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Corona-Virus: Finanzielle Hilfen

Corona-Virus: Finanzielle Hilfen

 

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Simone Brunner

Simone Brunner

Beratung Unternehmensnachfolge, Unternehmensförderung Tel: +49 911 1335 1315
Ass. jur. Yvonne Stolpmann

Ass. jur. Yvonne Stolpmann

Leiterin Referat Gründung | Nachfolge | Unternehmensförderung Tel: +49 911 1335 1377

Die Bundesregierung und die Bayerische Staatsregierung haben im Zuge der Corona-Pandemie umfangreiche Maßnahmen zur Abfederung der finanziellen Folgen der Corona-Pandemie für die Wirtschaft in die Wege geleitet. Soforthilfen wurden geschaffen und vorhandene Förderkredite ausgebaut und bedarfsgerecht neu konzipiert.

Finden Sie die passende Hilfe des Bundes mit dem Entscheidungsfinder des Bundeswirtschaftsministeriums.

Hier geht´s zum Entscheidungsfinder (www.bmwi.de)

 

Coronahilfen: Förderinstrumente auf einen Blick

Auf dieser Seite haben wir eine Übersicht über die wichtigsten Förder- und Finanzierungsinstrumente für Sie zusammengestellt.

 

Beihilferahmen für Corona-Hilfen erneut verlängert und erweitert

Die EU-Kommission hat den sogenannte Befristeten Rahmen für staatliche Beihilfen während der Corona-Pandemie („Temporary Framework“) bis zum 30. Juni 2022 verlängert. Die aktuellen Corona-Wirtschaftshilfen können somit bis ins Frühjahr 2022 fortgeschrieben werden. Bundewirtschaftsminister Altmaier hat angekündigt, die bewährten Corona-Hilfen in Deutschland bis Ende März 2022 zu verlängern.

Der geänderte Beihilferahmen sieht insbesondere folgende Neuerungen vor: 

  • Erhöhung der Obergrenzen für Kleinbeihilfen auf € 2,3 Mio. (bislang € 1,8 Mio.) bzw. auf € 345.000 im Fischerei-/Aquakultursektor (bislang € 270.000) und auf € 290.000 im Agrarsektor (bislang € 225.000)
  • Erhöhung der Obergrenzen für Fixkostenhilfe auf € 12 Mio. (bislang € 10 Mio.)
  • Maximale Förderhöhe unter Berücksichtigung aller beihilferechtlichen Vorgaben, über alle Programme hinweg 54,5 Mio. Euro pro Unternehmen und Unternehmensverbund. Der maximale monatliche Förderbetrag liegt weiterhin bei 10 Mio. Euro.
  • Verlängerung des Befristeten Rahmens bis 30. Juni 2022 (bislang Befristung bis 31. Dezember 2021)
  • Weitere Möglichkeiten zur Restrukturierung von Krediten: Einführung von zwei neuen Förderinstrumenten "Investitionshilfen für einen nachhaltigen Wiederaufbau" und "Liquiditätshilfen".
  • Zahlreiche deutsche Hilfsmaßnahmen während der Pandemie haben ihre beihilferechtliche Grundlage in dem Befristeten Rahmen der Europäischen Kommission. Hierauf gestützt sind beispielsweise die Überbrückungshilfe, verschiedene KfW-Kredite sowie Teile der außerordentlichen Wirtschaftshilfe (November-/Dezemberhilfe).
  • BMWi – Altmaier begrüßt Verlängerung des Europäischen Beihilferahmens (www.bmwi.de)
 

Grundsicherung

Die Bundesregierung sorgt dafür, dass Selbstständige leichter Zugang zur Grundsicherung erhalten. Damit können Lebensunterhalt und Unterkunft in der Krise trotz Verdienstausfall gesichert werden – der Verbleib in der eigenen Wohnung wird also gesichert. Antragstellerinnen und Antragsteller auf Grundsicherung müssen in den nächsten Monaten weder Vermögensverhältnisse offenlegen noch ihr Vermögen antasten.

Um Soloselbständige bei den Kosten der privaten Lebensführung, insbesondere bei der Miete für die eigene Wohnung zu unterstützen, wurde der Zugang zur Grundsicherung für die Zeit der Krise deutlich vereinfacht und verbessert. Diese Sonderregelungen wurden zunächst bis zum 31.März 2021 verlängert. Selbstständige sind keine Arbeitnehmer: Sie haben keinen fixen Lohn und sorgen selbst vor – für Alter, Krankheit, Pflege und auftragsschwache Zeiten. Mit den neuen Regelungen der Grundsicherung wird das besser berücksichtigt:

  • Eigenes Vermögen führt erst dann zum Ausschluss der steuerfinanzierten staatlichen Leistung, wenn es "erheblich" ist – also es den Antragstellern zuzumuten ist, den Lebensunterhalt vollständig aus eigenem Ersparten zu finanzieren, ohne dass die Gesamtheit der Steuerzahler*innen unterstützt. “Erheblich” ist sofort verwertbares Vermögen über 60.000 Euro. Für jedes weitere Haushaltsmitglied erhöht sich dieser Betrag um weiter 30.000 Euro. Typische Altersvorsorgeprodukte werden bei dem „erheblichen Vermögen“ nicht eingerechnet. Liegt das Vermögen einer Selbstständigen über 60.000 Euro, werden für die Altersvorsorge davon pro Jahr der Selbstständigkeit bis zu 8.000 Euro freigestellt, sofern keine ausreichende Altersvorsorge vorhanden ist. Beispielhaft bedeutet das für eine Soloselbständige, die bereits seit zehn Jahren selbständig ist und nicht in die gesetzliche Rentenversicherung oder eine berufsständische Versorgungseinrichtung eingezahlt hat: Neben einem sofort verwertbaren Vermögen von bis zu 60.000 Euro und klassischen Altersvorsorgeprodukte in unbegrenzter Höhe ist auch sofort verwertbares Vermögen von bis zu weiteren 80.000 Euro (10 x 8.000 Euro) als Altersvorsorge geschützt. Eine selbst genutzte Immobilie wird bei der Vermögensberechnung ebenfalls nicht berücksichtigt.
  • Die Wohnung muss nicht gewechselt werden. Die Angemessenheit der Wohnkosten wird nicht überprüft. Die tatsächlichen Wohnkosten gelten als angemessen.
  • Vorläufig gezahlte Leistungen werden im Nachhinein nur in Ausnahmefällen erneut überprüft. Das Jobcenter prüft nur auf Antrag, ob das zunächst geschätzte Einkommen vom tatsächlichen erzielten Einkommen abweicht. Wer vorläufige Leistungen erhält, muss im Regelfall daher nicht befürchten, Leistungen zurückzahlen zu müssen, wenn die Einkommensschätzungen sich als nicht exakt herausgestellt haben.
  • Diese Erleichterungen gelten jeweils für 6 Monate.

Weitergehende Informationen finden sich auf der Internetseite des Bundesarbeitsministeriums. Um Soloselbständige bei den vielen Fragen zu unterstützen, hat die Bundesagentur für Arbeit darüber hinaus eine gesonderte telefonische Hotline eingerichtet, die von Montag bis Freitag in der Zeit von 08.00 bis 18.00 Uhr unter der Servicerufnummer 0800 4555521 erreicht werden kann.

 

Überbrückungshilfe Corona

Einen Überblick und genaue Informationen zu den aktuellen Überbrückungshilfen - Überbrückungshilfe III Plus, Neustarthilfe Plus und Härtefallhilfen- finden Sie unter:

www.ihk-nuernberg.de/de/corona-virus/corona-virus-finanzielle-hilfen/soforthilfe-corona/

 

Quarantänegeld: Entschädigung nach § 56 Infektionsschutzgesetz

Verfahren bei Entschädigung nach § 56 Infektionsschutzgesetz

Wer aufgrund des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) einem Tätigkeitsverbot unterliegt oder unterworfen wird, beziehungsweise abgesondert wurde (z.B. durch eine Quarantäneanordnung), und einen Verdienstausfall erleidet und dabei nicht krank ist, erhält grundsätzlich eine Entschädigung (ist die betroffene Person tatsächlich erkrankt, gilt die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall nach den allgemeinen Regeln).

