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Corona-Virus: Finanzielle Hilfen

Corona-Virus: Finanzielle Hilfen

 

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Simone Brunner

Simone Brunner

Beratung Unternehmensnachfolge, Unternehmensförderung Tel: +49 911 1335 1315
Ass. jur. Yvonne Stolpmann

Ass. jur. Yvonne Stolpmann

Leiterin Referat Gründung | Finanzierung | Nachfolge Tel: +49 911 1335 1377

Die Bundesregierung und die Bayerische Staatsregierung haben im Zuge der Corona-Pandemie umfangreiche Maßnahmen zur Abfederung der finanziellen Folgen der Corona-Pandemie für die Wirtschaft in die Wege geleitet. Soforthilfen wurden neu geschaffen und vorhandene Förderkredite ausgebaut und bedarfsgerecht neu konzipiert.

Auf dieser Seite und den folgenden Seiten haben wir eine Übersicht über die wichtigsten Förder- und Finanzierungsinstrumente für Sie zusammengestellt.

Soweit sich die Corona-Hilfsprogramme auf die beihilferechtlichen Grundlagen der Europäischen Kommission stützen, können diese auch im Jahr 2021 gewährt werden. Die Verlängerung der bisherigen beihilferechtlichen Grundlagen wurde bis zum 30. Juni 2021 genehmigt.

 

Achtung bei Nutzung von Corona-Hilfen: Firmen müssen Höchstgrenzen bei Förderungen beachten

Der Bund hat mit Genehmigung der EU-Kommission die geltenden Höchstgrenzen für Förderungen im Zuge der Corona-Pandemie massiv ausgeweitet. Doch die neuen Grenzen können bei Nutzung mehrerer Förderungen (wie beispielsweise der Corona-Unterstützungsprogramme, Überbrückungshilfe) trotzdem schnell erreicht und überschritten werden. Vor allem der KfW Schnellkredit, der KfW-Unternehmerkredit und der ERP Gründerkredit brauchen die erlaubten Höchstgrenzen schnell auf. Die genannten Kredite werden wegen der ausgeweiteten Haftungsfreistellung und der vereinfachten Kreditprüfungen mit ihrem gesamten Kreditbetrag als Förderung gewertet und nicht wie vor Corona nur mit ihrem Zinsvorteil. Gleiches gilt für den bayerischen LfA Schnellkredit und den Corona-Schutzschirm-Kredit der LfA.

Jedes Unternehmen bestätigt bei Beantragung von Förderungen mit Unterschrift, dass bestehende Fördergrenzen noch nicht ausgeschöpft sind. Diese Bestätigungen sind "subventionserhebliche Tatsachen". Falsche Angaben hierzu können als Subventionsbetrug, also als Straftat, gewertet werden.

Durch die Inanspruchnahme von Soforthilfen des Bundes und der Länder darf der beihilferechtlich nach der Kleinbeihilfenregelung 2020 zulässige Höchstbetrag, gegebenenfalls kumuliert mit dem Höchstbetrag für Beihilfen nach der De-Minimis-Verordnung, nicht überschritten werden:

  • Kleinbeihilfenregelung bis 800.000 Euro pro Unternehmen (KfW-Schnellkredit sowie unter anderem Soforthilfen des Bundes, Phase I der Überbrückungshilfe auf der Grundlage der Bundesregelung Kleinbeihilfen 2020 werden voll angerechnet).
  • De-Minimis-Verordnung bis 200.000 Euro dürfen einem einzigen Unternehmen innerhalb von drei Steuerjahren grundsätzlich gewährt werden (Kleinbeihilferegelung können mit Beihilfen nach den De-Minimis-Verordnungen kumuliert werden).

Bei einer durch einen KfW-Schnellkredit „ausgeschöpften“ Beihilfeobergrenze nach der Kleinbeihilfenregelung ist es grundsätzlich möglich, die Novemberhilfe ebenfalls unter der Kleinbeihilfenregelung zu gewähren, wenn die gewährte Kleinbeihilfe (zum Beispiel KfW-Schnellkredit) vor der Gewährung von Novemberhilfe zurückgezahlt wird. Es muss jedoch zu jedem Zeitpunkt sichergestellt werden, dass die Beihilfeobergrenze nicht überschritten ist. Wird der jeweils zulässige Höchstbetrag überschritten, so ist die Novemberhilfe im Rahmen der Antragstellung bis zu diesem zu kürzen.

Für Fälle, in denen der durch die geänderte Kleinbeihilfenregelung und De-Minimis-Verordnung gegebene beihilferechtliche Rahmen nicht ausreicht, arbeitet die Bundesregierung derzeit an einer Programmergänzung. Ziel ist, zu einem späteren Zeitpunkt eine Antragstellung auf Grundlage eines anderen beihilferechtlichen Rahmens zu ermöglichen („Novemberhilfe plus“):

  • Beihilfen bis 4 Millionen Euro: gestützt auf die Bundesregelung Fixkostenhilfe 2020 (bis zu 3 Millionen Euro), gegebenenfalls kumuliert mit der Novemberhilfe (bis zu 1 Millionen Euro);
  • Beihilfen über 4 Millionen Euro: nach Notifizierung bei der EU-Kommission auf Basis von Art. 107 Abs. 2 b AEUV).

Die im Zusammenhang mit den Förderungen erstellten Unterlagen und Belege sind für eine etwaige Prüfung der Verwendung jeweils mindestens zehn Jahre bereitzuhalten und der Europäischen Kommission auf Verlangen herauszugeben. Achten Sie deshalb auf eine detaillierte Aufstellung aller von Ihnen erhaltenen Subventionen und deren korrekten Angabe auf jedem Förderantrag.

Corona-Soforthilfen und Grundsicherung

 

Überbrückungshilfe und Novemberhilfe

Die Überbrückungshilfen unterstützen Unternehmen, Soloselbstständige sowie Freiberuflerinnen und Freiberufler, die von den Maßnahmen zur Pandemie-Bekämpfung besonders stark betroffen sind. Es handelt sich um unbürokratische und schnelle Zuschüsse, die nicht zurückgezahlt werden müssen.

 

Grundsicherung

Die Bundesregierung sorgt mit zusätzlichen 3 Mio. Euro dafür, dass Selbstständige leichter Zugang zur Grundsicherung erhalten. Damit können Lebensunterhalt und Unterkunft in der Krise trotz Verdienstausfall gesichert werden – der Verbleib in der eigenen Wohnung wird also gesichert. Antragstellerinnen und Antragsteller auf Grundsicherung müssen in den nächsten Monaten weder Vermögensverhältnisse offenlegen noch ihr Vermögen antasten.

