Telefon: +49 911 1335-1335

Forschung | Innovation | Technologie AKTUELL

 

Ansprechpartner/innen (2)

Dr.-Ing. Robert Schmidt

Dr.-Ing. Robert Schmidt

Leiter des Geschäftsbereichs Innovation | Umwelt; Grundsatzfragen Innovations-, Industrie-, Technologie-, Digital-, Energie- und Umweltpolitik Tel: +49 911 1335 1299
Dr. rer. nat. Elfriede Eberl

Dr. rer. nat. Elfriede Eberl

Innovation, Forschung, Hochschulen, Technologietransfer Tel: +49 911 1335 1431

Ausgabe 01 | 2022 - Januar 2022 Erscheinungsdatum: 28. Januar 2022

Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser,

mit unserem Infoletter "Forschung | Innovation | Technologie AKTUELL" aus dem IHK-Geschäftsbereich Innovation | Umwelt erfahren Sie Neues und Wissenswertes aus den Bereichen Forschung, Innovation und Technologie. Wir haben für Sie ausgewählte Nachrichten aus der Metropolregion Nürnberg, Bayern, Deutschland und der Europäischen Union und darüber hinaus zusammengestellt. Zudem informieren wir Sie über Veranstaltungen unseres Geschäftsbereiches.

Aktuelles aus der Metropolregion Nürnberg | Bayern

Bewerbungsstart für den Innovationspreis Bayern ab 24.Januar 2022

Teilnahmeberechtigt sind alle Unternehmen in Bayern, unabhängig von Branche und Unternehmensgröße. Prämiert werden Produkt- und Verfahrensinnovationen sowie innovative technologieorientierte Dienstleistungen, die vor nicht mehr als vier Jahren im Markt eingeführt wurden. Der Innovationspreis Bayern ist finanziell nicht dotiert und wird in Form von drei Hauptpreisen verliehen. Außerdem können bis zu vier Sonderpreise vergeben werden. Die festliche Preisverleihung findet am 21.11.2022 statt.

 

Bewerben Sie sich jetzt!

Vom 24. Januar 2022 bis zum 1. April 2022 können sich Unternehmen - unabhängig von Branche und Unternehmensgröße - um den Innovationspreis Bayern 2022 online bewerben. Wenn der Unternehmenssitz in Mittelfranken ist, dann reichen Sie bitte Ihre Bewerbungsunterlagen bei ihrer IHK Nürnberg für Mittelfranken ein.

 

Bewerbungsunterlagen und die Richtlinie zum Preis stehen Ihnen unter www.innovationspreis-bayern.de zur Verfügung. Dort finden Sie weitere Informationen zu den Teilnahmebedingungen und das Bewerbungsformular.

 

Bewerbungsschluss ist der 1. April 2022.

 

Bewerbungen, die die Voraussetzungen für eine Teilnahme nicht erfüllen, können nicht berücksichtigt werden. Die Teilnahme am Wettbewerb ist gebühren- und kostenfrei.

 

 

IHK-Ansprechpartnerin:

Dr. Elfriede Eberl

E-Mail: elfriede.eberl@nuernberg.ihk.de

Tel.: 0911-1335-1431

Industrie- und Handelskammer Nürnberg für Mittelfranken

Geschäftsbereich Innovation | Umwelt

 Quelle: Industrie- und Handelskammer Nürnberg für Mittelfranken

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Dr. rer. nat. Elfriede Eberl (Tel: +49 911 1335 1431, elfriede.eberl@nuernberg.ihk.de)

Investitionen für die FAU: Ausschreibung für Neubau der Erziehungswissenschaften ist erfolgt

Mit Investitionen in Milliardenhöhe baut der Freistaat den FAU-Rang als Forschungsstätte von Weltrang weiter aus. Das ist ein Riesenschub für die gesamte Region und den Wirtschaftsstandort Mittelfranken. Dazu tragen auch Meilensteine wie das im Juli eingeweihte Helmholtz-Institut für Erneuerbare Energien auf dem Südgelände bei. Mit knapp 36 Millionen Euro Förderung hat der Freistaat den Neubau inklusive Erstausstattung und Großgeräte vollständig finanziert. Außerdem konnte im Mai mit der Grundsteinlegung des neuen Max-Planck-Zentrums für Physik und Medizin ein ganz neues Kapitel etwa im Kampf gegen Krebs aufgeschlagen werden (rd. 60 Millionen Euro Investition).

Laut Präsidenten der FAU Joachim Hornegger wurden mit Bauvorhaben wie dem Himbeerpalast, dem Hörsaalgebäude in der Henkestraße und dem Bau für unsere Lehrkräftebildung die Bedürfnisse von Lehre und Forschung priorisiert. Mit der Sanierung des Markgräflichen Schlosses wird auch das zentrale Repräsentationsgebäude und das Wahrzeichen der Stadt Erlangen wieder erstrahlen und mehr noch als bisher der gesamten Stadtbevölkerung offenstehen.

Bereits fertiggestellt sind unter anderem der erste Bauabschnitt des Neubaus des Chemikums mit einem Gesamtvolumen von etwa 100 Millionen Euro sowie der Forschungsbau für ein Interdisziplinäres Zentrum für nanostrukturierte Filme des Exzellenzclusters 'Engineering of Advanced Materials', der mit rund 40 Millionen zu Buche schlägt. Zudem ist der Neubau für die Fächer Mathematik und Informatik bereits bezogen. Die Generalsanierung der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät läuft aktuell. Die Investitionen in diese und weitere Projekte der letzten Jahre betragen insgesamt rund 400 Millionen Euro.

Zudem ist die Finanzierung für zentrale Zukunftsprojekte gesichert. Auf dem Südgelände werden zwei neue Hörsaalgebäude für die Technische und Naturwissenschaftliche Fakultät entstehen, zudem werden knapp 120 Millionen Euro für den Neubau für die Technische Chemie bereitgestellt. In noch größere finanzielle Dimensionen stoßen die Erweiterung und der Umbau des Himbeerpalasts, das neue Audimax- und Hörsaalzentrum der Philosophischen Fakultät und der Neubau für den zweiten Bauabschnitt des Chemikums. Die Finanzierung ist für alle genannten Projekte gesichert und die Planungen laufen.

