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Fußballweltmeisterschaft 2018

Fußballweltmeisterschaft 2018

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RA Oliver Baumbach

RA Oliver Baumbach

Stellv. Hauptgeschäftsführer, Rechtspolitik, Wirtschafts- und Kammerrecht, Handelsvertreterrecht, Scheinselbständigkeit Tel: +49 911 1335 388

Am 14. Juni 2018 beginnt die Fußball-Weltmeisterschaft in Russland. Wenn Unternehmen ihre Produkte und Dienstleistungen im Kontext der WM vermarkten möchten, gibt es einige Spielregeln zu beachten. Andernfalls kann eine Werbekampagne teuer werden.

Die Fußballweltmeisterschaft ist nicht nur ein riesiges internationales Volksfest, sondern auch ein Markenprodukt der FIFA. Die Vermarktung der kommerziellen Rechte (Medien-, Marketing-, Lizenzierungs- und Ticketing-Rechte) liegen ausschließlich in den Händen der FIFA. Sie ist Inhaberin etlicher Schutzrechte, die im Zusammenhang mit dem 2018 FIFA World Cup™ verwendet werden. Neben dem offiziellen Emblem des FIFA World Cup Russia 2018 und dem Pokal des 2018 FIFA World Cup™ genießt beispielsweise auch das offizielle Maskottchen, der Wolf Zabivaka, kennzeichenrechtlichen Schutz.

Folge des Schutzes der Marken ist, dass es ausschließlich den offiziellen FIFA-Partnern, FIFA WM-Sponsoren und regionalen Unterstützern gestattet ist, mit den geschützten Begriffen und Symbolen zu werben. Unternehmen, die weder Partner noch Sponsor sind und mit den geschützten Logos und Marken werben wollen, müssen bei der FIFA hierfür eine Lizenz erwerben. Die wichtigsten Hinweise dazu werden im beigefügten IHK-Merkblatt dargestellt.

Ausführliches Merkblatt "WM 2018 - Wie darf ich werben?" herunterladen
(PDF, 115 KB) 

Spielregeln für Werbung mit der Fußballweltmeisterschaft

Unternehmen können die Fußballweltmeisterschaft dennoch für Werbezwecke nutzen, wenn sie sich an bestimmte Spielregeln halten. Folgende Beispiele wären rechtlich zulässig:

  • Verwendung neutraler Begriffe aus dem Bereich Fußball, z.B. "Abpfiff für Siegertypen", "Schießen Sie sich nicht ins Aus" o.ä.
  • Abbildung eines Produkts, Dekor von Laden oder Schaufenster mit neutralen Accessoires aus dem Bereich Fußball, den Fahnen der teilnehmenden Länder oder der Fahne Russlands (Achtung: Keine Verwendung von FIFA-Merchandisingprodukten für Dekorationszwecken)
  • Wettbewerbe mit Anspielungen auf das Event, z.B. "Fan-Wettsingen", "11-Meter-Schießen"
  • Artikel mit Aufdrucken, wie "Schönster Fan", "Schützenkönig", "Tooor für Deutschland"
  • Die beschreibende Verwendung von WM, Fußball-WM oder Fußball-Weltmeisterschaft ist zulässig. Beispiele: "Reisen Sie mit uns zur WM 2018 nach Russland", "Unser Brot zur WM 2018" (Achtung: keine Verwendung geschützter Begriffe als Bezeichnung für Produkte oder Dienstleistungen. Beispiele: "Unser Fernseher zur WM 2018" wäre zulässig, "Unser WM 2018-Fernseher" nicht.)
  • Werbung mit dem Slogan "Während der WM 2018 geben wir 10 Prozent Rabatt auf alles"
  • Hinweistafel "Wir übertragen alle Spiele der WM 2018"

Neben der Verwendung geschützter Markennamen sollten Unternehmen außerdem folgende Punkte dringend vermeiden:

  • Erwecken des Eindrucks, ein Produkt sei vom DFB empfohlen, sofern dies nicht zutreffend ist
  • Keine Bezeichnung als "Sponsor der Nationalmannschaft", sofern nur der DFB finanziell unterstützt wird
  • Keine Verwendung von Marken, die durch andere Institutionen geschützt wurden. Dazu gehören z.B. der DFB-Adler, die Wort-Bild-Marke "Die Mannschaft" etc.
  • Keine Werbung mit "offiziell", sofern nicht durch FIFA oder DFB autorisiert
  • Auch nicht per Anspielung "Inoffizieller Sponsor" (Ambush/Trittbrettfahrer)
  • Keine Verlosung von Eintrittskarten
 
 
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