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Corona-Virus: Fördermöglichkeiten in der Ausbildung

Corona-Virus: Fördermöglichkeiten in der Ausbildung

 

Ansprechpartner/innen (2)

Dipl.-Hdl. Stefan Kastner

Dipl.-Hdl. Stefan Kastner

Leiter Geschäftsbereich Berufsbildung Tel: +49 911 1335 1231
Daniel Hassler

Daniel Hassler

Leiter Referat Verzeichnisführung und Projekte Tel: +49 911 1335 1227

 

UPDATE - Weiterentwicklung des Bundesprogramms "Ausbildungsplätze sichern"

Die zweite Änderung der Ersten Förderrichtlinie zum Bundesprogramm "Ausbildungsplätze sichern" ist am 27. März 2021 in Kraft getreten. 

Aufgrund der Änderungen müssen die Inhalte sowie die Antragsdokumente und Formulare auf der Internetseite der Bundesagentur für Arbeit derzeit aktualisiert werden. Eine Antragstellung ist daher für Betriebe momentan für einige Tage nicht möglich und kann erst wieder erfolgen, sobald die neuen Unterlagen auf der Internetseite eingestellt sind.

Die Zentrale strebt eine Veröffentlichung der neuen Antragsunterlagen bis 09.04.2021 an.

Die aktualisierte Fachliche Weisung wird voraussichtlich Mitte April zur Verfügung stehen.

Folgende Anpassungen sollen u. a. erfolgen:

  • Die Kriterien für die erhebliche Corona-Betroffenheit werden für Ausbildungen ab 01.06.2021 deutlich reduziert. Beim Umsatzeinbruch ist zukünftig nur noch ein 30%-iger Rückgang in mindestens einem Monat erforderlich.
  • Für Ausbildungen, die ab 01.06.2021 beginnen, können Unternehmen mit bis zu 499 Mitarbeitenden gefördert werden.
  • Ab Inkrafttreten können auch Ausbildungswechsler unabhängig vom Ausbildungsjahr mit Ausbildungsprämien gefördert werden.
  • Die Ausbildungsprämien werden für Ausbildungen, die bis zum 31.05.2021 beginnen - rückwirkend zum 16. Februar 2021 - in bisheriger Höhe verlängert.
  • Für neue Ausbildungen, welche frühestens ab dem 1. Juni 2021 beginnen, werden die Ausbildungsprämie von 2.000 EUR auf 4.000 EUR und die Ausbildungsprämie plus von 3.000 EUR auf 6.000 EUR verdoppelt.
  • Zuschuss: mit Inkrafttreten können auch Zuschüsse zur Vergütung der Ausbilder:innen gezahlt werden. Zudem entfällt die Pflicht zur Anzeige.
  • Neuer Sonderzuschuss für Kleinstunternehmen bis 4 Mitarbeiter:innen, die im zweiten Lockdown ihre normale Geschäftstätigkeit weitgehend einstellen mussten: pauschal 1.000 EUR, wenn sie ihre Ausbildungstätigkeit für mindestens 30 Tage fortgesetzt haben.
  • Übernahmeprämie wird mit Inkrafttreten bis 31.12.2021 verlängert und auf 6.000 EUR verdoppelt. Mit ihr wird künftig neben der Übernahme einer/s Auszubildenden aus einem Insolvenzfall auch bei pandemiebedingter Kündigung oder bei Abschluss eines Auflösungsvertrages unterstützt.
  • Künftig soll auch die Prüfungsvorbereitung von Azubis gefördert werden. Betriebe können die Hälfte der Kurskosten erstattet bekommen, maximal 500 EUR pro Azubi.

Sobald die aktualisierten Richtlinien vorliegen, informieren wir an dieser Stelle und über unseren Corona-Newsletter.