Bei Beschäftigten zahlt in der Regel das Unternehmen weiter, das sich das Geld jedoch erstatten lassen kann. Die Entschädigung ist binnen 12 Monaten durch den Arbeitgeber bei der zuständigen Regierung zu beantragen. Genaueres zum Verfahren sowie das Formular sind über das Portal www.freistaat.bayern abrufbar. Die Entscheidung über die Zahlung der Entschädigung unterliegt einer Einzelfallprüfung der Regierung für Mittelfranken.

Bei Selbständigen erfolgt die Berechnung auf Basis von 1/12 des Arbeitseinkommens (Paragraph 15 Sozialgesetzbuch IV), bei Heimarbeitern gilt der Monatsdurchschnitt des letzten Jahreseinkommens.

 

Unternehmerlohn für Marktkaufleute und Schausteller

Die Bayerische Staatsregierung hat mitgeteilt, dass ein monatlicher Unternehmerlohn für die besonders betroffene Branche der Marktkaufleute und Schausteller ausbezahlt werden soll.

Neben der Sonderhilfe für Beschicker von Weihnachts- und Adventsmärkten werden nun auch Schausteller und Marktkaufleute auf Volksfesten antragsberechtigt sein.

 

Sonderhilfe Weihnachtsmärkte und Schausteller -
Programmteil Volksfeste kann nun auch beantragt werden

Marktkaufleute und Schausteller können den zusätzlichen Programmteil der erweiterten Bayerischen Sonderhilfe Weihnachtsmärkte und Schausteller ab sofort beantragen. Der Programmteil sieht vor, dass Betroffene von im Jahr 2021 abgesagten Volksfesten bis zu weitere fünf Monate einen Unternehmerlohn von jeweils 1.500 Euro erhalten können. Zusammen mit der Weihnachtsmarkthilfe ist das dann ein Unternehmerlohn für insgesamt maximal zehn Monate.

Ist der „Programmteil Weihnachtsmärkte“ bereits beantragt, kann ab sofort der „Programmteil Volksfeste“ zusätzlich beantragt werden. Gegebenenfalls können Betroffene, die die Fördervoraussetzungen erfüllen und bisher noch keinen Antrag gestellt haben, gleich beide Förderungen auf einmal beantragen. Die Antragstellung erfolgt über einen prüfenden Dritten, z. B. einen Steuerberater; die Kosten dafür werden mit pauschal 500 Euro erstattet.

 

Sonderhilfe Neustart Volksfeste in Bayern

Zusätzlich zur Sonderhilfe Weihnachtsmärkte soll nun die Sonderhilfe Neustart Volksfeste in Bayern betroffene Marktkaufleute und Schausteller bei ihrem privaten Lebensunterhalt unterstützen. Die Antragstellung ist ab April möglich.

Voraussetzung ist ein Umsatzrückgang von mindestens 50 Prozent in mindestens fünf Monaten im Jahr 2021. Die Förderhöhe liegt bei monatlich 1.500 Euro, die künftig für bis zu 10 Monate (bisher 5 Monate) als fiktiver Unternehmerlohn beantragt werden können. Die Sonderhilfe soll den Lebensunterhalt der Beschicker sicherstellen, so dass sie zusätzlich zu den Überbrückungshilfen bzw. Neustarthilfen des Bundes ausgezahlt wird. Die Beantragung erfolgt über prüfende Dritte wie zum Beispiel Steuerberater oder Rechtsanwälte, abgewickelt wird das Programm in bewährter Weise über die IHK.

Sonderhilfe Weihnachtsmärkte


Antragsberechtigt sind Beschicker von Weihnachts-, Advents- und Jahresmärkten, die in der Zeit zwischen 15. November und 31. Dezember 2021 in Bayern hätten stattfinden sollen, und durch die Absage einen Umsatzrückgang von mindestens 70 Prozent im Dezember oder November 2021 gegenüber dem Dezember oder November 2019 erlitten haben.

Gewährt wird ein (fiktiver) Unternehmerlohn von bis zu monatlich 1.500 Euro für die Monate November 2021 bis März 2022. Die Sonderhilfe beträgt insgesamt max. 7.500 Euro, höchstens jedoch 40 Prozent des Umsatzes im Dezember oder November 2019.

Die Sonderhilfe kann aufgrund ihres Förderzwecks (privaten Lebensunterhalt) zusätzlich zur Überbrückungshilfe bzw. Neustarthilfe beantragt werden.

Die Antragstellung erfolgt wie bei der Härtefallhilfe durch einen prüfenden Dritten (Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Rechtsanwalt, vereidigter Buchprüfer). Anträge können nur über ein länderübergreifendes Antragsportal gestellt werden.

Beantragungskosten des prüfenden Dritten für die Sonderhilfe Weihnachtsmärkte  werden mit einer Pauschale in Höhe von 500 Euro erstattet.

Informationen zur Antragstellung sowie FAQs und Ausfüllhinweise finden sich auf der Webseite des StMWi. Für weitere Fragen ist eine telefonische Hotline  unter 089 57905030 eingerichtet (werktags 8 – 18 Uhr).

Weitere Informationen zum Unternehmerlohn erhalten Sie hier:

 

Hilfsprogramme für Kunst- und Kulturschaffende

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie, insbesondere die fehlenden Veranstaltungen, haben die Kunst- und Kulturschaffenden in ganz Bayern schwer getroffen. Die Bayerische Staatsregierung hat im Oktober 2020 daher weitere Hilfen in Form des Kulturstabilisierungsprogramms 2020/21 beschlossen. Zum Kulturstabilisierungsprogramm gehören mehrere Förderinstrumente:

  • Hilfsprogramm für soloselbständige Künstlerinnen und Künstler und Angehörige kulturnaher Berufe
  • Stipendienprogramm zur Unterstützung von Künstlerinnen und Künstlern in der Anfangsphase ihres professionellen Schaffens
  • Spielstätten- und Veranstalterprogramm
  • Hilfsprogramm für die Laienmusik

Das bayerische Kabinett hat am 15. März 2022 beschlossen, alle diese Programme bis zum 30. Juni 2022 zu verlängern (siehe "Bericht aus der Kabinettsitzung am 15. März 2022", www.bayern.de). Außerdem wurde ein zusätzliches Programm mit dem Titel "Neustart-Paket Freie Kunst" und einem Umfang von bis zu drei Millionen Euro angekündigt, mit dem die bestehenden Maßnahmen ausgebaut und ergänzt werden können.

Das Kulturstabilisierungsprogramm und seine Instrumente zielen darauf ab, die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise für die Akteurinnen und Akteure abzumildern, Existenzen zu sichern und so die vielfältige bayerische Kultur- und Kreativlandschaft zu erhalten. Neben den umfassenden allgemeinen Hilfen der Bundesregierung zur Kräftigung der Wirtschaft wurden auch auf Bundesebene die Anliegen der Soloselbstständigen und kleinen Unternehmen nochmal besonders berücksichtigt.

Eine umfassende Übersicht der Landes- und Bundesprogramme mit Fokus auf die Kunst- und Kulturschaffenden finden Sie hier:

 

Corona-Soforthilfen

Bis zum 31. Mai 2020 konnten bayerische Unternehmen mit bis zu 250 Mitarbeitern Soforthilfen beantragen. Laut Bayerischem Wirtschaftsministerium wurden 473 520 Anträge auf Soforthilfe bis zum 3. Juni 2020 beschieden und insgesamt rund 2,2 Mrd. Euro Soforthilfen ausgezahlt.

Wichtige Information für Unternehmen: Finanzbehörden prüfen Soforthilfe-Zahlungen vom Frühjahr 2020

Die bayerischen Empfänger von Corona-Soforthilfen des Bundes bzw. der Länder vom Frühjahr 2020 erhalten bis Ende Februar 2022 Post von ihrer Bezirksregierung. Diese Schreiben informieren darüber, welche Daten von den Bewilligungsstellen an die Finanzbehörden übermittelt wurden. Betriebe sollten die Angaben über den angegebenen Link prüfen und gegebenenfalls überarbeiten. 

