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Forschung | Innovation | Technologie AKTUELL

 

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Dr.-Ing. Robert Schmidt

Dr.-Ing. Robert Schmidt

Leiter des Geschäftsbereichs Innovation | Umwelt; Grundsatzfragen Innovations-, Technologie-, Energie- und Umweltpolitik; Umweltschutz; Energie- und Biotechnik Tel: +49 911 1335 1299
Dr. rer. nat. Elfriede Eberl

Dr. rer. nat. Elfriede Eberl

Innovationsmanagement, Forschung, Hochschulen Tel: +49 911 1335 1431

Ausgabe 01 | 2019 - April 2019 Erscheinungsdatum: 10.04.2019

Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser,

mit unserem Newsletter "Forschung | Innovation | Technologie AKTUELL" aus dem IHK-Geschäftsbereich Innovation | Umwelt erfahren Sie Neues und Wissenswertes aus den Bereichen Forschung, Innovation und Technologie. Wir haben für Sie ausgewählte Nachrichten aus der Metropolregion Nürnberg, Bayern, Deutschland und der Europäischen Union und darüber hinaus zusammengestellt. Zudem informieren wir Sie über Veranstaltungen unseres Geschäftsbereiches.

Aktuelles aus der Metropolregion

IHK-Report "Patente in Bayern 2019"

Für den IHK-Report wurden die Patente (Erstpublikationen) nach Technologiefeldern gemäß der Internationalen Patentklassifikation (IPC) und nach Anmeldern analysiert. Als Grundlage dienten die Daten des Europäischen Patentamts (EPA) und des Deutschen Patent- und Markenamts (DPMA) für das Jahr 2017.

Der Anteil der mittelfränkischen Patentanmeldungen an den gesamtbayerischen Anmeldungen beträgt laut aktuellem IHK-Report 18,9 Prozent, der Anteil an dem gesamtdeutschen Anmeldungen liegt bei 5,4 Prozent. Damit liegt die Wirtschaftsregion Mittelfranken auf Platz 2 in Bayern.

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Dr. rer. nat. Elfriede Eberl (Tel: +49 911 1335 1431, elfriede.eberl@nuernberg.ihk.de)

Gründung_FabLab © Brigitte Dorr

FabLab Altmühlfranken in Gunzenhausen gegründet

Nach der Begrüßung durch Landrat Gerhard Wägemann und Bürgermeister Karl-Heinz Fitz wurde den Anwesenden zunächst erläutert, was es mit einem FabLab – einem High-Tech-Labor für Jedermann überhaupt auf sich hat. Seit 2002 verbreiten sich die FabLabs, ausgehend von den USA, in der ganzen Welt. Mittlerweile gibt es ca. 1 600 FabLabs in 119 Ländern, 58 davon in Deutschland. Allen FabLabs gemein ist die kostenfreie Nutzung von hochtechnischen Geräten und der Zugang für die Öffentlichkeit.

Quelle: FabLab Altmühlfranken

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Dr.-Ing. Robert Schmidt (Tel: +49 911 1335 1299, robert.schmidt@nuernberg.ihk.de)

Dr. rer. nat. Elfriede Eberl (Tel: +49 911 1335 1431, elfriede.eberl@nuernberg.ihk.de)

Zentrum Digitalisierung Bayern fördert acht Projekte des Automation Valley Nordbayern

  • Automatisiertes Content-Providing durch Smarte Steuersysteme
  • Entwicklung eines intelligenten ethikgeprüften predictive Maintenance Systems mit erstmaliger Gedankenunterstützter Problemerkennung mittels eines fNIRS-basierten Hirn-Computer Interfaces
  • CogniSense - Entwicklung einer smarten Sensorik mit integrierter Datenanalyse zur Realisierung des Digitalen Zwillings in der Produktion
  • MR4VIFeD: Mixed Reality für die Virtuelle Inbetriebnahme und Fernwartung mit durchgehender Datennutzung
  • PREZYS – Predictive maintenance durch cloudbasierte Auswertung von (digitalen) Daten im durchgängigen Austausch zwischen Kunde und Lieferant über den Lebenszyklus von industriellen Komponenten
  • Moderne Signalverarbeitungsmethoden zum Schutz von DC-Kleinspannungsnetzen der Industrieautomatisierung und der Telekommunikation
  • Intelligente Nutzung der Betriebs-und Inspektionsdaten einer SMT-Linie zur Erhöhung der Qualität und der Flexibilität in der Elektronikproduktion
  • Automatisierte Datenanalyse für die Digitalisierte Produktion (ADP)
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Dr. rer. nat. Ronald Künneth (Tel: +49 911 1335 1297, ronald.kuenneth@nuernberg.ihk.de)

Dipl.-Pol. Univ. Christian Seitz (Tel: +49 911 1335 1213, christian.seitz@nuernberg.ihk.de)

Neues Medical Valley Center Weiden startet: Netzwerk in der Metropolregion wächst weiter

Gesundheitsversorgung in ländlichen Räumen soll dort den inhaltlichen Schwerpunkt bilden. Diese bringt einerseits enorme Herausforderungen, andererseits auch große Chancen mit sich. Wirtschaft, Wissenschaft und Politik setzen hierbei einen Fokus auf die Digitalisierung und wollen gemeinsam die Region als Kompetenzzentrum für Gesundheit in ländlichen Räumen etablieren. Mit dem Medical Valley Center Weiden kommt in der nördlichen Oberpfalz ein weiterer Knotenpunkt zu dem Medical Valley Netzwerk hinzu.