 

Im Koalitionsbeschluss vom 3. Juni 2020 ist die Förderung neuer Ausbildungsverträge festgelegt. Dies wurde mit dem Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ umgesetzt. Die erste Förderrichtlinie des Bundesprogramms ist am 1. August 2020 in Kraft treten. Mit Wirkung vom 11. Dezember 2020 sind einige Änderungen zugunsten der Betriebe in Kraft getreten.

Für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bis zu 249 Mitarbeitern (Vollzeitäquivalente) gibt es folgende Fördermöglichkeiten

  • Ausbildungsprämie bei Erhalt des Ausbildungsniveaus
  • Ausbildungsprämie plus bei Erhöhung des Ausbildungsangebotes
  • Zuschuss zur Ausbildungsvergütung zur Vermeidung von Kurzarbeit
  • Verbund- oder Auftragsausbildung

Unabhängig von der Betriebsgröße (seit 11. Dezember 2020) gibt es außerdem eine

  • Übernahmeprämie

 

Voraussetzung für Ausbildungsprämie (plus) und Zuschuss zur Ausbildungsvergütung

Der Ausbildungsbetrieb muss in erheblichem Umfang von der Corona-Krise betroffen sein. Das bedeutet

  • die Beschäftigten haben im Jahr 2020 mindestens in einem Monat Kurzarbeit gearbeitet oder
  • der Umsatz des Ausbildungsbetriebs ist im Zeitraum April bis Dezember 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum entweder...
    ... in zwei aufeinanderfolgenden Monaten um durchschnittlich 50 Prozent zurückgegangen oder
    ... in fünf zusammenhängenden Monaten um durchschnittlich 30 Prozent zurückgegangen.

 

Wichtige Hinweise zum Antragsverfahren

Anträge sind bei der zuständigen Agentur für Arbeit zu stellen und zwar nach den Vorgaben der Bundesagentur für Arbeit und unter Verwendung der vorgesehenen Antragsformulare und Beifügung der erforderlichen Unterlagen. Die jeweils aktuellen Antragsunterlagen stehen auf der Homepage der Bundesagentur für Arbeit zur Verfügung (https://www.arbeitsagentur.de/unternehmen/finanziell/bundesprogramm-ausbildungsplaetze-sichern).

Bitte beantragen Sie grundsätzlich vorsorglich die Ausbildungsprämie und Ausbildungsprämie plus. Dazu kreuzen Sie bitte beide Zuschüsse auf dem Antragsformular an.

Die Vorlage für die notwendige Bescheinigung Ihrer Industrie- und Handelskammer erhalten Sie ebenfalls bei der Bundesagentur für Arbeit. Bitte senden Sie diese per E-Mail an ausbildungspraemie@nuernberg.ihk.de

Überblick über die Fördermöglichkeiten

Ausbildungsprämie bei Erhalt des Ausbildungsniveaus (1. Förderrichtlinie)

KMU (bis zu 249 Vollzeitäquivalente) erhalten für jeden Auszubildenden eine Prämie in Höhe von 2 000 EUR, sofern die Zahl der für das neue Ausbildungsjahr geschlossenen Ausbildungsverträge auf dem durchschnittlichen Niveau der letzten drei Jahre gehalten wird (berücksichtigt werden hier alle Ausbildungsverträge die jeweils zwischen dem 24.06. und dem 23.06. des Folgejahres begonnen haben). Bedingung für die Auszahlung der Ausbildungsprämie ist, dass das Ausbildungsverhältnis über die Probezeit hinaus fortbesteht. 

Es werden Ausbildungsverhältnisse gefördert, die im Zeitraum von 24.06.2020 bis 15.02.2021 beginnen. 

Ausbildungsprämie plus bei Erhöhung des Ausbildungsangebotes (1. Förderrichtlinie)

Für jeden Ausbildungsplatz, der die durchschnittliche Anzahl der letzten drei Jahre übersteigt, wird die Ausbildungsprämie plus in Höhe von 3 000 EUR bezahlt (weitere Voraussetzungen siehe Ausbildungsprämie).

