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Kommentar von DIHK-Präsident Schweitzer

Wirtschaft wird total digital

Die Digitalisierung verändert Gesellschaft und Wirtschaft fundamental. Neue Geschäftsmodelle und Wachstumschancen entstehen. Gleichzeitig geraten jedoch klassische Branchen unter Druck, etwa durch die zunehmende Verbreitung der sogenannten Share Economy. Wettbewerb belebt das Geschäft, keine Frage. Allerdings sollten für alle Marktakteure gleiche Regeln und Besteuerungsmechanismen gelten.

Wir benötigen geeignete Rahmenbedingungen für die zunehmende Digitalisierung – sozusagen ein Betriebssystem. Die IHK-Organisation wird sich in den kommenden zwei Jahren verstärkt damit auseinandersetzen, wie ein solches aussehen kann. Klar ist: Nur mit digitalen Grundkompetenzen von Mitarbeitern und Führungskräften wird dies gelingen. Digitalisierungsthemen müssen deshalb stärker Eingang finden in die (Hoch-)Schulen sowie in die Aus- und Weiterbildung, aber auch in die Lehreraus- und -fortbildung.

Grundlegend für die „Wirtschaft 4.0“ ist die Sicherheit der Daten und der Anwendungen. Denn es werden nicht etwa nur der Maschinenbau und die Elektrotechnik mit der Informationstechnologie zu einer intelligent vernetzten Produktionsweise in den Fabriken der Zukunft zusammenwachsen. Vielmehr birgt die Entwicklung auch große Chancen für weitere Wirtschaftsbereiche, etwa im Bereich industrieller Dienstleistungen. Noch haben wir keine genaue Vorstellung davon, wie diese Entwicklung unsere Produktions- und Arbeitswelt verändern wird. Die IHKs wollen dabei helfen, das Thema auch für kleine und mittlere Unternehmen greifbarer zu machen.

Ohne Vernetzung wird uns dies nicht gelingen. Voraussetzung und Beschleuniger der Digitalisierung sind hochleistungsfähige Breitbandanschlüsse. Die IHK-Organisation wird sich daher in den Regionen aktiv für einen zukunftsgerechten Ausbau engagieren.

Autor: 

DIHK-Präsident Eric Schweitzer

 

WiM – Wirtschaft in Mittelfranken, Ausgabe 01|2015, Seite 17

 
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