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Dr. rer. nat. Elfriede Eberl (Tel: +49 911 1335 1431, elfriede.eberl@nuernberg.ihk.de)

Energy Harvesting in der Produktion zum Sensorbetrieb nutzen

Damit diese Sensoren Daten erfassen und übertragen können, benötigen sie permanent Energie. Das Fraunhofer IIS hat speziell für IIoT-Sensoren eine autarke Energieversorgung entwickelt, die vorhandene Vibrationen beispielsweise von Maschinen nutzt, um elektrische Energie zu gewinnen. So können diese Sensoren für die Betriebs- und Zustandsüberwachung (Condition Monitoring) in der Produktion eingesetzt werden und benötigen weder Stromkabel noch ständige Batteriewechsel.

Sensoren werden in produzierenden Unternehmen immer stärker eingesetzt. IIoT-Systemarchitekturen sollen die Maschinen, Anlagen und IT-Systeme miteinander vernetzen, um eine bessere Ressourceneffizienz, Produktivität und Wartung zu erzielen. Zur Erfassung der notwendigen Daten braucht es smarte Sensoren, die Informationen per Funk an das Gesamtsystem übertragen. Diese Sensoren benötigen jedoch ausreichend Energie. Vorteil einer autarken Energieversorgung ist dabei, dass weder ein störendes Stromkabel noch ein Batteriewechsel notwendig ist.

Quelle: Fraunhofer IIS

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Dr.-Ing. Robert Schmidt (Tel: +49 911 1335 1299, robert.schmidt@nuernberg.ihk.de)

Reißverschluss auf Nano-Ebene - Neue Methode zur Nanographensynthese auf Metalloxidoberflächen

Zweidimensional, biegsam, reißfest, leicht, vielseitig einsetzbar – all diese Eigenschaften treffen auf den Stoff Graphen zu, der oft auch als Wundermaterial bezeichnet wird. Darüber hinaus verfügt diese kohlenstoffbasierte Nanostruktur über einzigartige elektrische Eigenschaften, was sie für die Nanoelektronik interessant macht. Abhängig von der Größe und der Form kann Nanographen leitend oder halbleitend sein – eine elementare Voraussetzung für den Einsatz in Nanotransistoren. Dank der guten elektrischen und thermischen Leitfähigkeit könnte es sowohl leitendes Kupfer als auch halbleitendes Silicium in zukünftigen Nanoprozessoren ersetzen.

Quelle: FAU Erlangen-Nürnberg

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Dr. rer. nat. Elfriede Eberl (Tel: +49 911 1335 1431, elfriede.eberl@nuernberg.ihk.de)

Forschen für die Energie der Zukunft - Helmholtz-Institut

Der Universalgelehrte ist der Namensgeber der Helmholtz-Gesellschaft – der größten deutschen Wissenschaftsorganisation. Deren rund 39 000 Mitarbeiter verfolgen ebenfalls den Anspruch, in verschiedenen Disziplinen wegweisende Innovationen zu entwickeln. Sie sind an 18 unabhängigen Zentren und Instituten tätig und decken eine große Bandbreite ab: Schwerpunktmäßig forschen sie in den Bereichen Energie, Erde und Umwelt, Gesundheit, Schlüsseltechnologien, Struktur der Materie sowie Luftfahrt, Raumfahrt und Verkehr. Lange war die Gesellschaft nicht in der Region Nürnberg präsent – ein Umstand, der viele Entscheidungsträger der Region nicht ruhen ließ. Prof. Dr. Joachim Hornegger, der heutige Präsident der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), der frühere FAU-Präsident Prof. Dr. Karl-Dieter Grüske, der ehemalige Erlanger Oberbürgermeister Prof. Dr. Siegfried Balleis und der in Erlangen beheimatete bayerische Innenminister Joachim Hermann gehörten zu denjenigen, die sich nicht mit der "Helmholtz-freien Zone Nordbayern" abfinden wollten. Auch die IHK Nürnberg für Mittelfranken hat sich jahrelang intensiv dafür eingesetzt, ein Helmholtz-Institut in der Region anzusiedeln.

Derzeit entsteht auf dem Gelände der Technischen Fakultät der Universität der Neubau des Helmholtz-Instituts, für den vor Kurzem das Richtfest gefeiert wurde. Im Frühjahr 2020 soll das Gebäude bezogen werden, in dessen Büros und Labors einmal sieben Professoren mit rund 110 Mitarbeitern tätig sein werden. Die Investitionskosten von 32 Mio. Euro trägt der Freistaat. Die Kosten für den laufenden Betrieb werden auf 5,5 Mio. Euro jährlich veranschlagt, wovon die Helmholtz-Gesellschaft 90 Prozent und der Freistaat Bayern zehn Prozent tragen.

Quelle: WiM 1-2 2019

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IHK-Fachforum "Arbeitsschutz in der betrieblichen Praxis"

"Die Verhütung von Unfällen ist nicht eine Frage gesetzlicher Vorschriften, sondern der unternehmerischen Verantwortung und zudem ein Gebot wirtschaftlicher Vernunft." Dieses Zitat von Werner von Siemens ist fast 140 Jahre alt, aber zeitlos gültig. Arbeitsschutz ist nach wie vor ein Thema, das Unternehmen und Mitarbeiter stark beschäftigt. Zum "Update" und Erfahrungsaustausch veranstalten die IHKs Nürnberg, Oberfranken und Coburg jedes Jahr das IHK-Fachforum "Arbeitsschutz in der betrieblichen Praxis". "Arbeitsschutz ist viel mehr als die Schutzbrille und der Gehörschutz", stellte Andreas Neubig, Leiter des Gewerbeaufsichtsamts Nürnberg, bei der jüngsten Veranstaltung in Nürnberg klar. Damit machte er gleich zu Beginn seines Vortrags deutlich, dass der Wandel der Arbeitswelt auch die Anforderungen an den Arbeitsschutz verändert: Früher lag der Schwerpunkt auf Gefahren- und Unfallvermeidung. Inzwischen werden auch die Zusammenhänge zwischen Arbeitsbedingungen und moderner Technik, die Interaktion zwischen den Beschäftigten und die Führungskultur betrachtet.