Diese Ausnahmen gelten für sechs Monate. Damit die Leistungen sehr schnell ausgezahlt werden können, werden Anträge auf Grundsicherung vorläufig bewilligt. Die Bedürftigkeitsprüfung erfolgt erst nachträglich.

 

Neue Hilfsprogramme für Kunst- und Kulturschaffende in Bayern

Solo-Selbständigen-Programm für Künstlerinnen und Künstler zum Ersatz des Unternehmerlohns

Die Empfänger erhalten für den Zeitraum ab Oktober 2020 eine Finanzhilfe als Ersatz des entfallenden Unternehmerlohns von bis zu 1.180 Euro monatlich, die mit der derzeitigen, bis Ende des Jahres laufenden Überbrückungshilfe des Bundes kumulierbar ist. Das Solo-Selbständigen-Programm umfasst ein Gesamtvolumen von 37,5 Mio. Euro für das Jahr 2020.

Stipendienprogramm zur Unterstützung von Künstlerinnen und Künstlern beim Einstieg in die professionelle Laufbahn

Um Künstlerinnen und Künstler in der Anfangsphase ihrer professionellen Laufbahn trotz der derzeit widrigen Bedingungen den notwendigen Freiraum zur Realisierung von Projekten, aber auch für ihre künstlerische Entfaltung und Weiterentwicklung zu verschaffen, bietet die Staatsregierung ab dem 1. Januar 2021 5.000 Stipendien in Höhe von jeweils 5.000 Euro an.

Erweiterung des Spielstättenprogramms auf dezentrale Kulturveranstalter ohne eigene Spielstätte und Verlängerung des Programms

Das Spielstättenprogramm wird bis vorerst 30. Juni 2021 verlängert und dahingehend erweitert, dass auch Kulturveranstalter ohne eigene Spielstätte in den Kreis der Antragsberechtigten aufgenommen werden. In die Verlängerung und Erweiterung des Spielstättenprogramms investiert der Freistaat zusätzlich 15 Mio. Euro.

Verlängerung des Hilfsprogramms für die Laienmusik

Das Hilfsprogramm für die Laienmusik wird bis 30. Juni 2021 verlängert, um Laienmusikvereine und ihre zahlreichen ehrenamtlichen Musiker und Helfer in der schwierigen Zeit der Corona-Epidemie weiterhin zu unterstützen. Im Rahmen des Hilfsprogramms können beispielsweise auch Maßnahmen zur Umsetzung von Schutz- und Hygienekonzepten angesetzt werden.

Aufstockung und Verlängerung der Kino-Anlaufhilfen

Die Kinos in Bayern leiden wegen der Corona-Krise unter massiven Umsatz- und Ertragsverlusten. Derzeit werden sie mit den vom Ministerrat im Mai 2020 beschlossenen Anlaufhilfen in Höhe von zwölf Mio. Euro unterstützt. Diese Hilfen werden gut angenommen. Mehr als acht Mio. Euro wurden bereits bewilligt. Um das Überleben vieler bayerischer Kinos zu sichern, wird die bisher bis Jahresende befristete bayerischen Kino-Anlaufhilfe jetzt bis 30. Juni 2021 verlängert und um weitere zwölf Mio. Euro aufgestockt.

Weitere Informationen und Antworten zu häufigen Fragen finden Sie hier:

Weitere Informationen des Bayerischen Zentrums für Kultur- und Kreativwirtschaft (bayernkreativ) zu Hilfen für Kultur- und Kreativschaffende in Bayern:

 

Corona-Schnellkredite – ohne Sicherheiten  

 

Corona-Schnellkredit der KfW für Unternehmen

Wer kann den Kredit beantragen?

  • Selbstständige und Unternehmen unabhängig von der Beschäftigtenanzahl
  • Unternehmen muss mindestens seit Januar 2019 am Markt sein
  • Unternehmen muss in der Summe der Jahre 2017-2019 oder im Jahr 2019 einen Gewinn erwirtschaftet haben (sofern es bislang nur für einen kürzeren Zeitraum am Markt ist, wird dieser Zeitraum herangezogen)
  • Unternehmen darf per 31. Dezember 2019 kein Unternehmen in wirtschaftlichen Schwierigkeiten sein

Wofür kann der Kredit beantragt werden?

  • Anschaffungen (Investitionen)
  • laufende Kosten (Betriebsmittel)

Welchen Umfang kann der Kredit haben?

  • Unternehmen mit einschließlich 10 Beschäftigten erhalten max. 300.000 Euro
  • Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten erhalten max. 500.000 Euro
  • Unternehmen mit mehr als 50 Beschäftigten erhalten max. 800.000 Euro

Welche Besonderheiten gelten?

  • 100 Prozent Risikoübernahme durch die KfW
  • keine Risikoprüfung durch die Hausbank
  • bis zu 10 Jahre Laufzeit
  • vorzeitige Rückzahlung ohne Vorfälligkeitsentschädigung möglich
  • Die Europäische Kommission hat die Verlängerung der bisherigen beihilferechtlichen Grundlagen genehmigt, so dass die entsprechenden Hilfen bis 30. Juni 2021 weitergewährt werden können. Die Bundesregierung verlängert daher das KfW-Sonderprogramm, einschließlich des KfW-Schnellkredits, bis zum 30. Juni 2021, um Unternehmen weiterhin verlässlich mit Liquidität zu versorgen.
 

Corona-Schnellkredit der LfA für Unternehmen mit bis zu 10 Mitarbeitern

Der LfA-Schnellkredit für bayerische Unternehmen bis zehn Mitarbeitern startet Anfang Mai Die Details für den Schnellkredit sind nun bekannt.

Wer kann den Kredit beantragen?

  • Unternehmen mit bis zu zehn Mitarbeitern
  • Unternehmen muss Betriebsstätte oder Niederlassung in Bayern besitzen
  • Unternehmen muss seit mindestens 01. Oktober 2019 am Markt aktiv sein
    (Datum der ersten Umsatzerzielung)
  • Das Unternehmen hat in der Summe der Jahre 2017 bis 2019 oder im Jahr 2019 einen Gewinn erzielt; bei Unternehmen, die nicht über den gesamten Zeitraum 2017 bis 2019 am Markt aktiv waren, gilt die Bedingung bezogen auf den entsprechend kürzeren Zeitraum.
  • Unternehmen darf per 31. Dezember 2019 kein Unternehmen in wirtschaftlichen Schwierigkeiten sein und hat zu diesem Zeitpunkt geordnete wirtschaftliche Verhältnisse aufgewiesen.