Zur Erinnerung: Die Soforthilfen waren im Jahr 2020 in einem vereinfachten Verfahren ohne Verwendungsnachweis gewährt worden. Trotzdem darf die Höhe der gewährten Soforthilfe den tatsächlichen Liquiditätsengpass nicht übersteigen. Ein solcher lieg laut Antragsformular vor, wenn "infolge der Corona-Pandemie die fortlaufenden Einnahmen aus dem Geschäftsbetrieb voraussichtlich nicht ausreichen, um die Verbindlichkeiten in den auf die Antragstellung folgenden drei Monaten aus dem fortlaufenden erwerbsmäßigen Sach- und Finanzaufwand (bspw. gewerbliche Mieten, Pachten, Leasingraten) zu zahlen". Entgegen dem ursprünglichen Antragsformular müssen aber private und sonstige (auch betriebliche) liquide Mittel nicht mehr zur Deckung des Liquiditätsengpasses eingesetzt werden.

Daher müssen alle Begünstigten selbstständig und eigenverantwortlich durch eine nachträgliche Berechnung ermitteln, ob sie möglicherweise zu viele Zahlungen erhalten haben. In diesem Fall müssen sie die Differenz an die Bewilligungsstellen melden und die zu viel gezahlten Hilfen zurückerstatten.

Die Informationsschreiben erinnern die Unternehmen auch an die fällige Versteuerung der Soforthilfen. Die endgültigen Corona-Zuschüsse nach Abzug eventuell erforderlicher Rückzahlungen stellen steuerpflichtige Betriebseinnahmen dar. Deshalb sollten die Empfänger offene Fragen zur Rückzahlung und zur Versteuerung rasch klären, da die Finanzbehörden bereits stichprobenartige Überprüfungen angekündigt haben. 

Unternehmen und Selbstständige in Bayern können unter bestimmten Voraussetzungen Stundungen und Ratenzahlungen mit der Regierung von Mittelfranken vereinbaren. Bei Klärungsbedarf in Ihrem individuellen Fall schreiben Sie gerne eine E-Mail an: coronasoforthilfe.anfragen@reg-mfr.bayern.de

Weitere wichtige Informationen zu den Soforthilfen, zu Rückmeldeverpflichtungen und Rückzahlungen sowie zur Versteuerung der Corona-Soforthilfen finden die Betriebe unter www.stmwi.bayern.de/soforthilfe-corona.

Corona-Schnellkredite – ohne Sicherheiten

 

Corona-Schnellkredit der KfW für Unternehmen

Wer kann den Kredit beantragen?

  • Selbstständige und Unternehmen unabhängig von der Beschäftigtenanzahl
  • Unternehmen muss mindestens seit Januar 2019 am Markt sein
  • Unternehmen muss in der Summe der Jahre 2017-2019 oder im Jahr 2019 einen Gewinn erwirtschaftet haben (sofern es bislang nur für einen kürzeren Zeitraum am Markt ist, wird dieser Zeitraum herangezogen)
  • Unternehmen darf per 31. Dezember 2019 kein Unternehmen in wirtschaftlichen Schwierigkeiten sein

Wofür kann der Kredit beantragt werden?

  • Anschaffungen (Investitionen)
  • laufende Kosten (Betriebsmittel)

Welchen Umfang kann der Kredit haben?

Bei einem unveränderten Kredithöchstbetrag pro Unternehmensgruppe von 25 % des Jahresumsatzes 2019 gelten folgende nach Mitarbeiterzahl gestaffelten absoluten Höchstbeträge:

  • Unternehmen mit einschließlich 10 Beschäftigten erhalten max. 675.000 Euro
    (Erhöhung ab 1.1.2022 auf max. 850.000 Euro)
  • Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten erhalten max. 1,125 Mio. Euro
    (Erhöhung ab 1.1.2022 auf max. 1.500.000 Euro)
  • Unternehmen mit mehr als 50 Beschäftigten erhalten max. 1,8 Mio. Euro
    (Erhöhung ab 1.1.2022 auf max. 2.300.000 Euro)

Welche Besonderheiten gelten?

  • 100 Prozent Risikoübernahme durch die KfW
  • Die KfW verlangt keine Risikoprüfung durch die Hausbank
  • Sie müssen keine Sicherheiten stellen wie sonst bei Krediten üblich. Ihre Bank holt nur eine Auskunft einer allgemein anerkannten Auskunftei ein.
  • Als Kreditnehmer haften Sie zu 100 % für die Rückzahlung.
  • bis zu 10 Jahre Laufzeit
  • auf Wunsch zwei tilgungsfreie Jahre
  • vorzeitige Rückzahlung ohne Vorfälligkeitsentschädigung möglich
  • Wichtig: Zusätzlich zum KfW-Schnellkredit können Sie auch die Zuschüsse der Sofort­hilfe­programme des Bundes und der Länder nutzen, soweit die Förderung insgesamt unter 1.800.000 Euro (Gesamt­nenn­betrag) pro Unternehmen bleibt.
  • Das KfW-Sonderprogramm, einschließlich des KfW-Schnellkredits, wurde bis zum 30. April 2022 verlängert. 
 

Corona-Schnellkredit der LfA für Unternehmen mit bis zu 10 Mitarbeitern

Wer kann den Kredit beantragen?

  • Unternehmen mit bis zu zehn Mitarbeitern
  • Unternehmen muss Betriebsstätte oder Niederlassung in Bayern besitzen
  • Unternehmen muss seit mindestens 01. Oktober 2019 am Markt aktiv sein
    (Datum der ersten Umsatzerzielung)
  • Das Unternehmen hat zuletzt Gewinn erwirtschaftet – entweder 2019 oder im Durchschnitt der letzten 3 Jahre.
  • Unternehmen darf per 31. Dezember 2019 kein Unternehmen in wirtschaftlichen Schwierigkeiten sein und hat zu diesem Zeitpunkt geordnete wirtschaftliche Verhältnisse aufgewiesen.

    Ausnahme: Kleine Unternehmen gemäß EU-Definition, die sich am 31. Dezember 2019 bereits in Schwierigkeiten befanden, können gefördert werden, sofern diese nicht Gegenstand eines Insolvenzverfahrens sind und sie weder Rettungs- noch Umstrukturierungsbeihilfen erhalten haben.
  • Zum Zeitpunkt der Antragstellung ist über das Vermögen des Unternehmens kein Insolvenzverfahren eröffnet oder beantragt oder ein Insolvenzantrag mangels Masse abgewiesen worden; es läuft auch kein sonstiges Verfahren zur Liquidation des Unternehmens.

Wofür kann der Kredit beantragt werden?

  • Gefördert wird die Finanzierung von Investitionen und Betriebsmitteln.
  • Diese umfassen grundsätzlich den gesamten Liquiditätsbedarf des Unternehmens, also laufende Betriebskosten, Löhne und Gehälter, planmäßiger Kapitaldienst (inklusive endfälliger Darlehenstilgungen), marktübliche Vergütungen an Geschäftsinhaber (natürliche Personen).

Welchen Umfang kann der Kredit haben?

  • Max. Kreditbetrag: bis zu 3 Monatsumsätze des Jahres 2019
  • Max. Kreditbetrag für Unternehmen bis 5 Mitarbeiter: 50.000 EUR
  • Max. Kreditbetrag für Unternehmen bis 10 Mitarbeiter: 100.000 EUR
  • Kreditbetrag darf von 25 Prozent des Gesamtumsatzes 2019 nicht übersteigen. Bis zur Erreichung des Darlehenshöchstbetrages können höchstens zwei Anträge gestellt werden.
  • Die im Rahmen der Corona-Krise gem. „Bundesregelung Kleinbeihilfen 2020“ bzw. „Geänderte Bundesregelung Kleinbeihilfen 2020“ erhaltenen bzw. beantragten Zuschüsse in Form von Soforthilfen des Bundes bzw. des Freistaates Bayern reduzieren den Darlehenshöchstbetrag.

Welche Besonderheiten gelten?

