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Wiedereröffnung von Gastronomie und Hotellerie

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Bayerische IHKs setzten sich für längere Öffnungszeiten für die Außengastronomie ein

Die Bayerischen Industrie- und Handelskammern haben die Staatsregierung darum gebeten, die Öffnungszeiten für die Außengastronomie an die ab 25. Mai geltenden Öffnungszeiten für die Innengastronomie anzugleichen und somit bis 22:00 Uhr zu verlängern. Eine verkürzte Öffnungszeit im Außenbereich trägt nach Auffassung der IHKs nicht zu einem geringeren Infektionsrisiko bei, führt aber zu einer ungleichen Behandlung von Gastronomiebetrieben, zu Unsicherheit und darüber hinaus zu neuen Problemen, beispielsweise wenn alle Besucher um 20:00 Uhr vom Außen- in den Innenbereich gelenkt werden müssen. Nach Forderung der IHKs sollten für alle gastronomischen Einrichtungen, die sich an das Hygienekonzept halten, die gleichen Regelungen gelten.

Wir freuen uns über die Entscheidung des Kabinetts vom 26. Mai (PDF-Datei, 141 KB), die Öffnungszeiten für Biergärten ab dem 2. Juni der Innengastronomie bis 22 Uhr anzugleichen.

Die Gastronomie und Hotellerie öffnet wieder: Seit 18. Mai darf die Außengastronomie wieder öffnen, seit 25. Mai die Speiselokale und ab 30. Mai folgen die Hotelbetriebe. Die Wiedereröffnung ist an strenge Hygiene- und Schutzauflagen und Einschränkungen gebunden.

Das Wirtschaftsministerium hat gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium und dem Beauftragten für Bürokratieabbau ein Konzept zur Wiedereröffnung der Gastronomie mit den notwendigen Auflagen erarbeitet, dessen Eckpunkte am 12. Mai in einer Pressekonferenz vorgestellt wurden.

Unter der Voraussetzung eines weiterhin günstigen Verlaufs des Pandemiegeschehens erfolgt die stufenweise Öffnung der Gastronomie und Hotellerie bei Einhaltung der entsprechenden Vorgaben zum Infektionsschutz wie folgt:

  • Seit 18. Mai kann die Gastronomie im Außenbereich (z.B. Biergärten) bis 20 Uhr öffnen, ab dem 2. Juni bis 22 Uhr. Viele Kommunen haben bereits angekündigt, Gastronomen bei den Außenbereichen entgegen zu kommen, beispielsweise durch die Freigabe zusätzlicher Flächen oder Verzicht auf Gebühren.
  • Seit 25. Mai können Speisegaststätten im Innenbereich bis 22 Uhr öffnen.
  • Alle Beherbergungsbetriebe, wie Hotels, Ferienwohnungen, Pensionen sowie Campingplätze, dürfen ab dem 30. Mai 2020, also dem Pfingstwochenende wieder für Urlauber offenstehen.

 

 

Infektionsschutzrechtliches Rahmenkonzept "Gastronomie"

Das Rahmenkonzept "Gastronomie" (PDF-Datei, 346 KB) des Wirtschaftsministeriums sieht vor allem folgende Punkte vor:

  • Strikte Einhaltung des Sicherheitsabstandes von 1,5 Metern zwischen Gästen, Servicepersonal und im betrieblichen Ablauf.
  • Ein Mund-Nasen-Schutz ist vorgeschrieben für Servicepersonal im Gastraum, für Gäste, solange sich diese nicht am Tisch befinden, und im betrieblichen Ablauf, wenn der Sicherheitsabstand von 1,5 Metern nicht sicher eingehalten werden kann. Es gibt aber für das Küchenpersonal keine Maskenpflicht, solange dort der Mindestabstand gewahrt werden kann.
  • Buffets sind nicht grundsätzlich verboten, allerdings müssen sich Gäste am Buffet durch einen Mitarbeiter bedienen lassen.
  • Es gibt keine Reservierungspflicht, Spontanbesuche sind also möglich. Allerdings muss von jeder Gästegruppe mindestens ein Name mit Kontaktdaten (z. B. Telefonnummer) und Uhrzeit erfasst werden, damit später im Falle einer Infektion die Rückverfolgbarkeit möglich ist. Sie können zum Erfassen unsere Vorlagen als Word- oder PDF-Dokument nutzen.
  • Die Menge der Personen an einem Tisch ist nicht begrenzt, allerdings dürfen sich nur Personen aus maximal zwei Haushalten dort aufhalten. Ein Mindestabstand an einem Tisch muss nicht eingehalten werden. Gäste müssen vom Personal an Tischen platziert werden, dafür sollten im Eingangsbereich Wartemöglichkeiten mit genügend Abstand vorgesehen werden.
  • Hinzu kommt die Anpassung von Lüftungs- und Reinigungskonzept, ein HACCP-Konzept und eine nachgewiesene Belehrung aller Mitarbeiter über die Regelungen.

