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Corona-Virus: Finanzielle Hilfen

Corona-Virus: Finanzielle Hilfen

 

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Ass. jur. Yvonne Stolpmann

Ass. jur. Yvonne Stolpmann

Leiterin Referat Gründung | Finanzierung | Nachfolge Tel: +49 911 1335 1377
Simone Brunner

Simone Brunner

Beratung Unternehmensnachfolge, Unternehmensförderung Tel: +49 911 1335 1315

Maßnahmenpaket der Bundesregierung zur Abfederung der Auswirkungen des Corona-Virus

Bundesfinanzminister Olaf Scholz und Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier haben am 13. März 2020 ein umfassendes Maßnahmenpaket zur Abfederung der Auswirkungen des Corona-Virus vorgelegt, das mehrfach konkretisiert wurde.

Der umfassende Schutzschild für Beschäftigte, Unternehmen und Selbständige, die von den Auswirkungen des Corona-Virus betroffen sind, beruht auf vier Säulen:

  • Kurzarbeitergeld flexibilisieren
  • Steuerliche Liquiditätshilfe für Unternehmen
  • Milliarden-Hilfsprogramme für alle (Unternehmen jeder Größe einschließlich Selbständige)
  • Stärkung des Europäischen Zusammenhalts

Mit dem Milliarden-Hilfsprogramm hilft die Bundesregierung Unternehmen direkt – ob Kleinstunternehmen, Soloselbständige, Freiberufler, Mittelständler, Beschäftigte oder große Betriebe. Soforthilfen als Zuschüsse für kleine Unternehmen, Selbständige und Freiberufler, Förderkredite sowie einen Schutzfonds für größere Unternehmen und Liquiditätshilfen sollen Arbeitsplätze und die Wirtschaft stützen sowie die Realwirtschaft in der Corona-Pandemie stabilisieren.

Weitere Informationen zum Milliarden-Hilfsprogramm und Schutzschild finden Sie unter

1. Soforthilfe für kleine Unternehmen, Selbständige und Freiberufler

Die Soforthilfen der bayerischen Staatsregierung und des Bundes werden aufeinander angerechnet. Bayerische Unternehmen beantragen die Soforthilfe über die Regierung von Mittelfranken. 

2. Grundsicherung für Selbstständige

Die Bundesregierung sorgt mit zusätzlichen 3 Mio. Euro dafür, dass Selbstständige leichter Zugang zur Grundsicherung erhalten. Damit können Lebensunterhalt und Unterkunft in der Krise trotz Verdienstausfall gesichert werden – der Verbleib in der eigenen Wohnung wird also gesichert. Antragstellerinnen und Antragsteller auf Grundsicherung müssen in den nächsten Monaten weder Vermögensverhältnisse offenlegen noch ihr Vermögen antasten.

Diese Ausnahmen gelten für sechs Monate. Damit die Leistungen sehr schnell ausgezahlt werden können, werden Anträge auf Grundsicherung vorläufig bewilligt. Die Bedürftigkeitsprüfung erfolgt erst nachträglich.

 

3. KfW-Sonderprogramm 2020

Am 23. März 2020 ging das neue KfW-Sonderprogramm 2020 an den Start. Die Mittel für das KfW Sonderprogramm sind laut Bundeswirtschaftsministerium unbegrenzt. Es steht sowohl kleinen, mittelständischen Unternehmen als auch Großunternehmen zur Verfügung.

Auf Basis des am 3. April 2020 von der EU-Kommission will die Bundesregierung auf Grundlage des angepassten Beihilfenrahmens (sog. Temporary Framework) umfassende KfW-Schnellkredite für den Mittelstand einführen. Diese können laut Bundesregierung nach Genehmigung durch die EU-Kommission starten und sodann beantragt werden.

Alle Informationen zu den KfW-Programmen und der besonderen Ausgestaltungen in der Corona-Krise finden Sie auf der Website der KfW.

Zur Verfügung stehen folgende Förderkredite:

 

KfW-Schnellkredit für Unternehmen mit elf bis 249 Mitarbeitern

Für Anschaffungen (Investitionen) und laufende Kosten (Betriebsmittel) können mittelständische Unternehmen bald den neuen KfW-Schnellkredit beantragen. Der Kredit wird zu 100 Prozent abgesichert durch eine Garantie des Bundes. Das erhöht Ihre Chance deutlich, eine Kreditzusage zu erhalten.

