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Überbrückungshilfe Corona

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Kontakt und Hotline der Bundesregierung

Service-Hotline der Bundesregierung für prüfende Dritte: 030 530199322

Service-Hotline Direktantrag Soloselbständige: 030 120021034

Hotline der IHK München und Oberbayern

Service-Hotline der IHK München und Oberbayern 089 5116-1111

Servicezeiten sind jeweils Montag bis Freitag von 08:00 bis 18:00 Uhr

 

Entscheidungsfinder für Corona-Hilfen

Um Unternehmen zu unterstützen, die verschiedenen Zuschusshilfen voneinander zu unterscheiden und die Kriterien der Förderprogramme näher kennenzulernen, hat das Bundeswirtschaftsministerium einen "Entscheidungsfinder" entwickelt. Finden Sie heraus, welche Hilfen für Sie passen:
 

 Hier geht´s zum Entscheidungsfinder

 

 

Beihilferahmen für Coronahilfen erneut verlängert und erweitert

Der befristete Rahmen sollte am 30. Juni 2021 auslaufen. Nur Rekapitalisierungsmaßnahmen konnten bis zum 30. September 2021 gewährt werden. Aufgrund der Entwicklung der Coronakrise werden mit der heutigen Änderung alle im befristeten Rahmen enthaltenen Maßnahmen, einschließlich Rekapitalisierungsmaßnahmen, bis zum 31. Dezember 2021 verlängert.

Wahlrecht der Beihilferegelung

Aufgrund der Obergrenzenerweiterung der Beihilfen (siehe unten), wurde ein Wahlrecht eingeräumt, das im Rahmen der Schlussabrechnung ausgeübt werden kann. Diese erfolgt erst nach Abschluss der Hilfen, frühstens ab August 2021.

Das bedeutet: Jedes Unternehmen kann wählen, welcher Beihilferahmen für den eigenen Antrag bzw. das Zusammenspiel der eigenen Anträge am besten passt. In Fällen mit Lockdown-Beschluss vom 28. Oktober 2020 dürfte es aus Unternehmenssicht sinnvoll sein, den Antrag auf die neue Schadensausgleichsregelung zu stützen. Hier können – neben den Verlusten – auch entgangene Gewinne berücksichtigt und somit insgesamt ein höherer Schaden abgemildert werden. Diese erhöhte Flexibilität bedeutet eine große Erleichterung für viele Unternehmen und auch für die in die Beantragung eingebundenen Steuerberaterinnen und Steuerberater.

In Betracht kommen folgende beihilferechtliche Rahmenregelungen, auf die Unternehmen ihre Anträge stützen können:

  • Kleinbeihilfenregelung und De-minimis-Verordnung für Beträge bis 2 Mio. Euro.
  • Fixkostenhilferegelung für Beträge bis 10 Mio. Euro. Erforderlich ist ein Verlustnachweis in Höhe der geltend gemachten Zuschüsse. Beantragt werden können Zuschüsse in Höhe von 70 % (bzw. 90 % bei Klein- und Kleinstunternehmen) in Höhe der ungedeckten Fixkosten.
  • Schadensausgleichsregelung (ohne betragsmäßige Begrenzung): Erforderlich ist der Nachweis eines Schadens durch den behördlich angeordneten Lockdown-Beschluss vom 28. Oktober 2020 (einschließlich dessen Verlängerung). Neben den Verlusten können auch entgangene Gewinne berücksichtigt werden.

Zudem wurde beschlossen, dass eine Zusammenlegung der November-/Dezember-Hilfe-Programme erfolgen soll und das Wahlrecht nun auch für die Überbrückungshilfe II besteht (Abrechnung bisher nur über die Fixkostenregelung). Fällt die Wahl auf die Kleinbeihilfenregelung, entfällt damit auch der Nachweis der ungedeckten Fixkosten. Voraussetzung hierfür ist somit nur, dass die beihilferechtliche Obergrenze von 2 Millionen Euro inklusive der De-minimis-Verordung pro Unternehmen mit den Förderprogrammen nicht überschritten wird.

