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Ablauf der Generalsanierung mit Teilneubau

 

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Thomas Hübner

Thomas Hübner

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Planungsphase

Zu Beginn des Projektes wurden drei Standort-Szenarien erarbeitet und der Vollversammlung vorgestellt:

  • Verbleib am Standort Hauptmarkt mit einer „großen Pinselsanierung“ inkl. technisch notwendigen Instandhaltungs- und Instandsetzungsmaßnahmen
  • Verbleib am Standort Hauptmarkt mit einer Generalsanierung und Teilneubau
  • Standortwechsel an einen anderen innerstädtischen Standort (Realisierung eines Neubaus)

Um belastbare Aussagen treffen zu können, wurde zunächst mit Unterstützung externer Fachpartner das interne Nutzungs- und Kommunikationsverhalten der IHK ermittelt. Die Mitarbeiter wurden von Anfang  in den Prozess integriert.

Die Szenarien wurden einer Bestandsanalyse, einer Nutzwertanalyse und Wirtschaftlichkeitsberechnungen unterzogen. Bei der Auswertung nach betriebswirtschaftlichen und bedarfsorientierten Gesichtspunkten wurden natürlich auch die von der Vollversammlung gesetzten Ziele berücksichtigt.

Nach sorgfältiger Auswertung, Abwägung und Diskussion entschied die Vollversammlung, die Variante „Sanierung des Bestands sowie Teilabbruch und Teilneubau“ weiter zu untersuchen und einen europaweiten Architektenwettbewerb auszuloben.

Die Entscheidung der Vollversammlung wurde ausdrücklich auch mit der starken Verbundenheit der IHK mit ihrem traditionellen Standort begründet und ist insofern als ein klares Bekenntnis zur der Geschichte der Stadt Nürnberg und der gemeinsamen Historie zu verstehen (s. "Standort mit Tradition").

Architektenwettbewerb

Im November 2011 beschloss die Vollversammlung auf Vorschlag des Bauausschusses die Ausschreibung eines europaweiten Architektenwettbewerbs. Ziel war es, Vorschläge zu erhalten, wie die gesetzten Ziele baulich zu verwirklichen sind. Im Auftrag der IHK wurde der Architektenwettbewerb von Prof. Michael Stößlein, stm-Architekten Nürnberg, organisiert. Insgesamt wurden 105 000 Euro Preisgelder ausgeschrieben. Innerhalb der Bewerbungsfrist gingen 98 Bewerbungen ein, in die Endauswahl kamen 30 Teilnehmer.

Für die Beurteilung der Vorschläge wurde ein Preisgericht eingerichtet, bestehend aus sieben stimmberechtigen Preisrichtern und einer gleichen Anzahl an Stellvertretern sowie sechs Beratern bzw. Sachverständigen, darunter die Stadtheimatpflegerin der Stadt Nürnberg sowie der Verein der Altstadtfreunde Nürnberg. Den Vorsitz im Preisgericht führte Prof. Achatzi (Institut für Ökonomie und Organisation des Planens und Bauens der Fachhochschule Köln).

Preisträger des Architektenwettbewerbs

Der Gewinner des Architekturwettbewerbes Armin Behles (Architekturbüro Behles & Jochimsen, Berlin, M.) mit IHK-Präsident Dirk von Vopelius (l.) und IHK-Hauptgeschäftsführer Markus Lötzsch.

IHK-Präsident Dirk von Vopelius, Armin Behles vom Architekturbüro Behles & Jochimsen und IHK-Hauptgeschäftsführer Markus Lötzsch (v.l.) bei der Präsentation eines Modells.

Nach eingehender Prüfung  über die anonymisierten Entwürfe entschied sich das Preisgericht einstimmig für den Entwurf des Berliner Architektenbüros Behles & Jochimsen. Ihnen gelang es nach Ansicht des Preisgerichts besonders überzeugend, offene Strukturen und eine transparente Gestaltung mit der charakteristischen historischen Architektonik der Nürnberger Altstadt („Laubengänge“, Hinterhöfe etc.) zu verbinden.

Umsetzungsphase

Beschlussfassung der Vollversammlung

Um zu einer genauen und belastbaren Kostenaussage zu kommen, hat die Vollversammlung im Dezember 2012 beschlossen, eine detaillierte Kostenschätzung unter Einschaltung der erforderlichen Fachplaner vornehmen zu lassen. Die entsprechenden Kostenfeststellungen liefen bis in den Sommer 2013. 

In der Sitzung der Vollversammlung am 15. Oktober 2013 wurden die Ergebnisse vorgestellt. Basierend darauf gab die Vollversammlung grünes Licht für den Teilabriss und Teilneubau zur Errichtung des neuen „Haus der Wirtschaft“

Basierend auf dem damaligen Kenntnisstand beliefen sich die geschätzten Gesamtbaukosten des Projekts auf 27,5 Mio. Euro, auf die ein Sicherheitsaufschlag von 20 Prozent (5,5 Mio. Euro) aufgerechnet wurde, um Unwägbarkeiten abzufedern. Für Projektkosten wie Umzug und Miete für das Interimsquartier wurden 6,4 Mio. Euro kalkuliert. Zusammen ergaben sich Gesamtprojektkosten von 39,4 Mio. Euro.

Bauausschuss

Eine wichtige Rolle bei der Baumaßnahme übernimmt der Bauausschuss der IHK. Er wurde auf Beschluss der Vollversammlung im Jahr 2008 eingerichtet und berät die IHK bei Fragen der Bauplanung und -umsetzung aller baulichen Maßnahmen. Er setzt sich zusammen aus Mitgliedern der Vollversammlung, die von dieser bestellt wurden, und Vertretern des IHK-Hauptamtes. Zur Unterstützung zieht der Bauausschuss bei Bedarf weitere Experten hinzu.