    Ausnahme: Kleine Unternehmen gemäß EUDefinition, die sich am 31. Dezember 2019 bereits in Schwierigkeiten befanden, können gefördert werden, sofern diese nicht Gegenstand eines Insolvenzverfahrens sind und sie weder Rettungs- noch Umstrukturierungsbeihilfen erhalten haben.
  • Zum Zeitpunkt der Antragstellung ist über das Vermögen des Unternehmens kein Insolvenzverfahren eröffnet oder beantragt oder ein Insolvenzantrag mangels Masse abgewiesen worden; es läuft auch kein sonstiges Verfahren zur Liquidation des Unternehmens.

Wofür kann der Kredit beantragt werden?

  • Gefördert wird die Finanzierung von Investitionen und Betriebsmitteln.
  • Diese umfassen grundsätzlich den gesamten Liquiditätsbedarf des Unternehmens bis zum 31. Dezember 2020, also laufende Betriebskosten, Löhne und Gehälter, planmäßiger Kapitaldienst (inklusive endfälliger Darlehenstilgungen), marktübliche Vergütungen an Geschäftsinhaber (natürliche Personen).

Welchen Umfang kann der Kredit haben?

  • Max. Kreditbetrag: bis zu 3 Monatsumsätze des Jahres 2019
  • Max. Kreditbetrag für Unternehmen bis 5 Mitarbeiter: 50.000 EUR
  • Max. Kreditbetrag für Unternehmen bis 10 Mitarbeiter: 100.000 EUR
  • Der Kreditbetrag darf zudem die Summe von 25 Prozent des Jahresumsatzes 2019 des Antrag stellenden Unternehmens nicht übersteigen; bei Unternehmen, die nicht bereits seit dem 01. Januar 2019 am Markt aktiv waren, können die in 2019 erzielten Umsätze zum Jahresumsatz 2019 hochgerechnet werden.
  • Die im Rahmen der Corona-Krise gem. „Bundesregelung Kleinbeihilfen 2020“ bzw. „Geänderte Bundesregelung Kleinbeihilfen 2020“ erhaltenen bzw. beantragten Zuschüsse in Form von Soforthilfen des Bundes bzw. des Freistaates Bayern reduzieren den Darlehenshöchstbetrag.

Welche Besonderheiten gelten?

  • einheitlicher Zinssatz
  • Laufzeit bis zu 10 Jahre
  • Das Darlehen kann nicht in mehrere Vorhaben aufgeteilt werden
  • Eine vollständige vorzeitige außerplanmäßige Tilgung des ausstehenden Darlehensbetrages kann einmalig durch den Endkunden zu den Zinsterminen ohne Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung erfolgen.
  • 100 Prozent Haftungsfreistellung der Hausbank
  • Der Endkreditnehmer muss keinerlei Sicherheiten stellen
  • Der LfA-Schnellkredit kann mit anderen öffentlichen Finanzierungshilfen (Kredite oder Zulagen/Zuschüsse) - also auch mit anderen Förderprogrammen der LfA - kombiniert werden. Andere Förderungen auf Basis der „Bundesregelung Kleinbeihilfen 2020“ bzw. der „Geänderten Bundesregelung Kleinbeihilfen 2020“ sind auf die mögliche Höchstfördergrenze von 800.000 EUR mit anzurechnen
  • Die Europäische Kommission hat die Verlängerung der bisherigen beihilferechtlichen Grundlagen genehmigt, sodass auch der LfA-Schnellkredit bis 30. Juni 2021 weitergewährt werden kann.

Weitere Förderungen durch die Bayerische Staatsregierung

 

Corona-Schutzschirm-Kredit der LfA – 90 Prozent Haftungsfreistellung

Wer kann den Kredit beantragen?

  • Kleine und mittelständische Unternehmen (KMU)
  • Größere Unternehmen bis einschließlich 500 Millionen Euro Jahresumsatz (Konzernumsatz)
  • Freiberufler
  • Das Unternehmen darf per 31. Dezember 2019 nicht "in wirtschaftlichen Schwierigkeiten" gewesen sein

    Ausnahme:  Kleinst- und Kleinunternehmen gemäß EU-Definition, die sich am 31. Dezember 2019 bereits in Schwierigkeiten befanden, können gefördert werden, sofern diese nicht Gegenstand eines Insolvenzverfahrens sind und sie weder Rettungs- noch Umstrukturierungsbeihilfen erhalten haben.
  • nach Einschätzung der Hausbank muss zu erwarten sein, dass das Unternehmen das Darlehen nach Überwindung der derzeitigen – durch die Corona-Krise bedingten – Probleme planmäßig bedienen kann

Wofür kann der Kredit beantragt werden?

  • Anschaffungen (Investitionen)
  • laufende Kosten (Betriebsmittel)

Welchen Umfang kann der Kredit haben?

  • Mindest-Kreditbetrag: 10.000 Euro
  • Max. Kreditbetrag: 10 Millionen Euro pro Vorhaben, begrenzt auf:
    • 25 Prozent des Gesamtumsatzes aus 2019 oder
    • doppelte Lohnsumme aus 2019 oder
    • den Liquiditätsbedarf für die kommenden 18 Monate bei KMU bzw. 12 Monate bei Nicht-KMU (auf Grundlage einer Selbstauskunft, die bei der Hausbank verbleibt).

Welche Besonderheiten gelten?

  • 90 Prozent Risikoübernahme (Haftungsfreistellung) durch die LfA
  • bankübliche Sicherheiten, die nach Risikoprüfung durch die Hausbank im Rahmen der Kreditverhandlungen zu vereinbaren sind
  • flexible Laufzeiten bis 6 Jahre
  • außerplanmäßige Tilgung gegen Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung möglich
  • bei LfA-Risiko bis 500.000 Euro besteht ein beschleunigtes Prüfverfahren
  • Die Europäische Kommission hat die Verlängerung der bisherigen beihilferechtlichen Grundlagen genehmigt, sodass auch der Corona-Schutzschirm-Kredit der LfA bis 30. Juni 2021 weitergewährt werden kann.
 

Universalkredit der LfA – 80 Prozent Haftungsfreistellung

Wer kann den Kredit beantragen?

  • Kleine und mittelständische Unternehmen (KMU)
  • Größere Unternehmen bis einschließlich 500 Millionen Euro Jahresumsatz (Konzernumsatz)
  • Freiberufler
  • Das Unternehmen darf per 31. Dezember 2019 nicht "in wirtschaftlichen Schwierigkeiten" gewesen sein
  • nach Einschätzung der Hausbank muss zu erwarten sein, dass das Unternehmen das Darlehen nach Überwindung der derzeitigen – durch die Corona-Krise bedingten – Probleme planmäßig bedienen kann

Wofür kann der Kredit beantragt werden?

