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Außenwirtschafts-Ausschuss diskutiert über Irak und Russland

Der Wiederaufbau im Irak wird länger dauern und mühevoller sein als bisher angenommen. Trotzdem ist unverzügliche Kontaktaufnahme und -pflege mit Geschäftspartnern im Irak ebenso geboten wie aktive Marktbearbeitung in den Anrainerstaaten, die als Plattform dienen können oder selbst wachsende Marktchancen bieten. Das treffe insbesondere auf den Iran zu, wenngleich auch dort erhebliche politische Risiken vorhanden seien. Dies sagte Staatssekretär a.D. Dr. Erich Riedl in der Sitzung des IHK-Außenwirtschafts-Ausschusses, die auf Einladung der Nürnberg Global Fairs im Nürnberger Messezentrum stattfand.

Große Fortschritte in Richtung Internationalität macht die Nürnberg Messe, und zwar insbesondere durch die erfolgreiche Auslandsarbeit der Tochtergesellschaft Nürnberg Global Fairs. Den anhaltenden Erfolg im Auslandsgeschäft führen Herta Krausmann, Geschäftsführerin von Nürnberg Global Fairs, und Peter Ottmann, Pressesprecher der NürnbergMesse, auf die präzise Vorbereitung und Durchführung von langfristig angelegten Eigenveranstaltungen im Ausland sowie auf das qualifizierte Dienstleistungsangebot von Nürnberg Global Fairs als Messedurchführungsgesellschaft zurück. Derzeit würden über 1 000 Aussteller bei ihren Messepräsentationen im Ausland betreut. Auch würden die Aktivitäten im Ausland für Nürnberg einen erheblichen Imagegewinn sowie Synergien durch große Besucherzuwächse bei Messeveranstaltungen in Nürnberg freisetzen. Nürnberg könne u.a. deswegen ein überdurchschnittliches Umsatzwachstum von derzeit fünf Prozent jährlich verzeichnen. Gerade die Internationalisierungsstrategie der NürnbergMesse habe erheblich dazu beigetragen, dass Nürnberg Platz 7 unter den deutschen Messeplätzen erreicht habe und damit „der kleinste unter den Großen“ geworden sei.

Von langjährigen Erfahrungen mit russischen Partnern aus Wirtschaft und Verwaltung sowie mit Investitionsvorhaben in Ekaterinenburg berichtete Thomas Gmöhling, Geschäftsführer der Ecka Granulate Buntmetall GmbH in Fürth. Nach seinen Worten geht es in Russland deutlich aufwärts, und besonders die Deutschen könnten als willkommene Geschäftspartner davon profitieren. Entscheidend seien gute persönliche Kontakte, viel Geduld und vor allem Fairness. Gerade auch im Produktionsbereich sei ein Engagement in Russland lohnend angesichts der geringen Produktionskosten, die in seiner Branche auf 20 Prozent des deutschen Niveaus lägen, sowie auf Grund des guten Ausbildungsniveaus in Russland.
 

WiM – Wirtschaft in Mittelfranken, Ausgabe 10|2003, Seite 41

 
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