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IT, E-Business

Innovationspreis Mikroelektronik 2014

 

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Dipl.-Ing. (FH) Richard Dürr

Dipl.-Ing. (FH) Richard Dürr

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Der Innovationspreis Mikroelektronik, der jährlich vom Förderkreis für die Mikroelektronik e.V. ausgeschrieben wird, würdigt in diesem Jahr die Entwicklung eines innovativen Radnaben-Antriebes für elektrische Automobile. Der Innovations-preis wird heute im Rahmen der Sitzung des Technologie- und Innovationsnetzes Mittelfranken (tim) in Nürnberg verliehen.

Die diesjährigen Preisträger des Innovationspreises sind Thorsten Schubert und Jan Ortner von Schaeffler Technologies, Herzogenaurach, sowie Hubert Rauh und Stefan Arenz vom Fraunhofer-Institut für Integrierte Systeme und Bauelemente­technologie IISB, Erlangen/Nürnberg. Ausgezeichnet werden sie für das neuartige Radnaben-System „Schaeffler E-Wheel Drive“ für Elektrofahrzeuge, das von Schaeffler in Kooperation mit dem IISB entwickelt wurde.

Elektrofahrzeuge mit sogenannten Radnaben-Antrieben könnten klassische Antriebskonzepte ablösen. Da die Motoren und die Elektronik in den Rädern verschwinden, ergeben sich völlig neue Gestaltungsmöglichkeiten für den Automobilbau. Das innovative Radnaben-System von Schaeffler setzt nach Meinung der Jury neue Maßstäbe für die Einbindung von mechatronischen Komponenten und Funktionen. Der „Schaeffler E-Wheel Drive“ enthalte sämtliche Bestandteile, die für Antrieb, Bremsen und fahrdynamische Zusatzfunktionen notwendig seien.

Ein Rad enthält einen 40 kW starken Elektromotor (ca. 54 PS), einen Frequenzumrichter für 400 Volt Gleichspannung und eine mechanische Trommelbremse. Dadurch werden nur noch wenige Verbindungen vom Rad zum Fahrzeug benötigt. Die Hinterräder können individuell angetrieben und gebremst werden. Damit sind innovative Funktionen wie Torque Vectoring (Unterstützung der Kurvenfahrt durch Antreiben des kurvenäußeren Rades) sowie Sicherheitsfunktionen wie ABS und ESP sehr leicht umsetzbar. Die Herausforderungen, denen sich Schaeffler und Fraunhofer IISB bei der Entwicklung zu stellen hatten, waren die räumliche Enge in der Felge, die Hitzeentwicklung und die mechanischen Erschütterungen während des Betriebes. Das System kann in handelsüblichen Radfelgen ab 16 Zoll integriert werden, eine Weiterentwicklung zur Serienreife ist bis 2018 geplant.

 
 
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