  • Anschaffungen (Investitionen)
  • laufende Kosten (Betriebsmittel)

Welchen Umfang kann der Kredit haben?

  • Mindest-Kreditbetrag: 25.000 Euro
  • Max. Kreditbetrag: bis zu 10 Millionen Euro 
  • Übernahme des Ausfallrisikos durch LfA möglich:
    • 80-prozentige Haftungsfreistellung bei Darlehen bis 4 Mio. Euro 
    • bei Darlehen über 4 Mio. bis 5 Mio. EUR, kann bei nicht ausreichender Absicherung eine Bürgschaft der LfA bzw. der Bürgschaftsbank Bayern GmbH beantragt werden. Darüber hinaus sind auch Staatsbürgschaften möglich.

Welche Besonderheiten gelten?

  • 80 Prozent Risikoübernahme (Haftungsfreistellung) durch die LfA möglich (s.o.)
  • bankübliche Sicherheiten, die nach Risikoprüfung durch die Hausbank im Rahmen der Kreditverhandlungen zu vereinbaren sind
  • flexible Laufzeiten 3 bis 20 Jahre, für Betriebsmittel bis zu 10 Jahre
  • außerplanmäßige Tilgung gegen Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung möglich
  • bei LfA-Risiko bis 500.000 Euro besteht ein beschleunigtes Prüfverfahren
  • Alternativ kann der LfA-Akutkredit beantragt werden, wo im Zuge der Corona-Krise auf die Einreichung eines Konsolidierungskonzepts verzichtet wird.
  • Die Europäische Kommission hat die Verlängerung der bisherigen beihilferechtlichen Grundlagen genehmigt, sodass auch der LfA-Universalkredit bis 30. Juni 2021 weitergewährt werden kann.
 

LfA-Bürgschaften

Wer kann Bürgschaften beantragen?

  • Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft sowie Angehörige freier Berufe in Bayern
  • Das Unternehmen darf per 31. Dezember 2019 nicht "in wirtschaftlichen Schwierigkeiten" gewesen sein
  • nach Einschätzung der Hausbank muss zu erwarten sein, dass das Unternehmen das Darlehen nach Überwindung der derzeitigen – durch die Corona-Krise bedingten – Probleme planmäßig bedienen kann

Was kann verbürgt werden?

  • Kredite zur Finanzierung von Investitionen
  • Kredite zur Finanzierung der Übernahme eines bestehenden Betriebes
  • Betriebsmittelkredite
  • Avalkredite, insbesondere bei notwendigen Sicherheitsleistungen im Zusammenhang mit der Übernahme und Abwicklung von Aufträgen
  • Kredite für Konsolidierungsmaßnahmen mit Ausnahme der Umschuldung bestehender Bankverbindlichkeiten
  • Sowie im Rahmen einer De-minimis-Beihilfe:
    • Betriebsmittelkredite, Avalkredite, Umschuldungen von Lieferantenkrediten sowie Ersatzinvestitionen, unabhängig von der Größe des Unternehmens
    • Übernahme eines bestehenden Betriebes
    • Investitionen großer Unternehmen

Welchen Umfang kann der Kredit haben?

  • Bürgschaften der LfA werden bis zu einem Betrag von 30 Millionen Euro übernommen. Darüber hinaus sind auch Staatsbürgschaften möglich.
  • Der maximale Bürgschaftssatz wird – für Betriebsmittel-, Rettungs- und Umstrukturierungsbürgschaften sowie bei Konsolidierungsdarlehen – auf einheitlich 90 Prozent des Kreditbetrages angehoben.

Welche Besonderheiten gelten?

  • Bei Bürgschaften der LfA bis 500.000 Euro gilt auch das vereinfachte Beantragungs- und Bearbeitungsverfahren wie bei Haftungsfreistellungen bis 500.000 Euro.
  • Auf eine persönliche Mithaftung kann verzichtet werden, soweit in diese nicht problemlos eingewilligt werden kann.
  • Die Haftung des Bürgen darf 90 Prozent des Kreditbetrages nicht übersteigen.
  • Für die Bearbeitung des Antrags erhebt die LfA eine einmalige Bearbeitungsgebühr in Höhe von 0,5 Prozent des Bürgschaftsbetrages (mindestens 250 EUR, höchstens 25.000 EUR), zzgl. laufende Avalprovision aus dem jeweiligen Bürgschaftsbetrag von 1-3 Prozent p. a.
  • Die Europäische Kommission hat die Verlängerung der bisherigen beihilferechtlichen Grundlagen genehmigt, sodass auch die LfA-Bürgschaften bis 30. Juni 2021 weitergewährt werden können.

Weitere Förderungen durch die Bundesregierung 

 

KfW-Unternehmerkredit für Unternehmen ab 5 Jahre – 90 Prozent Haftungsfreistellung

Wer kann den Kredit beantragen?

  • Kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) ab 5 Jahre
  • Größere Unternehmen ohne Umsatzbeschränkung ab 5 Jahre
  • Freiberufler ab 5 Jahre
  • Das Unternehmen darf per 31. Dezember 2019 nicht "in wirtschaftlichen Schwierigkeiten" gewesen sein
  • nach Einschätzung der Hausbank muss zu erwarten sein, dass das Unternehmen das Darlehen nach Überwindung der derzeitigen – durch die Corona-Krise bedingten – Probleme planmäßig bedienen kann

Wofür kann der Kredit beantragt werden?

  • Anschaffungen (Investitionen)
  • laufende Kosten (Betriebsmittel)

Welchen Umfang kann der Kredit haben?

  • Max. Kreditbetrag: bis zu 100 Mio. Euro 
  • Der Kredithöchstbetrag ist begrenzt auf
    • 25 Prozent des Jahresumsatzes 2019 oder
    • das Doppelte der Lohnkosten 2019 oder
    • den Liquiditätsbedarf für 18 Monate bei kleinen und mittleren Unternehmen bzw. 12 Monate bei großen Unternehmen oder
    • bei Krediten über 25 Mio. Euro: 50 Prozent der Gesamtverschuldung oder 30 Prozent der Bilanzsumme

Welche Besonderheiten gelten?