  • bonitätsunabhängiger, fester Zinssatz
  • Laufzeit: 5 oder 10 Jahre
  • zwei tilgungsfreie Jahre sind möglich
  • Eine vollständige vorzeitige außerplanmäßige Tilgung des ausstehenden Darlehensbetrages kann einmalig durch den Endkunden zu den Zinsterminen ohne Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung erfolgen.
  • 100 Prozent Haftungsfreistellung der Hausbank: 100 % Risikoübernahme durch den Freistaat Bayern, keine Risikoprüfung
  • Der Endkreditnehmer muss keinerlei Sicherheiten stellen
  • Der LfA-Schnellkredit kann mit anderen öffentlichen Finanzierungshilfen (Kredite oder Zulagen/Zuschüsse) - also auch mit anderen Förderprogrammen der LfA - kombiniert werden. Andere Förderungen auf Basis der "Bundesregelung Kleinbeihilfen 2020" bzw. der "Geänderten Bundesregelung Kleinbeihilfen 2020" sind auf die mögliche Höchstfördergrenze von 800.000 EUR mit anzurechnen.
  • Die Europäische Kommission hat die Verlängerung der bisherigen beihilferechtlichen Grundlagen genehmigt, sodass auch der LfA-Schnellkredit bis 30. Juni 2022 gewährt werden kann.

Weitere Förderungen durch die Bayerische Staatsregierung

 

Corona-Schutzschirm-Kredit der LfA – 90 Prozent Haftungsfreistellung

Wer kann den Kredit beantragen?

  • Kleine und mittelständische Unternehmen (KMU)
  • Größere Unternehmen bis einschließlich 500 Millionen Euro Jahresumsatz (Konzernumsatz)
  • Das Unternehmen darf per 31. Dezember 2019 nicht "in wirtschaftlichen Schwierigkeiten" gewesen sein
  • Ausnahme:  Kleinst- und Kleinunternehmen gemäß EU-Definition, die sich am 31. Dezember 2019 bereits in Schwierigkeiten befanden, können gefördert werden, sofern diese nicht Gegenstand eines Insolvenzverfahrens sind und sie weder Rettungs- noch Umstrukturierungsbeihilfen erhalten haben.
  • nach Einschätzung der Hausbank muss zu erwarten sein, dass das Unternehmen das Darlehen nach Überwindung der derzeitigen – durch die Corona-Krise bedingten – Probleme planmäßig bedienen kann

Wofür kann der Kredit beantragt werden?

  • Anschaffungen (Investitionen)
  • laufende Kosten (Betriebsmittel)

Welchen Umfang kann der Kredit haben?

  • Mindest-Kreditbetrag: 10.000 Euro
  • Max. Kreditbetrag: 30 Millionen Euro pro Vorhaben, begrenzt auf:
    • 25 Prozent des Gesamtumsatzes aus 2019 oder
    • doppelte Lohnsumme aus 2019 oder
    • den Liquiditätsbedarf für die kommenden 18 Monate bei KMU bzw. 12 Monate bei Nicht-KMU (auf Grundlage einer Selbstauskunft, die bei der Hausbank verbleibt).

Welche Besonderheiten gelten?

  • 90 Prozent Risikoübernahme (Haftungsfreistellung) durch die LfA
  • bankübliche Sicherheiten, die nach Risikoprüfung durch die Hausbank im Rahmen der Kreditverhandlungen zu vereinbaren sind
  • flexible Laufzeiten bis 6 Jahre
  • 2 tilgungsfreie Jahre möglich
  • außerplanmäßige Tilgung gegen Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung möglich
  • bei LfA-Risiko bis 500.000 Euro besteht ein beschleunigtes Prüfverfahren
  • Gewinnausschüttungen und Vergütungen an Geschäftsinhaber sind während der Kreditlaufzeit in marktüblicher Höhe erlaub
  • Die Europäische Kommission hat die Verlängerung der bisherigen beihilferechtlichen Grundlagen genehmigt, sodass auch der Corona-Schutzschirm-Kredit der LfA bis 30. Juni 2022 gewährt werden kann.
 

Universalkredit der LfA – 80 Prozent Haftungsfreistellung

Wer kann den Kredit beantragen?

  • Kleine und mittelständische Unternehmen (KMU)
  • Größere Unternehmen bis einschließlich 500 Millionen Euro Jahresumsatz (Konzernumsatz)
  • Freiberufler
  • Das Unternehmen darf per 31. Dezember 2019 nicht "in wirtschaftlichen Schwierigkeiten" gewesen sein
  • nach Einschätzung der Hausbank muss zu erwarten sein, dass das Unternehmen das Darlehen nach Überwindung der derzeitigen – durch die Corona-Krise bedingten – Probleme planmäßig bedienen kann

Wofür kann der Kredit beantragt werden?

  • Anschaffungen (Investitionen)
  • laufende Kosten (Betriebsmittel)

Welchen Umfang kann der Kredit haben?

  • Mindest-Kreditbetrag: 25.000 Euro
  • Max. Kreditbetrag: bis zu 10 Millionen Euro 
  • Übernahme des Ausfallrisikos durch LfA möglich: 80-prozentige Haftungsfreistellung bei Darlehen bis 4 Mio. Euro 

Welche Besonderheiten gelten?

  • 80 Prozent Risikoübernahme (Haftungsfreistellung) durch die LfA möglich (s.o.)
  • bankübliche Sicherheiten, die nach Risikoprüfung durch die Hausbank im Rahmen der Kreditverhandlungen zu vereinbaren sind
  • flexible Laufzeiten 3 bis 20 Jahre, für Betriebsmittel bis zu 10 Jahre
  • außerplanmäßige Tilgung gegen Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung möglich
  • bei LfA-Risiko bis 500.000 Euro besteht ein beschleunigtes Prüfverfahren
  • Alternativ kann der LfA-Akutkredit beantragt werden, wo im Zuge der Corona-Krise auf die Einreichung eines Konsolidierungskonzepts verzichtet wird.
  • Die Europäische Kommission hat die Verlängerung der bisherigen beihilferechtlichen Grundlagen genehmigt, sodass auch der Universalkredit bis 30. Juni 2022 gewährt werden kann.
 

LfA-Bürgschaften

Wer kann Bürgschaften beantragen?

  • Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft sowie Angehörige freier Berufe in Bayern
  • Das Unternehmen darf per 31. Dezember 2019 nicht "in wirtschaftlichen Schwierigkeiten" gewesen sein 
  • Der bisher erforderliche direkte Corona-Bezug, dass das Unternehmen infolge des Covid-19 Ausbruchs in Schwierigkeiten geraten ist, wurde gelockert. Künftig muss die Bürgschaft nur noch allgemein im Zusammenhang mit der Corona-Krise stehen (Stand: 30.04.2021).
  • Für kleine und Kleinstunternehmen, die sich am 31.12.2019 bereits in Schwierigkeiten befanden, aber nicht Gegenstand eines Insolvenzverfahrens sind und weder Rettungs- noch Umstrukturierungsbeihilfen erhalten haben, können Bürgschaften gewährt werden (Stand: 30.04.2021).
  • Nach Einschätzung der Hausbank muss zu erwarten sein, dass das Unternehmen das Darlehen nach Überwindung der derzeitigen – durch die Corona-Krise bedingten – Probleme planmäßig bedienen kann

Was kann verbürgt werden?

  • Kredite zur Finanzierung von Investitionen
  • Kredite zur Finanzierung der Übernahme eines bestehenden Betriebes
  • Betriebsmittelkredite
  • Avalkredite, insbesondere bei notwendigen Sicherheitsleistungen im Zusammenhang mit der Übernahme und Abwicklung von Aufträgen
  • Kredite für Konsolidierungsmaßnahmen mit Ausnahme der Umschuldung bestehender Bankverbindlichkeiten
  • Sowie im Rahmen einer De-minimis-Beihilfe:
    • Betriebsmittelkredite, Avalkredite, Umschuldungen von Lieferantenkrediten sowie Ersatzinvestitionen, unabhängig von der Größe des Unternehmens
    • Übernahme eines bestehenden Betriebes
    • Investitionen großer Unternehmen

Welchen Umfang kann der Kredit haben?