Um den am Standort Nürnberg ansässigen Erziehungswissenschaften möglichst zügig neue und moderne Räumlichkeiten und Gebäude zur Verfügung stellen zu können, hat sich die Staatsregierung für eine Bestellbau-Lösung ausgesprochen. Konkret bedeutet das Konzept des Bestellbaus, dass ein Investor auf seinem Grundstück ein Gebäude nach den Vorgaben des Freistaats errichtet. Im Gegenzug wird das Gebäude für mindestens 20 Jahre fest angemietet. Nach dieser Zeit ist für den Freistaat eine Ankaufsoption vorgesehen. Seit dem gestrigen Dienstag (21.12.2021) können sich Investoren für dieses ÖPP-Projekt bewerben. Das Vorhaben soll im Norden der Stadt Nürnberg und in Laufweite der künftigen Stadt-Umland-Bahn verwirklicht werden. Die beiden Universitätsstädte Erlangen und Nürnberg erfahren dadurch eine noch bessere Verzahnung.

Eine realistische Perspektive gibt es auch für das Erlanger Schloss. Das staatliche Bauamt Erlangen hat die baufachlichen Vorbereitungen für einen Bauantrag inzwischen abgeschlossen. Die Universität kann den abschließenden Projektantrag nun beim Wissenschaftsministerium einreichen. Vorbehaltlich der Zustimmung durch den Bayerischen Landtag zum Haushaltsentwurf der Staatsregierung für 2022 kann der Antrag im Frühjahr des kommenden Jahres genehmigt werden. Der für die Finanzierung erforderliche finanzielle Spielraum wäre in den Planungen der Staatsregierung vorhanden.

Pressesprecher: Oliver Platzer
Telefon: (089) 2192 -2108
Telefax: (089) 2192 -12721
E-Mail: presse@stmi.bayern.de

Quelle: Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration

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Dr.-Ing. Robert Schmidt (Tel: +49 911 1335 1299, Robert.Schmidt@nuernberg.ihk.de)

Dr. rer. nat. Elfriede Eberl (Tel: +49 911 1335 1431, elfriede.eberl@nuernberg.ihk.de)

Technische Universität Nürnberg: Erstes Department errichtet und Professor für Künstliche Intelligenz und Robotik berufen

NÜRNBERG. Wissenschaftsminister Bernd Sibler freut sich sehr über die Besetzung: „Mit Prof. Dr. Wolfram Burgard konnten wir einen national wie international hochrenommierten KI- und Robotik-Spezialisten für die TU Nürnberg gewinnen. Er gilt als einer der bedeutendsten Experten auf den Gebieten des maschinellen Lernens und autonomer, intelligenter Systeme und ist unter anderem Träger des Leibniz-Preises der DFG. Mit seiner breiten Erfahrung und interdisziplinären Expertise passt er hervorragend zum innovativen Profil der TU Nürnberg. Es spricht sehr für die Aufbauarbeit des Gründungspräsidiums, dass ein derart hochqualifizierter Professor berufen werden konnte. Ich rufe ihm ein herzliches Willkommen an unserer jüngsten bayerischen Universität zu und wünsche ihm viel Erfolg und Freude bei der neuen Aufgabe.“ Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Hans Jürgen Prömel, Gründungspräsident der Technischen Universität Nürnberg betont: „Wir möchten uns an der TU Nürnberg mit den Zukunftsfeldern der Technikwissenschaften beschäftigen und diese mit gesellschaftsrelevanten Themen verknüpfen. Um dieses fachliche Profil gemeinsam zu entwickeln, brauchen wir Menschen, die die entsprechende fachliche Kompetenz und visionären Weitblick mitbringen. Deshalb freue ich mich sehr, dass wir mit Prof. Burgard einen renommierten Experten gewinnen konnten, der genau diese Fähigkeiten mitbringt – und mit seinem Wissen und seinem Tatendrang unser Department Engineering aufbaut.“

Gründungs-Chair des Departments Engineering: Prof. Dr. Wolfram Burgard
Mit Prof. Dr. Wolfram Burgard hat die Technische Universität Nürnberg den ersten Gründungs-Chair bestellt. Er wird das Department Engineering aufbauen sowie Lehre, Forschung und Transfer an der TU Nürnberg mitentwickeln. Mit dem Bereich Künstliche Intelligenz und Robotik soll im Laufe des Jahres ein erster Schwerpunkt an der TU Nürnberg aufgebaut werden.
Zuvor war Prof. Dr. Burgard Professor für Autonome Intelligente Systeme an der Universität Freiburg. Seine Promotion schloss er 1991 am Institut für Informatik an der Universität Bonn ab. Inhaltlich legt der Wissenschaftler seinen Schwerpunkt auf die Kombination von Robotik und Künstlicher Intelligenz sowie die Entwicklung innovativer Ansätze für mobile Roboter. Für seine Arbeiten erhielt Prof. Burgard eine Vielzahl an Ehrungen und Preisen, darunter der Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis und der Advanced Grant des Europäischen Forschungsrats. Erst im Jahr 2021 wurde er mit dem Technical Field Award des Institute of Electrical and Electronics Engineers ausgezeichnet. Der Informatik-Experte ist unter anderem Mitglied der Akademie der Wissenschaften Leopoldina. Weiter ist er Ehrenmitglied des European Coordination Committee for Artificial Intelligence, des Institute of Electrical and Electronics Engineers und der American Association for Artificial Intelligence.

„Einer der Kernaspekte im Ansatz der TU Nürnberg ist die Verknüpfung von technischen und geisteswissenschaftlichen Studienfächern. Eine solche Ausrichtung ist eine grundlegende Voraussetzung, um in der Zukunft den Anforderungen am Arbeitsmarkt und in der Forschung gerecht zu werden. Ich freue mich sehr, dass ich dieses Konzept mitgestalten kann – und darüber, dass wir im Department Engineering mit einem so zukunftsweisenden Schwerpunkt wie dem der Künstlichen Intelligenz und der Robotik den Auftakt setzen“, erklärt Prof. Dr. Wolfram Burgard.

Departments statt Fakultäten
Im Gegensatz zu anderen Universitäten wird es an der TU Nürnberg keine klassischen Fakultäten und keine klaren Fächergrenzen geben. Kerngedanke ist eine interdisziplinäre Struktur, die es ermöglicht, fächer- und themenübergreifend zu studieren. Aus diesem Grund werden, nach internationalem Vorbild, Departments eingeführt. Im Jahr 2022 wird der Fokus auf dem Aufbau des Departments Engineering liegen. Dieses wird alle ingenieurwissenschaftlichen Disziplinen an der TU Nürnberg bündeln. Weitere Besonderheiten neben dem interdisziplinären Ansatz sind die internationale und digitale Ausrichtung der Universität.