  • 90 Prozent Risikoübernahme (Haftungsfreistellung) durch die KfW möglich für kleine und mittlere Unternehmen, die bereits 3 Jahre am Markt aktiv sind, für größere Unternehmen 80 Prozent
  • bankübliche Sicherheiten, die nach Risikoprüfung durch die Hausbank im Rahmen der Kreditverhandlungen zu vereinbaren sind
  • bis zu 10 Jahre Laufzeit 
  • außerplanmäßige Tilgung gegen Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung möglich
  • die KfW verzichtet bei Kredit­beträgen bis zu 3 Mio. Euro pro Unter­nehmen auf eine eigene Risiko­prüfung, bei Kredit­beträgen bis ein­schließlich 10 Mio. Euro pro Unternehmen führt die KfW lediglich eine ver­einfachte Risiko­prüfung durch 
  • Die Europäische Kommission hat die Verlängerung der bisherigen beihilferechtlichen Grundlagen genehmigt, sodass die entsprechenden Hilfen bis 30. Juni 2021 weitergewährt werden können. Die Bundesregierung verlängert daher das KfW-Sonderprogramm, einschließlich des KfW-Unternehmerkredits, bis zum 30. Juni 2021, um Unternehmen weiterhin verlässlich mit Liquidität zu versorgen.
 

KfW-Gründerkredit universell für Unternehmen bis 5 Jahre – 90 Prozent Haftungsfreistellung

Wer kann den Kredit beantragen?

  • Kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) bis 5 Jahre
  • Größere Unternehmen ohne Umsatzbeschränkung bis 5 Jahre
  • Freiberufler bis 5 Jahre
  • Das Unternehmen darf per 31. Dezember 2019 nicht "in wirtschaftlichen Schwierigkeiten" gewesen sein
  • nach Einschätzung der Hausbank muss zu erwarten sein, dass das Unternehmen das Darlehen nach Überwindung der derzeitigen – durch die Corona-Krise bedingten – Probleme planmäßig bedienen kann

Wofür kann der Kredit beantragt werden?

  • Anschaffungen (Investitionen)
  • laufende Kosten (Betriebsmittel)

Welchen Umfang kann der Kredit haben?

  • Max. Kreditbetrag: bis zu 100 Mio. Euro
  • Der Kredithöchstbetrag ist begrenzt auf
    • 25 Prozent des Jahresumsatzes 2019 oder
    • das Doppelte der Lohnkosten 2019 oder
    • den Liquiditätsbedarf für 18 Monate bei kleinen und mittleren Unternehmen bzw. 12 Monate bei großen Unternehmen oder
    • bei Krediten über 25 Mio. Euro: 50 Prozent der Gesamtverschuldung oder 30 Prozent der Bilanzsumme 

Welche Besonderheiten gelten?

  • 90 Prozent Risikoübernahme (Haftungsfreistellung) durch die KfW möglich für kleine und mittlere Unternehmen, die bereits 3 Jahre am Markt aktiv sind, für größere Unternehmen 80 Prozent
  • bankübliche Sicherheiten, die nach Risikoprüfung durch die Hausbank im Rahmen der Kreditverhandlungen zu vereinbaren sind
  • bis zu 10 Jahre Laufzeit 
  • außerplanmäßige Tilgung gegen Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung möglich
  • die KfW verzichtet bei Kredit­beträgen bis zu 3 Mio. Euro pro Unter­nehmen auf eine eigene Risiko­prüfung, bei Kredit­beträgen bis ein­schließlich 10 Mio. Euro pro Unternehmen führt die KfW lediglich eine ver­einfachte Risiko­prüfung durch 
  • für Unternehmen bis drei Jahre kommt eine Haftungsfreistellung in Höhe von 80 Prozent durch die KfW nur im Rahmen des KfW-Startgelds in Betracht
  • Die Europäische Kommission hat die Verlängerung der bisherigen beihilferechtlichen Grundlagen genehmigt, sodass die entsprechenden Hilfen bis 30. Juni 2021 weitergewährt werden können. Die Bundesregierung verlängert daher das KfW-Sonderprogramm, einschließlich des ERP-Gründerkredit - Universell, bis zum 30. Juni 2021, um Unternehmen weiterhin verlässlich mit Liquidität zu versorgen.
 

Hilfen des Bundes für Startups und mittelständische Unternehmen

Der Bund hat ein zwei Milliarden Euro Hilfspaket für Startups oder kleine Unternehmen auf den Weg gebracht. Es besteht aus zwei Säulen:

Säule 1: Hilfen für Startups, die sich über private Wagniskapitalfonds (VCs) finanzieren - Corona Matching Fazilität

Das Programm „Corona-Matching-Fazilität“ (CMF) wird über die KfW-Capital abgewickelt und richtet sich an private Wagniskapitalgeber. KfW Capital unterstützt mit der Corona Matching Fazilität Startups und junge Unternehmen,

  • die einen starken Deutschlandbezug haben,
  • zum 31. Dezember 2019 nicht in finanziellen Schwierigkeiten waren und
  • an denen private Venture Capital-Fonds beteiligt sind.

Der Venture Capital-Fonds muss ein privater europäischer Fonds sein. Die Unterstützung erfolgt indirekt: Bitte wenden Sie sich zunächst an Ihren Venture Capital-Geber und sprechen Sie ihn auf die Corona Matching Fazilität an. Den Antrag stellt dann der Venture Capital-Geber bis zum 31. Dezember 2020 – entweder bei KfW Capital oder beim Europäischen Investitionsfonds (EIF).

Säule 2: Direkthilfen für Startups und mittelständische Unternehmen ohne Risikokapitalgeber

Für Startups und kleine Mittelständler, die keinen Zugang über die Corona Matching Fazilität haben, werden weitere Wege zur Sicherstellung ihrer Finanzierungen eröffnet.

Die KfW unterstützt auch Startups und kleine Unternehmen, an denen kein Venture Capital-Fonds beteiligt ist bzw. die über ihren Venture Capital Fonds hinaus weitere Unterstützung in Anspruch nehmen wollen. Zur Refinanzierung des Angebots stellt die KfW der LfA Förderbank Bayern ein Globaldarlehen mit Haftungsfreistellungen zur Verfügung. Die LfA hat die BayBG und Bayern Kapital als Intermediäre mit der direkten Umsetzung beauftragt.