  • Bürgschaften der LfA werden bis zu einem Betrag von 30 Millionen Euro übernommen. Darüber hinaus sind auch Staatsbürgschaften möglich.
  • Der maximale Bürgschaftssatz wird – für Betriebsmittel-, Rettungs- und Umstrukturierungsbürgschaften sowie bei Konsolidierungsdarlehen – auf einheitlich 90 Prozent des Kreditbetrages angehoben.

Welche Besonderheiten gelten?

  • Bei Bürgschaften der LfA bis 500.000 Euro gilt auch das vereinfachte Beantragungs- und Bearbeitungsverfahren wie bei Haftungsfreistellungen bis 500.000 Euro.
  • Auf eine persönliche Mithaftung kann verzichtet werden, soweit in diese nicht problemlos eingewilligt werden kann.
  • Die Haftung des Bürgen darf 90 Prozent des Kreditbetrages nicht übersteigen.
  • Für die Bearbeitung des Antrags erhebt die LfA eine einmalige Bearbeitungsgebühr in Höhe von 0,5 Prozent des Bürgschaftsbetrages (mindestens 250 EUR, höchstens 25.000 EUR), zzgl. laufende Avalprovision aus dem jeweiligen Bürgschaftsbetrag von 1-3 Prozent p. a.
  • Die Europäische Kommission hat die Verlängerung der bisherigen beihilferechtlichen Grundlagen genehmigt, sodass auch die Bürgschaften der LfA bis 30. Juni 2022 gewährt werden können.

Weitere Förderungen durch die Bundesregierung 

 

KfW-Unternehmerkredit für Unternehmen ab 5 Jahre – 90 Prozent Haftungsfreistellung

Wer kann den Kredit beantragen?

  • Kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) ab 5 Jahre
  • Größere Unternehmen ohne Umsatzbeschränkung ab 5 Jahre
  • Freiberufler ab 5 Jahre
  • Das Unternehmen darf per 31. Dezember 2019 nicht "in wirtschaftlichen Schwierigkeiten" gewesen sein
  • nach Einschätzung der Hausbank muss zu erwarten sein, dass das Unternehmen das Darlehen nach Überwindung der derzeitigen – durch die Corona-Krise bedingten – Probleme planmäßig bedienen kann

Wofür kann der Kredit beantragt werden?

  • Anschaffungen (Investitionen)
  • laufende Kosten (Betriebsmittel)

Welchen Umfang kann der Kredit haben?

  • Max. Kreditbetrag: bis zu 100 Mio. Euro 
  • Der Kredithöchstbetrag ist begrenzt auf
    • 25 Prozent des Jahresumsatzes 2019 oder
    • das Doppelte der Lohnkosten 2019 oder
    • den Liquiditätsbedarf für 18 Monate bei kleinen und mittleren Unternehmen bzw. 12 Monate bei großen Unternehmen oder
    • bei Krediten über 25 Mio. Euro: 50 Prozent der Gesamtverschuldung oder 30 Prozent der Bilanzsumme

Welche Besonderheiten gelten?

  • 90 Prozent Risikoübernahme (Haftungsfreistellung) durch die KfW möglich für kleine und mittlere Unternehmen, die bereits 3 Jahre am Markt aktiv sind, für größere Unternehmen 80 Prozent
  • bankübliche Sicherheiten, die nach Risikoprüfung durch die Hausbank im Rahmen der Kreditverhandlungen zu vereinbaren sind
  • Laufzeit für Kredite über 1.800.000 Euro (ab 01.01.2022 über 2.300.000 Euro):
    bis zu 6 Jahre, mit Zins­bindung für die gesamte Lauf­zeit und max. 2 Jahren ohne Tilgung zu Beginn
  • Laufzeit für Kredite bis 1.800.000 Euro (ab 01.01.2022 bis 2.300.000 Euro):
    bis zu 10 Jahre, mit Zins­bindung für die gesamte Lauf­zeit und max. 2 Jahren ohne Tilgung zu Beginn
  • Laufzeit bei ausschließlicher Finanzierung laufender Kosten (Betriebs­mittel und Waren­lager): 
    bis zu 2 Jahre, mit Zins­bindung für die gesamte Lauf­zeit und Tilgung in einer Summe am Laufzeit­ende.
  • außerplanmäßige Tilgung gegen Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung möglich
  • die KfW verzichtet bei Kredit­beträgen bis zu 3 Mio. Euro pro Unter­nehmen auf eine eigene Risiko­prüfung, bei Kredit­beträgen bis ein­schließlich 10 Mio. Euro pro Unternehmen führt die KfW lediglich eine ver­einfachte Risiko­prüfung durch 
  • Das KfW-Sonderprogramm wurde bis zum 30. April 2022 verlängert. 
 

KfW-Gründerkredit universell für Unternehmen bis 5 Jahre – 90 Prozent Haftungsfreistellung

Wer kann den Kredit beantragen?

  • Kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) bis 5 Jahre
  • Größere Unternehmen ohne Umsatzbeschränkung bis 5 Jahre
  • Freiberufler bis 5 Jahre
  • Das Unternehmen darf per 31. Dezember 2019 nicht "in wirtschaftlichen Schwierigkeiten" gewesen sein
  • nach Einschätzung der Hausbank muss zu erwarten sein, dass das Unternehmen das Darlehen nach Überwindung der derzeitigen – durch die Corona-Krise bedingten – Probleme planmäßig bedienen kann

Wofür kann der Kredit beantragt werden?

  • Anschaffungen (Investitionen)
  • laufende Kosten (Betriebsmittel)

Welchen Umfang kann der Kredit haben?

In der aktuellen Coronakrise bietet die KfW den ERP-Gründerkredit – Universell in 2 Varianten an.

Variante 1:

Sind Sie 3 bis 5 Jahre am Markt aktiv oder können Sie schon 2 Jahres­abschlüsse vorweisen? Sind Sie zudem erst 2020 durch die Corona­krise in wirtschaftliche Schwierig­keiten geraten? Dann können Sie den ERP-Gründerkredit – Universell mit der Produktnummer 075/076 beantragen.

  • Die KfW trägt 80 bis 90 % des Banken­risikos – durch diese Risiko­übernahme erhalten Sie den ERP-Gründerkredit
  • leichter, weil die KfW 80 – 90 % des Risikos von Ihrer Bank  übernimmt. Als Kredit­nehmer haften Sie zu 100 % für die Rückzahlung
  • schneller, weil die KfW bei Krediten bis 3 Mio. Euro auf eine eigene Risiko­prüfung verzichtet und Kredite von 3 – 10 Mio. Euro im Schnell­verfahren prüft
  • Laufzeit für Kredite über 1.800.000 Euro (ab 01.01.2022 über 2.300.000 Euro):
  • bis zu 6 Jahre, mit Zins­bindung für die gesamte Lauf­zeit und max. 2 Jahren ohne Tilgung zu Beginn
  • Laufzeit für Kredite bis 1.800.000 Euro (ab 01.01.2022 bis 2.300.000 Euro):
  • bis zu 10 Jahre, mit Zins­bindung für die gesamte Lauf­zeit und max. 2 Jahren ohne Tilgung zu Beginn
  • Laufzeit bei ausschließlicher Finanzierung laufender Kosten (Betriebs­mittel und Waren­lager): 
  • bis zu 2 Jahre, mit Zins­bindung für die gesamte Lauf­zeit und Tilgung in einer Summe am Laufzeit­ende.
  • Max. Kreditbetrag: bis zu 100 Mio. Euro
  • Der Kredithöchstbetrag ist begrenzt auf
    • 25 Prozent des Jahresumsatzes 2019 oder
    • das Doppelte der Lohnkosten 2019 oder
    • den Liquiditätsbedarf für 18 Monate bei kleinen und mittleren Unternehmen bzw. 12 Monate bei großen Unternehmen oder
    • bei Krediten über 25 Mio. Euro: 50 Prozent der Gesamtverschuldung oder 30 Prozent der Bilanzsumme 

Variante 2:

Unternehmen jeden Alters können den ERP-Gründerkredit – Universell mit der Produktnummer 073/074 beantragen. Zum Beispiel für eine Existenz­gründung (auch im Nebenerwerb), für eine Unternehmens­nachfolge, eine Über­nahme oder für vielfältige Investitionen und Festigungsmaßnahmen.