Gäste müssen bereits vor dem Eintritt in die Lokalität über die geltenden Regeln informiert werden, insbesondere darüber, dass bei Vorliegen von Erkältungssymptomen oder Kontakt zu COVID-19-Erkrankten kein Zutritt gestattet ist. Gastronomen müssen die Einhaltung der Regeln durchsetzen und sollten von ihrem Hausrecht Gebrauch machen, wenn sich Gäste nicht an die Vorgaben halten.

Neben den im Rahmenkonzept genannten Sonderregeln gelten natürlich die bestehenden Rechtsverordnungen zur Lebensmittelhygiene weiterhin. Eine Übersicht dazu finden Sie auf dem Portal "Onlinehilfe Lebensmittelhygiene" (www.onlinehilfe-lebensmittelhygiene.de). Außerdem ist die Lebensmittelbelehrung auch in verschiedenen Sprachen abrufbar.

 

Infektionsschutzrechtliches Rahmenkonzept "Hotellerie"

Der Ministerrat hat am 19. Mai 2020 beschlossen, dass alle Beherbergungsbetriebe, wie Hotels, Ferienwohnungen, Pensionen sowie Campingplätze bei strikter Wahrung der Hygienevorschriften ab dem Pfingstwochenende, also dem 30. Mai 2020, wieder für Urlauber offenstehen können. Die Staastregierung betonte, dass die Entscheidung unter dem Vorbehalt einer anhaltend günstigen Entwicklung des Corona-Infektionsgeschehens steht.

Das Bayerische Gesundheits- und Wirtschaftsministerium haben am 25. Mai unter Einbeziehung der Erfahrungen im Gastronomiebereich das "Hygienekonzept Beherbergung" (PDF-Datei, 141 KB) veröffentlicht, damit Beherbergungsbetriebe (wie Hotels, Ferienwohnungen, Pensionen, Jugendherbergen) ab dem Pfingstwochenende öffnen können.

Folgende Hygienevorgaben sind grundlegend:

Abstand

  • Personen müssen in allen Räumen, einschließlich der sanitären Einrichtungen, sowie beim Betreten und Verlassen der Räumlichkeiten und auf Fluren, Gängen, Treppen den Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten.
  • Dies gilt für Gäste und Personal.
  • Das gemeinsame Beziehen eines Hotelzimmers ist nur den Personen gestattet, denen der Kontakt untereinander erlaubt ist.
  • Gruppenübernachtungen sind nicht möglich.
  • Es können unter Wahrung dieser Vorgaben alle Zimmer belegt werden.

Konzepte und Schulung

  • Erstellen Sie für Ihren Betrieb ein betriebliches Schutzkonzept unter Berücksichtigung von Mitarbeitern und Gästen und unter Beachtung der Rechtsverordnungen der Bundesländer und der arbeitsmedizinischen Schutz- und Vorsorgeregelungen. Die Berufsgenossenschaft BGN stellt dafür an die Corona-Pandemie angepasste branchenspezifische Muster / Vorlagen für die Gefährdungsbeurteilung und die betriebliche Pandemieplanung zur Verfügung.
  • Schulen Sie Ihre Mitarbeiter (innerbetriebliche Maßnahmen) und berücksichtigen Sie dabei deren speziellen Arbeits- und Aufgabenbereich, ihre Qualifikation und sprachlichen Fähigkeiten.
  • Informieren und schulen Sie Ihre Mitarbeiter über den richtigen Umgang mit Mund-Nasen-Bedeckungen und allgemeine Hygienevorschriften.
  • Keine Verwendung von persönlichen Dingen am Arbeitsplatz.
  • Mitarbeiter mit akuten respiratorischen Symptomen jeglicher Schwere dürfen nicht arbeiten.

Kommunikation mit den Gästen

  • Kommunizieren Sie die Notwendigkeit der Einhaltung der Sicherheitsmaßnahmen an Ihre Gäste, zum Beispiel durch den Aushang von Plakaten.
  • Machen Sie gegenüber Gästen, die die Vorschriften nicht einhalten, konsequent von Ihrem Hausrecht Gebrauch.

Mund-Nase-Bedeckung

  • Gäste tragen sowohl im Außenbereich als auch im Innenbereich eine Mund-Nase-Bedeckung. Diese darf am Tisch und im Hotelzimmer abgenommen werden.
  • Auch für das Personal gilt die Maskenpflicht.
  • In den Räumlichkeiten, in denen sich keine Gäste aufhalten – zum Beispiel in der Küche – sind keine Mund-Nasen-Bedeckungen zu tragen, sofern der Mindestabstand von 1,5 m eingehalten werden kann.
  • Ggf. sind Gästen Masken zur Verfügung zu stellen.