Quelle: WiM 1-2 2019

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Industrial Intelligence Nordbayern-Niederlande auf der Hannover Messe

Dr. Ronald Künneth von der IHK Nürnberg für Mittelfranken unterstrich die langjährige Tradition des Messetalks, der attraktive Fachthemen mit regionalen und internationalen Networking verknüpft.

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Dipl.-Pol. Univ. Christian Seitz (Tel: +49 911 1335 1213, christian.seitz@nuernberg.ihk.de)

Veranstaltungsübersicht

Aktuelle Veranstaltungen aus dem Geschäftsbereich Innovation | Umwelt

 

Aktuelles aus Deutschland

Bundeswirtschaftsminister stellt Nationale Industriestrategie 2030 vor

In seinen Leitlinien geht Wirtschaftsminister Altmaier der Frage nach, wie die Industrie als Garant von Arbeits- und Ausbildungsplätzen, Treiber von Innovationen und Vorreiter im Klima- und Umweltschutz gestärkt werden kann. Er spricht sich u. a. dafür aus, den Anteil der Industrie an der Bruttowertschöpfung von aktuell 23 auf 25 Prozent zu erhöhen. Zudem betont er einerseits den Ausbau vorhandener industrieller Stärken und andererseits den Aufholprozess in den Bereichen, in denen Wettbewerber besser aufgestellt sind. Dazu zählt etwa KI oder Biotechnologie. Politischen Handlungsbedarf sieht er in den Bereichen Unternehmenssteuern, Energiepreise und Sozialabgaben. Weiterhin setzt er sich für die Stärkung des industriellen Mittelstandes ein und würdigt die Bedeutung nationaler Champions. Um diese Ziele zu erreichen, ist zwar privatwirtschaftliches Engagement gefragt, aber auch Verbesserungen in den Rahmenbedingungen. In Ausnahmefällen sollte aus Sicht des Ministers auch staatliches Handeln in Betracht gezogen werden, wie z. B. die Schaffung einer nationalen Beteiligungsfazilität, die einer staatlichen Beteiligung für einen befristeten Zeitraum an Unternehmen ermöglicht.

Aus Sicht des DIHK ist das Engagement des Bundeswirtschaftsministers, den Industriestandort Deutschland zu stärken, ein wichtiges Signal für die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen, gerade mit Blick auf die globalen Unsicherheiten und die Herausforderungen durch die Digitalisierung. Von daher ist es richtig, dass die Strategie auf bezahlbare Energie, ein wettbewerbsfähiges Steuersystem und eine steuerliche Forschungsförderung abzielt. Der Fokus sollte aber auch noch auf andere Standortfaktoren gelegt werden, wie eine leistungsfähige digitale Infrastruktur und den Bürokratieabbau. In erster Linie ist es die Aufgabe des Staates, für funktionierende Rahmenbedingungen zu sorgen, von denen alle Unternehmen profitieren und nicht nur ausgewählte Wirtschaftszweige. Altmaiers Vorschläge sollen in den kommenden Wochen mit Akteuren aus Industrie, Wirtschaft, Gewerkschaften und der Wissenschaft diskutiert werden. Im Anschluss soll die überarbeitete Strategie innerhalb der Bundesregierung abgestimmt und vom Bundeskabinett beschlossen werden.


Quelle: BMWi

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Erster zugelassener „Made in Germany“ E-Scooter für Straßen und Radwege

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BMWi veröffentlicht Strategie zu Reallaboren

Reallabore sind Orte des Ausprobierens und der Freisetzung von Kreativität. Mit der Strategie plant das BMWi Reallabore in Deutschland systematisch zu etablieren und einen Wandel hin zu einer Kultur des Erprobens und Experimentierens zu schaffen. Dabei werden mehrere Ziele verfolgt:

  • eine größere Offenheit gegenüber digitalen Innovationen erreichen
  • die Potenziale für Verbraucher, Unternehmen und Gesellschaft voll ausschöpfen
  • die Akzeptanz neuer Technologien in Wirtschaft und Gesellschaft zu erhöhen

Um das volle Potenzial und die Vorteile neuer Technologien und Geschäftsmodelle zu identifizieren, bedarf es realer Bedingungen und ein gewisses Maß an regulatorischer Flexibilität. In Reallaboren können neue Technologien und Geschäftsmodelle erprobt werden, die mit dem bestehenden Rechts- und Regulierungsrahmen nur bedingt vereinbar sind. Dadurch kommen einerseits technische Innovationen auf den Prüfstand. Andererseits können bestehende Regulierungen auf Innovationfreundlichkeit geprüft und gegebenenfalls angepasst werden. Die Projektgruppe sieht Reallabore als wichtiges ordnungspolitisches Instrument in der Digitalisierung, welches Deutschland als einen innovationsfreundlichen Industriestandort absichern soll. Gerade im technologischen Wandel sei es wichtig, Regulierungen anpassungsfähig, wirkungsvoll, innovationsfreundlich sowie zukunftsorientiert auszugestalten. Zeitlich müssen sie ihrem Schutzzweck gerecht und gesellschaftlich akzeptiert werden. Als Umsetzungsstrategie wird ein "Bottom-up-Ansatz" verfolgt, wonach Projektideen in erster Linie aus der Wirtschaft kommen sollen. Um dabei den Wissenstransfer zu fördern, entwickelt das BMWi ein "Handbuch Reallabore", welches über rechtliche Fragestellungen und gelungene Praxisbeispiele informieren soll. Darüber hinaus sollen Akteure über ein neu geschaffenes "Netzwerk Reallabore" miteinander vernetzt werden, unter anderem auch um Reallabor-Wettbewerbe und Praxisbeispiele im In- und Ausland zu verbreiten.

