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Selbstheilungskonzept für Kliniken

Der Kostendruck im deutschen Gesundheitssystem erfordert einen grundlegenden Wandel, der auch das Denken und Handeln in Krankenhäusern beinhalten muss. Diese Auffassung liegt einem Projekt der Nürnberger Bildungs- und Beratungsfirma Twinn-Group sowie der Trainerin und Fachtherapeutin für Psychotherapie Gabriele Dohndorf-Metsch aus Feucht zu Grunde. Ein Pilotprojekt in den Kreiskliniken Reutlingen mit 2 500 Mitarbeitern soll zeigen, dass Krankenhäuser „Selbstheilungskräfte“ aktivieren können, wenn sie die Patienten stärker als Kunden behandeln.

Patienten sind nicht mehr nur „die Duldenden“ (so die Übersetzung des aus dem Lateinischen stammenden Wortes „Patient“), sondern sie nehmen mehr und mehr eigenverantwortlich an ihrer Behandlung teil. Sie sind auch immer weniger bereit, Pannen im Krankenhausbetrieb (z.B. lange Wartezeiten, Doppeluntersuchungen, fehlende Abstimmung zwischen den medizinischen Fachbereichen) klaglos hinzunehmen. Das Projekt soll dazu beitragen, bei Pflegekräften, medizinischem Fachpersonal und Ärzten eine Einstellungsänderung zu bewirken sowie die Kommunikation und die Prozesse im Krankenhaus zu optimieren. Die Initiatoren des Projektes versprechen sich dadurch deutliche Kostensenkungen. Dohndorf-Metsch und die Twinn-Group unterstützen dieses Projekt durch ein mehrmonatiges Trainings- und Beratungs-System.

Dohndorf Training mit Sitz in Feucht bei Nürnberg wurde 1989 als Dohndorf Marketing gegründet und beschäftigt heute vier freie Mitarbeiter. Geschäftsfelder sind Seminare (mit Schwerpunkten bei Trainer-Ausbildung, Kommunikation und Kreativität), Coaching, Beratung von Trainern sowie Netzwerke für Frauen in Führungspositionen.
 

WiM – Wirtschaft in Mittelfranken, Ausgabe 07|2003, Seite 42

 
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