Länderinformationen

Peru

101 mittelfränkische Unternehmen haben Geschäftsverbindungen mit peruanischen Unternehmen. 37 davon sind in Peru dauerhaft engagiert in Form von Vertretungen, Niederlassungen, Produktionsstätten, Beteiligungen oder Joint Ventures.

Die wirtschaftliche Situation des Landes hat sich in den letzten Jahren grundsätzlich geändert. Die wirtschaftliche Stabilität, die Peru in den letzten Jahren als Ergebnis des Wirtschaftsstabilisierungsplans der Regierung Toledo erreicht hat, sowie der vor Jahren begonnene Prozess der Strukturreformen sind entscheidende Faktoren, die zur Schaffung einer für Investitionen günstigen Umgebung beigetragen haben. Dennoch sind die Investitionen, trotz Aufschwungs und positiver Prognosen für das Wirtschaftswachstum, für die meisten Sektoren noch nicht zufriedenstellend.

Peru zählt trotz aller Erfolge zu den ärmeren Ländern der Erde. Das BIP beträgt durchschnittlich 2.349 US$. Der wichtigste Wirtschaftsfaktor des Landes ist, mit 40 % Exportanteil, der Bergbau. Er trägt fast 11 % zum BIP bei. Im Land befinden sich mit die modernsten Gruben der Welt. Peru ist weltweit der wichtigste Produzent von hochhaltigem Zinnerz, sowie drittwichtigster Lieferant von Blei und Zink. Mit 16% der Weltsilberreserven steht Peru an zweiter Stelle der Weltsilberproduzenten und in der Kupferproduktion an fünfter Stelle. Peru verfügt über 15% der weltweit bekannten Kupferreserven und 7% der Zinkreserven. Inzwischen ist Peru zum größten Goldproduzenten Südamerikas aufgestiegen und nimmt weltweit den achten Platz ein.

Mit der Ratifizierung im peruanischen Parlament konnte das Freihandelabkommen der EU mit der Andenregion in Bezug auf Peru vorläufig ab dem 1. März 2013 in Kraft treten. Die Europäische Kommission und EU-Mitgliedstaaten versprechen sich von dem Abkommen besondere Vorteile für die Automobil-, die Textil- und die Chemiebranche. Europäische Unternehmen haben in Peru vor allem Investitionen in der Telekommunikation, dem Bergbau und der Finanzbranche. Zollsenkungen betreffen auch landwirtschaftliche Produkte und Lebensmittel der EU.
Die deutschen Unternehmen können von der Erleichterung ihrer Geschäfte mit diesen Handelspartnern in Lateinamerika profitieren, gerade angesichts der aktuellen protektionistischen Tendenzen in anderen südamerikanischen Staaten wie Argentinien und Brasilien.

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