Es werden Ausbildungsverhältnisse gefördert, die im Zeitraum von 24.06.2020 bis 15.02.2021 beginnen. 

Zuschuss zur Ausbildungsvergütung zur Vermeidung von Kurzarbeit (1. Förderrichtlinie)

Ziel der Förderung ist es, Kurzarbeit bei Auszubildenden zu vermeiden. Zuschüsse zur Ausbildungsvergütung werden gewährt, wenn der Ausbildungsbetrieb Kurzarbeit durchführt und trotz relevanten Arbeitsausfall (mindestens 50 Prozent) im Betrieb oder einer Betriebsabteilung Auszubildende und (außerhalb von Zeiten des Berufsschulunterrichtes) deren Ausbilder nicht in Kurzarbeit bringt. Die Förderung beträgt 75 Prozent der Brutto-Ausbildungsvergütung ohne Berücksichtigung von Urlaubs- und Weihnachtsgeld.

Die Regelung wurde bis Juni 2021 verlängert.

Übernahmeprämie (1. Förderrichtlinie)

Die Übernahmeprämie in Höhe von 3 000 EUR wird gewährt, wenn Auszubildende bis zum 30. Juni 2021 aus pandemiebedingt insolventen Unternehmen (seit 11. Dezember 2020 unabhängig von der Betriebsgröße) übernommen werden, um ihre Ausbildung fortzuführen.

Eine pandemiebedingte Insolvenz wird angenommen, wenn bis zum 30. Juni 2021 das Insolvenzverfahren eröffnet wird und sich das Unternehmen vor dem 31. Dezember 2019 nicht in wirtschaftlichen Schwierigkeiten befand.

 

Voraussetzung für die Auftrags- und Verbundausbildung

  • Der Stammausbildungsbetrieb muss im Jahr 2020 wenigstens ein Monat Kurzarbeit durchgeführt haben oder
  • der Umsatz des Stammausbildungsbetriebs muss in zwei zusammenhängenden Monaten im Zeitraum April bis August 2020 um mindestens 50 Prozent gegenüber den jeweiligen Vorjahresmonaten zurückgegangen sein oder der durchschnittlicher Umsatz ist im gesamten Zeitraum April bis August 2020 um mindestens 30 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurückgegangen.

Verbund- oder Auftragsausbildung (2. Förderrichtlinie)

Ziel dieser Zweiten Förderrichtlinie ist die stärkere Nutzung von Verbund- oder Auftragsaus­bildung im Ausbildungsjahr 2020/21 zugunsten Auszubildender kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU), die ihre Ausbildung temporär nicht im eigenen Betrieb (im Folgenden: Stammausbildungsbetrieb) beginnen oder weiterführen können, weil dieser vollständig oder zu wesentlichen Teilen aufgrund der Corona-Pandemie von Schließungen oder erheblichen Einschränkungen betroffen ist, die eine Fortsetzung des Geschäftsbetriebs maßgeblich behindern oder die Einstellung desselben bedingen. Hierfür werden KMU (im Folgenden: Interims-Ausbildungsbetriebe und -ausbildende Einrichtungen), Überbetriebliche Berufsbildungsstätten (im Folgenden: ÜBS) und andere etablierte Ausbildungsdienstleister (im Folgenden: Ausbildungsdienstleister), die in solchen Fällen eine Auftrags- oder Verbundausbildung durchführen gefördert. Die betriebliche Ausbildung soll dabei Vorrang haben

Interims-Ausbildungsbetrieb und -ausbildende Einrichtung, ÜBS oder Ausbildungsdienstleister erhält einmalig 4 000 EUR für jede oder jeden interimsweise übernommene Auszubildende oder übernommenen Auszubildenden.

Umgesetzt wird die Förderung von der Knappschaft Bahn See. Die Website mit dem Link zum Antrag, Auskunftsservice und Informationen zum Verfahren ist hier zu erreichen: www.kbs.de/bpa.

 
 
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