Erweiterung der Obergrenzen für Beihilfebeträge

Der bisher geltende Höchstsatz der begrenzten Beihilfebeträge, die auf der Grundlage des befristeten Rahmens gewährt werden können, wird je Unternehmen effektiv verdoppelt (unter Berücksichtigung der Verfügbarkeit der De-minimis-Unterstützung). Die neuen Obergrenzen betragen 1,8 Mio. Euro je Unternehmen (zuvor 800 000 EUR). Diese Beihilfen können wie bisher über einen Zeitraum von drei Geschäftsjahren mit De-minimis-Beihilfen von bis zu 200 000 EUR je Unternehmen kombiniert werden, sofern die Anforderungen der betreffenden De-minimis-Regelung erfüllt sind.

Für besonders von der Coronakrise betroffene Unternehmen, die im Förderzeitraum im Vergleich zum selben Zeitraum 2019 Umsatzverluste von mindestens 30 Prozent hinnehmen mussten, kann der Staat einen Beitrag von bis zu 10 Mio. Euro je Unternehmen (zuvor 3 Mio. Euro) zu den nicht durch Erlöse gedeckten Fixkosten leisten.


 

Novemberhilfe / Dezemberhilfe – Beantragung noch bis Ende April möglich

Die außerordentliche Wirtschaftshilfe des Bundes unterstützt Unternehmen, Betriebe, Selbständige, Vereine und Einrichtungen, deren Betrieb am 2. November 2020 aufgrund der zur Bewältigung der Pandemie erforderlichen Maßnahmen temporär geschlossen wurde.

Aktuelle Neuerungen zur November- und Dezemberhilfe

Ab sofort können auch Unternehmen mit einem hohen Finanzbedarf, also Beträgen von über zwei Millionen Euro, Wirtschaftshilfen im Rahmen der November- und Dezemberhilfe beantragen. Dabei können die Unternehmen wählen, auf welchen Beihilferahmen sie ihren Antrag stützen, um die bestehenden Förderspielräume bestmöglich für ihre jeweilige unternehmerische Situation zu nutzen.
Änderungsanträge für die erweiterte November- und Dezemberhilfe (auch für Überbrückungshilfe II) können ab sofort über die Plattform des Bundes www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de erfolgen. Die Auszahlung der erweiterten November- und Dezemberhilfe erfolgt im regulären Verfahren durch die zuständigen Stellen der Länder.

Verbesserungen für angeschlossene Gaststättenbetriebe bei November- und Dezemberhilfe

Für Unternehmen mit angeschlossener Gaststätte wird der Zugang zu den außerordentlichen Wirtschaftshilfen für den Monat November und Dezember verbessert und vereinfacht. Künftig ist der Gaststättenanteil unabhängig von den Umsätzen des restlichen Unternehmens antragsberechtigt. Hierauf hat sich die Bundesregierung in Abstimmung mit dem Freistaat Bayern verständigt. Dies betrifft etwa Brauereigaststätten, Vinotheken von Weingütern und Straußwirtschaften.

Novemberhilfe - Start der Bewilligungen und Auszahlungen

Die Bewilligung und insbesondere die Auszahlung der Novemberhilfe des Bundes wurde gestartet. Die Novemberhilfe kann noch bis 30. April 2021 beantragt werden. Mehr Details finden Sie in der Pressemitteilung des Bayerischen Wirtschaftsministeriums.

Dezemberhilfe - Bewilligung und Auszahlungen ebenfalls gestartet

Die Abschlagszahlungen der Dezemberhilfe erfolgen seit Anfang Januar 2021. Jetzt können auch die regulären Auszahlungen ausgeführt werden. Die Dezemberhilfe kann noch bis zum 30. April 2021 beantragt werden.

Antragsverfahren November-/Dezemberhilfe:

Um die November-/Dezemberhilfe zu beantragen, wenden Sie sich bitte an einen Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigten Buchprüfer oder Rechtsanwalt. Soloselbständige, die bislang keinen Antrag auf Überbrückungshilfe gestellt haben, können einen Direktantrag im eigenen Namen (ohne prüfenden Dritten) bis 5.000 Euro stellen.