Mitglieder des Bauausschusses

Vertreter des Ehrenamtes Vertreter des Hauptamtes
Jürgen Schlag designfunktion Nürnberg mbH (Vorsitzender) Markus Lötzsch (Hauptgeschäftsführer)
Wolf Maser Gebr. Maser GmbH, Nürnberg (Stv. Vorsitzender) Oliver Baumbach (Stv. Hauptgeschäftsführer, Geschäftsbereichsleiter Recht | Steuern)
Wolfgang Högner Planen Gesamtplanung GmbH, Neuendettelsau Dr. Kurt Hesse Geschäftsbereichsleiter Kommunikation
Wolfgang Küspert Küspert & Küspert Immobilien oHG, Nürnberg Joachim Wiesner Geschäftsbereichsleiter Zentrale Dienste
Peter Ottmann NürnbergMesse GmbH, Nürnberg Thomas Hübner Interne Dienste | Gebäudemanagement, Projektleiter
Jobst Dentler Georg Schenk Wohn- und Gewerbebau GmbH, Fürth Barbara Dottori Interne Dienste | Gebäudemanagement, Assistenz Projektleitung

Umzug und Baubeginn

Der Umzug in unser Interimsquartier Loftwerk erfolgte im April und Mai 2014. Um die Großbaustelle ohne Rangierverkehr am Hauptmarkt betreiben zu können und Rettungswege freizuhalten, mussten im Februar 2014 für die Baustelleneinrichtung mit Genehmigung der Stadt Nürnberg drei Bäume am Gebäude gefällt werden. Als verantwortungsbewusster Teil der Stadtgesellschaft wird die IHK so rasch wie möglich am selben Ort wieder große Bäume pflanzen und dabei deutlich über die Mindestanforderungen hinausgehen.

Im Mai 2014 wurde von der Vollversammlung beschlossen, das durch die archäologischen Arbeiten freigelegte Fundament zu nutzen, um dem Haus der Wirtschaft kostengünstig einen Keller hinzuzufügen. Dies erhöhte die Gesamtprojektkosten um 300 000 Euro.

Nachdem bei den archäologischen Arbeiten im Sommer 2015 bedeutende, archäologische Funde zu Tage getreten waren, dauern die Grabungen voraussichtlich bis April/Mai 2016 an. Die reinen Baukosten erhöhten sich u.a. aufgrund von Statikproblemen und Sicherungsmaßnahmen am "Haus zum Savoyschen Kreuz" sowie erhöhter Schadstoffbelastungen in den Bestandsgebäuden um rund zehn Prozent auf 30,6 Mio. Euro. Eine Reserve über 6,6 Mio. Euro wurde zur Absicherung von weiteren Unwägbarkeiten eingerichtet. Insgesamt belaufen sich die Gesamtprojektkosten, inklusive Archäologie- und Archäologiefolgekosten (z.B. Miete Interimsquartier), damit auf 49,3 Mio. Euro.

Nach den Abbrucharbeiten, den Ausschreibungs- und Genehmigungsverfahren und den archäologischen Analysen sollte im Mai 2015 mit dem Bau begonnen werden. Aufgrund bedeutender archäologischer Funde im Jahr 2015, wurden die Grabungsarbeiten der Archäologen ausgeweitet. Aufgrund einer Befunddichte, die weit über das von Experten angenommene Maß hinausgeht, hat sich der gesamt Projektterminplan verzögert. Daher konnte die Grundsteinlegung für das Haus der Wirtschaft erst am 10. Oktober 2016 gefeiert werden. Gemeinsam mit Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner und Nürnbergs Bürgermeister Christian Vogel legten IHK-Präsident Dirk von Vopelius, IHK-Hauptgeschäftsführer Markus Lötzsch, Wolf Maser, stv. Vorsitzender des IHK-Bauausschusses, und Peter Heil, Geschäftsführer des ausführenden Bauunternehmens Otto Heil GmbH & Co. KG in Eltingshausen, symbolisch den Grundstein. 

Die Fertigstellung des Haus der Wirtschaft ist für das vierte Quartal 2018 vorgesehen. Einzelheiten sind dem Zeitplan zu entnehmen.

Zeitplan

2010 bis 2011 Standortanalyse mit Entwicklungspotenzialen, Prüfung und Diskussion verschiedener Szenarien
10. November 2011 Beschluss Vollversammlung: Auslobung Architektenwettbewerb
Mai 2012  Beginn Architektenwettbewerb
11. und 12. Oktober 2012 Sitzung des Preisgerichts Architektenwettbewerb
16. Oktober 2012 IHK-Vollversammlung: Ergebnis Architektenwettbewerb
März bis September 2013 Vorplanung und Kostenschätzung
15. Oktober 2013 Genehmigung des Gesamtprojekts durch IHK-Vollversammlung
Oktober 2013 Beginn Umbau Ausweichquartier
Oktober 2013 bis Februar 2014 Entwurfsplanung mit Kostenberechnung
April 2014 Fertigstellung Umbau Ausweichquartier
April bis Mai 2014 Räumen der Gebäude am Hauptmarkt und Umzug
Mai 2014 bis März 2015 Trassenverlegungen, Sicherungsmaßnahmen Haus E, Abbrucharbeiten Haus B und D
September 2014 Abgabe Bauantrag bei Bauordnungsbehörde Nürnberg
September 2014 bis April/Mai 2016 (mit Unterbrechung durch Abbruch) Archäologie: Grabung unter den abgebrochenen Gebäudeteilen
2. Quartal 2016 Beginn Rohbau
10. Oktober 2016 Grundsteinlegung
20. Oktober 2017 Richtfest
Ende 2018 Gesamtfertigstellung
 
 
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