Die wichtigsten Eckpunkte des KFW-Schnellkredits sind:

  • für Unternehmen mit 11 bis 249 Mitarbeitern, die mindestens seit Januar 2019 am Markt sind
  • Max. Kreditbetrag: bis zu 3 Monatsumsätze des Jahres 2019
    • Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten erhalten max. 500.000 Euro
    • Unternehmen mit mehr als 50 Beschäftigten erhalten max. 800.000 Euro
  • Zinssatz von aktuell 3,00 % p.a.
  • 10 Jahre Laufzeit
  • 100 % Risikoübernahme durch die KfW
  • keine Risikoprüfung durch die Hausbank

Die KfW arbeitet mit Hochdruck daran, dass Sie den KfW-Schnellkredit schon bald beantragen können.

 

Unternehmen, die entsprechende Förderkredite für Investitionen und Betriebsmittel in Anspruch nehmen möchten, wenden sich bitte direkt an ihre Hausbank. Die Hotline der KfW für gewerbliche Kredite lautet: 0800 539 9001.

 

Tipps für das Bankgespräch

Bitte beachten Sie unsere umfangreichen Hinweise zur Beantragung von Förderkrediten der LfA und KfW und bereiten Sie Ihr Gespräch mit der Hausbank sorgfältig vor. 

Bitte nutzen Sie zuvor weitere Möglichkeiten zur Herstellung von Liquidität in Ihrem Unternehmen wie beispielsweise Soforthilfen, Kurzarbeit, Steuerstundungen, Stundungen von Sozialversicherungsbeiträgen und unsere weiteren Hinweise zur Corona-Pandemie und die wirtschaftlichen Folgen.

4. Schutzfonds für mittlere und große Unternehmen

Um Unternehmen und Arbeitsplätze zu sichern und so langfristige ökonomische und soziale Schäden abzuwenden, sind schnelle und zielgerichtete staatliche Maßnahmen zwingend notwendig. Damit die Realwirtschaft in der Corona-Krise stabilisiert wird, bringt der Bund jetzt einen Gesetzentwurf zur Errichtung eines Wirtschaftsstabilisierungsfonds auf den Weg. Dieser Schutzfonds richtet sich insbesondere an große Unternehmen und ermöglicht neben den bereits beschlossenen Liquiditätshilfen über KfW-Programme großvolumige Stützungsmaßnahmen.

Dazu gehören staatliche Liquiditätsgarantien sowie Maßnahmen zur Stärkung des Eigenkapitals. Er kann sich an den Unternehmen direkt beteiligen. Der Fonds ergänzt die etablierten Strukturen des bereits in der Finanzkrise geschaffenen Finanzmarktstabilisierungsfonds. Eine effektive – auch parlamentarische – Kontrolle der Verwendung öffentlicher Gelder wird gewährleistet. Bei einer Beteiligung können Stabilisierungsmaßnahmen wie Vergütungsbegrenzungen, Regelungen zu Dividendenausschüttungen, Verwendung aufgenommener Mittel und Eigenmittelausstattungen durchgesetzt werden.

Im Fokus stehen hier größere Unternehmen ab 250 Mitarbeitern, mit der Möglichkeit, auch kleinere Unternehmen im Bereich kritischer Infrastrukturen und Sektoren zu berücksichtigen. Die unterschiedlichen Angebote schaffen für Unternehmen – je nach Bedarf – mehr
Wahlmöglichkeiten und Flexibilität. Der Wirtschaftsstabilisierungsfonds sieht im Detail folgende Stabilisierungsinstrumente vor, um Tausende von Arbeitsplätzen zu sichern:

  • Liquiditätsgarantien: Garantierahmen in Höhe von 400 Mrd. Euro, um Liquiditätsengpässen von Unternehmen zu begegnen und ihnen dabei helfen soll, sich am Kapitalmarkt zu refinanzieren.
  • Kapitalmaßnahmen: Kreditermächtigung in Höhe von 100 Mrd. Euro für direkte Rekapitalisierungsmaßnahmen, um die Solvenz von Unternehmen sicherzustellen (insbesondere Erwerb von Anteilen oder stillen Beteiligungen, Zeichnung von Genussrechten oder Nachranganleihen).
  • Refinanzierung: Kreditermächtigung in Höhe von 100 Mrd. Euro zur Refinanzierung der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bei der Ausführung der ihr zugewiesenen Sonderprogramme.

Details zur konkreten Antragstellung folgen in Kürze auf der Seite des Bundeswirtschaftsminsiteriums.

