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Bruder Spielwaren

Detailtreue zahlt sich aus

Bruder Spielwaren_Paul Heinz Bruder © IHK

Realistische Modelle: Paul Heinz Bruder mit Spielfahrzeugen des Fürther Unternehmens.

Auszeichnungen und Umsatzwachstum: Der Fürther Spielwarenhersteller blickt positiv auf die kommenden Monate.

Mit dem Verlauf der Nürnberger Spielwarenmesse kann Paul Heinz Bruder zufrieden sein. Denn die Bruder Spielwaren GmbH + Co. KG, die er als Geschäftsführer leitet, hat nicht nur zahlreiche Produktneuheiten präsentiert. Das Fürther Unternehmen gewann auch den „Toy Award“, den Neuheitenpreis der Spielwarenmesse, in der Kategorie „Spielzeug für Kinder von drei bis sechs Jahren“. Die Auszeichnung erhielt der Spielwarenhersteller für seine detailgetreuen Themenwelten, die Lebensbereiche wie Autowerkstätten, Krankenhäuser oder Pferdeställe darstellen. Auch der „Plus X Award“, ein Innovationspreis für die Bereiche Technologie, Sport und Lifestyle, ging kürzlich erneut nach Fürth.

Eine „Auszeichnung“, auf die man bei Bruder aber lieber verzichten würde, ist der „Plagiarius“. Dieser Negativpreis ging neulich nicht an die Firma selbst, sondern an einen chinesischen Hersteller für die Kopie eines Radlader-Modells von Bruder. Der Preis sei leider  immer wieder eine Gelegenheit, auf Produktpiraterie und Fälschungen aufmerksam zu machen, so der Geschäftsführer. Sein Unternehmen sei zum siebten Mal seit 2004 berücksichtigt worden, was er aber nicht als Ehre auffasst: „Es scheint zu lohnen, Bruder-Modelle zu fälschen.“

Nichtsdestotrotz ist man bei dem Fürther Spielwarenhersteller mit dem Geschäftsjahr 2018 zufrieden und schaut positiv auf die kommenden Monate. Das Unternehmen, dessen Belegschaft letztes Jahr auf 500 Beschäftigte anstieg, setzte weltweit rund 79 Mio. Euro um, das ist etwa eine Mio. Euro mehr als im Vorjahr. Hintergrund dieser Entwicklung sei die anhaltend starke Konjunktur in den deutschsprachigen Ländern gewesen, erklärt Paul Heinz Bruder. Diese gehören mit den EU-Ländern zum ausländischen Kernmarkt des Unternehmens. Insgesamt werden rund 70 Prozent der Bruder-Spielwaren in gut 60 Länder der Erde exportiert.

Obwohl der Trend zum Online-Handel ungebrochen sei, habe der stationäre Handel für das Fürther Unternehmen weiterhin eine große Bedeutung, neben dem Spielwarenfachhandel gehören dazu auch Drogeriemärkte, Lebensmittelketten und Baumärkte. Bei der Konzeption seiner Produkte setzt Bruder Spielwaren weiter auf das analoge, eigenkreative Spiel der Kinder, bei dem sie das reale Vorbild vor Augen haben, und weniger auf digitale Elemente.

 

WiM – Wirtschaft in Mittelfranken, Ausgabe 03|2019, Seite 66

 
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