Ansprechpartnerin:

Tina Thiele, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit,
public-relations@utn.de, +49 911 9274 1020

Die Technische Universität Nürnberg wurde am 1. Januar 2021 gegründet. Sie ist die erste Neugründung einer staatlichen Universität in Bayern seit 1978. Mit einem konsequent interdisziplinären Ansatz, einem innovativen Fächerspektrum, neuen Lehrmethoden und einer zukunftsweisenden Organisationsstruktur soll eine Universität mit Modellcharakter in Lehre und Forschung entstehen. Geplant ist eine Universität, die international, interdisziplinär und digital ausgerichtet ist. Im Endausbau sollen rund 6.000 junge Menschen auf einem urbanen, in die umliegenden Stadtviertel vernetzten Campus studieren.

 Quelle: Technische Universität Nürnberg

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Dr. rer. nat. Ronald Künneth (Tel: +49 911 1335 1297, ronald.kuenneth@nuernberg.ihk.de)

Dr.-Ing. Robert Schmidt (Tel: +49 911 1335 1299, Robert.Schmidt@nuernberg.ihk.de)

Technische Universität Nürnberg wächst - Erste Gründungsvizepräsidentin tritt Amt an

NÜRNBERG.„Der Aufbau der Technischen Universität Nürnberg schreitet stetig voran – baulich, konzeptionell und auch personell. Wir freuen uns natürlich ganz besonders, dass wir mit Frau Prof. Dr. Jahnke eine ausgewiesene Expertin für digitale Didaktik begrüßen dürfen, die zugleich das Amt einer Vizepräsidentin für Studium, Lehre und Internationales übernimmt“, erklärt Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Hans Jürgen Prömel, Gründungspräsident der Technischen Universität Nürnberg, angesichts des personellen Zuwachses.

Auch Wissenschaftsminister Bernd Sibler freut sich über die Besetzung einer der Schlüsselpositionen an der TU Nürnberg: „Mit Prof. Dr. Isa Jahnke konnten wir eine absolute Koryphäe auf dem auch für die Zukunft so wichtigen Feld des digitalen Lernens gewinnen. Mit ihrer interdisziplinären Expertise passt sie hervorragend zum innovativen Profil der TU Nürnberg. Zudem hat sie als Professorin und Forschungsdirektorin an der Universität Missouri-Columbia in den USA wertvolle Erfahrungen gesammelt, die sie hervorragend für die Vizepräsidentschaft im Bereich Studium, Lehre und Internationales qualifizieren. Ich rufe ihr ein herzliches Willkommen an unserer jüngsten bayerischen Universität zu und wünsche ihr viel Erfolg und Freude bei der neuen Aufgabe.“

Gründungsvizepräsidentin für Studium, Lehre und Internationales: Prof. Dr. Isa Jahnke

Prof. Dr. Isa Jahnke wurde in einem sogenannten Leuchtturmverfahren, das heißt ohne Ausschreibung, als Professorin für „Information Science & Learning Technologies“ an die TU Nürnberg berufen. Zudem wird sie als erste Gründungsvizepräsidentin das Präsidium um Präsident Prof. Prömel und Kanzler Dr. Markus Zanner erweitern. Der inhaltliche Schwerpunkt der Wissenschaftlerin liegt auf dem Auf- und Ausbau des digitalen Lehrens und Lernens. Seit über 15 Jahren beschäftigt sie sich mit der Thematik: In zahlreichen Projekten und Publikationen hat sie den Einsatz und die Gestaltungspotenziale von neuen Medien in Hochschule und Schule erforscht. „Als Gründungsvizepräsidentin für Studium, Lehre und Internationales erhalte ich die einzigartige Gelegenheit, innovative, digital-gestützte und evidenzbasierte Lerndesigns von Anfang an in der Universität zu integrieren und dort nachhaltig zu verankern“, freut sich Prof. Jahnke. „Das Konzept der TU Nürnberg ermöglicht es uns, didaktische Ansätze in der Hochschullandschaft neu zu denken.“

Ihre Promotion zur Dr. phil. hat Frau Prof. Jahnke im Jahr 2005 an der TU Dortmund abgeschlossen. Von 2011 bis 2015 hatte sie eine Professur am Department für Applied Educational Sciences an der Umeå Universität in Schweden inne. Von 2015 bis 2021 war sie Professorin an der School of Information Science and Learning Technologies der Universität Missouri-Columbia in den USA. Dort arbeitete sie unter anderem als Forschungsdirektorin für das Information Experience Lab.

Interdisziplinäre, internationale und digitale Universität

Das Konzept der TU Nürnberg ist interdisziplinär, international und digital ausgerichtet. Der digitale Ansatz wird in neuen Lehrformen, in Ausstattung und mit Lehr- und Forschungsschwerpunkten sichtbar werden, die sich an den Themen der Digitalisierung orientieren.

Ansprechpartnerinnen:

Tina Thiele/Konstanze Schön, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit,

public-relations@utn.de, +49 911 9274 1020

Die Technische Universität Nürnberg wurde am 1. Januar 2021 gegründet. Sie ist die erste Neugründung einer staatlichen Universität in Bayern seit 1978. Mit einem konsequent interdisziplinären Ansatz, einem innovativen Fächerspektrum, neuen Lehrmethoden und einer zukunftsweisenden Organisationsstruktur soll eine Universität mit Modellcharakter in Lehre und Forschung entstehen. Geplant ist eine Universität, die international, interdisziplinär und digital ausgerichtet ist. Im Endausbau sollen rund 6.000 junge Menschen auf einem urbanen, in die umliegenden Stadtviertel vernetzten Campus studieren.

 Quelle: Technische Universität Nürnberg

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Dr.-Ing. Robert Schmidt (Tel: +49 911 1335 1299, Robert.Schmidt@nuernberg.ihk.de)

Dr. rer. nat. Elfriede Eberl (Tel: +49 911 1335 1431, elfriede.eberl@nuernberg.ihk.de)

Staatsminister Thorsten Glauber eröffnete neuen Standort der Kontrollbehörde für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen in Altdorf

Der neue Standort der KBLV in Altdorf im Landkreis Nürnberger Land ist ab sofort für die Überwachung von großen Tierhaltungsbetrieben sowie von komplexen Lebensmittel- und Non-Food-Betrieben im nördlichen Bayern zuständig. Der Hauptsitz der KBLV ist in Kulmbach, weitere Standorte sind in Erding und Buchloe. Bayerns Umwelt- und Verbraucherschutzminister Thorsten Glauber eröffnete die neue Dienststelle der KBLV in Altdorf offiziell am Montag, 8. November 2021.

Adresse: KBLV-Dienststelle Altdorf, Nürnberger Straße 29, 90518 Altdorf.

Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz

 

 

 

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Dr.-Ing. Robert Schmidt (Tel: +49 911 1335 1299, Robert.Schmidt@nuernberg.ihk.de)

Veranstaltungsübersicht

Aktuelle Veranstaltungen aus dem Geschäftsbereich Innovation | Umwelt

 

Aktuelles aus Deutschland

Ideenwettbewerb High Five – Mittelstand in die Normung

Mit dem Ideenwettbewerb High Five möchte das DIN konkrete Ideen sammeln. Für die fünf besten Ideen können Mitwirkende Preise gewinnen.

So können Sie mitmachen:

  • Wer: Unternehmen; Normende, Vertretende eines Verbandes oder einer anderen mittelständisch geprägten Plattform könnensich an diesem Wettbewerb beteiligen.
  • Wann: die Bewerbungsfrist läuft ab sofort bis zum 15. April 2022
  • Wie: Sie können Ihre Idee(n) im Fließtext oder in Stichworten zu einem oder mehreren Themenfeldern einreichen. Jede Idee ist auf maximal einer DIN-A4-Seite formlos auf Deutsch oder Englisch einzureichen. Schicken Sie Ihre Idee an: alexandra.horn@din.de
  • Auswertung: Eine Jury wertet die Ideen im April 2022 aus. Im Mai 2022 werden die Gewinner*innen unter der von den Bewerber*innen angegebenen Adresse per E-Mail kontaktiert. Mit jedem/r Preisträger*in entscheiden wir gemeinsam, wie die Idee umgesetzt oder weitergeführt werden kann.

Hinweis: Verbände und Start-ups können sich auch bewerben. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Mehrfach gewinnen ist nicht möglich. Konsortien können sich nicht bewerben. Hinweise zum Datenschutz finden Sie hier.

Bewertung

Die Ideen gehen direkt und gesammelt an eine Jury und werden dort ausgewertet. Die Bewertung der eingegangenen Ideen orientiert sich u.a. an folgenden Punkten:

  • Neuartigkeit der Idee
  • Realistische Umsetzbarkeit
  • Plausibilität

Zu diesen fünf Themenfeldern werden Ideen gesucht

Themenfeld 1:

Viele kleine und mittlere Unternehmen (KMU) wissen nicht, wie Normen ihr Geschäftsmodell und den Markt beeinflussen. Welche Maßnahmen schlagen Sie vor, um mehr Bewusstsein dafür bei KMU zu schaffen?

Themenfeld 2:

Welche Ideen haben Sie, wie personelle und finanzielle Engpässe bei KMU überwunden werden können und sie sich dennoch in die
Normung einbringen können?

Themenfeld 3:

In der Normung werden zahlreiche Themen behandelt. Wie kann ein KMU die für das eigene Geschäftsmodell maßgeschneiderten und relevanten Informationen erhalten?

Themenfeld 4:

Um in der Normung mitzuarbeiten, sollte man die Normungsprozesse kennen. Wie können KMU oder KMU Multiplikator*innen fit gemacht werden für die Normung?

Themenfeld 5:
KMU benötigen in der Anwendung der Norm eine niederschwellige praxistaugliche "Norm für die Hosentasche“. Wie kann so eine Norm aussehen?

Quelle: DIHK

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Dr. rer. nat. Elfriede Eberl (Tel: +49 911 1335 1431, elfriede.eberl@nuernberg.ihk.de)

Deutscher Zukunftspreis geht an Team von BioNTech

Seit Anfang 2020 hält COVID-19 die Welt in Atem. Die Krankheit, die von dem neuartigen Coronavirus hervorgerufen wird, hat weltweit inzwischen rund 4,5 Millionen Menschen das Leben gekostet. Viele Betroffene leiden auch Monate nach ihrer Genesung weiterhin an gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Lange gab es gegen die Krankheit, die sich rasch zu einer Pandemie entwickelt hat, weder wirksame Medikamente noch einen Impfstoff. Einen solchen zu entwickeln und zu testen, dauert normalerweise etliche Jahre. Eine entscheidende Frage im Kampf gegen COVID-19 war: Gibt es eine Möglichkeit, deutlich schneller an einen effektiven Impfstoff zu gelangen?

Prof. Dr. Ugur Sahin , Dr. Özlem Türeci und Prof. Dr. Christoph Huber sowie Katalin Karikó Ph.D. haben sich bereits seit Jahrzehnten mit der mRNA-Technologie beschäftigt, die die Basis für den COVID-19-Impfstoff von Pfizer/BioNTech bildet. Die Nominierten schafften es als Erste, einen Impfstoff gegen COVID-19 zu entwickeln und bis zur Zulassung zu bringen – und das in einer beispiellos kurzen Zeit. Dabei bauten sie auf die neuartige mRNA-Technologie. Dieses Biomolekül, eine Ribonukleinsäure, sorgt in den Zellen dafür, dass genetische Information in Proteine umgewandelt – im Fachjargon: kodiert – wird.

Das Team konnte bei der Entwicklung eines COVID-19-Impfstoffs, der auf dieser Technologie basiert, auf tiefgreifende Kenntnisse und jahrzehntelange Erfahrungen aus der Forschung an Immuntherapien – insbesondere gegen Krebserkrankungen – auf der Basis von mRNA aufbauen. Ugur Sahin ist Vorstandsvorsitzender von BioNTech, Özlem Türeci Vorstand für Medizin. Christoph Huber ist wissenschaftlicher Berater und Mitglied im Aufsichtsrat. Er hat BioNTech 2008 gemeinsam mit Uğur Şahin und Özlem Türeci gegründet. Katalin Karikó arbeitet seit 2013 für BioNTech und fungiert seit 2019 als Senior Vice President.

Katalin Karikó erkannte Ende der 1980er-Jahre, dass sich mit künstlich hergestellter Boten-RNA Krankheiten individuell und zielgerichtet behandeln lassen. Es gelang ihr, einen Baustein der synthetischen RNA so zu verändern, dass das Biomolekül medizinisch nutzbar wird. Ugur Sahin und Özlem Türeci griffen diesen Ansatz gemeinsam auf und entwickelten die mRNA-Technologie weiter – unterstützt durch den Onkologen und Immunologen Christoph Huber, der bis 2009 Direktor der Medizinischen Klinik an der Universitätsmedizin der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz war. Das Unternehmen BioNTech gründeten Ugur Sahin , Özlem Türeci und Christoph Huber mit der Vision, eine neue Art von Therapie zu etablieren, die auf die körpereigenen Abwehrkräfte setzt und das Potenzial des menschlichen Immunsystems für die Heilung von Krankheiten nutzt.

