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Hochschulen

Zügig ausbauen!

190701_IHK_igh_Hochschulen_7971 © Kurt Fuchs/ IHK

Hochschulkonferenz in Mittelfranken: Die Staatsminister Joachim Herrmann und Bernd Sibler mit den Vertretern von Hochschulen, Politik und Wirtschaft.

Konferenz in der IHK: Hochschulen, Wirtschaft und Politik ziehen an einem Strang.

Die geplante Technische Universität Nürnberg ist für die Wirtschaftsregion von herausragender Bedeutung, gleichzeitig duldet der Ausbau der bestehenden Hochschulen in Mittelfranken keinen Aufschub. Das machte IHK-Präsident Dirk von Vopelius bei der Hochschulkonferenz deutlich, bei der die Vertreter der mittelfränkischen Hochschulen mit Bayerns Wissenschaftsminister Bernd Sibler und Innenminister Joachim Herrmann über den Hochschulausbau und über dringende Sanierungsvorhaben diskutierten. Eingeladen zu der Konferenz hatte die „Interessengemeinschaft Hochschulen Region Nürnberg“ (igh), die von der IHK koordiniert wird und der die acht Hochschulen in Mittelfranken sowie Vertreter aus Wirtschaft und Politik angehören.

Dringende Sanierungsprojekte

Dirk von Vopelius, der auch Vorsitzender der igh ist, bezeichnete den Ausbau der Hochschulen und Forschungseinrichtungen als wesentlichen Baustein der Standortsicherung und wies auf die von der IHK-Vollversammlung verabschiedeten Eckpunkte „Hochschulentwicklung Mittelfranken“ hin. Neben der Neugründung der Universität in Nürnberg müssten die Grundfinanzierung sowie die personelle und bauliche Fortentwicklung der bestehenden Hochschulstandorte verbessert werden, sagte von Vopelius. Der Sanierungsstau bei wichtigen Einrichtungen der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) müsse dringend aufgelöst werden. Er nannte in diesem Zusammenhang u. a. die sogenannten „Philosophentürme“, die Chemie-Gebäude im Südgelände sowie die Erziehungswissenschaften in Nürnberg. Diese Einrichtungen könnten nur noch wenige Jahre genutzt werden. Aber auch die Sanierung der Akademie der Bildenden Künste komme immer wieder ins Stocken, sodass der Lehrbetrieb stark eingeschränkt sei und es auch dort dringenden Handlungsbedarf gebe, so von Vopelius.

Innenminister Joachim Herrmann versicherte, dass der Freistaat weiter kräftig investiere, um den Hochschul- und damit auch den Wirtschaftsstandort Mittelfranken fit für die Zukunft zu machen. „Die neue Technische Universität Nürnberg wird unserem Land einen enormen Innovationsschub verleihen und damit die wissenschaftliche Basis unserer Wirtschaft nachhaltig stärken“, sagte der Staatsminister. Auch die FAU Erlangen-Nürnberg werde entscheidend gestärkt. Als Beispiele nannte er das „Geisteswissenschaftliche Zentrum Erlangen“, das im sogenannten „Himbeerpalast“ entstehen soll, und die Technische Fakultät, die derzeit auf mehrere Standorte verteilt ist und auf dem Campus im Erlanger Süden zusammengeführt werden soll. „Für beide Universitäten steht die Zusage der Staatsregierung von jeweils 1,5 Mrd. Euro in den nächsten Jahren“, erklärte Herrmann.

Wissenschaftsminister Bernd Sibler hob die Bedeutung der „Interessengemeinschaft Hochschulen Region Nürnberg“ für die Weiterentwicklung des Hochschulstandortes Mittelfranken hervor: Die igh sei ein bayernweit einzigartiges Netzwerk aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft.

 

WiM – Wirtschaft in Mittelfranken, Ausgabe 07|2019, Seite 18

 
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