  • Die Antragstellung und Auszahlung erfolgt voll elektronisch über die Plattform der Überbrückungshilfen www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de.
  • Auf der Eingangsseite der Novemberhilfe wird unterteilt nach Antragstellung für Soloselbständige und Steuerberater.
  • Hier können Soloselbständige den Antrag auf Novemberhilfe bis 5.000 Euro mit Hilfe von Screenshots und einer Schritt-für-Schritt-Anleitung selbst stellen. Bitte beachten: Soloselbständige benötigen hierfür ein Elster-Formular.
  • Die Bundesregierung hat die FAQs - Fragen und Antworten zu den Novemberhilfen nochmals aktualisiert.
  • Erste Auszahlungen der Abschlagszahlungen der Novemberhilfe erfolgen ab Ende November 2020.
  • Antragsberechtigt für die Dezemberhilfe sind ebenfalls direkt von den temporären Schließungen betroffene Unternehmen, indirekt betroffene und mittelbar indirekt betroffene Unternehmen.

Direkt betroffene Unternehmen: Es wird klargestellt, dass auch Beherbergungsbetriebe und Veranstaltungsstätten als direkt betroffene Unternehmen antragsberechtigt sind. Damit ist sichergestellt, dass z.B. auch Pensionen, Jugendherbergen und Konzerthallen im Rahmen der geltenden Bestimmungen die Novemberhilfe erhalten.

Mittelbar indirekt betroffene Unternehmen: Neben den direkt Betroffenen sind indirekt Betroffene antragsberechtigt, wenn sie regelmäßig 80 Prozent ihrer Umsätze mit direkt von den Schließungs-Maßnahmen betroffenen Unternehmen erzielen.

Unternehmen sind ebenfalls antragsberechtigt, die regelmäßig 80 Prozent ihrer Umsätze durch Lieferung und Leistungen im Auftrag von Unternehmen, die direkt von den Maßnahmen betroffen sind, über Dritte erzielen. So wird auch Unternehmen geholfen, die mittelbar für ein Unternehmen arbeiten, das direkt von den Schließungs-Anordnungen betroffen ist. Das hilft zum Beispiel vielen Unternehmen und Selbständigen aus der Kultur- und Veranstaltungswirtschaft wie Tontechniker*innen, Bühnenbauer*innen und Beleuchter*innen. Diese Unternehmen und Selbständigen müssen zweifelsfrei nachweisen, dass sie wegen der Schließungsverordnungen vom 28. Oktober 2020 einen Umsatzeinbruch von mehr als 80 Prozent erleiden.

 

Überbrückungshilfe III - Deutliche Verbesserungen

Die Überbrückungshilfe unterstützt Unternehmen, Soloselbstständige sowie Freiberuflerinnen und Freiberufler, die von den Maßnahmen zur Pandemie-Bekämpfung besonders stark betroffen sind.

Überbrückungshilfe III - Eigenkapitalzuschuss und weitere deutliche Verbesserungen eingearbeitet

Unternehmen, die im Rahmen der Corona-Pandemie besonders schwer und über eine sehr lange Zeit von Schließungen betroffen sind, erhalten einen neuen zusätzlichen Eigenkapitalzuschuss. Darüber hinaus werden die Bedingungen der Überbrückungshilfe III auch insgesamt nochmals verbessert. Mit diesen zusätzlichen Maßnahmen reagiert die Bundesregierung auf die weiterhin schwierige Situation vieler Unternehmen in der aktuellen Corona-Krise und setzt Ziffer 8 des MPK-Beschlusses vom 23.März 2021 um:

1. Neuer Eigenkapitalzuschuss im Rahmen der Überbrückungshilfe III

Alle Unternehmen, die in mindestens drei Monaten im Zeitraum von November 2020 bis Juni 2021 einen Umsatzeinbruch von jeweils mehr als 50 Prozent erlitten haben, erhalten einen Eigenkapitalzuschuss. Der Eigenkapitalzuschuss wird zusätzlich zur regulären Förderung der Überbrückungshilfe III gewährt.

Der neue Eigenkapitalzuschuss zur Substanzstärkung beträgt bis zu 40 Prozent des Betrags, den ein Unternehmen für die förderfähigen Fixkosten nach Nr. 1 bis 11 erstattet bekommt (vgl. FAQ zur Überbrückungshilfe III, 2.4 Welche Kosten sind förderfähig?). Der Eigenkapitalzuschuss ist gestaffelt und steigt an, je länger Unternehmen einen Umsatzeinbruch von mindestens 50 Prozent erlitten haben. Für die einzelnen Monate ergeben sich folgende Fördersätze:                                             
                      