Schutzschirm der Bayerischen Staatsregierung Krisenunterstützung für Bayerns Unternehmen

Vor dem Hintergrund der sich rasant verschärfenden Corona-Krise hat das Bayerische Kabinett bereits am 16. März 2020 einen Schutzschirm zur Krisenunterstützung für Bayerns Unternehmen beschlossen. Das bayerische Schutzschild umfasst einen Soforthilfe-Fonds für kleine und mittelständische Unternehmen, einen Bayernfonds für Schlüsselunternehmen sowie eine Ausweitung des Bürgschaftsrahmens für die LfA Förderbank Bayern. "Ziel ist es, die Liquidität der Firmen, die Kernsubstanz unserer Wirtschaft und so viele Arbeitsplätze wie möglich über die Krise zu retten", so Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger.

Um das zu bekräftigen hat die Bayerische Staatsregierung am 24. März 2020 bekannt gegeben, dass der Bürgschaftsrahmen des Freistaats von aktuell rund 4 Mrd. Euro auf 40 Mrd. Euro verzehnfacht würde. Damit könne auch der jetzt schon aktive Schutzschirm der LfA Förderbank Bayern bei Bedarf weiter erhöht werden.

1. Soforthilfe für kleine Unternehmen, Selbständige und Freiberufler

Die Soforthilfen der bayerischen Staatsregierung und des Bundes werden aufeinander angerechnet. Bayerische Unternehmen beantragen die Soforthilfe über die Regierung von Mittelfranken. 

2. Anpassungen der Förderinstrumente der LfA – Bürgschaften, Haftungsfreistellungen, Stundungen

Aufgrund des erhöhten Bürgschaftsrahmen für die LfA Förderbank Bayern können die Hausbanken den Unternehmen umfangreiche und unbürokratische Finanzierungshilfen gewähren.

Die Förderkredite der LfA werden über die Hausbank beantragt und auch von dieser ausbezahlt.

Bürgschaften

Der Freistaat erhöht die Bürgschaftsquote für Betriebsmittel-, Rettungs- und Umstrukturierungsbürgschaften sowie Konsolidierungsdarlehen von 50 Prozent auf 80 Prozent. Zudem genügt es als Voraussetzung für eine Betriebsmittelbürgschaft, dass ein mittelständisches Unternehmen aktuelle Liquiditätsprobleme hat (bislang konnten Betriebsmittelkredite nur in besonderen Fällen z. B. bei erhöhtem Betriebsmittelbedarf im Zusammenhang mit Konsolidierungen verbürgt werden).

Förderkredite

Nicht zuletzt werden die Förderverfahren erweitert und erheblich beschleunigt.

Der Haftungsfreistellungssatz beim Universalkredit der LfA wird von 60 Prozent auf 80 Prozent angehoben. Zudem werden die Haftungsfreistellungen beim Universalkredit für größere Unternehmen mit bis zu 500 Mio. Euro Konzernumsatz (bisher können nur kleine und mittlere Unternehmen sowie Freiberufler eine Haftungsfreistellung erhalten) sowie für haftungsfreizustellende Darlehensbeträge bis zu 4 Mio. Euro (bisher bis zu 2 Mio. Euro) geöffnet.

Beim LfA-Akutkredit wird auf die Erstellung eines Konsolidierungskonzepts verzichtet, unabhängig von der Höhe des beantragten Akutkredits, sofern die Hausbank im Antrag bestätigt, dass akute Liquiditätsschwierigkeiten infolge der Corona-Auswirkungen und damit ein akzeptierbarer Konsolidierungsanlass vorliegen und sie die eingeleiteten bzw. geplanten Konsolidierungsmaßnahmen mitträgt.

Da auch das Instrumentarium der KfW auf Bundesebene ausgeweitet wurde, steht gerade großen bayerischen Unternehmen mit erheblichem Finanzierungsbedarf Hilfe durch den Bund zur Verfügung und unkalkulierbare Risiken für den bayerischen Staatshaushalt werden vermieden. Somit haben die Hausbanken die Möglichkeit, gerade die Liquidität kleinerer und mittlerer Unternehmen zu sichern.

Für Unternehmen, die durch die Corona-Krise in vorübergehende Finanzierungsschwierigkeiten geraten sind, stellt die LfA Förderbank Bayern mit dem Corona-Schutzschirm-Kredit ein Produkt mit hoher Risikoentlastung für die Hausbank und besonders günstigen Endkreditnehmerzinsen (1,0-1,38 eff. Jahreszins in Prozent für KMU und 2,0 für Nicht-KMU) zur Verfügung. Anträge sind ab dem 7. April 2020 möglich.

