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Corona-Virus: Fördermöglichkeiten in der Ausbildung

Corona-Virus: Fördermöglichkeiten in der Ausbildung

 

Ansprechpartner (2)

Dipl.-Hdl. Stefan Kastner

Dipl.-Hdl. Stefan Kastner

Leiter Geschäftsbereich Berufsbildung Tel: +49 911 1335 1231
Daniel Hassler

Daniel Hassler

Leiter Referat Verzeichnisführung und Projekte Tel: +49 911 1335 1227

Im Koalitionsbeschluss vom 3. Juni 2020 ist die Förderung neuer Ausbildungsverträge festgelegt. Dies wird mit dem Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ umgesetzt. Die Förderrichtlinie des Bundesprogramms soll am 1. August 2020 in Kraft treten.

Für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bis zu 249 Mitarbeitern (Vollzeitäquivalente) gibt es folgende Fördermöglichkeiten

  • Ausbildungsprämie bei Erhalt des Ausbildungsniveaus
  • Ausbildungsprämie plus bei Erhöhung des Ausbildungsangebotes
  • Zuschuss zur Ausbildungsvergütung zur Vermeidung von Kurzarbeit
  • Übernahmeprämie

 

Voraussetzung für Ausbildungsprämie und Ausbildungsprämie plus

Der Ausbildungsbetrieb muss in erheblichem Umfang von der Corona-Krise betroffen sein, das bedeutet

  • im ersten Halbjahr 2020 wenigstens ein Monat Kurzarbeit oder
  • Umsatzeinbruch im April und Mai 2020 um durchschnittlich mindestens 60 Prozent gegenüber April und Mai 2019.

 

Wichtige Hinweise zum Antragsverfahren

Anträge sind bei der zuständigen Agentur für Arbeit zu stellen und zwar nach den Vorgaben der Bundesagentur für Arbeit und unter Verwendung der vorgesehenen Antragsformulare und Beifügung der erforderlichen Unterlagen. Die Antragsunterlagen stehen auf der Homepage der Bundesagentur für Arbeit zur Verfügung (https://www.arbeitsagentur.de/unternehmen/finanziell/bundesprogramm-ausbildungsplaetze-sichern).

Bitte beantragen Sie grundsätzlich vorsorglich die Ausbildungsprämie und Ausbildungsprämie plus. Dazu kreuzen Sie bitte beide Zuschüsse auf dem Antragsformular an.

Die Vorlage für die notwendige Bescheinigung Ihrer Industrie- und Handelskammer erhalten Sie ebenfalls bei der Bundesagentur für Arbeit. Bitte senden Sie diese per E-Mail an ausbildungspraemie@nuernberg.ihk.de

Überblick über die Fördermöglichkeiten

Ausbildungsprämie bei Erhalt des Ausbildungsniveaus

KMU erhalten für jeden Auszubildenden eine Prämie in Höhe von 2 000 EUR, sofern die Zahl der für das neue Ausbildungsjahr (ab 1. August 2020) geschlossenen Ausbildungsverträge auf dem durchschnittlichen Niveau der letzten drei Jahre gehalten wird (berücksichtigt werden hier nur die Ausbildungsverträge, die die Hürde über die Probezeit erfolgreich geschafft haben). Bedingung für die Auszahlung der Ausbildungsprämie ist, dass das Ausbildungsverhältnis über die Probezeit hinaus fortbesteht. 

Ausbildungsprämie plus bei Erhöhung des Ausbildungsangebotes

Für jeden Ausbildungsplatz, der die durchschnittliche Anzahl der letzten drei Jahre übersteigt (berücksichtigt werden hier nur die Ausbildungsverträge, die die Hürde über die Probezeit erfolgreich geschafft haben), wird die Ausbildungsprämie plus in Höhe von 3 000 EUR bezahlt. 

Zuschuss zur Ausbildungsvergütung zur Vermeidung von Kurzarbeit

Ziel der Förderung ist es, Kurzarbeit bei Auszubildenden zu vermeiden. Zuschüsse zur Ausbildungsvergütung werden gewährt, wenn der Ausbildungsbetrieb Kurzarbeit durchführt und trotz relevanten Arbeitsausfall (mindestens 50 Prozent) im Betrieb oder einer Betriebsabteilung Auszubildende und (außerhalb von Zeiten des Berufsschulunterrichtes) deren Ausbilder nicht in Kurzarbeit bringt. Die Förderung beträgt 75 Prozent der Brutto-Ausbildungsvergütung ohne Berücksichtigung von Urlaubs- und Weihnachtsgeld.

Übernahmeprämie

Die Übernahmeprämie in Höhe von 3 000 EUR wird gewährt wenn Auszubildende bis zum 31. Dezember 2020 aus pandemiebedingt insolventen KMU übernommen werden, um ihre Ausbildung fortzuführen.

Eine pandemiebedingte Insolvenz wird angenommen, wenn bis zum 31. Dezember 2020 das Insolvenzverfahren eröffnet wird und sich das Unternehmen vor dem 31. Dezember 2019 nicht in wirtschaftlichen Schwierigkeiten befand.

 
 
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