Länderinformationen

Argentinien

207 mittelfränkische Unternehmen haben Geschäftsverbindungen mit argentinischen Unternehmen. 73 davon sind in Argentinien dauerhaft engagiert in Form von Vertretungen, Niederlassungen, Produktionsstätten, Beteiligungen oder Joint Ventures.

Die bilateralen Beziehungen Argentiniens zu Deutschland sind entspannter als jene zu anderen EU-Ländern oder zu den USA. Denn anders als Spanier, Franzosen, Briten oder US-Amerikaner haben sich deutsche Investoren in den 90er Jahren kaum an den heute umstrittenen Privatisierungen in Argentinien beteiligt. Vielmehr passt das traditionell starke Engagement deutscher Unternehmen in der Automobil- und der Chemieindustrie bestens zu den Prioritäten der Kirchner-Regierung, die eine Reindustrialisierung des Landes anstrebt.

Großes Potenzial sehen Fachleute auch für eine stärkere Kooperation bei Forschung und Technologie, die durch private und öffentliche Initiativen bilateral gefördert wird. So richtet die Max-Planck-Gesellschaft in Buenos Aires ein Partner-Institut für Biomedizin ein. Unternehmen wie Volkswagen, Boeheringer-Ingelheim, BASF und Siemens nutzen schon seit Längerem die Vorzüge des Forschungsstandorts Argentinien. Zudem ist der Start einer binationalen Netzwerkuniversität geplant, die als virtuelle Hochschule Studierenden beider Länder akademische Doppelabschlüsse ermöglichen soll. Vor Ort tätige deutsche Unternehmen haben einen Förderverein zur Unterstützung der Zusammenarbeit in Forschung und Lehre gegründet.

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