Näheres zu dieser Variante finden Sie auf der Website der KfW:

Welche Besonderheiten gelten?

  • 90 Prozent Risikoübernahme (Haftungsfreistellung) durch die KfW möglich für kleine und mittlere Unternehmen, die bereits 3 Jahre am Markt aktiv sind, für größere Unternehmen 80 Prozent
  • bankübliche Sicherheiten, die nach Risikoprüfung durch die Hausbank im Rahmen der Kreditverhandlungen zu vereinbaren sind
  • bis zu 10 Jahre Laufzeit 
  • außerplanmäßige Tilgung gegen Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung möglich
  • die KfW verzichtet bei Kredit­beträgen bis zu 3 Mio. Euro pro Unter­nehmen auf eine eigene Risiko­prüfung, bei Kredit­beträgen bis ein­schließlich 10 Mio. Euro pro Unternehmen führt die KfW lediglich eine ver­einfachte Risiko­prüfung durch 
  • für Unternehmen bis drei Jahre kommt eine Haftungsfreistellung in Höhe von 80 Prozent durch die KfW nur im Rahmen des KfW-Startgelds in Betracht
  • Das KfW-Sonderprogramm wurde bis zum 30. April 2022 verlängert. 
 

Hilfen des Bundes für Startups und mittelständische Unternehmen

Der Bund hat ein zwei Milliarden Euro Hilfspaket für Startups oder kleine Unternehmen auf den Weg gebracht. Es besteht aus zwei Säulen:

Säule 1: Hilfen für Startups, die sich über private Wagniskapitalfonds (VCs) finanzieren – Corona-Matching-Fazilität

Das Programm "Corona-Matching-Fazilität" (CMF) wird über die KfW-Capital abgewickelt und richtet sich an private Wagniskapitalgeber. KfW Capital unterstützt mit der CMF Startups und junge Unternehmen, die 

  • einen starken Deutschlandbezug haben,
  • zum 31. Dezember 2019 nicht in finanziellen Schwierigkeiten waren und
  • an denen private Venture Capital-Fonds beteiligt sind.

Der Venture Capital-Fonds muss ein privater europäischer Fonds sein. Die Unterstützung erfolgt indirekt: Bitte wenden Sie sich zunächst an Ihren Venture Capital-Geber und sprechen Sie ihn auf die CMF an. Den Antrag stellt dann der Venture Capital-Geber entweder bei KfW Capital oder beim Europäischen Investitionsfonds (EIF).

Säule 2: Direkthilfen für Startups und mittelständische Unternehmen ohne Risikokapitalgeber

Für Startups und kleine Mittelständler, die keinen Zugang über die CMF haben, werden weitere Wege zur Sicherstellung ihrer Finanzierungen eröffnet.

Die KfW unterstützt auch Startups und kleine Unternehmen, an denen kein Venture Capital-Fonds beteiligt ist bzw. die über ihren Venture Capital Fonds hinaus weitere Unterstützung in Anspruch nehmen wollen. Zur Refinanzierung des Angebots stellt die KfW der LfA Förderbank Bayern ein Globaldarlehen mit Haftungsfreistellungen zur Verfügung. Die LfA hat die BayBG und Bayern Kapital als Intermediäre mit der direkten Umsetzung beauftragt.

Um die Beteiligungsangebote zielgenau auf die unterschiedliche Unternehmenssituation und Gegebenheiten von mittelständischen Unternehmen und Startups auszugestalten, wurden zwei Teilprogramme konzipiert:

  • Eigenkapitalschild Mittelstand Bayern: Die exklusiv über die BayBG Bayerische Beteiligungsgesellschaft angebotenen Beteiligungen wenden sich an etablierte Mittelstandsunternehmen mit einem Gruppenumsatz bis zu 75 Mio. Euro.
  • Startup Shield Bayern: Das von BayBG und Bayern Kapital gemanagte Programm wendet sich speziell an junge technologieorientiere Startup-Unternehmen mit innovativen Produktentwicklungen und skalierbarem Geschäftsmodell.  

Gefördert werden Anschaffungen (Investitionen) und laufende Kosten (Betriebsmittel, Miete, Gehälter, Warenlager, etc).

Voraussetzung für bayerische Unternehmen:

  • Sie haben Ihren wirtschaftlichen Schwerpunkt in Bayern oder mindestens 50 Prozent der Beschäftigten arbeiten im Freistaat
  • Ihr Unternehmen war zum 31. Dezember 2019 nicht in wirtschaftlichen Schwierigkeiten
  • Ihr Gruppenumsatz liegt bei max. 75 Mio. Euro

Die Unterstützung erfolgt als individuelle Mezzanine- oder Beteiligungsfinanzierung, die Sie beim Landesförderinstitut Ihres Bundeslandes oder einem vom Landesförderinstitut eingebundenen Intermediär bis zum Jahresende beantragen können. Die Finanzierung wird im Rahmen der Regelung zu den EU-Kleinbeihilfen gewährt und durch eine Garantie des Bundes abgesichert. Der öffentliche Förderanteil je Finanzierung liegt zwischen 100 000 und 800 000 Euro. Die für die Finanzierung gewährte Haftungsfreistellung erhöht Ihre Chance deutlich, eine Zusage zu erhalten. Eine Einbindung privater Kapitalgeber wie z. B. Business Angels zur Darstellung der Gesamtfinanzierung ist möglich, jedoch nicht verpflichtend.

Zentrale Anlaufstelle ist immer die BayBG

Hinweis: Die Unterstützung aus dem Topf der Säule II, also für Start-ups, an denen kein Venture-Capital-Fonds beteiligt ist, wird auch im Jahr 2022 fortgesetzt. Die Säule II Unterstützung wurde bis 30. Juni 2022 verlängert. Ursprünglich lief das Programm am 31. Dezember 2021 aus.

Förderungen für größere Unternehmen

 

BayernFonds

Für wen kommt der BayernFonds in Betracht?

  • Der BayernFonds richtet sich an Unternehmen der Realwirtschaft, deren Bestandsgefährdung erhebliche Auswirkungen auf die Wirtschaft, die technologische oder wirtschaftliche Souveränität, Versorgungssicherheit, kritische Infrastrukturen oder den Arbeitsmarkt in Bayern hätte.
  • Darüber hinaus sind mindestens zwei der drei folgenden Kriterien im letzten abgeschlossenen Geschäftsjahr vor dem 1. Januar 2020 zu erfüllen:
    • Bilanzsumme von mehr als 10 Millionen Euro
    • mehr als 10 Millionen Euro Umsatzerlöse
    • mindestens 50 Arbeitnehmer
    • Start-ups, die seit dem 1. Januar 2017 in mindestens einer abgeschlossenen Finanzierungsrunde von privaten Kapitalgebern mit einem Unternehmenswert von mindestens 5 Millionen Euro einschließlich des durch diese Runde eingeworbenen Kapitals bewertet wurden, sind ebenfalls antragsberechtigt

Weitere Voraussetzungen sind:

  • Das Unternehmen befand sich am 31. Dezember 2019 nicht in Schwierigkeiten (gemäß EU-Definition von „Unternehmen in Schwierigkeiten“)
  • Durch die Stabilisierungsmaßnahme besteht eine eigenständige Fortführungsperspektive nach Überwindung der Covid-19-Pandemie (Geeignetheit)
  • Dem Unternehmen stehen keine anderweitigen Finanzierungs­möglichkeiten zur Verfügung (Erforderlichkeit). Hierzu zählen auch alle anderen zur Verfügung stehenden Unterstützungsprogramme des Bundes und der Länder.

Auf die Gewährung von Stabilisierungsmaßnahmen aus dem Fonds besteht kein Rechtsanspruch.