Reinigung und Lüftung

  • Stellen Sie Ihren Gästen und Mitarbeitern ausreichend Waschgelegenheiten, Flüssigseife, Einmalhandtücher und ggf. Händedesinfektionsmittel bereit. Mitarbeiter werden zum richtigen Händewaschen geschult. Sanitäre Einrichtungen sind mit Seifenspendern und Einmalhandtüchern/Trockengebläse auszustatten.
  • Erstellen Sie ein Reinigungskonzept nach HACCP unter Berücksichtigung der Nutzungsfrequenz von Kontaktflächen, z.B. Türgriffe, Lichtschalter.
  • Lüften Sie häufig und kräftig: Erstellen Sie ein Lüftungskonzept für Ihren Betrieb. Zur Gewährleistung eines regelmäßigen Luftaustausches, ist die Lüftungsfrequenz abhängig von der Raumgröße und Nutzung zu berücksichtigen. Alle gegebenen Möglichkeiten der Durchlüftung aller Räumlichkeiten, die dem Aufenthalt von Gästen dienen, sind zu nutzen. Bei evtl. vorhandenen Lüftungsanlagen ist darauf zu achten, dass es zu keiner Erregerübertragung kommt z.B. durch Reduzierung des Umluftanteils, Einbau bzw. häufiger Wechsel von Filtern.
  • Reinigen Sie Gästetoiletten regelmäßig. Stellen Sie sicher, dass Flüssigseife, Einmalhandtücher und ggf. Händedesinfektionsmittel und Einmalhandschuhe zur Verfügung stehen. Informieren Sie Gäste über richtiges Händewaschen und Abstandsregelungen auch im Sanitärbereich – siehe Plakat zum richtigen Händewaschen.
  • Soweit erforderlich, wird der Zugang geregelt, um die Einhaltung des Mindestabstands sicherzustellen.

Check-In

  • Beim Check-in werden die Kontakte zwischen Mitarbeitern und Gästen und der haptische Kontakt zu Bedarfsgegenständen (z.B. Stifte, Meldeschein) auf das Notwendige beschränkt oder so gestaltet, dass nach jeder Benutzung eine Reinigung / Auswechslung erfolgt.
  • Vereinbaren Sie feste Check-in-Zeiten mit den Gästen, um Warteschlangen zu vermeiden.

Zimmer, Öffentliche Einrichtungen und Schwimmbäder

  • In allen öffentlichen Bereichen (Rezeption, Tagungsräume, Frühstücksraum, Restaurant, Bar, Außen- und Freizeitbereiche) werden die Abstandsregeln zwischen Personal und Gästen sowie der Gäste untereinander eingehalten.
  • Halten Sie bei der Zimmerreinigung die geltenden Hygiene- und Reinigungsstandards konsequent ein.
  • Der Einsatz von Gegenständen im Zimmer, die von einer Mehrzahl von Gästen benutzt werden (z.B. Stifte, Magazine / Zeitungen, Tagesdecken, Kissen) ist auf ein Minimum zu reduzieren bzw. so zu gestalten, dass nach jeder Benutzung eine Reinigung / Auswechslung erfolgt. Das gilt auch in anderen Bereichen (z.B. Tagungsbereich).
  • Hoteleigene Schwimmbäder, Saunen, Wellness- und Fitnessbereiche dürfen nicht öffnen.

Auf Basis des Rahmenkonzepts müssen die betroffenen Unternehmen individuell angepasste Betriebshygienekonzepte für ihre Dienstleistungen entwickeln. Das Rahmenkonzept für betriebliche Schutz- und Hygienekonzepte von Gastronomiebetrieben findet in allen Fällen Anwendung, in denen bei touristischen Angeboten eine Bewirtung angeboten wird. Die Betreiber haben insbesondere für gemeinschaftlich genutzte Bereiche ein Lüftungs- und Reinigungskonzept zu erstellen. Die Einrichtungen müssen außerdem gegebenenfalls über ein Parkplatzkonzept verfügen.

 

Öffnung von weiteren Freizeiteinrichtungen

Abgestimmt auf die mögliche Öffnung von Beherbergungsbetrieben am 30. Mai sollen ab diesem Tag auch Freizeiteinrichtungen im Außenbereich wie beispielsweise Freizeitparks ihren Betrieb wiederaufnehmen können. Ebenso ermöglicht werden Stadt- und Gästeführungen, Berg-, Kultur- und Naturführungen sowie Führungen in Schauhöhlen und Besucherbergwerken. Ferner sollen Busreisen, Seilbahnen, die Fluss- und Seenschifffahrt sowie der touristische Bahnverkehr starten können. Auch die Objekte der Schlösserverwaltung werden grundsätzlich ab dem 30. Mai wieder ihre Pforten öffnen.

Die Ausgestaltung der Auflagen wird stetig konkretisiert und aktualisiert; wir bemühen uns, Sie hier stets aktuell informiert zu halten.

Service: Vorlagen für die Erstellung Ihres Schutz- und Hygienekonzeptes

Damit Sie schnell und bequem ein eigenes Schutz- und Hygienekonzept für Ihren Gastronomiebetrieb erstellen können, haben wir für Sie eine Vorlage mit Ausfüllhinweisen entworfen. Basis für unsere Vorlage sind unter anderem die Vorgaben der Bayerischen Staatsregierung, das Rahmenkonzept "Gastronomie" und die Empfehlungen des DEHOGA.

Folgen Sie einfach den nachfolgenden Schritten:

  1. Laden Sie sich die Vorlage für das Schutz- und Hygienekonzept als Word-Dokument oder als ausfüllbares PDF-Dokument herunter und folgen Sie den Ausfüllhinweisen. Beispiele für Maßnahmen finden Sie ebenfalls in den Vorlagen, aber auch weiter unten auf dieser Seite.