Monate mit Umsatzeinbruch ≥ 50 Prozent  Höhe des Zuschlags 
1. und 2. Monat Kein Zuschlag
3. Monat 25 Prozent
4. Monat 35 Prozent
5. und jeder weitere Monat  40 Prozent

2. Weitere Verbesserungen der Überbrückungshilfe III

Neben dem neu konzipierten Eigenkapitalzuschuss wurden zusätzlich folgende Verbesserungen in der Überbrückungshilfe III vereinbart:

  • Die Fixkostenerstattung für Unternehmen, die einen Umsatzeinbruch von mehr als 70 Prozent erleiden, wird auf bis zu 100 Prozent erhöht.
  • Sonderabschreibungsmöglichkeiten für Saisonware und verderbliche Ware für Einzelhändler werden auf Hersteller und Großhändler erweitert.
  • Für Unternehmen der Veranstaltungs- und Reisewirtschaft wird zusätzlich zur allgemeinen Personalkostenpauschale für jeden Fördermonat eine Anschubhilfe in Höhe von 20 Prozent der Lohnsumme eingeführt, die im entsprechenden Referenzmonat 2019 angefallen wäre. Die maximale Gesamtförderhöhe dieser Anschubhilfe beträgt 2 Mio. Euro.
  • Die Veranstaltungs- und Kulturbranche kann zusätzlich Ausfall- und Vorbereitungskosten, die bis zu 12 Monate vor Beginn des geplanten Veranstaltungsdatums angefallen sind, geltend machen.
  • Antragstellern wird in begründeten Härtefällen die Möglichkeit eingeräumt, alternative Vergleichszeiträume zur Ermittlung des Umsatzrückgangs im Jahr 2019 zu wählen.
  • Junge Unternehmen bis zum Gründungsdatum 31. Oktober 2020 sind ab jetzt antragsberechtigt. Bisher konnten nur Unternehmen, die bis zum 30. April 2020 gegründet waren, einen Antrag stellen.
  • Unternehmen und Soloselbstständige erhalten ein nachträgliches Wahlrecht zwischen Neustarthilfe und Überbrückungshilfe IIIzum Zeitpunkt der Schlussabrechnung. So kann die im Einzelfall günstigste Hilfe aufgrund des unsicheren Verlaufs der ökonomischen Entwicklung nachträglich bestimmt werden.

Die Vorgaben des europäischen Beihilferechts sind für die gesamte Förderung der Überbrückungshilfe III (d.h. auch inkl. des Eigenkapitalzuschusses) einzuhalten. Die Überbrückungshilfe III stützt sich auf die Bundesregelung Kleinbeihilfen, die Deminimis-Verordnung und die Bundesregelung Fixkostenhilfe. Unternehmen, die auf Grundlage der Bundesregelung Fixkostenhilfe ihren Antrag stellen, können daher eine Förderung nur bis zu 70 Prozent der ungedeckten Fixkosten im Sinne des europäischen Beihilferechts im beihilfefähigen Zeitraum (März 2020 bis Juni 2021) erhalten. Im Falle von kleinen und Kleinstunternehmen (Unternehmen mit weniger als 50 Beschäftigten und einem Jahresumsatz bzw. einer Jahresbilanz von nicht mehr als 10 Mio. Euro), die auf Grundlage der Bundesregelung Fixkostenhilfe ihren Antrag stellen, darf die gewährte Hilfe bis zu 90 Prozent der ungedeckten Fixkosten betragen.

Überbrückungshilfe III im Überblick


Die Überbrückungshilfe III steht mit besonderen Verbesserungen für die Unternehmen zur Verfügung, die aufgrund des Beschlusses der Bundeskanzlerin und der Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder vom 13. Dezember 2020 im Dezember zusätzlich geschlossen wurden.