Die wichtigsten Eckpunkte des Corona-Schutzschirm-Kredits der LfA sind:

  • Ausreichung auch an Unternehmen, die derzeit Corona-bedingt nach EU-Definition als Unternehmen in Schwierigkeiten einzustufen sind, sofern sie zum Stichtag 31.12.2019 noch nicht in Schwierigkeiten waren
  • Antragstellerkreis: gewerbliche Unternehmen bis 500 Mio. EUR Jahresumsatz und freiberuflich Tätige
  • Verwendungszweck: Investitionen und Betriebsmittelbedarf (inkl. planmäßig zu erbringender Kapitaldienst bis Ende 2020)
  • Darlehensbetrag: 10 000 EUR bis 10 Mio. EUR
  • Haftungsfreistellung: obligatorisch 90 %
  • Vereinfachtes Verfahren bei Fällen mit einem LfA-Gesamtrisiko bis 500 000 EUR (einschließlich bankübliche Absicherung im Ermessen der Hausbank)
  • Grundsätzlicher Verzicht auf persönliche Mithaftung (bisher schon bei Bürgschaften) – gelten für den Corona-Schutzschirm-Kredit analog
  • Laufzeit: 2 bis 6 Jahre

 

AKTUELL: Schnellkredit der LfA für Unternehmen bis zehn Mitarbeitern in Umsetzung

Ergänzend zum Soforthilfe-Programm und dem Schnellkreditprogramm der KfW, soll es - laut aktueller Information der Bayerischen Staatsregierung vom 7. April 2020 - aufgrund der Änderungen der beihilferechtlichen Vorgaben der EU eine Erweiterung des Kreditangebots der LfA für bayerische Unternehmen mit bis zu zehn Mitarbeitern geben. Es soll sich ebenfalls um ein Förderdarlehen mit einer hundertprozentigen Haftungsfreistellung handeln. Unternehmen bis fünf Mitarbeiter sollen dabei Darlehen bis zu 50 000 Euro, Unternehmen bis zehn Mitarbeiter bis zu 100 000 Euro beantragen können. Eine beantragte Soforthilfe soll angerechnet werden. Diese Kredite sollen ebenfalls zu 100 Prozent staatlich abgesichert sein. Es sollen ebenfalls drei Prozent Zinsen zu zahlen sein. Maximal soll ein Kreditbetrag in Höhe von bis zu drei Monatsumsätzen des Jahres 2019 beantragt werden können. Unter Verzicht der Risikoprüfung durch die Banken, sollen so Kredite auch an kleine Unternehmen mit bis zu zehn Mitarbeitern schnell vergeben werden können

 

Stundung von Tilgungsraten haftungsfreigestellter Darlehen

Zudem kann bei laufenden Darlehen der LfA (mit und ohne Haftungsfreistellungen) in der Corona-Krise die Tilgungsaussetzung beantragt werden. Somit kann schnell und einfach die Tilgungsaussetzung für bis zu vier Raten von haftungsfreigestellten Darlehen der LfA beantragt werden .

Fördermittelberatung der LfA

Für Fragen zu den öffentlichen Finanzierungshilfen und für die Anforderung von Informationsmaterial stehen Ihnen die Mitarbeiter/-innen der LfA-Förderberatung zur Verfügung. Die allgemeine LfA Förderberatung erreichen Sie unter:

Telefon: 089 / 21 24 - 10 00
Montag - Donnerstag 8:00 Uhr bis 18:00 Uhr
Freitag 8:00 Uhr bis 15:00 Uhr

Task Force der LfA Förderbank Bayern vor Ort in Mittelfranken

Ergänzend unterstützt Die LfA Förderbank Bayern mit einem Team von Fachleuten den bayerischen Mittelstand dabei wirtschaftliche Krisen zu bewältigen. Die Task Force der LfA hilft schnell, unbürokratisch und für die Unternehmen kostenlos.

Die Experten analysieren Ihre wirtschaftliche Situation, besprechen mit Ihnen die betrieblichen Schwachstellen und erarbeiten im persönlichen Gespräch mit Ihnen mögliche Lösungswege. Sie setzen ihre Erfahrung bei Gesprächen mit der Hausbank oder bei Beantragung von Förderkrediten ein.

LfA-Ansprechpartner der Task Force für Unternehmen in Mittelfranken:
Repräsentanz der LfA Förderbank Bayern, Am Tullnaupark 8, 90402 Nürnberg
Herr Holger Tietze
Telefon: 0911 / 81 00 8 - 14
E-Mail: nuernberg@lfa.de

Tipps für das Bankgespräch

Bitte beachten Sie unsere umfangreichen Hinweise zur Beantragung von Förderkrediten der LfA und KfW und bereiten Sie Ihr Gespräch mit der Hausbank sorgfältig vor. 

