Wirtschaftsspionage aus dem Ausland
Rund 50 Milliarden Euro jährlich beträgt der durch Wirtschaftsspionage entstehende Schaden in deutschen Unternehmen. Im Visier der Industriespione sind vor allem innovative Produkte. Über 50 Prozent sind „Innentäter“, also Unternehmensangehörige. Systematische Wirtschaftsspionage ist allgegenwärtig und bedient sich eines breitgefächerten Spektrums: Messen, Veranstaltungen, Delegationen gehören als Mittel der „offenen Abschöpfung“ ebenso dazu wie der Einsatz von Dolmetschern, Doktoranden und Praktikanten als Agenten. Ein weiteres Mittel sind technische Angriffe auf die Rechner der Unternehmen. IT-Sicherheit sollte deshalb „Chefsache“ sein.
Weltweit unterhalten 250 Staaten eigene Nachrichtendienste. Es gibt aber nur einen Staat der nicht aktiv spioniert, sondern sich lediglich auf Abwehrmassnahmen konzentriert – und das ist Deutschland. Gezielte Abwehrstrategien von agressiven Spionageattacken aus Amerika, China oder Russland abzuwehren, gehören zur täglichen Arbeit des Verfassungsschutzes.