Bei der Antragsberechtigung der Überbrückungshilfe III wird nicht mehr wie in Phase II der Umsatzeinbruch im vorherigen Zeitraum abgefragt oder nach direkter/indirekter Betroffenheit differenziert. Einziges Kriterium: Alle Unternehmen, deren Umsatz in mindestens einem Monat zwischen November 2020 und Juni 2021 gegenüber dem Vorjahresmonat um mehr als 30 Prozent gesunken ist, können die Überbrückungshilfe III erhalten:

  • Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent im Vergleich zum Referenzmonat im Jahr 2019. Überbrückungshilfe III kann für betreffenden Monat beantragt werden.
  • Förderzeitraum umfasst November 2020 bis Juni 2021.
  • Eine Doppelförderung ist ausgeschlossen: Unternehmen, die November-/Dezemberhilfe erhalten haben, sind für diese beiden Monate nicht antragsberechtigt, Leistungen aus Überbrückungshilfe II für diese Monate werden angerechnet.
  • Monatliche Höchstbeträge werden erhöht und vereinheitlicht. Unternehmen können bis zu 1,5 Millionen Euro Überbrückungshilfe pro Monat erhalten (bisher 50.000 Euro; Erhöhung auf 3 Millionen Euro für Verbundunternehmen, im Rahmen der Höchstgrenzen der EU-Beihilferegeln).
  • Der monatliche Höchstbetrag der Abschlagszahlungen wird auf 200.000 Euro angehoben.

Die Antragstellung hat durch einen prüfenden Dritten zu erfolgen. Plangemäß ist die endgültige Bescheidung durch die Länder im März angelaufen.

Fixkostenerstattung abhängig vom Umsatzrückgang


Die Höhe der Zuschüsse orientiert sich am Rückgang des Umsatzes im Vergleich zum entsprechenden Monat des Jahres 2019 und ist gestaffelt:

  • bei einem Umsatzrückgang von 30 bis 50 Prozent werden 40 Prozent der förderfähigen Fixkosten erstattet,
  • bei einem Umsatzrückgang von 50 Prozent bis 70 Prozent werden 60 Prozent der förderfähigen Fixkosten erstattet und
  • bei einem Umsatzrückgang von mehr als 70 Prozent werden 90 Prozent der förderfähigen Fixkosten gezahlt.

Musterkatalog Fixkosten

Um das Verfahren möglichst unbürokratisch und einfach auszugestalten, gibt es einen Musterkatalog fixer Kosten, die berücksichtigt werden können: insbesondere Mieten und Pachten, Grundsteuern, Versicherungen, Abonnements und andere feste Ausgaben sowie Mietkosten für Fahrzeuge und Maschinen, Zinsaufwendungen, Abschreibungen auf Wirtschaftsgüter bis zu einer Höhe von 50 Prozent, der Finanzierungskostenanteil von Leasingraten, Ausgaben für Elektrizität, Wasser, Heizung, etc. Personalaufwendungen, die nicht von Kurzarbeitergeld erfasst sind, werden pauschal mit 20 Prozent der Fixkosten gefördert. Schließlich können bauliche Maßnahmen zur Umsetzung von Hygienekonzepten gefördert werden sowie Marketing- und Werbekosten.

Für die besonders von der Krise betroffenen Branchen wie die Reisebranche, die Kultur und Veranstaltungswirtschaft, den Einzelhandel, die Pyrotechnikbranche und für Soloselbständige gelten neue Sonderregelungen.

Kostenpositionen, insbesondere Wertverluste unverkäuflicher oder saisonaler Waren sowie Investitionen in die bauliche Modernisierung, die Umsetzung von Hygienekonzepten, in Digitalisierung und Modernisierung, etwa in den Aufbau eines Online-Shops werden anerkannt.

Aufzeichnung zum IHK-Webinar "Überbrückungshilfe III - Was geht und was geht nicht?"

Wer kann in der dritten Phase des Programms wieviel Hilfe erhalten und was ist zu beachten? Die Aufzeichnung des Webinars dazu unserer IHK-Geschäftsstelle Ansbach können Sie hier ansehen.

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Aus Steuerberatersicht werden Vorgehensweisen und Erfahrungen erläutert. Sodann werden aus Bankensicht ergänzende öffentliche Finanzierungshilfen vorgestellt. Abschließend wird ein Überblick über die Unterstützungsleistungen der IHK in der Corona-Krise gegeben.

 

Neustarthilfe - Besondere Unterstützung für Soloselbständige

Die Neustarthilfe unterstützt Soloselbstständige, die durch die Corona-Pandemie erhebliche finanzielle Einbußen erleiden. Sie beträgt bis zu 7.500 Euro und wird als Liquiditätsvorschuss für die Monate Januar bis Juni 2021 ausgezahlt. Nur die Soloselbstständigen, deren Geschäft trotz der Corona-Krise im ersten Halbjahr 2021 positiv verläuft und die nur geringe Umsatzeinbußen zu verzeichnen haben, müssen den Vorschuss (anteilig) zurückbezahlen.