    Vorlage "Schutz- und Hygienekonzept für HOTEL- und Gastronomiebetriebe" (Word-Dokument, 655 KB)

    Vorlage "Schutz- und Hygienekonzept für Hotel- und Gastronomiebetriebe" (PDF-Dokument, 465 KB)
    Hinweis: PDF-Dokument zum Ausfüllen bitte lokal speichern
  2. Optional: Falls Sie Kundenparkplätze anbieten, benötigen Sie außerdem ein Parkplatzkonzept. Weitere Informationen und ausfüllbare Vorlagen haben wir auf einer eigenen Seite "Parkplatzkonzept: Hinweise für Unternehmen" zusammengestellt.
  3. Drucken Sie die Dokumente aus und unterzeichnen Sie diese (bzw. lassen Sie sie vom Geschäftsführer bzw. Inhaber unterzeichnen).
  4. Nach Angaben des Bayerischen Gesundheitsministeriums müssen das Schutz- und Hygienekonzept (ggf. einschließlich des Parkplatzkonzeptes) im Betrieb in "digitaler, nicht veränderlicher Form" vorhanden sein. Bewahren Sie daher ein ausgedrucktes und unterschriebenes Exemplar vor Ort auf. Natürlich können Sie das Hygienekonzept auch zur Information Ihrer Gäste und Mitarbeiter an gut sichtbarer Stelle aushängen.

Service: Präsentation "Allgemeine Unterweisung Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz"

Gastronomiebetriebe sollten ihre Mitarbeiter in Bezug auf Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz unterweisen und ihnen die nötigen Informationen zu persönlichen Hygiene- und Verhaltensregeln in der Corona-Krise geben. Wir haben gemeinsam mit der ProfessioMed GmbH und unter beratender Mitwirkung des Gesundheitsamtes der Stadt Nürnberg eine Präsentation entworfen, die zur Schulung der Mitarbeiter genutzt werden kann.

Wir haben eine Präsentation zur "Allgemeinen Unterweisung: Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz" erstellt, die Sie zur Schulung Ihrer Mitarbeiter verwenden können. Die Präsentations-Vorlage steht auf unserer Seite "Hygienekonzept / Infektionsschutz" in Deutsch und acht weiteren Sprachen zum Download bereit.

Service: Web-Seminar der IHK-Akademie Mittelfranken

Service: Vorlagen für Aushänge / Plakate

Weitere Vorbereitungen, die Sie jetzt treffen sollten

FAQs und weitere Informationen

Erlaubnis und Öffnungszeiten

 

Welche Öffnungszeiten sind derzeit möglich?

  • Für die Außengastronomie ist die tägliche Öffnung von 6:00 bis 20:00 Uhr gestattet, ab dem 02. Juni bis 22:00 Uhr.
  • Am 25. Mai dürfen Speiselokale wieder öffnen. Sie müssen um 22:00 Uhr schließen.
  • Restriktivere Öffnungszeitenregelungen aufgrund anderer Rechtsvorschriften bleiben unberührt.
 

Was zählt als Außengastronomie?

Hierzu zählt jegliche Bewirtung im Freien, also Biergärten, Terrassen, Dachterrassen. Terrassen dürfen auch überdacht und mit einem seitlichen Windfang versehen sein. Es muss jedoch gewährleistet sein, dass die Terrasse nicht an allen Seiten geschlossen ist.

 

Gilt die Öffnung auch für Schanklokale, also nicht nur für Speiselokale?

  • Die Öffnung gilt auch für reine Schankwirtschaften, die eine Freischankfläche haben.
  • Die Öffnung gilt auch für erlaubnisfreie Gaststätten, z.B. Stehtische vor einem Bäckerei-Cafe ohne Alkoholausschank.
 

Warum müssen Gastronomiebetriebe um 20:00 Uhr bzw. 22:00 Uhr schließen?

Die Staatsregierung möchte kontrolliert, gesichert und schrittweise die Wiederöffnung gestalten, um das Infektionsrisiko auch weiterhin möglichst gering zu halten. Daher hat sie sich vorerst auf eingeschränkte Öffnungszeiten verständigt.

 

Ist eine Ausweitung der Sondernutzungsfläche möglich?

Die Handhabung ist individuell und unterscheidet sich von Kommune zu Kommune. In einer IHK-Blitzumfrage haben viele Kommunen ihre Bereitschaft geäußert, Sondernutzungsflächen auszuweiten und Betrieben bei den Gebühren entgegenzukommen. Unser Tipp: Gehen Sie auf Ihr Liegenschaftsamt zu - bestimmt wird sich eine Lösung finden. Generell gilt: Rettungswege müssen eingehalten werden.

 Anzahl Gäste und Regeln 

 

Gibt es Einschränkungen wie fixe Personen-, Quadratmeter- oder Belegungsbegrenzungen?

