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In fünf Jahren 1 700 neue Arbeitsplätze geschaffen

Im November 1998 fiel der Startschuss für den ersten Businessplan-Wettbewerb Nordbayern (BPWN), damals vom Freistaat Bayern initiiert und von der Unternehmensberatung McKinsey durchgeführt. In den vergangenen fünf Jahren hat sich daraus ein weit über die regionalen Grenzen hinaus etabliertes Unternehmer-Netzwerk entwickelt. Ein weiterer Beleg für das Renommée des Wettbewerbs ist die soeben abgeschlossene erste Runde des aktuellen BPWN: 85 Gründer und Unternehmen haben ihre Geschäftsideen eingereicht (im Vorjahr 78).

Nach den Ergebnissen der jüngsten Teilnehmerumfrage haben sich in Nordbayern seit 1998 insgesamt 765 Teams am BPWN beteiligt. Daraus sind über 250 Unternehmen entstanden oder nachhaltig auf ihrem Wachstumskurs unterstützt worden. Weitere 50 Teilnehmer planen derzeit ganz konkret die Gründung eines Unternehmens. Insgesamt sind durch diese Unternehmen über 1 700 hochqualifizierte, neue Arbeitsplätze geschaffen worden.

Der Businessplan-Wettbewerb Nordbayern (BPWN) ist eines der wichtigsten Instrumente der Förderung von netzwerkInordbayern, einem regionalen Wirtschaftsförderer mit kostenfreien Angeboten für Unternehmer und Gründer. In den vier Kernbereichen Planung, Finanzierung, Ausbildung und Networking bietet das Team um die beiden Geschäftsführer Dr. Carsten Rudolph und Arne-G. Hostrup Dienstleistungen wie die Vermittlung von Eigenkapital, Coaching, Workshops und die Durchführung von Networking-Veranstaltungen in ganz Nordbayern an. Der BPWN ist noch immer, so der bayerische Wirtschaftsminister Dr. Otto Wiesheu, „der Kristallisationspunkt für innovative Unternehmensgründungen und Geschäftskonzepte in Nordbayern“.

Der Wirtschaftsraum Nordbayern habe von dieser positiven Entwicklung profitiert, so netzwerkInordbayern in einer Pressemitteilung. Die Unternehmen hätten nicht nur mit ihren Geschäftsmodellen und Patenten zu einem Innovationsschub beigetragen, sie forcierten gleichzeitig auch das Wirtschaftswachstum in der Region. Nach Angaben der Unternehmen sind allein im Jahr 2002 60 Mio. Euro erwirtschaftet worden. Für das laufenden Jahr 2003 werden 81 Mio. Euro erwartet.

Die Innovationsstärke der Teilnehmer des BPWN und der weiteren Akteure innerhalb des netzwerk|nordbayern sei auch dem nationalen und internationalen Kapitalmarkt nicht lange verborgen geblieben. So konnten durch das Netzwerk seit 1999 an 67 Unternehmen rund 83 Mio. Euro Beteiligungskapital vermittelt werden – laut BPWN „ein absoluter Spitzenwert in Deutschland und Europa“. Dabei handle es sich ausschließlich um Erstrundenfinanzierungen durch Business Angels, Beteiligungsgesellschaften und öffentlichen Co-Investoren.

Attraktivität ungebrochen
Als der BPWN 1998 startete, war die Gründerstimmung in Deutschland auf vollen Touren und steigerte sich weiter bis zum Einbruch des Neuen Markts im Frühjahr und Sommer 2000. „Danach“, erinnert sich Arne-G. Hostrup, „waren Realismus und Solidität hoch im Kurs. Die Investoren zeigen sich bis heute nicht mehr annähernd so risikofreudig wie etwa 1999 oder 2000, als sie sich ihre Portfolio-Unternehmen mehr oder weniger direkt bei den Businessplan-Wettbewerben abholten.“ „Das Instrument Businessplan,“ ergänzt Dr. Carsten Rudolph, „ist unverzichtbar geworden, nicht nur für junge Unternehmen, sondern für etablierte kleine und mittlere Unternehmen. Ohne ein solide ausgearbeitetes Geschäftskonzept gibt es heute kein Eigenkapital, keine Kredite und keine Partner. Businessplan-Wettbewerbe sind dabei ein wichtiges Instrument, um ein Feedback vom Markt zu bekommen.“
 

WiM – Wirtschaft in Mittelfranken, Ausgabe 02|2004, Seite 43

 
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