwertigkeit für DDR-Facharbeiterzeugnisse auf Grundlage von Art. 37 Abs. 1 Einigungsvertrag erfolgen.

Fragen und Antworten zum BQFG auf einen Blick

Sie haben Fragen zum Anerkennungsgesetz? Sie wollen wissen, was für Sie als Antragsteller wichtig ist? Wir haben für Sie eine kurze Übersicht über die häufigsten Fragen zusammengestellt.

 

Mehr zum Thema

 
 
Device Index

Alle Ansprechpartner auf einen Blick