Bitte beachten Sie folgende Neuerungen:

  • Gesellschafter von Personengesellschaften haben jetzt ebenfalls die Wahl den Antrag auf Neustarthilfe entweder über einen prüfenden Dritten oder als Direktantrag zu stellen (die Antragstellung auf Neustarthilfe über prüfende Dritte ist damit nur noch für Kapitalgesellschaften verpflichtend).
  • Unternehmen und Soloselbstständige erhalten ein nachträgliches Wahlrecht zwischen Neustarthilfe und Überbrückungshilfe IIIzum Zeitpunkt der Schlussabrechnung. So kann die im Einzelfall günstigste Hilfe aufgrund des unsicheren Verlaufs der ökonomischen Entwicklung nachträglich bestimmt werden.
  • Auszubildende werden nicht mitgezählt bei der Ermittlung der Vollzeitäquivalente.

Wer ist antragsberechtigt?

Soloselbständige aller Branchen, die

  • ihre selbstständige Tätigkeit als freiberuflich Tätige oder Gewerbetreibende im Haupterwerb ausüben (mehr als 51 Prozent),
  • weniger als eine Vollzeit-Angestellte oder einen Vollzeit-Angestellten beschäftigen,
  • bei einem deutschen Finanzamt für steuerliche Zwecke erfasst sind,
  • ihre selbständige Geschäftstätigkeit vor dem 1. Mai 2020 aufgenommen haben.

Sonderfall kurz befristete Beschäftigungsverhältnisse in den Darstellenden Künsten und unständige Beschäftigungsverhältnisse

Schauspielerinnen und Schauspieler und andere Künstlerinnen und Künstler, die nur kurzfristige Engagements und kurz befristete Verträge haben, sind in einer ähnlichen Situation wie Soloselbständige. Denn mit dem Lockdown sind ihre potenziellen Arbeitgeber (zum Beispiel die Theater und Bühnen) geschlossen. Im Rahmen der Neustarthilfe können auch kurz befristete Beschäftigungsverhältnisse (mit Dauer von bis zu 14 zusammenhängenden Wochen) in den Darstellenden Künsten sowie unständige Beschäftigungsverhältnisse (mit Dauer von bis zu sieben aufeinanderfolgenden Kalendertagen) berücksichtigt werden. Voraussetzung ist hierfür, dass die Antragstellenden für Januar 2021 kein Arbeitslosen- oder Kurzarbeitergeld bezogen haben.


Antragsverfahren Neustarthilfe

Soloselbstständige, die die einmalige Neustarthilfe beantragen, müssen ihre Anträge direkt auf direktantrag.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de stellen und dazu das von der Steuererklärung bekannte ELSTER-Zertifikat nutzen. Mit diesem Verfahren kann auf einen prüfenden Dritten verzichtet werden.  Die Auszahlung der Neustarthilfe erfolgt in der Regel wenige Tage nach Antragstellung.

Eine Antragstellung für Kapitalgesellschaften oder die Berücksichtigung der Umsätze von Personengesellschaften ist erst zu einem späteren Zeitpunkt möglich.


 

Übersicht: Corona-Hilfen

 

Das Vorgänger-Programm: Corona-Soforthilfe

Bis zum 31. Mai 2020 konnten bayerische Unternehmen mit bis zu 250 Mitarbeitern Soforthilfen beantragen. Laut Bayerischem Wirtschaftsministerium wurden bis zum 3. Juni  473 520 Anträge auf Soforthilfe beschieden und insgesamt rund 2,2 Mrd. Euro Soforthilfen ausgezahlt.

Im Anschluss daran startete im Juli 2020 die Corona-Überbrückungshilfe des Bundes für kleine und mittelständische Betriebe. Die Überbrückungshilfe ist ebenfalls ein branchenübergreifendes Zuschussprogramm. Anträge für die Phase I der Überbrückungshilfe (Fördermonate Juni bis August 2020) konnten bis 9. Oktober gestellt werden, danach begann Phase II des Programms (siehe oben).

Um dem Missbrauch von Fördergeldern wirksam vorzubeugen, ist die Antragstellung ausschließlich durch einen vom Antragsteller beauftragten Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder vereidigten Buchprüfer möglich. Anträge können nur hier online gestellt werden. 

