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Was macht eigentlich...?

Hans-Reiner Schröder

Er war in Nürnberg der Meister der grandios inszenierten Auftritte, der Perfektionist eines Marketing durch Glamour, legendenbildend seine Einladungen zum Opernball, zu Kinopremieren mit Freund Joseph Vilsmaier ("Leo und Claire") oder zu Parties für neue BMW-Typen an ausgefallenen Standorten. Seiner "Talk-of-the-Town"-Strategie bleibt er in Berlin treu.

Der März war ein guter Monat für Hans-Reiner Schröder, der seit dem 1. Januar 2007 die BMW Niederlassung Berlin leitet. Mitte des Monats war er gleich mehrfach in Deutschlands Illustrierten vertreten. Die Beiträge zelebrierten u.a. die Deutschland-Premiere des neuen BMW Z4. Eingeladen waren viele Prominente, die sich auf den Frühling freuen, den sie mit ihrem neuen Z4 Roadster genießen wollen. "Wir hatten eine gute Presse", so Schröder. "Wir", das sind BMW und er. Wie Uli Hoeneß dem FC Bayern so ist Schröder BMW zugetan, "Herzblut" ist noch ein unzureichendes Bild für diese Beziehung.

In diesen Tagen gab die Berliner Niederlassung auch eine Presseerklärung heraus, die das beste Ergebnis aller Zeiten für BMW in der Bundeshauptstadt verkündete, mit mehr als 8 000 verkauften BMWs und Minis. Der gebürtige Münchner Hans-Reiner Schröder, der aus seiner Herkunft keine Sekunde ein Hehl macht und seiner Berliner Assistentin ganze Breitseiten bayerischen Dialektes zumutet, knüpft auch im alten Zentrum Preußens nahtlos an gewohnte Erfolge an. In Nürnberg hat er seinerzeit den Verkauf von BMW-Fahrzeugen um 80 Prozent gesteigert.

Es ist deshalb naheliegend, das Gespräch mit ihm zu beginnen, indem man fragt, was einen erfolgreichen Autoverkäufer ausmacht. Die Antwort kommt wie aus der Pistole gefeuert: "Ein sehr gutes Netzwerk. Kontaktfreude. Das heißt aber auch: 200 Abendveranstaltungen im Jahr. Glaubwürdigkeit, Nachhaltigkeit, Betreuung und vor allem: ein gutes Produkt, ein gutes Team." Zum guten Team gehören zwei alterprobte Kämpfer, die dem Außenmann Schröder schon in Franken den Rücken frei hielten, Kai Lichte (er setzt all die Marketing-Event-Ideen seines Chefs in perfekte Inszenierungen um) und Winfried Schimpf, "Leiter After Sales". Denn zu den Gaben Schröders gehört es offensichtlich, nicht nur mit persönlichen Stärken zu punkten, sondern auch geschickt ein Team um seine Stärken herum zu formieren.

In Nürnberg hatte man sich fast schon an die regelmäßigen Besuche der Til Schweigers, Katja Riemanns, Katja Flints, Nadja Auermanns, Uwe Ochsenknechts oder Joseph Vilsmaiers gewöhnt – gerade genug, um neuerdings ihr Fehlen beim Opernball bestürzt zur Kenntnis zu nehmen, wie die Abendzeitung im vergangenen September bemerkte. In Berlin reicht das nicht aus, "hier ist so viel los, dass nur Eins-A-Events ziehen", hat Schröder erkannt. Kurzes Googlen bestätigt, dass die Bemühungen, erneut das Stadtgespräch mitzubestimmen, Früchte tragen. "Cinema for Peace 2009" lautet eine Großveranstaltung, die "BMW nicht nur sponsert, sondern auch massiv Input leistet", eine "Große Gala mit Gorbatschow, Genscher, Leonardo DiCaprio" als Gästen. Sharon Stone "ist eine unglaubliche Powerfrau – immer 1 000 Prozent Präsenz", hat der BMW-Manager aus der Nähe beobachtet. Als kürzlich Shimon Peres zu Gast war, hat Schröder ihm 85 000 Euro für seine Stiftung übergeben. Mit dem BMW-Kunstadventskalender am Kurfürstendamm hat er 100 000 Euro für das in unmittelbarer Nähe zum Berliner Hauptbetrieb gelegene S.O.S.-Kinderdorf gesammelt. Für solches Eintreten für Schwächere hat der Automann einst in Nürnberg das Bundesverdienstkreuz aus der Hand von Dr. Günther Beckstein erhalten.

Top-Verkäufer, Manager, Opernfreund, Wohltäter, Freund der Stars; Schröder hat viele Facetten. Eine junggebliebene Liebe zu Nürnberg gehört dazu: "Ich habe in Franken die schönste Zeit meines Lebens verbracht. Wenn ich ab und zu am Wochenende heim nach München fahre, mache ich oft hier Rast, esse Bratwürste, treffe alte Freunde", schwärmt er aufrichtig.

Der März war ein fast perfekter Monat – aber noch ungleich größer, einmalig wunderbar wird – wenn alles wie geplant läuft, der April. Dann nämlich soll Hans-Reiner und Katerina Schröders erste Tochter zur Welt kommen, Karolina wird sie heißen. Wir wünschen alles erdenklich Gute.

Autor: 
Peter Budig
 

WiM – Wirtschaft in Mittelfranken, Ausgabe 04|2009, Seite 55

 
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