Quelle: BMWi

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Dr. rer. nat. Elfriede Eberl (Tel: +49 911 1335 1431, elfriede.eberl@nuernberg.ihk.de)

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Mehr internationale Strahlkraft für Fachhochschulen

Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW) und Fachhochschulen in Deutschland sollen internationaler werden. Dabei unterstützt sie das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) über ein neues Programm des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD). Mit "HAW.International" können sie ihre Forschung und Lehre internationaler ausrichten, ihre Sichtbarkeit im europäischen Forschungsraum und darüber hinaus steigern und damit ihre Studierenden besser auf die Herausforderungen einer globalisierten Arbeitswelt vorbereiten. HAW bilden seit 50 Jahren die Fachkräfte für den Innovationsstandort Deutschland aus. Sie stehen für eine praxisnahe Forschung in enger Kooperation mit der Wirtschaft sowie weiteren gesellschaftlichen Akteuren wie z. B. sozialen Einrichtungen vor Ort. Zu den großen Stärken der HAW zählt, dass sie ihre Studierenden anwendungsnah auf das Berufsleben vorbereiten. Bislang sind die meisten HAW jedoch weniger international aufgestellt als die deutschen Universitäten. Dies liegt u. a. an strukturellen Besonderheiten, wie geringeren personellen Ressourcen, hohen Lehrverpflichtungen oder einer geringeren Mobilitätsneigung der Studierenden. Hier setzt das Programm HAW.International mit spezifischen Maßnahmen für Fachhochschulen an. Bis 2022 plant das BMBF dafür 50 Mio. Euro zur Verfügung zu stellen.

Quelle: BMBF

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Helfende Roboterhände für KMUs

Zuletzt sind deutsche KMU wegen des nur zähen Vorankommens bei der digitalen Transformation in Kritik geraten. Um dem entgegenzuwirken, fördert das BMBF mit der Fördermaßnahme "KMU-NetC" Verbundprojekte, die an dem spezifischen Bedarf von KMU ausgerichtet sind. Ziel der Projektpartner ist es, dass Industrieroboter künftig auch bei KMU manuelle, körperlich anstrengende und sich wiederholende Fertigungsschritte übernehmen. So sollen Hard- und Softwarekonzepte entwickelt werden, die sich an den verschiedenen Aufgaben einer Werkstatt orientieren und sich leicht und intuitiv bedienen lassen. Eine mit fachlichem Know-how breit ausgestattete Datengrundlage soll dabei helfen, dass auch Neulinge ohne großen Investitionsaufwand direkt vom technologischen Fachwissen profitieren können.

Das von der "Forschungsvereinigung Programmiersprachen für Fertigungseinrichtungen e.V." koordinierte Projekt "SiRoWo", bietet eine Automatisierungslösung für das holzverarbeitende Gewerbe an. Dabei nimmt der Industrieroboter der Fachkraft körperlich anstrengende und sich wiederholende Tätigkeiten ab. Gerade im holzverarbeitenden Gewerbe entstehen durch Späne, Staub und Partikel erhebliche Gesundheitsrisiken für die Mitarbeiter. Da die Anweisungen für den Roboter jedoch vom Büro aus erteilt werden, vermindert sich dieses Risiko um ein Vielfaches. Die dadurch gewonnene Zeit kann für strategische Fragestellungen, dem Produktdesign oder Kundengesprächen eingesetzt werden. So erhofft man sich einen Zuwachs an Produktvielfalt und Produktivität.

Quelle: BMBF

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Drei Mrd. Euro für Künstliche Intelligenz

Die KI-Strategie ist Teil der Umsetzungsstrategie Digitalisierung der Bundesregierung. Mit ihr strebt die Bundesregierung eine Technologieführerschaft Deutschlands im Themenfeld der KI-Anwendungen an. "KI made in Germany" bedeutet die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft auszubauen und die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten im Interesse der hierzulande lebenden Menschen zu fördern. Die Bundesregierung plant bis 2025 drei Mrd. Euro in KI zu investieren, davon 500 Mio. Euro im Jahr 2019. Darüber hinaus will sie, das KI-Forschungsnetzwerk auf mindestens zwölf Zentren und Anwendungshubs ausbauen, ein Programm mit mindestens 100 zusätzlichen neuen Professuren auflegen, Mittelstand 4.0 Kompetenzzentren mit KI-Trainern ausstatten und die Mittel für das Förderprogramm EXIST verdoppeln, einen Tech Growth Fund einrichten sowie ein KI-Observatorium aufbauen, um KI in der Arbeitswelt zu beobachten.

Quelle: KI-Website der Bundesregierung

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Bundespräsident Steinmeier verleiht den Deutschen Zukunftspreis 2018

Dieses Jahr standen drei herausragende FuE-Projekte in der Endrunde aus den Bereichen Maschinenbau, Medizin und Energiewirtschaft. Die Preisträger kamen aus der Medizin und haben das weltweit erste und bislang einzige Medikament zur Vorbeugung von Infektionen mit einem weit verbreiteten Virus entwickelt, das bei Knochenmarktransplantationen häufig zu Komplikationen führt. Das Arzneimittel basiert auf einem neuartigen Wirkmechanismus. Es ist bereits in vielen Ländern zugelassen und hat das Potenzial, die medizinische Behandlung von Transplantationspatienten und anderen Menschen mit geschwächtem Immunsystem zu revolutionieren.

