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Afrika

Die Attraktivität des afrikanischen Kontinents erscheint zunehmend in einem neuen Licht. Das asiatische Engagement in Afrika bringt den Kontinent wieder als Investitionsstandort in den Vordergrund. Die politische Lage stabilisiert sich zunehmend durch eine Vielzahl von Reformen der letzten Jahre und drängt so das Bild Afrikas als Krisenkontinent zurück. Die seit einigen Jahren ansteigenden Rohstoffpreise führen in Afrika zu einem Anstieg der Ausländischen Direktinvestitionen (ADI).

Besonders stark engagieren sich China, Indien, Malaysia und Singapur in Afrika. Derzeit dominieren jedoch noch die europäischen und amerikanischen Unternehmen bei den ADI in Afrika. Die gesamten ADI Afrikas stiegen im Jahr 2006 um 25 Prozent auf US-Dollar 39 Mrd. Damit steigt der Anteil Afrikas an den weltweiten ADI von durchschnittlichen 1,6 Prozent in den 90er Jahren auf 3,1 Prozent. Neben den ansteigenden ADI sind es vor allem die rasch anwachsenden Handelsströme zwischen Afrika und Asien, welche die wirtschaftliche Bedeutung Afrikas wieder wachsen lassen. Der Anteil Asiens an den afrikanischen Exporten stieg von 9 Prozent im Jahr 1990 auf 27 Prozent 2005. Bei den Importen stieg der Anteil im gleichen Zeitraum von 23 auf 33 Prozent. Allein China konnte 2006 sein Handelsvolumen mit Afrika um 38 Prozent auf US-Dollar 55,5 Mrd. steigern.

Das Wachstum in Afrika wird sich nach den Prognosen des IWF 2008 noch einmal auf 6,5 Prozent erhöhen. Der IWF geht dabei von einer weiter steigenden Erdölproduktion in Angola, Äquatorialguinea und Nigeria aus. Außerdem werden voraussichtlich die Erdölimporteure von anhaltend hohen Rohstoffpreisen profitieren. Allerdings sieht der IWF auch das Risiko von nachlassenden Rohstoffpreisen, die bei einer scharfen Korrektur das Wachstum auch negativ beeinflussen könnten.

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