Verlängerung bis Ende 2021:

Die Europäische Kommission hat die Genehmigung für den BayernFonds erneut verlängert. Der BayernFonds steht nun bis Ende 2021 bereit, um die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die bayerische Wirtschaft zu mildern.

 

Direktbeteiligung der KfW für Konsortialfinanzierung

Für wen kommt die Konsortialfinanzierung in Betracht?

  • Mittelständische und große Unternehmen
  • Das Sonderprogramm richtet sich an Unternehmen, die aufgrund der Corona-Krise seit 1. Januar 2020 vorübergehend in Finanzierungsschwierigkeiten geraten sind.
  • Zum Stichtag 31. Dezember 2019 handelte es sich nicht um ein Unternehmen in Schwierigkeiten.
  • Das Unternehmen weist zum 31. Dezember 2019 geordnete wirtschaftliche Verhältnisse aus. Die Konsortialbank hat keine Kenntnis von ungeregelten Zahlungsrückständen des Antragstellers von mehr als 30 Tagen, bestehenden Stundungsvereinbarungen sowie Covenantbrüchen.
  • Zum Zeitpunkt der Antragstellung ist die Durchfinanzierung des Unternehmens gemäß der aktuellen Planung voraussichtlich gegeben (Annahme: auf Basis einer sich wieder normalisierenden wirtschaftlichen Gesamtsituation ("wie vor der Krise")).
  • Zum Zeitpunkt der Antragstellung besteht für das Unternehmen unter der Annahme einer sich wieder normalisierenden wirtschaftlichen Gesamtsituation ("wie vor der Krise") eine positive Fortführungsprognose.

Wofür kann die Beteiligung vorgesehen werden?

  • Anschaffungen (Investitionen)
  • laufende Kosten (Betriebsmittel)

Wie hoch kann die Beteiligung sein?

  • Minimum: 25 Mio. Euro
  • Maximum: Die KfW beteiligt sich mit Risikobeteiligungen an Fremdkapitalfinanzierungen, deren Höhe nicht das Doppelte der jährlichen Lohnabrechnungen 2019 oder 25 Prozent des Gesamtumsatzes des Jahres 2019 oder den Liquiditätsbedarf der kommenden 12 Monate übersteigt.

Welche Besonderheiten gelten?

  • Die KfW beteiligt sich hierbei in marktüblicher Art und Weise zu gleichen Bedingungen wie andere Banken an Finanzierungen.
  • Dabei übernimmt die KfW anteilig Kreditrisiken des finanzierten Unternehmens. Die Finanzierungsstrukturen sind auf die individuellen Bedürfnisse des Kreditnehmers abgestimmt.
  • Die Risikoübernahme der KfW kann maximal 80 Prozent der Vorhabenfinanzierung betragen.
  • Um eine adäquate Risikopartnerschaft zwischen KfW und den Finanzierungspartnern sicherzustellen, ist der Anteil der KfW an der Gesamtverschuldung des Unternehmens auf maximal 50 Prozent begrenzt.
  • bis zu 6 Jahre Laufzeit
  • Das KfW-Sonderprogramm wurde bis zum 30. April 2022 verlängert. 
 

Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF)

Der WSF dient der Stabilisierung der Wirtschaft in Folge der Coronavirus-Pandemie. Mit einem Gesamtvolumen von bis zu 600 Milliarden Euro stellt er deutschen Unternehmen branchenübergreifend Stabilisierungsmaßnahmen zur Stärkung ihrer Kapitalbasis und zur Überwindung von Liquiditätsengpässen bereit.

Der WSF richtet sich an Unternehmen der Realwirtschaft, deren Bestandsgefährdung erhebliche Auswirkungen auf Auswirkungen auf die Wirtschaft, die technologische Souveränität, Versorgungssicherheit, kritische Infrastruktur oder den Arbeitsmarkt in Deutschland hätte.

Für wen kommt der WSF in Betracht?

  • Unternehmen müssen in den letzten beiden bereits bilanziell abgeschlossenen Geschäftsjahren vor dem 1. Januar 2020 mindestens zwei der drei folgenden Kriterien erfüllt haben:
    • Bilanzsumme von mehr als 43 Millionen Euro
    • mehr als 50 Millionen Euro Umsatzerlöse sowie
    • mehr als 249 Arbeitnehmer im Jahresdurchschnitt
  • ACHTUNG: Auch kleinere Unternehmen und Start-ups sind grundsätzlich nicht ausgeschlossen, sofern ihr Erhalt von besonderer Bedeutung ist. dieses Kriterium erfüllen, grundsätzlich antragsberechtigt.  Der Zugang zum WSF ist jedoch subsidiär zu einer Finanzierung unter der Corona-Matching-Fazilität (siehe auch Merkblatt zu Start-ups und Scale-ups).

Was umfasst der WSF?

Der WSF soll Liquiditätsengpässe beseitigen, die Refinanzierung am Kapitalmarkt unterstützen und vor allem auch die Kapitalbasis von Unternehmen stärken. Er sieht zwei Stabilisierungsinstrumente vor, die kombiniert werden können. Bausteine sind insbesondere:

  • Garantien des Bundes zur Absicherung von Krediten einschließlich Kreditlinien, und Kapitalmarktprodukten im Fremdkapitalbereich.
  • Rekapitalisierungen zur direkten Stärkung des Eigenkapitals.

Für Garantien und sonstige Gewährleistungen für Bankkredite sowie Rekapitalisierungen bis zu einem Volumen von 100 Millionen Euro gelten im WSF standardisierte Konditionen. Nähere Informationen dazu finden Sie unter folgenden Links:

In den übrigen Fällen erfolgt eine individuelle Strukturierung im Rahmen der Vorgaben des Stabilisierungsfondsgesetzes sowie der Durchführungsverordnung zum Wirtschaftsstabilisierungsfondsgesetz.

Nähere Informationen zu den Bedingungen des WSF finden Sie hier:

Welche Besonderheiten gelten?

  • Den Unternehmen dürfen anderweitige Finanzierungsmöglichkeiten nicht zur Verfügung stehen.
  • Durch die Stabilisierungsmaßnahmen muss eine klare eigenständige Fortführungsperspektive nach Überwindung der Pandemie bestehen.
  • Unternehmen, die eine Maßnahme dieses Gesetzes beantragen, dürfen zum 31. Dezember 2019 nicht die EU-Definition von „Unternehmen in Schwierigkeiten“ erfüllt haben.
  • Unternehmen, die Garantien oder Rekapitalisierungsmaßnahmen im Rahmen des Wirtschaftsstabilisierungsfonds in Anspruch nehmen, müssen die Gewähr für eine solide und umsichtige Geschäftspolitik bieten. Sie sollen insbesondere einen Beitrag zur Stabilisierung von Produktionsketten und zur Sicherung von Arbeitsplätzen leisten.
  • Der Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) wurde aktuell verlängert:
    Demnach können Anträge auf WSF-Stabilisierungen noch bis zum 30. April 2022 gestellt und Stabilisierungsmaßnahmen bis zum 30. Juni 2022 gewährt werden.

Wer entscheidet?

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie ist Ansprechpartner für die Unternehmen und zuständig für die Prüfung der Anträge. Ein Rechtsanspruch auf Unterstützung aus dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds besteht nicht. Die Entscheidung wird in Abhängigkeit der beantragten Unterstützungsvolumina getroffen:

  • Über Garantien bis zu einem Volumen von bis 100 Millionen Euro entscheidet die KfW.
  • Über Garantien in Höhe von 100 bis 500 Millionen Euro sowie über Rekapitalisierungen bis 200 Millionen Euro entscheiden BMWi und BMF im Einvernehmen.
  • Garantien ab 500 Millionen Euro und Rekapitalisierungen ab 200 Millionen Euro werden dem interministeriellen WSF-Ausschuss vorgelegt.

Kontakt zu den Förderbanken sowie Tipps für das Gespräch mit der Hausbank

 

KfW-Corona-Hilfe: Fördermittelberatung

Unternehmen, die entsprechende Förderkredite für Investitionen und Betriebsmittel der KfW in Anspruch nehmen möchten, wenden sich bitte direkt an ihre Hausbank. Die Hotline der KfW für gewerbliche Kredite lautet: 0800 539 9001.