Quelle: Stifterverband, eigene Recherche

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Deutsche Patentanmelder beim autonomen Fahren auf zweitem Platz

Autonomes Fahren gilt als eine der vielversprechendsten Schlüsseltechnologien. Wie das Europäische Patentamt (EPA) in München mitteilte, kommen mit 37 Prozent die meisten Patentanträge aus Europa. Ein großer Anteil stammt dabei aus dem Autoland Deutschland. Mit insgesamt 14 Prozent liegt Deutschland in der Gesamtwertung, hinter den USA (34 Prozent), auf dem zweiten Rang. Rund 500 der 4 000 im vergangenen Jahr angemeldeten Patente kamen aus Deutschland. Während die US-Anmeldungen deutlich die Themenfelder Kommunikation und Informatik dominieren, liegt der europäische Fokus bei Fahrverhalten, vernetze Logistik, Wahrnehmung, Analyse und Entscheidung. Dabei sind Frankreich und Schweden mit jeweils 5 Prozent sowie Großbritannien und den Niederlanden mit jeweils 3 Prozent neben Deutschland die Innovationsführer auf dem europäischen Markt. Japan führt in der Statistik mit einem Anteil von 14 Prozent die Konkurrenzgruppen aus Asien an. 7 Prozent der Anmeldungen kommen aus Korea und 3 Prozent aus China.

Quelle: Europäisches Patentamt (EPA)

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Schlagkräftige Brennstoffzelle im Wasserstoffbetrieb

Die Technologien der reversiblen Brennstoffzellen eignen sich besonders für den Anlagenbau, denn sie kombinieren zwei Geräte in einem. Elektrizität wird in Form von Wasserstoff zwischengespeichert und steht so zu einem späteren Zeitpunkt zur Rückverstromung wieder zur Verfügung. Die Speicherung von Elektrizität spielt insbesondere für die Energiewende eine entscheidende Rolle, um den Schwankungen bei der Verfügbarkeit von erneuerbaren Energien entgegenzuwirken. Das Geheimnis des Erfolgs ist die Eigenschaft der Reversibilität, die nur bei Hochtemperatur-Brennstoffzellen auf etwa 800 Grad Celsius vorkommt. Diese können im Vergleich zu Niedrigtemperatursystemen auch mit unedleren und kostengünstigeren Materialien betrieben werden und arbeiten dabei auch effizienter. Die kürzlich im Institut für Energie- und Klimaforschung des Forschungszentrum Jülich in Betrieb genommene Brennstoffzelle erreicht nicht nur einen höheren elektrischen Wirkungsgrad, sondern auch eine verbesserte Kilowatt-Leistung.

Bisher konnte eine vergleichbare Leistung nur durch den Einsatz von mehreren Brennstoffzell-Systemen erreicht werden. Dadurch erhoffen sich die Forscher die Herstellungskosten zu senken. Da dem System immer wieder neu Wasserstoff zugeführt und auch abgeleitet werden kann, sind dem System in der Größe kaum Grenzen gesetzt. So überlegt man bereits inwieweit die Technologie für eine autarke Stromversorgung auf Inseln oder in den Bergen genutzt werden kann. Die Jülicher Forscher haben bereits weitere Optimierungen angedacht, mit denen sie den sogenannten „Round-trip“-Wirkungsgrad weiter steigern wollen. Die Kennzahl beschreibt, welcher Wirkungsgrad bei der Wiederverstromung, also nach Herstellung von Wasserstoff und Rückverstromung, übrig bleibt. Die Wissenschaftler wollen den Wert von aktuell 43 Prozent auf über 50 Prozent verbessern.

Quelle: Forschungszentrum Jülich

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Energiewende als Innovationsprojekt

Mehr als 300 Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Kommunen entwerfen und erproben bundesweit in fünf sogenannten Schaufenstern (DESIGNETZ, NEW 4.0, enera, WindNODE und C/sells) Konzepte für den Transformationsprozess der Energiewende. Ziel des SINTEG-Programms ist es, in der Praxis erprobte Erfahrungen für die zukünftige Weiterentwicklung des Rechtsrahmens zu sammeln. Hierfür hat die Bundesregierung eine Verordnung mit zeitlich befristeten „Experimentieroptionen“ beschlossen. Durch die Verordnung erhalten die Schaufenster die Möglichkeit, ohne wirtschaftliche Nachteile neue Technologien, Verfahren und Geschäftsmodelle zu testen, bspw. zur Digitalisierung und zur Sektorkopplung Strom-Wärme. Dadurch ist es möglich, Laborergebnisse schneller einem Praxistest zu unterziehen und schließlich in den Markt zu bringen. Im Reallabor erarbeiten Experten in den jeweiligen regionalen Projekten konkrete Musterlösungen für das Energiesystem der Zukunft. Das Förderprogramm SINTEG wird vom BMWi mit mehr als 200 Mio. Euro gefördert und endet nach einer Gesamtlaufzeit vom fünf Jahren im Jahr 2021.