WICHTIG: Beachten Sie unbedingt die erlaubten Höchstgrenzen bei Förderungen, die insbesondere bei der Kombination mehrere Hilfen schnell erreicht werden können.

 

Überbrückungshilfe II

Die Überbrückungshilfe II umfasst die Fördermonate September bis Dezember 2020. Die Antragsfrist wurde bis zum 31. März 2021 verlängert. Anträge für diesen Zeitraum können ab sofort gestellt werden unter folgenden Voraussetzungen:

Änderungsantrag für Überbrückungshilfe II jetzt möglich

Änderungsanträge bei der Überbrückungshilfe II (auch bei November-/ Dezemberhilfe) sind jetzt möglich. Ein Änderungsantrag kann nur gestellt werden, wenn zuvor ein Erstantrag bereits bewilligt bzw. teilbewilligt wurde. Der Antrag richtet sich an diejenigen, die (nachträglich) eine Erhöhung des Förderbetrags beantragen oder eine Änderung ihrer Kontoverbindung mitteilen wollen. Änderungsanträge können bis 31. Mai 2021 gestellt werden. Eine Korrektur der Kontoverbindung ist bis zum 30. Juni 2021 möglich.

Wer kann die Förderung beantragen?

Kleine und mittlere Unternehmen, Soloselbständige und Freie Berufe, die dauerhaft wirtschaftlich am Markt tätig sind und vor dem 31. Oktober 2019 gegründet wurden.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

Umsatzeinbruch von:

  • mindestens 30 Prozent im Förderzeit­raum September bis Dezember 2020
  • mindestens 50 Prozent in zwei zusammenhängenden Mo­naten zwischen April und August 2020 gegenüber den Vorjahresmonaten oder
  • mindestens 30 Prozent im Durchschnitt zwischen April und August 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum

Wie hoch ist die Förderung?

Mit der Überbrückungshilfe II wird für die Monate September bis Dezember 2020 ein Zuschuss von maxi­mal 50.000 Euro pro Monat gewährt, der nicht zurück­gezahlt werden muss. Die Fördersätze richten sich nach der Höhe des Umsatzeinbruchs im Förderzeitraum September bis Dezember 2020:

  • 90 Prozent der Fixkosten bei mehr als 70 Prozent Umsatzeinbruch
  • 60 Prozent der Fixkosten bei einem Umsatzeinbruch zwischen 50 und 70 Prozent
  • 40 Prozent der Fixkosten bei mehr als 30 Prozent Umsatzeinbruch

Erfolgreicher Einsatz der Industrie- und Handelskammern

Über den DIHK haben die Industrie- und Handelskammern erfolgreich wirtschaftsnahe Anpassungen für die zweite Phase der Überbrückungshilfe erreichen können.

Sie haben noch keinen Steuerberater? Auf der Website der Steuerberaterkammer Nürnberg finden Sie einen Steuerberater, der Sie bei der Beantragung der Überbrückungshilfe unterstützt

 

Corona-Virus: Finanzielle Hilfen

Bitte beachten Sie, dass die Soforthilfe nur eine schnelle Hilfe für die ersten Wochen sein kann. Auch das angekündigte Folgeprogramm des Bundes für Juni bs Dezember 2020 kann nur vorübergehend ausgleichen. Wir empfehlen Ihnen dringend, auch eine mittel- bis langfristige Planung vorzunehmen.

Bei zu erwartenden weiteren Liquiditätsengpässen nehmen Sie bitte zeitnah das Gespräch mit Ihrer Hausbank auf. Ihre Hausbank kann Ihnen wertvolle Unterstützung bei der Überwindung der voraussichtlichen Engpässe bieten. Möglich sind u. a. Tilgungsstundungen, kurzfristige Erhöhung von Kontokorrentkreditlinien und Inanspruchnahme spezieller Corona-Förderprogramme.

Bitte bereiten Sie Ihre Unterlagen und Planungen für das Gespräch mit der Bank vor, umso einfacher und schneller kann die Hausbank unterstützen!

Wir haben Ihnen die besonderen Fördermöglichkeiten der LfA Förderbank Bayern sowie der KfW Bankengruppe im Zuge der Corona-Krise zusammengestellt.

 
 
Device Index

Alle Ansprechpartner/innen auf einen Blick