 

LfA-Corona-Hilfe: Fördermittelberatung und Task-Force

Fördermittelberatung der LfA

Für Fragen zu den öffentlichen Finanzierungshilfen und für die Anforderung von Informationsmaterial stehen Ihnen die Mitarbeiter/-innen der LfA-Förderberatung zur Verfügung.

Die allgemeine LfA Förderberatung erreichen Sie unter:

Telefon: 089 / 21 24 - 10 00
Montag - Donnerstag 8:00 Uhr bis 18:00 Uhr
Freitag 8:00 Uhr bis 15:00 Uhr

Stundung von Tilgungsraten haftungsfreigestellter Darlehen

Zudem kann bei laufenden Darlehen der LfA (mit und ohne Haftungsfreistellungen) in der Corona-Krise die Tilgungsaussetzung beantragt werden. Somit kann schnell und einfach die Tilgungsaussetzung für bis zu vier Raten von haftungsfreigestellten Darlehen der LfA beantragt werden.

Task Force der LfA Förderbank Bayern vor Ort in Mittelfranken

Ergänzend unterstützt Die LfA Förderbank Bayern mit einem Team von Fachleuten den bayerischen Mittelstand dabei wirtschaftliche Krisen zu bewältigen.

Die Task Force der LfA hilft schnell, unbürokratisch und für die Unternehmen kostenlos.

Die Experten analysieren Ihre wirtschaftliche Situation, besprechen mit Ihnen die betrieblichen Schwachstellen und erarbeiten im persönlichen Gespräch mit Ihnen mögliche Lösungswege. Sie setzen ihre Erfahrung bei Gesprächen mit der Hausbank oder bei Beantragung von Förderkrediten ein.

LfA-Ansprechpartner der Task Force für Unternehmen in Mittelfranken:
Repräsentanz der LfA Förderbank Bayern
Am Tullnaupark 8
90402 Nürnberg
Herr Holger Tietze
Telefon: 0911 81 00 8 - 14
E-Mail: nuernberg@lfa.de

 

Tipps für das Gespräch mit der Hausbank

Bitte beachten Sie unsere umfangreichen Hinweise zur Beantragung von Förderkrediten der LfA und KfW und bereiten Sie Ihr Gespräch mit der Hausbank sorgfältig vor. 

Bitte nutzen Sie zuvor weitere Möglichkeiten zur Herstellung von Liquidität in Ihrem Unternehmen wie beispielsweise Soforthilfen, Kurzarbeit, Steuerstundungen, Stundungen von Sozialversicherungsbeiträgen und unsere weiteren Hinweise zur Corona-Pandemie und die wirtschaftlichen Folgen.

 Weitere Förderungen

 

Zuschüsse in Beratungsprogrammen "Förderung unternehmerischen Know-hows" und "unternehmensWert:Mensch"

Jung- und Bestandsunternehmen können bis zu 50 Prozent Zuschuss sowie Unternehmen in Schwierigkeiten bis zu 90 Prozent Zuschuss zu den Kosten eines Unternehmensberaters erhalten. Die IHK Nürnberg ist Regionalpartner in diesem Programm und berät zu Fördervoraussetzungen. Sie stellt die erforderlichen Bescheinigungen aus, die bei der Onlineantragstellung von Jungunternehmen und Unternehmen in Schwierigkeiten erforderlich sind.

Alternativ ist eine Förderung über das Programm "unternehmensWert:Mensch" (bis zu 50 oder bis 80 Prozent Zuschuss, je nach Mitarbeiterzahl) möglich.  Das Förderprogramm unterstützt kleine und mittlere Unternehmen bei der Entwicklung einer zukunftsfähigen und beteiligungsorientierten Personalarbeit. Beim ergänzenden Programmzweig "unternehmensWert:Mensch plus" (bis zu 80 Prozent Zuschuss) werden kleine und mittlere Unternehmen dabei unterstützt, die Chancen der Digitalisierung zu nutzen und die Gestaltung der digitalen Transformation in Lern- und  Experimentierräumen zu gestalten und erproben. Das Förderprogramm "unternehmensWert:Mensch" wurde aktuell um zwei neue Module erweitert: Der Programmzweig "Gestärkt durch die Krise" soll dabei unterstützen, Mitarbeiter/innen und Unternehmer/innen zu unterstützen, die von der Krise stark betroffen sind. Der neue Programmzweig „Women in Tech“ begleitet Unternehmen der IT- und Tech-Branche dabei, Frauen für die Branche zu gewinnen und sie langfristig im Betrieb zu halten. 

Zwei neue Programmzweige des Förderprogramms Die IHK Nürnberg ist erster Ansprechpartner in der Region. Sie berät zu Fördervoraussetzungen und hilft den Unternehmen, den jeweiligen Beratungsbedarf zu ermitteln.

 

Bundes-Förderprogramm "go-digital" - Zuschüsse zur Beratung bei Einrichtung von Homeoffice-Arbeitsplätzen und weiteren Digitalisierungsmaßnahmen

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) und Handwerksbetriebe können finanzielle Unterstützung erhalten, wenn sie kurzfristig Homeoffice-Arbeitsplätze schaffen. Erstattet werden bis zu 50 Prozent der Kosten einer unterstützenden Beratung durch ein vom BMWi autorisiertes Beratungsunternehmen. Allgemein werden über das Förderprogramm auch die Einführung von e-Business-Software-Lösungen, Entwicklungen von unternehmensspezifischen Online-Marketing-Strategien sowie Risiko- und Sicherheitsanalysen gefördert.

 

Bundes-Förderprogramm „Digital jetzt“ - Zuschüsse bei Investitionen in Hard- und Software sowie Mitarbeiterqualifizierung

Das Förderprogramm unterstützt kleine und mittelständische Unternehmen bei der digitalen Transformation durch nicht rückzahlbare Zuschüsse in Form von Anteilsfinanzierungen zu Investitionen in digitale Technologie (Software/Hardware) und/oder Qualifikation der Mitarbeiter im Hinblick auf Digitalisierung.

 

Bayerisches Förderprogramm "Digitalbonus Bayern" für Maßnahmen zur Digitalisierung

Mit dem Digitalbonus unterstützt der Freistaat Bayern die kleinen und mittleren Unternehmen, sich für die Herausforderungen der digitalen Welt zu rüsten. Der Digitalbonus ermöglicht den Unternehmen, moderne IT-Systeme zu nutzen, digitale Produkte, Prozesse oder Dienstleistungen zu entwickeln und die IT-Sicherheit zu verbessern.

Fördergegenstand beim Digitalbonus sind Maßnahmen aus den Bereichen:

  • Entwicklung, Einführung oder Verbesserung von Produkten, Dienstleistungen und Prozessen durch IKT-Hardware, IKT-Software sowie Migration und Portierung von IKT-Systemen und IKT-Anwendungen im Unternehmen.
  • Einführung oder Verbesserung von IT-Sicherheit im Unternehmen.

Weitere Informationen zu Ihrem Ansprechpartner bei der zuständigen Bezirksregierung finden Sie unter

 

Checkliste für Unternehmen zur Liquiditätssicherung in der Corona-Krise

Eine Übersicht zu weiteren Maßnahmen wie Soforthilfe, Stundungen von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen, Kurzarbeit, Entschädigung nach Infektionsschutzgesetz und vieles mehr.

Vor allem in einer Krise ist es wichtig, immer zu wissen, ob man flüssig ist. Eine regelmäßige Liquiditätsplanung hilft Ihnen, die Zahlungsfähigkeit zu sichern.

 

Informationen zu finanziellen Hilfen in Fremdsprachen

Der AAU e.V. berät fremdsprachige Unternehmer/innen zu den Corona-Hilfen. Der AAU e.V. Nürnberg im IQ-Landesnetzwerk Bayern MigraNet führt Beratungen zu den komplexen Themen auch fremd- bzw. muttersprachlich durch.

 
 
Device Index

Alle Ansprechpartner/innen auf einen Blick