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Marktstudie

Das vernetzte Auto

Das Auto wird zur Informationszentrale, Autokäufer wünschen sich immer mehr nützliche Daten für die Reise und zur Verkehrssicherheit. Das hat die Nürnberger puls Marktforschung GmbH aus Schwaig b. Nürnberg in einer Umfrage unter 1 000 Autokäufern festgestellt.

Ganz oben bei den neuen Möglichkeiten im „Online-Auto“ stehen bessere Informationen zu Staus und Baustellen, die von 76 bzw. 68 Prozent der Autokäufer gewünscht werden. Auf dem dritten Rang stehen Hinweise auf preisgünstige Tankstellen (67 Prozent der Autokäufer). Auch folgende Informationen und Dienste, die sich in Autos integrieren lassen, stoßen auf Interesse: Automatischer Notruf bei Unfällen, umfassende Fahrzeugchecks, Anzeige aktueller Geschwindigkeitsbeschränkungen und Informationen zu freien Parkflächen. „Die Erwartungen an das ,Internet-Auto‘ konzentrieren sich derzeit auf bessere Informationen, um den Fahrer schneller, sicherer, planbar und preisgünstig ans Ziel zu bringen“, erklärte puls-Geschäftsführer Dr. Konrad Weßner.

Funktionen, die nicht direkt mit dem Fahren zusammenhängen (z.B. Versenden und Empfangen von E-Mails, Buchen von Hotels und Tickets sowie Zugriff auf andere Endgeräte), bleiben derzeit noch den Smartphones vorbehalten, so die Studie. Die Untersuchung lässt aber vermuten, dass auch einzelne Infotainment-Funktionen in nicht allzu ferner Zukunft den Weg in das Auto finden könnten: So erklären immerhin 40 Prozent der befragten Autokäufer, dass sie grundsätzlich Interesse daran haben, Musiktitel auch vom Auto aus herunterzuladen. „Händler und Hersteller können Internet-Funktionen dann als Rückenwind für profitablen Autoverkauf nutzen, wenn der Fahrer nicht mit zu vielen Funktionen überfordert wird und die Nutzenargumentation klar und einfach ist“, sagte Weßner. Gegenüber der vor einem Jahr durchgeführten Studie hat das Interesse an intelligenter Informationstechnologie im Auto zugenommen: Der Anteil der Kunden, die die sich für das vernetzte Auto allgemein interessieren, ist binnen eines Jahres von 37 auf 47 Prozent gestiegen.

 

WiM – Wirtschaft in Mittelfranken, Ausgabe 06|2012, Seite 35

 
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