Die mRNA-Technologie lässt sich auch zur Entwicklung von Impfstoffen nutzen. Dabei übermittelt die mRNA die zur Herstellung von Antigenen nötige genetische Information an Zellen im Muskelgewebe. Damit stellen die Zellen nach dem von der Boten-RNA gelieferten Bauplan Proteine her, die eine Reaktion des Immunsystems auslösen: die Grundlage für eine Immunisierung.

Als Anfang 2020 erste Zeichen auf eine bevorstehende Pandemie durch COVID-19 hindeuteten, nutzte das Gründerpaar Ugur Sahin und Özlem Türeci BioNTechs proprietäre mRNA-Technologie zum Kampf gegen die Ausbreitung der neuen Erkrankung. Aufbauend auf ihrer jahrzehntelangen Forschung und Entwicklung haben sie sich mit dem sogenannten „Project Lightspeed“ sprichwörtlich das Ziel gesetzt, in Lichtgeschwindigkeit einen sicheren und effektiven COVID-19 Impfstoff zu entwickeln. Dazu kreierten sie zunächst eine Reihe von potenziell wirksamen Biomolekülen und identifizierten daraus vier besonders aussichtsreiche Impfstoffkandidaten. Zusammen mit den Pharmakonzernen Pfizer aus den USA und Fosun Pharma aus China startete das Team bei BioNTech mit diesen vier Substanzen gleichzeitig eine Reihe von klinischen Studien in mehreren Ländern, darunter auch in Deutschland, an denen insgesamt rund 44.000 Menschen teilnahmen.

Die besonders effiziente parallele Vorgehensweise führte bereits in weniger als einem Jahr zum Ziel – viel schneller als bei der Entwicklung jedes anderen Impfstoffs zuvor. Die Ergebnisse der Studien belegen für den besten der getesteten Wirkstoffkandidaten einen 95-prozentigen Schutz gegen Infektion mit dem Virus. Der Impfstoff, der nun unter dem Produktnamen COMIRNATY® bekannt ist, erhielt Anfang Dezember 2020 eine Notfallzulassung in Großbritannien, gefolgt von zahlreichen vorläufigen Zulassungen in weiteren Ländern. Er war der weltweit erste zugelassene Impfstoff gegen COVID-19 mit einer abgeschlossenen Phase-3-Studie und zugleich der erste auf Basis der mRNA-Technologie. Mittlerweile ist bewiesen, dass er nicht nur effektiv gegen die ursprüngliche SARS-CoV-2-Variante schützt, sondern auch gegen alle bislang bekannten neu aufgetretenen Varianten. Falls jedoch nötig, ermöglicht die mRNA-Technologie eine schnelle Anpassung des Impfstoffs an Mutationen des Virus, die nicht vom aktuellen Impfstoff gedeckt sind. Zudem eignet er sich für Auffrischungsimpfungen.

Bis Ende 2021 sollen rund drei Milliarden Dosen des COVID-19-Impfstoffs ausgeliefert sein. Darin enthalten ist auch eine große Menge an Impfstoff, den einkommensschwache Länder zum Selbstkostenpreis erhalten. Um den weltweiten Impfstoffbedarf bestmöglich abdecken zu können, hat das Mainzer Unternehmen bereits sehr früh große Produktionskapazitäten aufgebaut, unter anderem durch die Übernahme einer Produktionsstätte in Marburg, wo sich etwa 1 Milliarde Impfdosen pro Jahr herstellen lassen. Darüber hinaus hat BioNTech gemeinsam mit seinen Partnern bereits früh ein globales Vertriebsnetz aufgebaut, um den Impfstoff so schnell wie möglich so vielen Menschen wie möglich zur Verfügung stellen zu können.

Neben dem erfolgreichen Einsatz gegen die COVID-19-Pandemie verfolgen Ugur Sahin und Özlem Türeci weiterhin das von Anfang an gesteckte Ziel, die mRNA-Technologie zur Entwicklung von innovativen Medikamenten und Impfstoffen gegen eine Vielzahl von Erkrankungen zu nutzen. Besonders weit fortgeschritten sind sie im Bereich der Krebsbehandlung. Dazu hat das Team bei BioNTech bereits mehrere neuartige Immuntherapien in der klinischen Testphase. In den nächsten Jahren wollen die Forscher*Innen, die sich selbst als „Immuningenieure“ bezeichnen, die ersten davon zur Marktreife führen. Zahlreiche Patente rund um die mRNA-Technologie sind beantragt oder bereits gewährt. Zudem arbeiten sie an der Entwicklung immuntherapeutischer Arzneimittel und Impfstoffe gegen Erkrankungen wie HIV, Tuberkulose, verschiedenen Entzündungskrankheiten und Autoimmunkrankheiten wie Multiple Sklerose. Selbst Allergien, so die Hoffnung des nominierten Teams, könnten sich künftig mithilfe von Medikamenten, die auf Basis der mRNA-Technologie entwickelt wurden, kurieren.

Quelle: Deutscher Zukunftspreis

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Steuerliche FuE-Förderung: Forschungszulagengesetz wurde konkretisiert

Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) hat am 11. November 2021 ein Schreiben zur Gewährung der Forschungszulage nach dem Gesetz zur steuerlichen Förderung von Forschung und Entwicklung (Forschungszulagengesetz - FZulG) mit weiteren Ausführungen veröffentlicht. In dem Schreiben konkretisiert das Bundesfinanzministerium das seit 2020 geltende Forschungszulagengesetz in wichtigen Bereichen.

 

Entscheidung der Bescheinigungsstelle

Ob ein begünstigtes Forschungs- und Entwicklungs(FuE)-Vorhaben i. S. d. § 2 Absatz 1 bis 3 FZulG vorliegt, entscheidet ausschließlich die Bescheinigungsstelle Forschungszulage (BSFZ) (vgl. Randnummer (Rn) 39). Von der BSFZ werden bei dieser Entscheidung insbesondere die nachstehenden Grundsätze berücksichtigt. Nähere Informationen hierzu unter www.bescheinigungsstelle-forschungszulage.de.

 

Förderfähiges FuE-Vorhaben

Was unter einem förderfähigen FuE-Vorhaben zu verstehen ist, konkretisieren die Rn 24-38. So liegen förderfähige FuE-Vorhaben vor, soweit sie einer oder mehreren der Kategorien Grundlagenforschung, industrielle Forschung oder experimentelle Entwicklung zuzuordnen sind. Hingegen sind etwa routinemäßige, regelmäßige Verbesserungen bestehender Produkte auch unter Verbesserung des Stands der Technik, Marktforschung (Bedarfsanalysen, Analysen der Konkurrenzprodukte) oder auch Software-Entwicklungen, soweit es sich um Standardanwendungen oder Support für bereits existierende Systeme handelt, nicht förderfähig.