Bitte nutzen Sie zuvor weitere Möglichkeiten zur Herstellung von Liquidität in Ihrem Unternehmen wie beispielsweise Soforthilfen, Kurzarbeit, Steuerstundungen, Stundungen von Sozialversicherungsbeiträgen und unsere weiteren Hinweise zur Corona-Pandemie und die wirtschaftlichen Folgen.

3. BayernFonds

Alle Sektoren der Wirtschaft sind von der aktuellen Corona-Krise betroffen. Liquidität und Kapitalausstattung der Unternehmen sind bedroht. In dieser Krise steht der Freistaat Bayern an der Seite der Unternehmen und schafft neue Instrumente für die Krisenbewältigung: Die Bayerische Staatsregierung hat beschlossen, ein Sondervermögen in Höhe von 20 Mrd. Euro zu errichten – den BayernFonds.

Über dieses Instrument wird sich der Freistaat an Unternehmen vorübergehend beteiligen können, um Know how und Arbeitsplätze in Bayern zu halten. Dieses wirkungsvolle Instrument ist insbesondere für Unternehmen mittlerer Größe, die vom Wirtschaftsstabilisierungsfonds des Bundes nicht erfasst werden, eine Möglichkeit zur sicheren Kapitalbeschaffung.

Eine neu zu gründende Finanzagentur wird das Vermögen des BayernFonds verwalten. Die Unternehmensbeteiligungen werden je nach Situation von der Bayerischen Beteiligungsgesellschaft oder der LfA Förderbank gemanagt. Auch der Freistaat selbst kann sich an Unternehmen beteiligen, wenn dies geboten ist, zum Beispiel bei einem strategischen Interesse. Die nächsten Schritte sind ein entsprechendes Gesetz und die Zustimmung der Europäischen Kommission.

Corona-Sofortprogramm zum Beratungsprogramm "Förderung unternehmerischen Know-hows"

Das Bundeswirtschaftsministerium hat im Rahmen des Programms "Förderung unternehmerischen Know-hows" ein Sofortprogramm für kleine und mittlere Unternehmen, die aufgrund der Corona-Krise in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind, aufgelegt. Das Sofortprogramm ist am 3. April 2020 in Kraft getreten.

Das Programm "Förderung unternehmerischen Know-hows" ist eine bundesweite Beratungsförderung für kleine und mittlere Unternehmen. Der Zuschuss beträgt für Jung- und Bestandsunternehmen normalerweise 50 Prozent, für Unternehmen in Schwierigkeiten 90 Prozent.

 

100 Prozent Zuschuss für Beratung zu Wegen aus der Corona-Krise

Für Unternehmen, die aufgrund der Corona-Krise in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind, werden die Beraterkosten bis zu 4 000 Euro zu 100 Prozent bezuschusst. Die Unternehmen müssen nicht in Vorleistung gehen, da der Zuschuss direkt an die Berater ausgezahlt wird.

 

Die Förderrichtlinie für das Programm wurde entsprechend angepasst. Unter anderem wurden folgende Änderungen beschlossen:

  • Die betroffenen Unternehmen erhalten einen Zuschuss für eine Beratungsleistung in Höhe von 100 Prozent, maximal jedoch 4 000 Euro, der in Rechnung gestellten Beratungskosten (Vollfinanzierung).
  • Es können von betroffenen Unternehmen bis zur Ausschöpfung der maximalen Zuschusshöhe mehrere Beratungen im Rahmen des neuen Kontingentes beantragt werden.
  • Der Zuschuss wird vom BAFA als Bewilligungsbehörde direkt auf das Konto des Beratungsunternehmens ausgezahlt. Die antragsberechtigten Unternehmen werden daher von einer Vorfinanzierung der Beratungskosten entlastet.
  • Betroffene Unternehmen müssen kein Informationsgespräch mit einem regionalen Ansprechpartner vor Antragstellung führen.
  • Anträge auf Förderung einer Beratung nach diesen Bestimmungen können zunächst bis einschließlich 31. Dezember 2020 gestellt werden.

Zuständig für die Umsetzung des Programms ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Die IHK Nürnberg ist Regionalpartner und informiert ihre Mitgliedsunternehmen über den Ablauf des Förderprogramms.

Weitere Hilfestellungen zur Herstellung von Liquidität im Unternehmen

 
 
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