Quelle: SINTEG, BMWi

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Überblick in der IT-Sicherheitsforschung in Europa

Seit Anfang 2016 tragen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Akteure der IT-Sicherheitsforschung zusammen und verorten diese auf einer "IT-Security Map". Was als eine Übersicht von deutschen Beteiligten begann, verzeichnet nun auch Akteure der europäischen IT-Sicherheit Community. Dabei sollen nicht nur universitäre und institutionelle Forschungseinrichtungen Teil des Netzwerks sein, sondern gerade kleine und mittlere Unternehmen (KMU) davon profitieren, indem sie über das Portal für den Technologietransfer wichtige Forschungspartner in ihrer Nähe finden. So können bestehende Partnerschaften zwischen Forschungseinrichtungen und Unternehmen bei ihrer Arbeit unterstützt und erweitert werden. Intelligente Filtermöglichkeiten verfeinern die Suche nach Art, Größe oder auch Expertise und erleichtern die Identifizierung gemeinsamer Forschungsschwerpunkte. Darüber hinaus bietet "sceUnity" auch eine Digitale-Plattform an. Diese dient zum einen für Austauschmöglichkeiten zwischen den Partnern, bietet aber darüber hinaus die Möglichkeit Fragen zu stellen, die von den IT-Expertinnen und Experten beantwortet werden.


Ziel des Projekts ist es, die europäische Zusammenarbeit in der IT Sicherheitsforschung zu verbessern und Synergien effektiver zu nutzen. Das Projekt "secUnity" wurde von Januar 2016 bis Dezember 2018 vom Bundesforschungsministerium mit drei Mio. Euro gefördert. Insgesamt sind sechs Forschungsinstitute mit sieben Gruppen am Projekt beteiligt.

Quelle: SecUnity, BMBF

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Dipl.-Ing. (FH) Richard Dürr (Tel: +49 911 1335 1320, richard.duerr@nuernberg.ihk.de)

BMWi veröffentlicht Förderaufruf zur Batteriezellfertigung

Um die Wertschöpfungskette der Batterieherstellung zukünftig möglichst breit durch deutsche Unternehmen abzudecken, plant das BMWi bis zu einer Mrd. Euro zur Verfügung zu stellen. Ziel ist die Schaffung eines Verbundes für die Herstellung von Batteriezellen der neuesten Generationen, gemeinsam mit anderen europäischen Staaten.

Quelle: BMWi

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Industrie 4.0: Bayern trifft niederländische Smart Industry, IT-Sicherheit aus Estland und dänische Geschäftsmodelle auf der IPEC  2019 "edge analytics" in der IHK-Akademie Mittelfranken

Fokussiert wurde in den Vorträgen und Matchmaking- & Partneringtreffen auf künstliche Intelligenz und Datenanalyse in der Edge. Mehr Sicherheit und schnellere Prozesse auf
Maschinenebene sind nur einige der Vorteile dieser neuen Konzepte im Vergleich zu Cloud-Lösungen.

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Dr. rer. nat. Ronald Künneth (Tel: +49 911 1335 1297, ronald.kuenneth@nuernberg.ihk.de)

Dipl.-Pol. Univ. Christian Seitz (Tel: +49 911 1335 1213, christian.seitz@nuernberg.ihk.de)

Aktuelles aus der EU | Internationales

Fraunhofer ermöglicht Marktplatz für Datentausch nach europäischen Maßstäben

Die vom BMBF geförderte Initiative "International Data Spaces" (IDS) ermöglicht offene Datenmarktplätze für Unternehmen, auf denen Daten zwischen vertrauenswürdigen Partnern sicher getauscht werden. Der IDS kommt bereits in Cloud-Plattformen und Software-Services zum Einsatz. Die IDS-Initiative setzt hierbei auf einen offenen Standard für Datensouveränität. Dabei entwickeln alle beteiligten Interessengruppen gemeinsam eine offene Referenzarchitektur für eine sichere Dateninfrastruktur. Hierzu gehören z. B. Identitätsmanagement, Integrität und Konfiguration der Schnittstellen und Logging und Clearing der Datentransaktionen. IDS ist zentraler Teil einer sicheren Dateninfrastruktur und damit von strategischer Bedeutung für die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands und Europas im wichtigen Marktsegment der Plattformökonomie. Mit 40 Use Cases, unter anderem aus den Bereichen Produktion, Telekommunikation, Logistik, Medizin und Energie sowie 98 Mitgliedern aus 18 Ländern, hat der IDS gute Chancen, sich als Standard zu etablieren. Je schneller und breiter die Adaption durch Marktteilnehmer erfolgt, umso stärker verbreiten sich europäische Werte in internationalen Datenwertschöpfungsketten. Sie bietet eine Alternative zu monopolistisch wirkenden "Hyper-Scaling"-Plattformen einerseits und zentralstaatlich gesteuerten Digitaldiensten andererseits.


Quelle: Kooperation international, eigene Recherche

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Deutsch-chinesisches Forschungsprojekt für Klima- und Gewässerschutz

Das Konsortium, bestehend aus Partnern von Universitäten, Forschungseinrichtungen, Behörden, Anlagenbauer und privatwirtschaftlichen Unternehmen, wendet in Deutschland erprobte Techniken zur Abwasserbehandlung auf dem chinesischen Markt an. Dafür muss das Verfahren auf die Gegebenheiten in China angepasst werden, da die Zusammensetzung des Abwassers sowie die Reinigungsanforderungen unterschiedlich zu denen in Deutschland sind. Das Ziel besteht darin, geschlossene Stoffkreisläufe zu entwickeln, Nährstoffe wie Phosphor und Stickstoff aus dem Abwasser zurückzugewinnen und dabei auch eine bessere Reinigungsleistung zu erreichen. Darüber hinaus werden für zwei chinesische Kläranlagen Konzepte entwickelt, um die Energieeffizienz zu steigern und die Ablaufqualität des Wassers zu verbessern. Die gewonnen Erkenntnisse und Neuentwicklungen sollen anschließend innerhalb und außerhalb Chinas Anwendung finden. Das im September 2018 gestartete Forschungsprojekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Programms "Forschung für Nachhaltige Entwicklung - FONA, Client II - Internationale Partnerschaften für nachhaltige Innovationen" für eine Dauer von insgesamt drei Jahren mit drei Mio. Euro gefördert.