Um die Beteiligungsangebote zielgenau auf die unterschiedliche Unternehmenssituation und Gegebenheiten von mittelständischen Unternehmen und Startups auszugestalten, wurden zwei Teilprogramme konzipiert:

  • Eigenkapitalschild Mittelstand Bayern: Die exklusiv über die BayBG Bayerische Beteiligungsgesellschaft angebotenen Beteiligungen wenden sich an etablierte Mittelstandsunternehmen mit einem Gruppenumsatz bis zu 75 Mio. Euro.
  • Startup Shield Bayern: Das von BayBG und Bayern Kapital gemanagte Programm wendet sich speziell an junge technologieorientiere Startup-Unternehmen mit innovativen Produktentwicklungen und skalierbarem Geschäftsmodell.  

Gefördert werden Anschaffungen (Investitionen) und laufende Kosten (Betriebsmittel, Miete, Gehälter, Warenlager, etc).

Voraussetzung für bayerische Unternehmen:

  • Sie haben Ihren wirtschaftlichen Schwerpunkt in Bayern oder mindestens 50 Prozent der Beschäftigten arbeiten im Freistaat
  • Ihr Unternehmen war zum 31. Dezember 2019 nicht in wirtschaftlichen Schwierigkeiten
  • Ihr Gruppenumsatz liegt bei max. 75 Mio. Euro

Die Unterstützung erfolgt als individuelle Mezzanine- oder Beteiligungsfinanzierung, die Sie beim Landesförderinstitut Ihres Bundeslandes oder einem vom Landesförderinstitut eingebundenen Intermediär bis zum Jahresende beantragen können. Die Finanzierung wird im Rahmen der Regelung zu den EU-Kleinbeihilfen gewährt und durch eine Garantie des Bundes abgesichert. Der öffentliche Förderanteil je Finanzierung liegt zwischen 100 000 und 800 000 Euro. Die für die Finanzierung gewährte Haftungsfreistellung erhöht Ihre Chance deutlich, eine Zusage zu erhalten. Eine Einbindung privater Kapitalgeber wie z. B. Business Angels zur Darstellung der Gesamtfinanzierung ist möglich, jedoch nicht verpflichtend.

Zentrale Anlaufstelle ist immer die BayBG. Hier können die Unternehmen seit dem 3. August 2020 einen Antrag stellen.

Förderungen für größere Unternehmen

 

BayernFonds

Für wen kommt der BayernFonds in Betracht?

  • Der BayernFonds richtet sich an Unternehmen der Realwirtschaft, deren Bestandsgefährdung erhebliche Auswirkungen auf die Wirtschaft, die technologische oder wirtschaftliche Souveränität, Versorgungssicherheit, kritische Infrastrukturen oder den Arbeitsmarkt in Bayern hätte.
  • Darüber hinaus sind mindestens zwei der drei folgenden Kriterien im letzten abgeschlossenen Geschäftsjahr vor dem 1. Januar 2020 zu erfüllen:
    • Bilanzsumme von mehr als 10 Millionen Euro
    • mehr als 10 Millionen Euro Umsatzerlöse
    • mindestens 50 Arbeitnehmer
    • Start-ups, die seit dem 1. Januar 2017 in mindestens einer abgeschlossenen Finanzierungsrunde von privaten Kapitalgebern mit einem Unternehmenswert von mindestens 5 Millionen Euro einschließlich des durch diese Runde eingeworbenen Kapitals bewertet wurden, sind ebenfalls antragsberechtigt

Weitere Voraussetzungen sind:

  • Das Unternehmen befand sich am 31. Dezember 2019 nicht in Schwierigkeiten (gemäß EU-Definition von „Unternehmen in Schwierigkeiten“)
  • Durch die Stabilisierungsmaßnahme besteht eine eigenständige Fortführungsperspektive nach Überwindung der COVID-19-Pandemie (Geeignetheit)
  • Dem Unternehmen stehen keine anderweitigen Finanzierungs­möglichkeiten zur Verfügung (Erforderlichkeit). Hierzu zählen auch alle anderen zur Verfügung stehenden Unterstützungsprogramme des Bundes und der Länder.

Auf die Gewährung von Stabilisierungsmaßnahmen aus dem Fonds besteht kein Rechtsanspruch.

Verlängerung bis ins Jahr 2021:

Die Europäische Kommission hat die Genehmigung für den BayernFonds verlängert und an die neue Laufzeit der beihilferechtlichen Ausnahmeregelungen des „Befristeten Rahmens“ angepasst. Ab sofort kann der BayernFonds Garantien bis 30. Juni 2021 gewähren und Rekapitalisierungsmaßnahmen bis 30. September 2021 einsetzen. Die dazu notwendige Genehmigung der Europäischen Kommission liegt seit 20. November 2020 vor.

 

Direktbeteiligung der KfW für Konsortialfinanzierung

Für wen kommt die Konsortialfinanzierung in Betracht?

  • Mittelständische und große Unternehmen
  • Das Sonderprogramm richtet sich an Unternehmen, die aufgrund der Corona-Krise seit 1. Januar 2020 vorübergehend in Finanzierungsschwierigkeiten geraten sind.
  • Zum Stichtag 31. Dezember 2019 handelte es sich nicht um ein Unternehmen in Schwierigkeiten.
  • Das Unternehmen weist zum 31. Dezember 2019 geordnete wirtschaftliche Verhältnisse aus. Die Konsortialbank hat keine Kenntnis von ungeregelten Zahlungsrückständen des Antragstellers von mehr als 30 Tagen, bestehenden Stundungsvereinbarungen sowie Covenantbrüchen.
  • Zum Zeitpunkt der Antragstellung ist die Durchfinanzierung des Unternehmens gemäß der aktuellen Planung voraussichtlich gegeben (Annahme: auf Basis einer sich wieder normalisierenden wirtschaftlichen Gesamtsituation ("wie vor der Krise")).
  • Zum Zeitpunkt der Antragstellung besteht für das Unternehmen unter der Annahme einer sich wieder normalisierenden wirtschaftlichen Gesamtsituation ("wie vor der Krise") eine positive Fortführungsprognose.

Wofür kann die Beteiligung vorgesehen werden?

  • Anschaffungen (Investitionen)
  • laufende Kosten (Betriebsmittel)

Wie hoch kann die Beteiligung sein?

  • Minimum: 25 Mio. Euro
  • Maximum: Die KfW beteiligt sich mit Risikobeteiligungen an Fremdkapitalfinanzierungen, deren Höhe nicht das Doppelte der jährlichen Lohnabrechnungen 2019 oder 25 Prozent des Gesamtumsatzes des Jahres 2019 oder den Liquiditätsbedarf der kommenden 12 Monate übersteigt.

Welche Besonderheiten gelten?