  • Die maximal mögliche Belegungszahl muss jeder Betrieb selbst festlegen, nachdem er berechnet hat, wie viele Gäste er unter Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 m (zwischen den Personen) gleichzeitig unterbringen kann. Eine pauschale Grenze für alle Betriebe gibt es also nicht.
  • Die Abstände der Tische müssen gewährleisten, dass die Gäste auch beim Platznehmen und Verlassen die notwendigen Abstände von mind. 1,5 m zu anderen Personen einhalten.
  • Durch Zugangsbegrenzungen an den Eingängen muss dann gewährleistet werden, dass die maximale Belegungszahl zu keinem Zeitpunkt überschritten wird. In eventuellen Warteschlangen/im Wartebereich müssen dabei Maßnahmen zur Einhaltung der Mindestabstände ergriffen werden. Betriebe können mit elektronischen Reservierungssystemen zur Steuerung der Frequenz und mit Platzierungssystemen arbeiten. Eine Arbeitshilfe zu Reservierungssytemen finden Sie hier.
 

Aus wie vielen Personen darf eine Besuchergruppe bestehen?

Die Menge der Personen an einem Tisch ist nicht begrenzt, allerdings dürfen sich nur Personen aus maximal zwei Haushalten dort aufhalten. Hierbei darf auch der sonst geltende Mindestabstand von 1,5 m unterschritten werden.

 

Darf man den Mindestabstand von 1,5 m zwischen den Tischen verringern, wenn man eine Trennwand zwischen den Tischen hat (bspw. aus Plexiglas)?

Für den Außenbereich gilt folgende Regelung: Entweder Mindestabstand oder geeignete Trennvorrichtung. Bezüglich der Frage, wie eine solche Trennvorrichtung in Ihrem Betrieb auszusehen hat, wenden Sie sich bitte an Ihre örtliche Behörde, bspw. An das Kreisverwaltungsreferat. Eine pauschale Aussage ist zu dieser Fragestellung leider nicht möglich. Eine Regelung für den Innenbereich liegt noch nicht vor.

 

Wie sieht es mit Geschäftsessen aus?

Es gelten immer die aktuell gültigen Regelungen zur Kontaktbeschränkung im öffentlichen Raum. Geschäftsessen mit mehr als 2 Personen sind also wegen der Kontaktbeschränkung nicht möglich.

 

Worauf muss ich die Gäste vor Betreten meines Betriebs hinweisen?

Die Gäste sind vor dem Betreten Ihres Betriebes in geeigneter Weise über die nachfolgenden Regeln zu informieren. Hierfür können Sie beispielsweise diese Plakate und Vorlagen nutzen: 

  • Die Gäste sind darauf hinzuweisen, dass bei Vorliegen von Symptomen einer akuten Atemwegserkrankung jeglicher Schwere oder von Fieber eine Bewirtung nicht möglich ist.
  • Die Gäste sind über das Einhalten des Abstandsgebots von mindestens 1,5 m und über die Reinigung der Hände unter Bereitstellen von Desinfektionsmöglichkeiten oder Handwaschgelegenheiten mit Seife und fließendem Wasser zu informieren.
  • Die Gäste sind darauf hinzuweisen, dass das gemeinsame Sitzen im Restaurant ohne Einhalten des Mindestabstands von 1,5 m nur den Personen gestattet ist, denen der Kontakt untereinander erlaubt ist (z.B. Personen eines Haushalts).
  • Die Gäste haben ab Betreten des Betriebes eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen, ausgenommen am Tisch.
 

Welche Gäste werden von dem Besuch eines Restaurants ausgeschlossen?

Gäste, die in den letzten 14 Tagen Kontakt zu COVID-19-Fällen hatten oder Personen mit unspezifischen Allgemeinsymptomen und respiratorischen Symptomen jeder Schwere dürfen kein Restaurant besuchen. Die Gäste sind vorab in geeigneter Weise über diese Ausschlusskriterien zu informieren. Sollten Gäste während des Aufenthalts Symptome entwickeln, haben diese umgehend die Gaststätte zu verlassen.

 

Wer ist für die Einhaltung der Regeln durch den Gast verantwortlich? Gastwirt oder Gast?

Die Betriebe kommunizieren die Notwendigkeit der Einhaltung der Sicherheitsmaßnahmen an ihre Gäste, z. B. durch Hinweissschilder und Aushänge an geeigneter Stellen. Gegenüber Gästen, die geforderte Hygienemaßnahmen nicht einhalten, ist vom Hausrecht Gebrauch zu machen.

 

Müssen die Gäste auch in großen Biergärten von Servicemitarbeitern platziert werden?

Auch bei großflächiger Außengastronomie wie Biergärten müssen die Gäste platziert werden. Hintergrund ist der, dass die Gäste sich nicht lange einen Platz suchen und umherlaufen sollen. Die Bewegungen sollen möglichst gesteuert und reduziert werden.

 Reservierung und Registrierung

 

Besteht eine Reservierungspflicht?

  • Generell sollte im Vorfeld eine Reservierung mit entsprechenden Kontaktdaten vorgenommen werden. Es wird Gästen empfohlen, möglichst frühzeitig zu reservieren.
  • Eine Gruppenreservierung für mehrere Tische ist unzulässig.
  • Bei spontanen Gästen müssen die Kontaktdaten einer Hauptperson (Name, Personenzahl, Zeitraum des Aufenthalts) vor Ort aufgenommen werden.
  • Spontanbesuche von Gästen sind somit möglich, dennoch bieten Reservierungen beidseitige Vorteile.
  • Reservierungen erleichtern Ihnen und Ihren Gästen die Planung des Restaurantbesuchs und übernehmen außerdem in vielen Fällen bereits die Erfassung der Gästedaten, die Sie aufgrund des Rahmenkonzeptes vornehmen müssen.
  • Mit einer Reservierung ersparen sich die Gäste unter Umständen Wartezeiten und Stausituationen im Eingangsbereich, die vermieden werden sollen.
 

