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Einen Betrieb in Fürth geschlossen

Der Autohaus-Betreiber Pillenstein mit Stammsitz in Fürth, schließt seinen Betrieb in der Würzburger Straße in Fürth einer Pressemitteilung zufolge auf Grund fehlender Entwicklungsmöglichkeiten. Als Anlaufstelle für die Kunden dienen die anderen Autohäuser des Unternehmens, darunter das Audi Zentrum Nürnberg und das Volkswagen Zentrum Fürth. Mit dieser Maßnahme sieht Pillenstein seine Ertragskraft vor dem Hintergrund der im Oktober in Kraft tretenden Gruppenfreistellungsverordnung gestärkt.

Die von der EU-Kommission forcierte Gruppenfreistellungsverordnung sieht unter anderem ein faktisches Ende der Markenbindung und eine EU-weite Niederlassungsfreiheit für Autohändler vor. Diese Regelung so Geschäftsführer Bernd Pillenstein, werde die Branche in den kommenden Jahren in ganz Deutschland „gehörig durcheinander wirbeln“: „Maximal die Hälfte der rund 17 000 selbstständigen Autohäuser in Deutschland wird mittelfristig überleben.“ Um zu den Gewinnern zu gehören, seien neben finanzieller Solidität eine „herausragende Service- und Produktkompetenz“ sowie eine bestimmte Betriebsgröße unerlässlich. „Diese Betriebsgröße bieten im Ballungsraum unser Volkswagen Zentrum und unser Audi Zentrum“, so Bernd Pillenstein. Für das ebenfalls zu Pillenstein gehörende Autohaus in Neustadt/Aisch würden angesichts nicht vergleichbarer Wettbewerbsstrukturen andere Maßstäbe gelten.

Vom Entschluss, den Standort Würzburger Straße aufzugeben, sind nach aktuellem Stand 20 Mitarbeiter betroffen. Die fünf Auszubildenden könnten ihre Ausbildung in anderen Pillenstein-Betrieben beenden.

 

WiM – Wirtschaft in Mittelfranken, Ausgabe 03|2003, Seite 56

 
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