Wöhrl
Investitionsprogramm läuft weiter
Das Nürnberger Modehaus Rudolf Wöhrl AG legte im Geschäftsjahr 2005/2006 beim Umsatz um acht Prozent auf 340 Mio. Euro zu. Damit habe man sich gegen den Branchentrend entwickelt, der seit Jahren hartnäckig ins Minus tendiere, so Finanzvorstand Thomas Bauer. Bis 2008 plant das Unternehmen mit Hauptsitz in Nürnberg weitere Investitionen in Höhe von rund 20 Mio. Euro.
Seit dem Einstieg von Gerhard Wöhrl als Aufsichtsratsvorsitzender Anfang 2005 wurden bereits rund zehn Mio. Euro in die umfassende Modernisierung mehrerer Häuser sowie in die Einführung der innovativen U1 Concept Stores für das jüngere, trendbewusste Publikum investiert. „Anstelle von aggressiver Preispolitik und immer weiter wachsenden Flächen setzten wir auf die bewusste Weiterentwicklung von Qualität, Service und persönlichem Einkaufserlebnis. Gerade dadurch haben wir die Loslösung vom negativen Branchentrend geschafft“, so Bauer.
Neuer Standard
Bei verbesserter Rohertragsmarge und reduzierter Kostenquote verzeichnete Wöhrl nach eigenen Angaben im
Geschäftsjahr 2005 „ein spürbar verbessertes operatives Ergebnis“. Das Ergebnis der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit erhöhte sich im Berichtszeitraum deutlich auf 5,4 Mio. Euro, der Jahresüberschuss stieg
entsprechend auf 4,2 Mio. Euro. „Dank des hervorragenden Finanzergebnisses konnten wir die 2005 und im
ersten Quartal 2006 getätigten Investitonen komplett aus dem Cash Flow bestreiten“, so Bauer. Zu den
größeren Projekten des Unternehmens in diesem Zeitraum zählte neben zahlreichen, umfangreichen Strukturmaßnahmen
auch der Bau einer neuen Sortieranlage am Nürnberger Stammsitz. Anfang 2006 erwarb Wöhrl aus Eigenmitteln zudem
eine wesentliche Beteiligung an der Ludwig Beck am Rathauseck Textilhaus Feldmeier AG.
Die Investitionen von 20 Mio. Euro bis 2008 sollen in den Um- und Ausbau der bestehenden Häuser fließen, alle 38 Standorte sollen dann den neuen Wöhrl-Standard haben. In einem weiteren Schritt ist zudem die Erschließung neuer Standorte geplant.