Wie kann ich die Registrierung der Gäste vornehmen und was muss ich beachten?

Um eine Kontaktpersonenermittlung im Falle eines nachträglich identifizierten COVID-19 Falles unter Gästen oder Personal zu ermöglichen, sollte eine Gästeliste mit Angaben von Namen, Telefonnummern und Zeitraum des Aufenthaltes geführt werden. Hierbei gelten die Bestimmungen des Datenschutzes.

Sie können zum Erfassen der Daten unsere Vorlagen als Word- oder PDF-Dokument nutzen.

 

Welche Reservierungssysteme kann ich nutzen, um Reservierung und Registrierung zu vereinfachen?

Reservierungen erleichtern Ihnen und Ihren Gästen die Planung des Restaurantbesuchs und übernehmen außerdem in vielen Fällen bereits die Erfassung der Gästedaten, die Sie aufgrund des Rahmenkonzeptes vornehmen müssen. Sofern Sie noch kein Reservierungssystem verwenden, hier ein paar Hinweise und Möglichkeiten zu Online-Reservierungssysteme.

Gundlegendes:

  • Die eigene Webseite sollte um möglichst auffällige Hinweise zur Reservierung ergänzt werden, die vor allem schnell sichtbar sind (Startseite).
  • Auch bei Einträgen auf Google Maps oder Bing Maps sollten Kontaktinformationen überprüft und ggf. aktualisiert werden.
  • Wege zur Reservierung sollten festgelegt und klar kommuniziert werden (z. B. eigene Reservierungs-Telefonnummer, eigene E-Mail-Adresse reservierung@... o. ä.).
  • Kommunizieren Sie ausgebuchte und freie Zeiten schnell über auf der Webseite bzw. über Kanäle wie Facebook, um Frustration bei Gästen, aber auch unnötige Anfragen zu vermeiden.
  • Erinnern Sie Ihre Gäste kurz vor dem Termin an die Reservierungen bzw. lassen Sie diese nochmals bestätigen, um Nicht-Erscheinen zu vermeiden.

Online-Reservierungssysteme nutzen

Mit Online-Reservierungssystemen können Sie nicht nur Reservierungen entgegen nehmen, sondern Gästen auch ein direktes Feedback geben, welche Zeiten überhaupt noch verfügbar sind. Daher sind Reservierungssysteme komfortabler als ein reiner Telefon- oder E-Mail-Kanal. Die Auswahl eines Systems ist bei der Fülle verfügbarer Systeme nicht einfach. Außerdem unterscheiden sich die angebotenen Programme in Leistungsumfang und Kosten, teilweise sind auch Schichtplanung, Gästemanagement oder Marketingfunktionen integriert oder können zusätzlich erworben werden. Wenn Sie ein System direkt auf Ihrer Webseite einbinden möchten, benötigen Sie technisches Know-how oder einen Dienstleister.

Vorteil: Aktuell bieten viele Systemanbieter aufgrund der Corona-Krise verlängerte Testphasen oder geringere Gebühren an.

Im Folgenden haben wir versucht, einige Beispiele für Reservierungssysteme zu sammeln (es besteht kein Anspruch auf Vollständigkeit):

  • Ein Anbieter aus Nürnberg ist die resmio GmbH https://www.resmio.com, dessen Reservierungssystem auch als „Widget“ direkt auf eigenen Webseiten eingebunden werden kann. Die Basis-Version ist kostenfrei, viele Zusatzleistungen werden angeboten.
  • Das Nürnberger Unternehmen Sellwerk bietet auf https://www.sofortdigital.com/gastro ein Rundumpaket an: Dort kann kostenfrei ein Online-Reservierungssystem freigeschalten werden, das in die eigene Homepage oder Facebook-Seite eingebunden wird. Zudem können die eigenen Gäste mit einem Klick auf Google, Alexa & Co. – insgesamt in mehr als 30 Portalen – über Öffnungszeiten, Schutzmaßnahmen,  Lieferservice, Abholservice u.v.m. informiert werden.
  • Ein Beispiel für eine Plattform auf Provisionsbasis ist https://www.opentable.de: Hier wird je nach gewähltem Preismodell eine Grundgebühr und eine Gebühr pro platziertem Gast gefordert.
  • Andere Plattformen wie https://centralplanner.de/ sind kostenlos, allerdings mit einer begrenzten Menge an Reservierungen pro Monat. Sind mehr Reservierungen gewünscht, muss ein monatlicher Beitrag gezahlt werden.
  • Weitere große Anbieter sind https://gastronomen.bookatable.de/, https://atavolo.com/, https://www.gastronovi.com/de/, https://seatris.com/, https://teburio.de/ und viele mehr.
  • Metro-Kunden können ein Reservierungs-System anfragen, das nach Angaben der Hersteller einfach auf der eigenen Webseite integriert werden kann: https://www.metro.de/service/digitale-loesungen/online-reservierungs-tool.
  • Viele Content-Management-Systeme verfügen über einfach zu installierende Zusatzsoftware (Extensions, Apps, Plugins), die Reservierungen verwalten können. Wenn Sie eines dieser Systeme nutzen, lohnt sich die Suche nach Erweiterungen. Beispiel: Für Wordpress gibt es kostenfreie Plugins, eine Übersicht bietet zum Beispiel die Webseite https://www.webcreate.me/restaurant-reservation-plugins-for-wordpress/, aber auch eine Suche nach dem Stichwort „Reservierung“ bzw. „Reservation“ im Plugin-Bereich kann helfen: https://de.wordpress.org/plugins/search/Reservation/. Auch andere Systeme wie z. B. Typo3, Joomla, Wix oder Jimdo haben eigene Marktplätze, auf denen Reservierungssysteme zu finden sind.
  • Beachten Sie bei der Auswahl eines Anbieters / Systems unbedingt die Angaben zum Datenschutz (DSGVO).
 

