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Provinz Kerman als möglicher Partner

Dipl.-Geograph Christian Hartmann

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Delegationsreise in den Iran

Datum: 05.09.2016

Nürnberg - Die Wirtschaftsregion Mittelfranken will die Chancen nutzen, die sich durch die wirtschaftliche Öffnung des Iran nach Aufhebung der internationalen Sanktionen ergeben. Im Rahmen einer Delegationsreise unter Leitung von Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner hat IHK-Geschäftsführer Markus Lötzsch die Provinz Kerman im Südosten des Landes besucht und eine Kooperationsvereinbarung mit der Kammer Kerman unterzeichnet.

Auf der Reise vom 3. bis 6. September wurde Wirtschaftsministerin Ilse Aigner von einer Wirtschaftsdelegation begleitet, der insbesondere Vertreter der Maschinenbau-Branche angehörten. Als Vertreter des Bayerischen Industrie- und Handelskammertags (BIHK) nahm Markus Lötzsch, Hauptgeschäftsführer der IHK Nürnberg für Mittelfranken, an der Reise teil. Auf dem Programm standen Kooperationsbörsen mit iranischen Firmen, Gespräche mit den Ministern für Energie bzw. Industrie, Bergbau und Handel sowie der Start eines Ausbildungsprojekts des Bildungswerks der Bayerischen Wirtschaft.

Lötzsch besuchte zudem die Provinz Kerman und unterzeichnete dort mit der Kammer für Handel, Industrie, Bergbau und Landwirtschaft eine Absichtserklärung für künftige Kooperationen. „Uns geht es darum, den mittelfränkischen Firmen in Kerman eine Plattform zu schaffen, Türen zu öffnen und Geschäftsmöglichkeiten aufzuzeigen“, so Lötzsch. Die im Südosten des Landes gelegene Provinz mit 2,9 Millionen Einwohnern ist die zweitgrößte des Landes und verfügt über mehrere Sonderwirtschaftszonen, in denen es Erleichterungen für Investitionen und Unternehmensansiedlungen gibt. Wirtschaftliche Schwerpunkte in Kerman sind der Agrarsektor (größter Produzent von Datteln im Iran und von Pistazien weltweit), der Kupfer- und Steinkohlebergbau (zweitgrößte Kupfermine der Welt) und der Textilsektor (Teppiche). Geschäftsmöglichkeiten für Unternehmen aus der Region Nürnberg sieht Lötzsch insbesondere in den Feldern Energieversorgung, Verkehrsinfrastruktur, Logistik, Maschinenbau und Kfz-Zulieferung. Die IHK strebe bewusst eine Partnerschaft mit einer Region an, die derzeit noch nicht im Blick internationaler Investoren ist, aber hohes wirtschaftliches Potenzial verspricht.

Bis zur Aufhebung der Sanktionen im Januar 2016 war der Iran mit seinen 80 Millionen Einwohnern jahrelang ein wirtschaftlich weitgehend abgeschotteter Markt, sodass es einen enormen Nachholbedarf in allen Bereichen gibt. Lötzsch wies aber auch darauf hin, dass es im Iran-Geschäft noch Hürden zu überwinden gibt, um die hoch gesteckten Erwartungen zu erfüllen: „Für die meisten Firmen gehören die Finanzierung und der Zahlungsverkehr zu den größten Problemen im Tagesgeschäft. Hier erhoffen wir uns eine baldige Lösung.“

Pressebilder stehen auf der Seite des Bayerischen Wirtschaftsministeriums unter www.stmwi.bayern.de zum Download zur Verfügung. 

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