Quelle: Kooperation international

 

Eine Mrd. Euro für europäisches "Quantum Flagship"

Die digitale Wirtschaft benötigt neue digitale Produktionsfaktoren, wie leistungsfähige Rechner, abhörsichere Datenkommunikation und präzise Messgeräte. Neue Quantentechnologien bieten das Potential den neuen Anforderungen gerecht zu werden. Damit Europa seine Spitzenposition in der Forschung und bei der Weitergabe von Erkenntnissen der Quantenphysik in den Markt stärken kann, will die Europäische Kommission in den nächsten zehn Jahren eine Mrd. Euro für Innovationsprojekte zu Quantentechnologien in die Hand nehmen. Zum Auftakt des größten Forschungsprogramms der EU kamen 500 Akteure des Forschungsfelds zu einem Treffen in Wien zusammen. Das Engagement deutscher Forschender zeigt sich bereits durch die hohe Beteiligung an den 20 bisher bewilligten Projekten der Einstiegsphase des Quantum Flagship.


Quelle: Europäische Kommission

 

Karlsruher Institut für Technologie eröffnet Forschungsfabrik für KI in China

Nach Gründung des Global Advanced Manufacturing Institute (GAMI) durch die Karlsruher im Jahr 2008 erfolgten über 130 aktive Kooperationsprojekte mit mehr als 40 chinesischen Partnern. Seit 2014 fungiert das GAMI zusätzlich als KIT China Branch, um die Wissenschaftler des KIT dabei zu unterstützen, Zugang zu relevanten Forschungsstrukturen, Projekten und Drittmitteln in China zu finden. Die neue deutsch-chinesische Artificial Intelligence Innovation Factory (AIIF) dient als Forschungs- und Schulungsumgebung, die Studierenden, Forschenden und Industriepartnern die erforderlichen Kompetenzen zu KI-Technologien in der Produktion vermittelt. Es bietet demnach eine reale Lernumgebung, in der Forschende und Unternehmen die Anforderungen und Vorteile einer intelligenten Fabrik an echten Produktionsstraßen erleben können.

Quelle: Kooperation international, KIT

 

Einzelzell-Biologie, Organoide und KI: EU fördert die Präzisionsmedizin von morgen

Die Länder- und Disziplinen übergreifende Initiative LifeTime erforscht den steten Wandel der Zellen und ihre Beziehungen untereinander. Sie wird vom Max-Delbrück-Centrum in Berlin und dem Institut Curie in Paris koordiniert. Maßgeblich an der Initiative beteiligt sind die beiden größten europäischen Forschungsorganisationen, die deutsche Helmholtz-Gemeinschaft und das französische Centre National de la Recherche Scientifique (CNRS). Mehr als 120 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an 53 Forschungsinstituten aus insgesamt 18 europäischen Ländern sowie 60 Unternehmen arbeiten an diversen Projekten. In diesen treiben die Forschungsteams Entwicklung neuster Technologien voran. Dazu zählen in der Petrischale gezüchtete menschliche Mini-Organe, sogenannte Organoide. Sie stammen aus den Stammzellen von Erkrankten und ermöglichen personalisierte Krankheitsmodelle. In Kombination mit der „Gen-Schere“ CRISPR und modernsten bildgebenden Verfahren wollen die Wissenschaftler erforschen, wie Zellen gesund bleiben oder krank werden und wie die Zellen auf Arzneimittel reagieren. Die Experimente erzeugen riesige Datenmengen, die mithilfe von Methoden des Maschinellen Lernens und der Künstlichen Intelligenz analysiert werden.

Die Algorithmen erkennen Muster im Wandel der Zellen und sagen voraus, ob sich z. B. der Beginn einer Krankheit abzeichnet oder wie die Krankheit verlaufen wird. Gemeinsam mit mathematischen Modellen, die erlauben die Vergangenheit der Zellen zu konstruieren, kann die Entwicklung von gesunder zu kranker Zelle nachvollzogen und gegebenenfalls rückgängig gemacht werden.  Das Konsortium wird von der EU zunächst für ein Jahr gefördert. In dieser Zeit entsteht ein detaillierter Plan für eine zehnjährige Forschungsinitiative. Die Europäische Union wird gleichzeitig die Vorbereitung von fünf weiteren potenziellen Forschungsinitiativen unterstützen. Nach einem Jahr Förderung wird die EU entscheiden, ob und welche als großangelegte Forschungsinitiativen weitergeführt werden können.

Als Auftakt findet am 6. und 7. Mai 2019 eine Konferenz in Berlin statt. Dort stellen die Mitglieder des Konsortiums die Initiative vor und werden darüber informieren, wie LifeTime die Wissenschaft und Medizin in Europa stärken will.

