Länderinformationen

Kolumbien

130 mittelfränkische Unternehmen haben Geschäftsverbindungen mit kolumbianischen Unternehmen. 50 davon sind in Kolumbien dauerhaft engagiert in Form von Vertretungen, Niederlassungen, Produktionsstätten, Beteiligungen oder Joint Ventures.

Kolumbien ist das viertgrößte Land Südamerikas und das einzige, welches sowohl an den Pazifik als auch an den Atlantik grenzt.
West- und Zentralkolumbien wird von den Anden dominiert, die sich in drei große Bergketten teilen: Die westliche, die zentrale und die östlichen Kordilleren.

Der wirtschaftsliberale Kurs der Regierung hat, im Gegensatz zu vielen anderen großen Ländern Südamerikas, die sich zum Teil wirtschaftlich von den USA isolieren wollen, in Kolumbien Wirkung gezeigt. Das Freihandelsabkommen zwischen der EU und Kolumbien ist am 1. August 2013 in Kraft getreten.

In den letzten Jahren konnte bereits ein deutliches Wachstum in den deutsch-kolumbianischen Handelsbeziehungen festgestellt werden. Im Jahr 2012 überschritt die bilaterale Handelsbilanz die 3-Millionen-Euro-Marke. Deutschland konnte sich innerhalb der EU als Hauptlieferant und somit wichtigster Handelspartner Kolumbiens durchsetzen. Mit dem Inkrafttreten des Freihandelsabkommens hofft man auf eine weitere Verstärkung dieser Entwicklung.

Chile und Mexiko konnten mit ihrer 10- bzw. 13-jährigen Erfahrung mit EU-Freihandelsabkommen bilaterale Investitionen und Handelsbeziehungen in Ihren Ländern verdoppeln. Bis zum jetzigen Zeitpunkt haben die lateinamerikanischen Länder Chile, Mexiko, Peru und Kolumbien Freihandelsabkommen mit der EU unterzeichnet.

Kolumbien wird infolge dieses Abkommens einen einfacheren Zugang zur größten Wirtschafts- und Handelsmacht der Welt ermöglicht (BIP EU 2011: € 12,6 Trillionen). Dies fördert Technologietransfer, Wettbewerb, schafft Arbeitsplätze und beeinflusst die Produktivität der Wertschöpfungskette. Die bereits hohen EU-Investitionen in das Land werden weiter ansteigen (die EU zählt bereits zu den größten ausländischen Investoren in Kolumbien mit einem Investitionswachstum von 245 Prozent im Jahr 2011). Zudem können Arbeitsbedingungen und Standards von kolumbianischen Dienstleistern verbessert werden.

Zusammenfassend schafft das Freihandelsabkommen zwischen der EU und Kolumbien Transparenz für beide Seiten und konkurrenzfähige Preise. Kolumbien kann sich als regional strategische Exportplattform präsentieren und wird langfristig sein BIP um mindestens 1,3 Prozent aufwerten.

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