  • Die KfW beteiligt sich hierbei in marktüblicher Art und Weise zu gleichen Bedingungen wie andere Banken an Finanzierungen.
  • Dabei übernimmt die KfW anteilig Kreditrisiken des finanzierten Unternehmens. Die Finanzierungsstrukturen sind auf die individuellen Bedürfnisse des Kreditnehmers abgestimmt.
  • Die Risikoübernahme der KfW kann maximal 80 Prozent der Vorhabenfinanzierung betragen.
  • Um eine adäquate Risikopartnerschaft zwischen KfW und den Finanzierungspartnern sicherzustellen, ist der Anteil der KfW an der Gesamtverschuldung des Unternehmens auf maximal 50 Prozent begrenzt.
  • bis zu 6 Jahre Laufzeit
  • Die Europäische Kommission hat die Verlängerung der bisherigen beihilferechtlichen Grundlagen genehmigt, sodass die entsprechenden Hilfen bis 30. Juni 2021 weitergewährt werden können. Die Bundesregierung verlängert daher das KfW-Sonderprogramm, einschließlich des ERP-Gründerkredit - Universell, bis zum 30. Juni 2021, um Unternehmen weiterhin verlässlich mit Liquidität zu versorgen.
 

Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF)

Der WSF dient der Stabilisierung der Wirtschaft in Folge der Coronavirus-Pandemie. Mit einem Gesamtvolumen von bis zu 600 Milliarden Euro stellt er deutschen Unternehmen branchenübergreifend Stabilisierungsmaßnahmen zur Stärkung ihrer Kapitalbasis und zur Überwindung von Liquiditätsengpässen bereit.

Der WSF richtet sich an Unternehmen der Realwirtschaft, deren Bestandsgefährdung erhebliche Auswirkungen auf Auswirkungen auf die Wirtschaft, die technologische Souveränität, Versorgungssicherheit, kritische Infrastruktur oder den Arbeitsmarkt in Deutschland hätte.

Für wen kommt der WSF in Betracht?

  • Unternehmen müssen in den letzten beiden bereits bilanziell abgeschlossenen Geschäftsjahren vor dem 1. Januar 2020 mindestens zwei der drei folgenden Kriterien erfüllt haben:
    • Bilanzsumme von mehr als 43 Millionen Euro
    • mehr als 50 Millionen Euro Umsatzerlöse sowie
    • mehr als 249 Arbeitnehmer im Jahresdurchschnitt
  • ACHTUNG: Auch kleinere Unternehmen und Start-ups sind grundsätzlich nicht ausgeschlossen, sofern ihr Erhalt von besonderer Bedeutung ist. Darüber entscheidet letztendlich ein Ausschuss mehrerer Bundesministerien.

Was umfasst der WSF?

Der WSF soll Liquiditätsengpässe beseitigen, die Refinanzierung am Kapitalmarkt unterstützen und vor allem auch die Kapitalbasis von Unternehmen stärken. Er sieht zwei Stabilisierungsinstrumente vor, die kombiniert werden können. Bausteine sind insbesondere:

  • Garantien des Bundes zur Absicherung von Krediten einschließlich Kreditlinien, und Kapitalmarktprodukten im Fremdkapitalbereich.
  • Rekapitalisierungen zur direkten Stärkung des Eigenkapitals.

Für Garantien und sonstige Gewährleistungen für Bankkredite sowie Rekapitalisierungen bis zu einem Volumen von 100 Millionen Euro gelten im WSF standardisierte Konditionen. Nähere Informationen dazu finden Sie unter folgenden Links:

In den übrigen Fällen erfolgt eine individuelle Strukturierung im Rahmen der Vorgaben des Stabilisierungsfondsgesetzes sowie der Durchführungsverordnung zum Wirtschaftsstabilisierungsfondsgesetz.

Nähere Informationen zu den Bedingungen des WSF finden Sie hier:

Welche Besonderheiten gelten?

  • Den Unternehmen dürfen anderweitige Finanzierungsmöglichkeiten nicht zur Verfügung stehen.
  • Durch die Stabilisierungsmaßnahmen muss eine klare eigenständige Fortführungsperspektive nach Überwindung der Pandemie bestehen.
  • Unternehmen, die eine Maßnahme dieses Gesetzes beantragen, dürfen zum 31. Dezember 2019 nicht die EU-Definition von „Unternehmen in Schwierigkeiten“ erfüllt haben.
  • Unternehmen, die Garantien oder Rekapitalisierungsmaßnahmen im Rahmen des Wirtschaftsstabilisierungsfonds in Anspruch nehmen, müssen die Gewähr für eine solide und umsichtige Geschäftspolitik bieten. Sie sollen insbesondere einen Beitrag zur Stabilisierung von Produktionsketten und zur Sicherung von Arbeitsplätzen leisten.

Wer entscheidet?

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie ist Ansprechpartner für die Unternehmen und zuständig für die Prüfung der Anträge. Ein Rechtsanspruch auf Unterstützung aus dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds besteht nicht. Die Entscheidung wird in Abhängigkeit der beantragten Unterstützungsvolumina getroffen:

  • Über Garantien bis zu einem Volumen von bis 100 Millionen Euro entscheidet die KfW.
  • Über Garantien in Höhe von 100 bis 500 Millionen Euro sowie über Rekapitalisierungen bis 200 Millionen Euro entscheiden BMWi und BMF im Einvernehmen.
  • Garantien ab 500 Millionen Euro und Rekapitalisierungen ab 200 Millionen Euro werden dem interministeriellen WSF-Ausschuss vorgelegt.

Kontakt zu den Förderbanken sowie Tipps für das Gespräch mit der Hausbank

 

KfW-Corona-Hilfe: Fördermittelberatung

Unternehmen, die entsprechende Förderkredite für Investitionen und Betriebsmittel der KfW in Anspruch nehmen möchten, wenden sich bitte direkt an ihre Hausbank. Die Hotline der KfW für gewerbliche Kredite lautet: 0800 539 9001.

 

LfA-Corona-Hilfe: Fördermittelberatung und Task-Force

Fördermittelberatung der LfA

Für Fragen zu den öffentlichen Finanzierungshilfen und für die Anforderung von Informationsmaterial stehen Ihnen die Mitarbeiter/-innen der LfA-Förderberatung zur Verfügung.

Die allgemeine LfA Förderberatung erreichen Sie unter:

Telefon: 089 / 21 24 - 10 00
Montag - Donnerstag 8:00 Uhr bis 18:00 Uhr
Freitag 8:00 Uhr bis 15:00 Uhr

Stundung von Tilgungsraten haftungsfreigestellter Darlehen

Zudem kann bei laufenden Darlehen der LfA (mit und ohne Haftungsfreistellungen) in der Corona-Krise die Tilgungsaussetzung beantragt werden. Somit kann schnell und einfach die Tilgungsaussetzung für bis zu vier Raten von haftungsfreigestellten Darlehen der LfA beantragt werden.