 

Auftragsforschung

Gefördert wird auch die Auftragsforschung (Rn 47). Diese liegt vor, wenn ein Unternehmen einen FuE-Auftrag an einen Dritten oder mehrere Dritte vergibt. Ein Dritter in diesem Sinne ist ein vom Auftraggeber rechtlich unabhängiger Rechtsträger. Das kann zum Beispiel eine Universität, eine Forschungseinrichtung, ein anderes Unternehmen oder ein mit dem Auftraggeber verbundenes anderes Unternehmen sein. Kein Dritter in diesem Sinne ist eine unselbständige Betriebsstätte des Auftraggebers (Rn 47). Schließt ein Unternehmen mit einem Dritten einen Werkvertrag über die Erbringung einer Leistung, die für die eigene Forschungstätigkeit benötigt wird (zum Beispiel Entwicklung einer Maschine), handelt es sich nicht um Auftragsforschung, da keine FuE, sondern ein konkretes Ergebnis geschuldet wird. Insoweit fehlt es an den für die Annahme eines FuE-Vorhabens typischen Merkmalen des Risikos und der Ungewissheit (Rn 50). Näheres zu FuE-Vorhaben innerhalb verbundener Unternehmen regeln die Rn 62-66.

 

Angabe des Beginns des Vorhabens

Im Antrag auf Forschungszulage (FZul) hat der Anspruchsberechtigte den Beginn des FuE-Vorhabens anzugeben. Die Angabe des Beginns des FuE-Vorhabens im Antrag auf Bescheinigung bei der BSFZ ist für die Beurteilung des Anspruchs auf FZul durch das Finanzamt nicht bindend. Das Unternehmen hat den Beginn des begünstigten FuE-Vorhabens in geeigneter Weise zu dokumentieren und im Unternehmen vorzuhalten. Dabei sind auch vor Beginn des FuE-Vorhabens durchgeführte vorbereitende Tätigkeiten zu dokumentieren, um eine Abgrenzung zu den Tätigkeiten des FuE-Vorhabens aufzuzeigen (Rn 73).

 

Nachweis der förderfähigen Lohnkosten

Das Schreiben konkretisiert zudem die Erfassung und den Nachweis der förderfähigen Lohnaufwendungen (Rn 122-128). So soll die Stundenerfassung zum Beispiel die folgenden Mindestangaben enthalten: Kurzbezeichnung des FuE-Vorhabens, Wirtschaftsjahr, Vorhabens-ID lt. Bescheinigung der BSFZ, Name des FuE-Arbeitnehmers sowie Kurzbezeichnung der FuE-Tätigkeit des FuE-Arbeitnehmers (z. B. Laborant). Auf den Internetseiten des Bundesministeriums der Finanzen steht ein Muster eines „Stundenzettels“ bereit, der zur Dokumentation vorgehalten werden kann.

 

Kumulation mit anderen Förderungen

In dem Schreiben wird auch Bezug auf die Kumulierung mit anderen Förderungen oder staatlichen Beihilfen genommen (Rn 155-161). Wurde etwa für ein begünstigtes FuE-Vorhaben eine andere Förderung zwar beantragt, aber nicht bewilligt, so können die förderfähigen Aufwendungen im Rahmen der Bemessung der FZul berücksichtigt werden.

Quelle: DIHK

 

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Dr.-Ing. Robert Schmidt (Tel: +49 911 1335 1299, Robert.Schmidt@nuernberg.ihk.de)

Dr. rer. nat. Elfriede Eberl (Tel: +49 911 1335 1431, elfriede.eberl@nuernberg.ihk.de)

Forschungsausgaben in Unternehmen gesunken

Im Pandemiejahr 2020 wurde in den Unternehmen weniger geforscht und entwickelt als in den Jahren zuvor. Erstmals seit sieben Jahren verringerten sich die Ausgaben der Wirtschaft für Forschung und Entwicklung (FuE). Die Unternehmen in Deutschland investierten 71 Milliarden Euro in ihre eigene Forschung. Dies entspricht einem Rückgang von 6,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Quelle: DIHK

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Gesunkene Forschungsausgaben nach Branchen

Im Maschinenbau wurden die Ausgaben um knapp sieben Prozent, in der chemischen und in der pharmazeutischen Industrie jeweils um gut drei Prozent reduziert. Der Stifterverband sieht in den Gründen v. a. Umsatzrückgänge, unterbrochene Lieferketten oder Lockdown-Regelungen. Einzig die Informations- und Kommunikationstechnik hat ihre FuE-Aufwendungen deutlich steigern können.

Quelle: Stifterverband

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Deutsches Patent- und Markenamt - Mehr als 25 Regalkilometer

Die Bibliothek des DPMA ist eine der größten wissenschaftlichen Spezialbibliotheken und zugleich Behördenbibliothek. Unser Sammelschwerpunkt liegt in den Bereichen Naturwissenschaften, Technik und gewerblicher Rechtsschutz. Mit den Beständen des DPMA-IDZ Berlin und der Dienststelle in Jena verfügt unsere Bibliothek über mehr als 993 000 Bände. Dazu zählen nicht nur Bücher und Zeitschriften, sondern auch Patentdokumente, Dissertationen, Firmenschriften und Normen in elektronischer und gedruckter Form. Allein das Magazin im DPMA-Hauptgebäude in München umfasst 25 Regalkilometer. Weitere Bestände befinden sich in unseren Lesesälen sowie in den Dienststellen Jena und Berlin.

Quelle: Deutsches Patent- und Markenamt

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Aktuelles aus der EU | Internationales

Programm Digitales Europa

Am 10. November hat die Europäische Kommission drei Arbeitsprogramme für das Programm Digitales Europa angenommen. Das Programm soll Europas technologische Souveränität stärken und technische Lösungen für Unternehmen, Verwaltungen und Bürgerinnen und Bürger ermöglichen.

Vorgesehen sind strategische Investitionen mit einem Volumen von insgesamt fast 2 Milliarden Euro, die zur Erreichung der Ziele Europas digitaler Dekade dienen. Im Einzelnen:

  • das Hauptarbeitsprogramm (Budget 1,38 Milliarden Euro) sieht bis Ende 2022 unter anderem Mittel für Investitionen in den Bereichen künstliche Intelligenz, Cloud und Datenräumen, aber auch fortgeschrittene digitale Kompetenzen und der breiten Nutzung digitaler Technik in der Wirtschaft und Gesellschaft vor.

