IT, E-Business

Jugendpreis 2007: Preisverleihung am 26. Juni 2007 in Erlangen

ERLANGEN - Der Förderkreis für die Mikroelektronik e.V., Nürnberg, hat zum siebten Mal den „Jugendpreis Mikroelektronik“ verliehen. Gymnasiasten und Fachoberschüler aus ganz Bayern waren aufgerufen, Projekte und Facharbeiten zu Themen der Mikroelektronik einzureichen. Die Jury wählte sechs Gewinner aus.

Der Vorsitzende des Förderkreises, Dr. Dietrich Ernst, zeichnete bei einer Feierstunde im Erlanger Fraunhofer Institut für Integrierte Schaltungen IIS sechs Schülerarbeiten mit Preisen von jeweils 500 Euro aus:

Fabian Lurz (Gymnasium Herzogenaurach) reichte die Arbeit "Grundlagen der RFID-Technologie und praktische Anwendung am Beispiel einer Zugangskontrolle" ein. Er verstand es, die RFID-Technologie (funkbasierte Identifikationsträger) verständlich darzustellen,  Anwendungsfelder zu identifizieren, aber auch auf aktuelle Problemstellungen wie den Datenschutz einzugehen. An dem praktischen Beispiel einer Zugangskontrolle zum Computerraum seiner Schule demonstrierte er den Umgang.

Thomas Moll (Feodor-Lynen Gymnasium, München) war mit dem Projekt „Entwicklung eines Elektronik-Experimentierkurses“ erfolgreich. Genau auf die Zielgruppe Schüler bezogen, wurden von ihm Lernmodule für Schulen entwickelt. Diese können mit einer fertigen Teileliste nach dem Baukastensystem arbeiten.

Sebastian Schräder (Adalbert-Stifter-Gymnasium, Passau) beschäftigte sich mit dem „Bau und Konstruktion eines Laserdisplays“. Dabei werden durch einen Laser und einen rotierenden Spiegel Bilder erzeugt.

Christoph Käufl (Dominicus-von-Linprun-Gymnasium, Viechtach) war mit der Arbeit „Bau und Messung eines Rohrstrahlers als W-LAN-Antenne“ erfolgreich. Mit einer einfachen „Konservendose“ als Antenne konnten die elektromagnetischen Eigenschaften von Funkwellen erst simuliert und dann vermessen werden.

Andreas Primps (ebenfalls Dominicus-von-Linprun-Gymnasium, Viechtach) analysierte elektronische Schaltungen mit der „Zeitbereichsreflektometrie mit einem Eigenbau-TDR-Generator“. Die Schaltungen wurden mit einem Spannungsimpuls angeregt und aufgrund des Reflexionsverhaltens in den Leitungen ausgewertet.

Claudia Schmid (ebenfalls Dominicus-von-Linprun-Gymnasium, Viechtach) war mit der Arbeit „Graphische Verfahren zur Darstellung komplexer Widerstände" angetreten. Sie führte in die Theorie komplexer Zahlen ein und zeigte anschaulich die Bedeutung der grafischen Darstellung in der Praxis.  

Die Jury des Jugendpreises bestand aus Vertretern der beiden Erlanger Fraunhofer Institute, der Technischen Fakultät der Universität Erlangen-Nürnberg, des Förderkreises für die Mikroelektronik, der Unternehmen SEMIKRON International GmbH und IZT GmbH sowie der IHK Nürnberg für Mittelfranken.

Förderkreis für die Mikroelektronik e.V.

Dem Förderkreis Mikroelektronik gehören zwei Fraunhofer Institute, vier Lehrstühle der Universität Erlangen-Nürnberg, die IHK Nürnberg für Mittelfranken sowie 25 Unternehmen an. Die Nachwuchsförderung und den Know-how-Transfer zwischen Wirtschaft und Wissenschaft sieht der Förderkreis als seine wichtigsten Aufgaben an. Neben dem Jugendpreis vergibt der Förderkreis für die Mikroelektronik e.V. u.a. noch den „Innovationspreis Mikroelektronik“ und ein Promotionsstipendium.