Task Force der LfA Förderbank Bayern vor Ort in Mittelfranken

Ergänzend unterstützt Die LfA Förderbank Bayern mit einem Team von Fachleuten den bayerischen Mittelstand dabei wirtschaftliche Krisen zu bewältigen.

Die Task Force der LfA hilft schnell, unbürokratisch und für die Unternehmen kostenlos.

Die Experten analysieren Ihre wirtschaftliche Situation, besprechen mit Ihnen die betrieblichen Schwachstellen und erarbeiten im persönlichen Gespräch mit Ihnen mögliche Lösungswege. Sie setzen ihre Erfahrung bei Gesprächen mit der Hausbank oder bei Beantragung von Förderkrediten ein.

LfA-Ansprechpartner der Task Force für Unternehmen in Mittelfranken:
Repräsentanz der LfA Förderbank Bayern
Am Tullnaupark 8
90402 Nürnberg
Herr Holger Tietze
Telefon: 0911 81 00 8 - 14
E-Mail: nuernberg@lfa.de

 

Tipps für das Gespräch mit der Hausbank

Bitte beachten Sie unsere umfangreichen Hinweise zur Beantragung von Förderkrediten der LfA und KfW und bereiten Sie Ihr Gespräch mit der Hausbank sorgfältig vor. 

Bitte nutzen Sie zuvor weitere Möglichkeiten zur Herstellung von Liquidität in Ihrem Unternehmen wie beispielsweise Soforthilfen, Kurzarbeit, Steuerstundungen, Stundungen von Sozialversicherungsbeiträgen und unsere weiteren Hinweise zur Corona-Pandemie und die wirtschaftlichen Folgen.

 Weitere Förderungen

 

Zuschüsse in Beratungsprogrammen "Förderung unternehmerischen Know-hows" und "unternehmensWert:Mensch"

Jung- und Bestandsunternehmen können bis zu 50 Prozent Zuschuss sowie Unternehmen in Schwierigkeiten bis zu 90 Prozent Zuschuss zu den Kosten eines Unternehmensberaters erhalten. Die IHK Nürnberg ist Regionalpartner in diesem Programm und berät zu Fördervoraussetzungen. Sie stellt die erforderlichen Bescheinigungen aus, die bei der Onlineantragstellung von Jungunternehmen und Unternehmen in Schwierigkeiten erforderlich sind.

Alternativ ist eine Förderung über das Programm „unternehmensWert:Mensch“ (bis zu 50 oder bis 80 Prozent Zuschuss, je nach Mitarbeiterzahl) möglich.  Das Förderprogramm unterstützt kleine und mittlere Unternehmen bei der Entwicklung einer zukunftsfähigen und beteiligungsorientierten Personalarbeit. Beim ergänzenden Programmzweig „unternehmensWert:Mensch plus“ (bis zu 80 Prozent Zuschuss) werden kleine und mittlere Unternehmen dabei unterstützt, die Chancen der Digitalisierung zu nutzen und die Gestaltung der digitalen Transformation in Lern- und  Experimentierräumen zu gestalten und erproben. Die IHK Nürnberg ist erster Ansprechpartner in der Region. Sie berät zu Fördervoraussetzungen und hilft den Unternehmen, den jeweiligen Beratungsbedarf zu ermitteln.

Bitte beachten:
Die Förderung aus dem Corona-Sondermodul wurde aufgrund der hohen Nachfrage beendet. Die Nachfrage hat alle Erwartungen weit übertroffen. Mehrere zehntausend Unternehmen haben Anträge gestellt. Zahlreichen Unternehmen konnte dadurch geholfen werden, individuelle Wege aus der Krise zu finden. Unternehmen, die bisher keine Inaussichtstellung bekommen haben, werden diese nicht mehr erhalten, da die Bundesmittel ausgeschöpft sind. Für die Unternehmen, die eine Inaussichtstellung erhalten haben, werden die Verwendungsnachweise geprüft und abgerechnet.

 

Zuschüsse zur Beratung zur Einrichtung von Homeoffice-Arbeitsplätzen

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) und Handwerksbetriebe können ab sofort finanzielle Unterstützung erhalten, wenn sie kurzfristig Homeoffice-Arbeitsplätze schaffen. Erstattet werden bis zu 50 Prozent der Kosten einer unterstützenden Beratung durch ein vom BMWi autorisiertes Beratungsunternehmen. Das Förderprogramm "go-digital" des BMWi sieht hierfür ein spezielles, schnelles und unbürokratisches Verfahren vor.

 

Digitalbonus für Maßnahmen zur Digitalisierung

Mit dem Digitalbonus unterstützt der Freistaat Bayern die kleinen und mittleren Unternehmen, sich für die Herausforderungen der digitalen Welt zu rüsten. Der Digitalbonus ermöglicht den Unternehmen, moderne IT-Systeme zu nutzen, digitale Produkte, Prozesse oder Dienstleistungen zu entwickeln und die IT-Sicherheit zu verbessern.

Fördergegenstand beim Digitalbonus sind Maßnahmen aus den Bereichen:

  • Entwicklung, Einführung oder Verbesserung von Produkten, Dienstleistungen und Prozessen durch IKT-Hardware, IKT-Software sowie Migration und Portierung von IKT-Systemen und IKT-Anwendungen im Unternehmen.
  • Einführung oder Verbesserung von IT-Sicherheit im Unternehmen.

Weitere Informationen zu Ihrem Ansprechpartner bei der zuständigen Bezirksregierung finden Sie unter

 

Checkliste für Unternehmen zur Liquiditätssicherung in der Corona-Krise

Eine Übersicht zu weiteren Maßnahmen wie Soforthilfe, Stundungen von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen, Kurzarbeit, Entschädigung nach Infektionsschutzgesetz und vieles mehr.

Vor allem in einer Krise ist es wichtig, immer zu wissen, ob man flüssig ist. Eine regelmäßige Liquiditätsplanung hilft Ihnen, die Zahlungsfähigkeit zu sichern.

 

Informationen zu finanziellen Hilfen in Fremdsprachen

Dr AAU e.V. berät fremdsprachinge Unternehmer/innen zu den Corona-Hilfen. Der AAU e.V. Nürnberg im IQ-Landesnetzwerk Bayern MigraNet führt Beratungen zu den komplexen Themen auch fremd- bzw. muttersprachlich durch.

 
 
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