Für die deutsche gewerbliche Wirtschaft sind die angekündigten Investitionen ein positiver Impuls. Erfreulich ist die Absicht, besonders auch kleine und mittlere Unternehmen zu stärken, beispielsweise durch Investitionen in gemeinsame Datenräume und Erprobungs- und Versuchseinrichtungen, um innovative Technologien besser testen zu können. Ebenso sind Mittel zur Erhöhung des Niveaus der Cybersicherheit in deutschen Betrieben dringend notwendig, um den stetig zunehmenden Schäden etwas entgegenzusetzen.

Nun ist es wichtig, die Umsetzung der Programme möglichst niederschwellig, bürokratiearm und somit durchführbar für Unternehmen auszugestalten, um eine breite Beteiligung zu ermöglichen.

Kontakt:
Steffen von Eicke
Referatsleiter Digitaler Binnenmarkt, Regionale Wirtschaftspolitik, EU-Verkehrspolitik
+32 2 286 1639
voneicke.steffen@dihk.de

Quelle: DIHK

 

 

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Dipl.-Ing. (FH) Richard Dürr (Tel: +49 911 1335 1320, richard.duerr@nuernberg.ihk.de)

Maria Leptin ist neue Präsidentin des Europäischen Forschungsrates

Professorin Maria Leptin gehört zu den renommiertesten Wissenschaftlerinnen in den Bereichen der Entwicklungsbiologie und Immunologie. Sie leitete Forschungsgruppen am Institut für Genetik an der Universität zu Köln und am Europäischen Labor für Molekularbiologie (EMBL) in Heidelberg. Darüber hinaus wurde sie im Jahr 2010 zur Direktorin der EMBO ernannt.
 
Für den Europäischen Forschungsrat sind über den gesamten Zeitraum des langfristigen EU-Haushalts 2021-2027 mehr als 16 Mrd. EUR aus dem Programm Horizont Europa vorgesehen. Dies entspricht einem Anstieg der Mittel um 22 % gegenüber Horizont 2020.

Die Europäische Kommission hat heute Professorin Maria Leptin zur neuen Präsidentin des Europäischen Forschungsrates (ERC) ernannt. Professorin Leptin, derzeit Direktorin der Europäischen Organisation für Molekularbiologie (EMBO), wird ihre neue Aufgabe am 1. Oktober 2021 übernehmen, wenn die Amtszeit des amtierenden Interimspräsidenten Jean-Pierre Bourguignon endet.

Die neue Präsidentin tritt ihr Amt zu einem wichtigen Zeitpunkt für die Entwicklung des Europäischen Forschungsrates an. Über den gesamten Zeitraum des langfristigen EU-Haushalts 2021-2027 sind für den Europäischen Forschungsrat mehr als 16 Mrd. EUR aus dem Programm Horizont Europa vorgesehen – ein Anstieg der Mittel um 22 % gegenüber Horizont 2020.

Professorin Maria Leptin ist eine hochangesehene Wissenschaftlerin in den Bereichen der Entwicklungsbiologie und Immunologie. Sie leitet Forschungsgruppen am Institut für Genetik an der Universität zu Köln und am Europäischen Labor für Molekularbiologie (EMBL) in Heidelberg. Im Jahr 2010 wurde sie zur Direktorin der EMBO ernannt.

Mariya Gabriel, Kommissarin für Innovation, Forschung, Kultur, Bildung und Jugend, erklärte: „Der Europäische Forschungsrat hat seit seiner Gründung 2007 weltweites Ansehen für seine Förderung exzellenter, von Neugier getriebener Forschung erlangt. Kontinuierliche starke Leitung und Fantasie werden sein Ansehen noch weiter ausbauen. Professorin Maria Leptin ist aufgrund ihrer ausgezeichneten akademischen Laufbahn, internationalen Reputation und erwiesenermaßen erfolgreichen Innovations- und Leitungstätigkeit für diese Aufgabe die richtige Besetzung. Außerdem möchte ich Jean-Pierre Bourguignon meine Anerkennung für seine bemerkenswerte Führung während seiner Amtszeit als Präsident des ERC beim Übergang vom alten zum neuen Forschungs- und Innovationsprogramm der EU aussprechen.“

Die zur neuen Präsidentin des Europäischen Forschungsrates ernannte Professorin Maria Leptin sagte hierzu: „Ich freue mich sehr, dass Mariya Gabriel mir zu diesem wichtigen Zeitpunkt, am Anfang der Laufzeit des Rahmenprogramms „Horizont Europa“, das Amt der Präsidentin des Europäischen Forschungsrates angeboten hat. Ich will nun die fantastische Erfolgsgeschichte des ERC fortführen und herausragende Pionierforschung fördern, damit wir unsere globalen Herausforderungen bewältigen können. Meinem Vorgänger Jean-Pierre Bourguignon möchte ich für seine Errungenschaften sowohl in seinem Amt als Präsident als auch während der Übergangsphase danken.”

Die heutige Ernennung steht am Ende eines fast genau einjährigen Prozesses, an dem ein unabhängiger Auswahlausschuss unter der Leitung von Professorin Helga Nowotny, ehemalige Präsidentin des Europäischen Forschungsrats und Professorin emerita für Wissenschaftsphilosophie und Wissenschaftsforschung der ETH Zürich, beteiligt war. Der unabhängige Auswahlausschuss empfahl der Kommission nach einer Konsultation in der Wissenschaftsgemeinschaft und einer offenen Aufforderung zur Einreichung von Bewerbungen die bestgeeigneten Kandidatinnen und Kandidaten. Diese stellten sich dem Wissenschaftlichen Rat des ERC vor, der die Ernennung von Professorin Leptin ebenfalls unterstützt. Professorin Maria Leptin wird von der Kommission für eine Amtszeit von vier Jahren ernannt, die einmal verlängert werden kann.

Hintergrund

Der Europäische Forschungsrat wurde im Rahmen des 7. Rahmenprogramms der Europäischen Union eingerichtet. Diese Agentur der Europäischen Union steht an der Spitze grundlegender Fortschritte an den Grenzen des Wissens und darüber hinaus. Der Forschungsrat bestand im Rahmen von Horizont 2020 (2014-2020) fort und wird im Rahmen des nächsten Programms, Horizont Europa (2021-2027), weiter gestärkt. Sein Haushalt ist aufgrund seiner Erfolgsbilanz stetig gestiegen. Der Europäische Forschungsrat gewährt Finanzhilfen über allgemeine Auswahlverfahren für Projekte, die von Nachwuchsforschenden oder etablierten Forschenden geleitet werden. Das einzige Kriterium für die Auswahl ist herausragende wissenschaftliche Leistung.