Quelle: Kooperation international

  Ansprechpartner

Dr.-Ing. Robert Schmidt (Tel: +49 911 1335 1299, robert.schmidt@nuernberg.ihk.de)

Dr. rer. nat. Elfriede Eberl (Tel: +49 911 1335 1431, elfriede.eberl@nuernberg.ihk.de)

Auch 2018 weltweiter Anstieg bei Wissenschaftspublikationen

Im vergangenen Jahr 2018 wurde über alle Länder hinweg ein Höchststand von 1,6 Mio. wissenschaftlichen Artikeln veröffentlicht. Das entspricht einem Zuwachs von 5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Spitzenreiter unter den Wachstumsträgern sind Pakistan (21 Prozent), Ägypten (knapp 16 Prozent), Hongkong (über 12 Prozent) sowie Indien, Brasilien, Mexiko und Iran (je über 8 Prozent), während Afrika weiterhin unterrepräsentiert ist. Hervorzuheben ist eine zunehmende Diversifizierung der forschungsstarken Nationen. Waren 1980 noch fünf Staaten für 90 Prozent der Publikationen verantwortlich, sind es mittlerweile 20. Die zehn publikationsstärksten Länder waren die USA, China, Großbritannien, Deutschland, Japan, Frankreich, Kanada, Indien, Italien und Australien. Es wird erwartet, dass China mithilfe politischer Förderprogramme die USA in absoluten Zahlen zeitnah überholen wird. Die Schätzungen für das Gesamtjahr basieren auf den Publikationszahlen von 40 Staaten, die für den Zeitraum von Januar bis August 2018 etwa 10 000 Veröffentlichungen in der Wissenschaftsdatenbank Web of Science aufweisen. Es ist denkbar, dass insbesondere die Anstiege von Pakistan und Ägypten mit der Erhebungsmethodik sowie der niedrigen Ausgangsposition der Länder zusammenhängen. Zunehmende internationale Kooperationen sowie der Ausbau von Förderprogrammen werden jedoch zu der Entwicklung beider Staaten beigetragen haben.

Quelle: Kooperation international

 

China tritt bei der Innovationsförderung aufs Gaspedal

Der Fokus der insgesamt 23 Maßnahmen liegt auf fünf Bereichen: Hochschulmanagementsysteme, Vermarktung von Forschungsergebnissen, Wissenschafts- und Technologiefinanzierung, rechtlicher Schutz von geistigem Eigentum sowie militärische und zivile Integration von Innovationen. Beispielsweise soll durch konkrete Anreize die Überführung von Forschungsergebnissen in marktreife Produkte unterstützt werden oder auch ein auf gewerbliche Schutzrechte spezialisierter Gerichtshof eingeführt werden. Im Jahr 2017 wurde bereits ein erstes Paket mit 13 Maßnahmen zur Innovationsförderung bekanntgegeben.

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KI-Startups weltweit: 100 davon aus Deutschland

Rang 1 mit ca. 1 400 KI-Startups belegt die USA, Rang 2 mit ca. 400 KI-Startups China. Zählt man die EU als Ganzes würden sie China jedoch mit 750 KI-Startups überholen.


Quelle: Institut der deutschen Wirtschaft

 

Israel: Das Land mit der größten Startup-Dichte

Die Zunahme an Fördermaßnahmen zur Entwicklung künstlicher Intelligenz zeigt die wachsende strategische Bedeutung dieser Technologie im internationalen Wettbewerb. Rund 3500 KI-Startups aus 67 Ländern waren Bestandteil des IW-Kurzberichts.
Im Ländervergleich liegen die USA mit knapp 1 400 KI-Startups deutlich vor China mit 400 auf dem ersten Platz. Auch wenn Deutschland mit rund 100 Startups hinter den ersten Plätzen zurückliegt, beheimaten die EU-28-Länder knapp 730 KI-Startups und sind damit als Verbund vor China auf Rang 2. Die Rangordnung ändert sich, wenn die Anzahl an KI-Startups auf die Gesamtzahl an Unternehmen eines Landes oder die Bevölkerungsgröße bezogen wird. In diesem Fall nimmt Israel, gefolgt von USA und Finnland, den ersten Rang ein. Während Deutschland in diesem Vergleich seinen Platz hält, rutschen die EU-28-Länder deutlich auf Rang 12 ab. Auch China und Indien verlieren aufgrund der Bevölkerungsgröße deutlich an Rang. Warum verfügt Israel über eine so hohe Startup-Dichte?
Es ist eine Mischung aus mehreren begünstigenden Faktoren, die Israel den Ruf der Vorbildnation für Gründer und kreative Köpfe beschert. Israel hat zehn Mio. Einwohner. Sein Territorium ist so groß wie Hessen. Die Wege sind kurz und begünstigen damit die Entstehung von Netzwerken; Entscheidungen können schnell getroffen werden.
Wirklich ausschlaggebend ist jedoch das eng verzahnte Netzwerk aus Startups, Hochschulen, Geldgebern, großen Konzernen und Behörden. Jede wissenschaftliche Einrichtung, egal ob Krankenhaus oder Hochschule, hat ein eigenes Technologietransfer-Büro.

Sie fungieren als Schnittstelle und Anlaufstation für Unternehmen und Wissenschaftler. Sie organisieren systematisch Begegnungen zwischen Wirtschaft und Wissenschaft und sorgen dafür, dass das Geld für verkaufte Patente zurück an Wissenschaftler und die forschende Einrichtung fließt. Sie unterstützen Gründer bei bürokratischen Prozessen.
Mit Blick auf die Finanzierung junger Unternehmen nimmt neben diversen privaten Geldgebern aus dem In- und Ausland die Israel Innovation Authority (IIA), ein Institut des Wirtschaftsministeriums, eine wichtige Rolle ein. Sie verfügt über verschiedene Fördermittel und -methoden, um die Startup-Szene zu stärken und anfängliche Risiken abzufedern – angefangen vom klassischen Seed-Investment bis zu Kooperationen mit multinationalen Konzernen. Die IIA verfügte zuletzt über ein jährliches Budget von einer halben Mrd. Dollar und darf mit dieser Summe auch ins Risiko gehen. Darüber hinaus spielt die Verknüpfung zwischen der Startup-Szene und militärischen Anwendungen eine tragende Rolle. Insbesondere die Eliteeinheiten, z. B. für Cybersicherheiten, gelten als Gewächshäuser für Gründer.

Quelle: Institut der deutschen Wirtschaft, eigene Recherche

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