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Innovationspreis Mikroelektronik 2012

 

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Dipl.-Ing. (FH) Richard Dürr

Dipl.-Ing. (FH) Richard Dürr

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Die Preisträger des Innovationspreises Mikroelektronik 2012: Wladimir Tschekalinskij , Dr. Stephan Junger und Jürgen Ernst (v.l.) vom Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS in Erlangen.

Dr. Stephan Junger, Jürgen Ernst und Wladimir Tschekalinskij vom Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS in Erlangen sind die diesjährigen Preisträger des Innovationspreises Mikroelektronik, der vom Förderkreis für die Mikroelektronik e.V. vergeben wird. Die Wissenschaftler wurden für die Entwicklung des Kamerasystems „POLKA“ geehrt, bei dem ein speziell entwickelter Polarisations-Bildsensor zum Einsatz kommt. Verliehen wurde der Preis im Rahmen eines Treffens des Technologie- und Innovationsnetzes Mittelfranken (tim) in der IHK Nürnberg für Mittelfranken.

Bei der Bildverarbeitung spielt neben der Helligkeit und der Farbe auch die Polarisation, d.h. die Schwingungsrichtung des Lichtes, eine große Rolle. Das Filtern bestimmter Schwingungsrichtungen ist für die industrielle Anwendung äußerst interessant. So lassen sich beispielsweise störende Blendungen auf Bildern „herausfiltern“, oder man kann in der Qualitätssicherung darstellen, wie die Oberflächen von technischen Bauteilen mechanisch beansprucht werden.

Die gängigen Polarisationsfilter für den industriellen Einsatz bestehen aus speziellen Filterbauteilen und sind deshalb teuer und schwerfällig in der Anwendung. Außerdem können jeweils nur bestimmte Schwingungsrichtungen gefiltert werden. Die Preisträger haben den Polarisationsfilter dagegen direkt in den Bildsensor integriert, wodurch die Herstellungskosten gesenkt, die Robustheit gesteigert und sämtliche Polarisationsinformationen erfasst werden.

Im Einzelnen bietet die Entwicklung von „POLKA“ folgende Vorteile:

  • Die Herstellungskosten für eine solche Polarisationskamera sind vergleichsweise gering, da keine Nachbearbeitung des Bildsensors erforderlich ist, sondern die Filter direkt bei der Herstellung des Sensors mit gefertigt werden.
  • Die Handhabung ist einfach: Durch die feste Kombination von Sensor und Polarisationsfilter muss die Kamera bei der Anwendung nicht ständig kalibriert werden.
  • Die Kamera ist robust, weil sie ohne bewegte Mechanik auskommt.
  • Die Polarisationsfilter erbringen extrem präzise Ergebnisse über das gesamte Bildfeld hinweg.
  • Die nano-optischen Polarisationsfilter sind völlig unempfindlich gegen Vibrationen und große Temperaturschwankungen.
  • Schnell bewegte Szenen können mit einem Schuss eingefangen und verarbeitet werden. Bei einer entsprechenden Schaltungsarchitektur können mehr als 1 000 Bilder pro Sekunde aufgenommen werden.

Förderkreis für die Mikroelektronik e.V.

Der Innovationspreis Mikroelektronik wird jährlich für herausragende wissenschaftliche Leistungen ausgeschrieben und ist mit 3 000 Euro dotiert. Bei der Beurteilung durch die Jury wird insbesondere der Erkenntnisfortschritt berücksichtigt und Wert auf die praktische Verwertung durch die Wirtschaft gelegt. Der Förderkreis für die Mikroelektronik e.V. ist ein Zusammenschluss von ca. 15 Unternehmen, zwei Fraunhofer-Instituten, vier Lehrstühlen der Universität Erlangen-Nürnberg und der IHK Nürnberg für Mittelfranken. Der Förderkreis verleiht jährlich den Innovations- und den Jugendpreis, fördert technisch-wissenschaftliche Veranstaltungen und regt Kooperationen zwischen Forschung, Entwicklung und Anwendung an.

 
 
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