Wie kann ich die Zugehörigkeit zu Hausständen kontrollieren? Wer trägt die Haftung bei Falschangaben der Gäste?

Eine Kontrolle seitens des Wirtes ist nicht möglich. Der Gast hat die Wahrheit anzugeben und der Wirt ist nicht haftbar, wenn der Gast dies nicht tut. Eine Kontrolle des Ausweises o.ä. ist also nicht notwendig.

 

Ist eine Registrierung der Gäste auch im Außenbereich vorzunehmen?

Ja, es geht immer um die Nachvollziehbarkeit der Infektionsketten. Zur Kontaktpersonenermittlung ist die Erfassung der Gästedaten auch im Außenbereich notwendig.

 Art und Darbietung der Speisen

 

Was ist beim Servieren der Speisen zu beachten?

  • Der Abstand zwischen Servicepersonal und Gästen sollte ebenfalls 1,5 m betragen. Zur Gewährleistung des Mindestabstands zwischen Gast und Servicepersonal sind auch Abstriche im Service hinzunehmen.
  • Bei den Serviceprozessen muss darauf geachtet werden, dass Speisen und Getränke ohne zusätzliche Gefährdung zum Gast gehen.
  • Eine Abholung des Essens/der Getränke an bspw. einer Ausgabestation im Biergarten o.ä. ist möglich. Die Speisen müssen dann nicht verpackt sein.
 

Wie soll ich meine Gäste bedienen, wenn der Abstand von 1,5 Metern eingehalten werden muss?

  • Die Bedienung der Gäste ist möglich. Beim Servieren darf der Mindestabstand unterschritten werden. Bestenfalls stellen Sie das Getränk / Essen jedoch am Ende eines Tisches oder auf einem Servierwagen ab und bitten den Gast, es selbst zu nehmen. Das oberste Gebot heißt: Kontakt vermeiden und Abstand halten.
 

Ist ein Buffet erlaubt?

  • Selbstbedienung ist grundsätzlich unter bestimmen Auflagen gestattet.
  • Wenn die Speisen und Getränke von einem Mitarbeiter/einer Mitarbeiterin ausgegeben werden oder vorportionierte und abgepackte Speisen und Getränke durch Gäste direkt entnommen werden, kann ein Buffet angeboten werden.
 

Sind Kaffeemaschinen/Getränkeautomaten zur Selbstbedienung erlaubt?

  • Grundsätzlich bestehen aus infektiologischer Sicht keine Bedenken gegen das Betreiben von Getränkeautomaten.
  • Es ist sicherzustellen, dass die Reinigung der Oberflächen regelmäßig entsprechend der Nutzungsfrequenz erfolgt. Ebenso ist sicherzustellen, dass Geschirr nach Berührung durch den Gast nicht wieder zurückgestellt wird.
  • Bitte bedenken Sie: Bei der Nutzung von Getränkeautomaten im Restaurantbereich  /Frühstücksbereich kommt es zu vermehrter Bewegung der Gäste im Raum. Es gilt sicherzustellen, dass das Abstandsgebot jederzeit eingehalten wird (bspw. durch Abstandsmarkierungen vor Getränkeautomaten etc.).

Vorgaben und Empfehlungen für den Tisch und den Gastraum

 

Was ist bezüglich der Laufwege der Gäste zu beachten?

  • Laufwege der Gäste sollten nach der örtlichen Möglichkeit geplant und vorgegeben werden. Hier können Sie sich entsprechende Vorlagen herunterladen.
  • TIPP: Nach Möglichkeit soll die Bewegungsrichtung beim Betreten und Verlassen von Tischen/Räumen vorgegeben sein.
  • Einzuhaltende Abstände im Zugangs- und ggf. Wartebereich sind entsprechend kenntlich zu machen.
 

Was kann auf dem Tisch platziert werden?

