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Kulturförderung

Kulturpreis der mittelfränkischen Wirtschaft – Förderpreis Theater 2019

 

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Dr. Dieter Riesterer

Dr. Dieter Riesterer

Vorstand der IHK-Kulturstiftung Tel: +49 911 1335 0

Die IHK-Kulturstiftung der mittelfränkischen Wirtschaft hat am 26. November zum 23. Mal den "Kulturpreis der mittelfränkischen Wirtschaft" vergeben. Die Auszeichnung, die mit insgesamt 10 000 Euro dotiert ist und von Rödl & Partner gesponsert wird, wird für hervorragende künstlerische Leistungen in der Region vergeben.

Die Preise wurden im Rahmen einer Feierstunde im Staatstheater Nürnberg von IHK-Präsident Dirk von Vopelius sowie von Dr. Michael Rödl übergeben. Die Sopranistin Julia Grüter sowie der Regisseur Barish Karademir erhielten jeweils 4 000 Euro, der TanzRaum Weißenburg 2 000 Euro.

Die Preisträger

Julia Grüter  – Sopranistin

Die 1989 geborene Sopranistin Julia Grüter konnte bereits in jungen Jahren mit internationalen Auftritten sowie als Preisträgerin in mehreren Gesangswettbewerben glänzen. Bereits während ihres Studiums an der Musikhochschule Münster überzeugte sie durch zahlreiche Partien in Opern und Operetten. Sie ist eines der derzeit größten Talente im Stimmfach Lyrischer Sopran. Seit Beginn der laufenden Spielzeit begeistert sie das Nürnberger Opernpublikum mit ihrer klaren, hellen und mühelos geläufigen Stimme. Mit ihren unangestrengten, immer sicheren Höhen und tiefen Registern kann sie jegliche Arien in jedem Takt voll und rund klingen lassen. In Nürnberg sang sie bisher in den Neuinszenierungen "Xerxes" (Romilda), "Così fan tutte" (Fiordiligi) und in der Wiederaufnahme "Hänsel und Gretel" (Gretel). Zu Julia Grüters musikalischer Begabung gesellt sich eine große Ausstrahlung und ein sicherer Instinkt für die dramatische Situation, womit sie sich in kurzer Zeit in die Herzen der Zuschauer gesungen und gespielt hat. Durch ihre Natürlichkeit und Authentizität vermittelt Julia Grüter einen unmittelbaren Zugang zu jeder Rolle, die ihr anvertraut ist. 

Barish Karademir - Regisseur 

Das Zusammenspiel und die Verknüpfung von Schauspiel, tänzerischen und musikalischen Elementen sind der Kern seiner Arbeit: Barish Karademir machte sich durch zahlreiche viel beachtete Inszenierungen als Regisseur einen Namen. Der Sohn singhalesisch-zypriotischer Eltern zog im Alter von fünf Jahren nach Nürnberg. Nach seinem Ballettstudium absolvierte er sein Studium der Theaterwissenschaft, Germanistik und Kunstgeschichte an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Währenddessen arbeitete Karademir in Galerien, Buchhandlungen und Museen und nahm an internationalen Tanzprojekten teil. Tanz spielt in seiner Arbeit daher eine große Rolle. Im Jahr 2006 feierte er sein Regie-Debüt mit dem Fassbinder-Stück "Tropfen auf heiße Steine" am Gostner Hoftheater in Nürnberg. Seine Karriere führte ihn für Inszenierungen nach Berlin, Paris, Dortmund, Ingolstadt und Darmstadt. In der Metropolregion Nürnberg führte Karademir zudem Regie in der Tafelhalle Nürnberg und im Stadttheater Fürth. Mit seinen Aufführungen "Die bitteren Tränen der Petra von Kant" und "Jagdszenen aus Niederbayern" wurde er jeweils zu den Bayerischen Theatertagen 2015 und 2016 eingeladen. Der Regisseur und Choreograf stellt in der Spielzeit 2019/20 am Stadttheater Fürth Bernhard Koltès Schauspiel "Rückkehr in die Wüste" dar. 

TanzRaum Weißenburg

Der TanzRaum Weißenburg hat sich seit seiner Entstehung vor über 20 Jahren als Leuchtturm für Freizeittanz in der Region etabliert. Die Tanzschule für Tanzbegeisterte aller Altersgruppen bietet ein breit gefächertes und abwechslungsreiches Angebot in fast allen Tanzrichtungen an. Der Tanzunterricht umfasst sowohl klassische und moderne Tanztechniken als auch Jazztanz und Hip Hop-Schritte sowie akrobatische Elemente. Die beiden Protagonistinnen Julia Templer und Patricia Probst sehen ihren Tanzunterricht als ganzheitliche Förderung hinsichtlich der körperlichen und psychischen Entwicklung ihrer Schüler. Kindern und Jugendlichen wird besonders Raum für musische und künstlerische Tätigkeiten gegeben, der in der heutigen Leistungsgesellschaft und Bildungskultur oft fehlt. Sie bekommen die Möglichkeit, ihre Emotionen im Tanz auszudrücken, in Rollen zu schlüpfen und innerhalb der Gruppe ihre sozialen Fähigkeiten zu verbessern. Darüber hinaus werden die Koordinationsfähigkeit, die Flexibilität, der Muskelaufbau und das Körpergefühl geschult. Jedes Jahr kulminiert in drei Aufführungen von über 20 Gruppen im Kulturzentrum Karmeliterkirche mit über 1 000 Besuchern. 

Kulturpreis der mittelfränkischen Wirtschaft

Die IHK-Kulturstiftung vergibt den Theaterpreis seit 1997 alle zwei Jahre an herausragende mittelfränkische junge Künstler und Ensembles. Die Vergabe des Preises, der die Förderung der regionalen Kulturlandschaft zum Ziel hat, erfolgt alle zwei Jahre im Wechsel mit dem "IHK-Kulturpreis Literatur". Der Jury gehörten in diesem Jahr Jens-Daniel Herzog (Staatsintendant Staatstheater Nürnberg) als Vorsitzender, Werner Müller (Intendant Stadttheater Fürth), Klaus Häffner (freier Journalist und früherer Leiter des Bayerischen Rundfunks Studio Franken) sowie Dr. Dieter Riesterer (Vorstand der IHK-Kulturstiftung der mittelfränkischen Wirtschaft) an.

 
 
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