Quelle: Europäische Kommission

 

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EU-Kommission legt neue Mitteilung zur Anwendung von IPCEI vor

Ab dem 1. Januar 2022 gelten neue Regeln für die Gründung wichtiger Vorhaben von gemeinsamem europäischen Interesse (IPCEI). Die dafür von Unternehmen zu erfüllenden Bedingungen und Anforderungen an die Ausgestaltung hat die EU-Kommission überarbeitet und letzte Woche in einer Mitteilung vorgestellt.

Mit dem Instrument der IPCEI sollen laut EU-Kommission strategisch wichtige Wertschöpfungsketten in der EU gefördert beziehungsweise aufgebaut werden. Unternehmen können sich beteiligen – gefördert werden sowohl hoch innovative Forschungs- und Entwicklungsprojekte, einschließlich der ersten gewerblichen Nutzung, aber auch Infrastrukturvorhaben in den Bereichen Umwelt, Energie, Verkehr, Gesundheit oder Digitales.

Die EU-Kommission hat in der überarbeiteten Mitteilung unter anderem einige Begriffe gegenüber ihrer ursprünglichen Mitteilung aus 2014 präzisiert. So wird klargestellt, dass der Begriff "erste gewerbliche Nutzung" die Hochskalierung von Pilotanlagen, Demonstrationsanlagen oder neuartiger Ausrüstungen und Einrichtungen bezeichnet. Er deckt die auf die Pilotphase folgenden Schritte, einschließlich der Testphase, ab, nicht aber die Massenproduktion oder kommerzielle Tätigkeiten. Darüber hinaus soll die Teilnahme von KMU erleichtert werden.

Das Instrument der IPCEI hat in den vergangenen Jahren stark an Bedeutung gewonnen und zahlreiche deutsche Unternehmen sind an den drei bereits laufenden IPCEI zu Mikroelektronik und Batteriezellen beteiligt. Weitere IPCEI zu Wasserstoff, Mikroelektronik/Halbleiter und einer europäischen Cloud befinden sich gegenwärtig im Aufbau. Über weitere potenzielle IPCEI zu Space-Technologies, Gesundheit und klimafreundlichen Treibstoffen für die Luftfahrt wird gegenwärtig diskutiert. Im Rahmen der bereits laufenden IPCEI haben die beteiligten Partner von den beteiligten Mitgliedstaaten staatliche Beihilfen in Höhe von mehreren Milliarden Euro erhalten.

Quelle: DIHK

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Dr.-Ing. Robert Schmidt (Tel: +49 911 1335 1299, Robert.Schmidt@nuernberg.ihk.de)

Europas Industrie zukunftsfest gestalten

Unabhängig von den erheblichen Folgen der Corona-Krise stehen die deutsche und europäische Industrie vor einer Reihe großer Herausforderungen. Was passieren muss, damit sich dieser zentrale Wirtschaftszweig im globalen Wettbewerb behaupten kann, skizziert der DIHK jetzt in einem neuen Positionspapier.

 "Die EU darf sich im Wettbewerb mit den großen Wirtschaftsregionen USA und China nicht verzetteln", sagte DIHK-Präsident Peter Adrian auf Medienanfragen anlässlich der Veröffentlichung des DIHK-Vorstandspapiers "Empfehlungen für eine europäische Industriepolitik". "Wenn wir unsere wirtschaftlichen Abhängigkeiten von anderen Ländern verringern wollen, müssen wir vor allem auf Innovationen und unternehmerische Erfolge auf den internationalen Märkten setzen."

Dabei könne auch die europäische Industriepolitik unterstützen, so der DIHK-Präsident: "Mit einem radikalen Durchforsten der Regelungsdichte, mit einem industriefreundlichen europäischen Ansatz bei der digitalen Infrastruktur, einer Green-Deal-Umsetzung mit Augenmaß sowie mit einer mittelstandstauglichen Forschungsförderung". Dazu gehöre "dringend, dass sich europäische Unternehmen auch in Krisenzeiten ihrer Patente sicher sein können".

Dem "feststellbaren Trend zum Protektionismus" sollte die EU laut Adrian mit dem Ausbau des Binnenmarktes sowie mit weiteren ambitionierten Handelsabkommen in der Welt entgegentreten. Denn: "Gestaltungspartner auf der Welt zu finden, zahlt sich für die europäische Wirtschaft langfristig aus."

Empfehlungen für eine europäische Industriepolitik

Diese und viele weitere konkrete Ansatzpunkte hat der DIHK in seinen Empfehlungen zusammengefasst. Das Positionspapier zeigt auf, wie gemeinsame europäische Antworten auf die veränderte globale Wettbewerbssituation aussehen könnten.

Denn die ist anspruchsvoll: Andere Wirtschaftsregionen haben – gerade hinsichtlich Digitalisierung und Datenökonomie – gegenüber europäischen Betrieben erhebliche Wettbewerbsvorteile errungen. Gleichzeitig bröckelt die multilaterale Handelsordnung; der Zugang zu internationalen Märkten und Rohstoffen wird immer schwieriger. Weitere Herausforderungen bilden der nach wie vor unvollendete EU-Binnenmarkt, der Fachkräftemangel oder die ambitionierten Ziele zur Umstellung auf Treibhausgasneutralität.

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Dr.-Ing. Robert Schmidt (Tel: +49 911 1335 1299, Robert.Schmidt@nuernberg.ihk.de)

Neue Veröffentlichungen/Neu im Internet

  • BMWi: Broschüre - Schlaglichter der Wirtschaftspolitik - Ausgabe Dezember 2021
    Mehr Informationen finden Sie hier.
  • BMWi: Broschüre - Industrial Security und die Entwicklung von KI-Anwendungen in der Edge - Ergebnispapier
    Mehr Informationen finden Sie hier.
  • BMWi: Broschüre - Schwerpunktstudie Digitale Souveränität - Bestandsaufnahme und Handlungsfelder.
    Mehr Informationen finden Sie hier.
  • BMWi: Broschüre - Schlaglichter der Wirtschaftspolitik - Ausgabe Januar 2022
    Mehr Informationen finden Sie hier.
  • BMWi: Trendbarometer junge Digitalwirtschaft 2021 - Kurzstudie zum Gründungswettbewerb – Digitale Innovationen (barrierefrei)
    Mehr Informationen finden Sie hier.
 

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