  • Hier gilt der Grundsatz: Auf das Notwendige beschränken!
  • Tischdekoration ist grundsätzlich möglich. Um das Risiko einer Infektion zu minimieren, sollte diese nach jedem Gastwechsel aber – so weit möglich – auch gereinigt werden.
  • Speise- und Getränkekarten sollten nach jedem Gebrauch abgewischt werden oder Alternativen, wie Tafeln und Papiertischsets mit dem Angebot, bereitgestellt werden.
  • Auch Kissen auf einem Stuhl/einer Bank würden von mehreren Gästen berührt werden und sollten daher vorab entfernt werden, da sie sonst nach jeder Benutzung auszutauschen sind.
 

Ist die Desinfektion der Tischflächen und auch der Sitzgelegenheiten nach jedem Gastwechsel nötig?

Es ist keine Desinfektion notwendig, jedoch eine Reinigung der Tischoberfläche und anderer Gegenstände, die von dem vorhergehenden Gast berührt worden sein können.

 Hygieneregeln für Küche und Service

 

Welche Hygieneregeln gelten für die Küche?

  • Einhaltung der Lebensmittelrechtlichen Vorschriften und Umsetzung eines betrieblichen Hygienekonzeptes nach HACCP-Grundsätzen.
  • Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten, bei allen Arbeitsvorgängen in der Küche sowie auch zwischen Küchen- und Serviceteam. Falls dies in Einzelfällen nicht möglich ist, müssen die Mitarbeiter eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen.
  • Erhöhte Händehygiene und regelmäßige Reinigung/Desinfektion von Oberflächen, Arbeitskleidung regelmäßig reinigen.
 

Was ist bei der Reinigung speziell zu beachten?

  • Bei Spülvorgängen wird gewährleistet, dass die vorgegebenen Temperaturen (mindestens 60 Grad) erreicht werden, um eine sichere Reinigung des Geschirrs und der Gläser sicherzustellen.
  • Spezielle Reinigungsmittel sind nicht notwendig.
  • Grundsätzlich gilt: Jeder Betrieb erstellt ein Reinigungskonzept nach HACCP unter Berücksichtigung der Nutzungsfrequenz von Kontaktflächen, z.B. Türgriffe.
 

Wer muss im Gastronomiebetrieb einen Mund-Nasen-Schutz tragen?

  • Der Betreiber/die Betreiberin hat sicherzustellen, dass die MitarbeiterInnen bei Kundenkontakt einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Die Mitarbeiter haben in allen Bereichen Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, in denen sich Gäste aufhalten.
  • Für Gäste gilt eine Ausnahme, sobald sie an ihrem Tisch sitzen.
  • Mund-Nasen-Schutz ist daher von Gästen vom Eintreffen im Gastronomiebetrieb bis zum Verabreichungsplatz zu tragen.
  • Beim Verlassen des Verabreichungsplatzes (z.B. Gang zur Toilette bzw. Verlassen des Gastronomiebetriebs) muss der Mund-Nasen-Schutz getragen werden.
  • Grundsätzlich haben Gäste gegenüber Personen, die nicht zu ihrer Besuchergruppe gehören, einen Abstand von mindestens 1,5 Meter einzuhalten.
 

Kann der Gast seinen Mund-Nasen-Schutz einfach am Tisch ablegen?

Ein am Tisch liegender Mund-Nasen-Schutz erhöht die Infektionswahrscheinlichkeit und ist wie ein Taschentuch zu behandeln. Er sollte demnach nicht am Tisch liegengelassen und sicher verwahrt werden.

 

Wo bekomme ich Mund-Nasen-Bedeckungen für meine Mitarbeiter?

Mehrere Plattformen und Institutionen bieten mittlerweile eine Übersicht über Hersteller und Händler von Mund-Nasen-Bedeckungen. Hier finden Sie Hersteller und Händler von Mund-Nasen-Bedeckungen.

 

Besteht eine Pflicht für eine Mund-Nasen-Bedeckung für die Mitarbeiter in der Küche?

Eine generelle Pflicht für die Mitarbeiter in der Küche besteht nicht. Voraussetzung ist jedoch, dass die Mitarbeiter untereinander möglichst den Mindestabstand von 1,5 m einhalten. Betriebe haben die Arbeitsorganisation/Posteneinteilung so zu gestalten, dass die Mindestabstände eingehalten werden. Falls dies in Einzelfällen nicht möglich ist, müssen die Mitarbeiter eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen.

 

Was ist bezüglich der Gästetoiletten zu beachten?

  • Die Gästetoiletten müssen regelmäßig gereinigt werden (Checkliste und Aushang: https://www.dehoga-bayern.de/fileadmin/user_upload/BHG_Checklisten_Toiletten.pdf).
  • Zudem muss sichergestellt werden, dass Flüssigseife, Einmalhandtücher und ggf. Händedesinfektionsmittel und Einmalhandschuhe zur Verfügung stehen.
  • Die Gäste sind über richtiges Händewaschen und Abstandsregelungen auch im Sanitärbereich zu informieren.
  • Lüfter und Handtrockner sind nicht erlaubt und müssen außer Betrieb genommen werden.
  • Soweit erforderlich, muss der Zugang geregelt werden, um die Einhaltung des Mindestabstands sicherzustellen.
 
 
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