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Feng Shui im Büro

Ist es so angenehm?

Eine inspirierende Arbeitsatmosphäre ist die Basis erfolgreichen Schaffens. Ein Arbeitsplatz, der nach den Kriterien des Feng Shui gestaltet ist, kann das Wohlbefinden und die Leistung steigern. Von Susanne Grethlein

Jeden Tag verbringen die Mitarbeiter viele Stunden im Büro. Dessen Gestaltung beeinflusst nicht nur die Stimmung der Menschen, sondern auch die Effizienz der Arbeitsprozesse. Ein durchdacht gestalteter Arbeitsplatz motiviert und inspiriert; dort fällt es leichter, mit Freude zu Werke zu gehen und flexibel und offen für neue Perspektiven zu sein. Feng Shui kann dabei helfen, eine solch positive Arbeitsatmosphäre zu schaffen.

Wer zum ersten Mal Bekanntschaft mit Feng Shui macht, denkt vielleicht an Bambusflöten oder an Feuer speiende Drachen. Müssen wir also unsere Arbeitsräume mit fremdländisch anmutenden Utensilien behängen? Natürlich nicht, aber wer sich mit dieser Lehre beschäftigt, wird sehr schnell feststellen: Vieles, was Feng Shui aussagt, stimmt auch mit europäischen Einrichtungslehren überein. Das ist kein Zufall, denn die Grundlagen, auf denen Feng Shui beruht, wurden im Laufe der Geschichte durch Naturbeobachtung entdeckt und dies nicht nur in China, sondern rund um den Globus. Die Grundgedanken der Arbeitsplatzgestaltung nach Feng Shui sind einleuchtend: Es geht um Ordnung, Arbeitsergonomie und den Einsatz vorteilhafter Gegenstände im Raum - mit dem Ziel, durch die äußere Umgebung die inneren Arbeitsabläufe zu unterstützen.

Der Schreibtisch

Dem Standort und der Ausrichtung des Schreibtisches kommt im Feng Shui eine besondere Bedeutung zu. Idealerweise sitzt man mit dem Rücken zur Wand und mit dem freien Blick in den Raum. Optimal ist es dabei, die Tür im Auge zu haben. Eine Sitzposition mit dem Rücken direkt vor dem Fenster ist eher als ungünstig zu betrachten, da hier der psychologische „Rückenschutz“ fehlt. Besteht jedoch keine andere Möglichkeit, können Lamellenstores diese wichtige Funktion übernehmen.

Blickt man vom Schreibtisch aus direkt auf eine Wand, kann das die Sicht begrenzen und Perspektiven reduzieren. Gibt es tatsächlich keine Möglichkeit, den Schreibtisch umzustellen und den Blick in den Raum hinein zu eröffnen, sollte zumindest ein stimmiges Bild an der Wand angebracht werden. Ungünstig ist es, den Schreibtisch so zu stellen, dass man die Tür im Rücken hat, weil dann ein Teil der Aufmerksamkeit unbewusst stets nach hinten gelenkt wird. Kann der Schreibtisch aber nicht anders positioniert werden, können ein kleiner Spiegel oder eine silberne, glänzende Schreibtischkugel auf dem Tisch Abhilfe schaffen, sodass man das Geschehen hinter sich im Blick hat.

Der Arbeitstisch sollte großzügig und stabil sein, idealerweise ist er auch in der Höhe verstellbar. Runde geschwungene Tischformen unterstützen die Kreativität und fördern die Kommunikation. Sie sind daher die idealen Tischkombinationen für Brainstormings, Konferenzen und persönliche Gespräche. Die rechteckige Tischform ist nach Feng Shui vor allem für analytische, denkorientierte Menschen gut geeignet. Vom durchsichtigen Glastisch ist dagegen abzuraten, weil die Aufmerksamkeit quasi durch die Tischplatte hindurch „ins Bodenlose“ fällt.

Die Arbeitsutensilien

Was braucht man wirklich für die tägliche Arbeit? Welche Gegenstände wollte man schon längst entsorgen? Werden die To-Do-Listen aus dem vergangenen Jahr tatsächlich noch benötigt? Solche Fragen sollte man sich von Zeit zu Zeit stellen, denn Ordnung ist das oberste Gebot am Arbeitsplatz. Ein aufgeräumter Schreibtisch zeugt von Klarheit im Denken und Handeln. Ein mit Haftnotizen übersäter Monitorrand dagegen erzeugt optischen Stress und zerstreut die Aufmerksamkeit. Daher gilt: Weg mit allem visuellen Ballast!

Von Vorteil ist es, auch auf die Wirkung von Farben zu achten. Farben wie Orange, Gelb, ein warmes Rot oder ein klares Grün wirken sich positiv auf die Stimmung aus. Das sollten die Mitarbeiter berücksichtigen, wenn sie Mousepad, Stiftebecher und andere Büroutensilien über die betriebliche Materialausgabe bestellen. In den meisten Unternehmen dürfen die Mitarbeiter diese Gegenstände selbst aussuchen und haben damit etwas Spielraum, um das Ambiente angenehm zu gestalten.

Viele Bürogeräte geben Stoffe an die Umgebung ab, die den Organismus belasten können. Dazu gehören beispielsweise Emissionen von Laserdruckern und Kopierern sowie Tonerstaub. Durch ausreichendes Lüften kann man etwas Abhilfe schaffen, aber auch durch das Aufstellen gesunder Grünpflanzen, die die Raumatmosphäre verbessern und luftreinigend wirken. Große buschige Pflanzen, richtig platziert, lockern den Raum auf und wirken darüber hinaus schalldämpfend. Ideale Pflanzen, um die Raumenergie zu erhöhen, sind Grünlilien oder ein Zimmerbambus, aggressiv wirken dagegen Kakteen, Pflanzen mit Stacheln oder Yucca-Palmen. So lässt sich mit einfachen Mitteln ein guter Arbeitsplatz schaffen, der die Kreativität und den Erfolg positiv unterstützen kann.

Autor: Susanne Grethlein, ist Inhaberin der Firma Erfolgsraum in Fürth und Feng Shui-Beraterin sowie Geo- und Elektrobiologin, ausgebildet vom Deutschen Feng Shui Institut (DFSI) in Freiburg (s.grethlein@erfolgsraum.info).
 

WiM – Wirtschaft in Mittelfranken, Ausgabe 11|2012, Seite 46

 
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