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„Kunststoffcampus Bayern“

Industriemeister aus Weißenburg

Kunststoffcampus Bayern © IHK Nürnberg für Mittelfranken

Die Teilnehmer des neuen Industriemeister-Studiengangs wurden von Landrat Gerhard Wägemann, IHK-Vizepräsidentin Erika Gruber, IHK-Hauptgeschäftsführer Markus Lötzsch, Unternehemensvertretern und den Professoren begrüßt.

Ein berufsbegleitendes Praxisstudium zum „Industriemeister Kunststoff und Kautschuk“ startete die IHK Nürnberg für Mittelfranken am „Kunststoffcampus Bayern“ in Weißenburg.

Dieses Angebot markiert den Beginn einer Bildungsinitiative für die Kunststoffindustrie in Westmittelfranken: An einem Ort werden für die Branche berufliche, akademische und schulische Qualifizierungen in Management- und Technik-Themen angeboten. Anlässlich des neuen Studiengangs unterzeichneten IHK-Hauptgeschäftsführer Markus Lötzsch und Ralph Stephan, Geschäftsführer der TSZ Weißenburg GmbH (der verantwortlichen Eigentümerin des „Kunststoffcampus Bayern, Technologie- und Studienzentrum Weißenburg“), die Kooperationsvereinbarung.

Im Verbund arbeiten die Hochschule Ansbach, die Technische Hochschule Deggendorf und die IHK Nürnberg für Mittelfranken am Campus zusammen. Gemeinsam mit der Fachschule für Kunststofftechnik in Weißenburg haben sie sich zum Ziel gesetzt, innovative und anspruchsvolle Weiterbildungen für Unternehmen und Berufstätige in der Kunststofftechnologie zu gestalten. Im Einzelnen werden sechs verschiedene Abschlüsse angeboten: Im technischen Bereich sind dies der Industriemeister Kunststoff und Kautschuk (IHK), der Techniker für Kunststofftechnik und ein Bachelor für Angewandte Kunststofftechnik. Im kaufmännischen bzw. Management-Bereich können Interessierte zwischen dem Technischen Fachwirt (IHK), dem Technischen Betriebswirt (IHK) und dem Bachelor Strategisches Management wählen.

Das Besondere der Bildungskooperation sind die Übergänge zwischen den Weiterbildungen, die aufeinander abgestimmt sind. So kann z. B. eine Techniker- oder Meisterausbildung mit einem Ingenieur- oder Management-Studium kombiniert werden, wobei Teile der Vorbildung angerechnet und damit die Studienzeiten optimiert werden. Die Studierenden der verschiedenen Abschlüsse sollen auch in gemeinsamen Projekten und verschiedenen Modulen zusammenarbeiten.

Alle im „Kompetenzzentrum“ angebotenen Qualifizierungen sind mindestens auf der Niveaustufe 6 des Deutschen Qualifikationsrahmens (DQR) angesiedelt; eine sogar auf dem Niveau 7, auf dem auch Master-Abschlüsse liegen. Im DQR sind bundeseinheitlich die Kompetenzniveaus von Bildungsabschlüssen definiert, um die Vergleichbarkeit von Abschlüssen und die Mobilität der Absolventen zu fördern.

 

WiM – Wirtschaft in Mittelfranken, Ausgabe 03|2017, Seite 40

 
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