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Siemens Energy

Durchwachsene Zahlen

Siemens Energy © Siemens Energy AG

Präsentierten die Geschäftszahlen: Vorstandsvorsitzender Dr. Christian Bruch und Finanzvorständin Maria Ferraro.

Bei der ersten Bilanzpressekonferenz nach dem Börsengang hat die Siemens Energy AG durchwachsene Zahlen vorgelegt.

Das durch die Abspaltung von Siemens entstandene Unternehmen mit weltweit rund 90 000 Beschäftigten machte im Geschäftsjahr 2020 (per 30. September) einen Verlust von 1,86 Mrd. Euro. Dabei schlugen vor allem Sondereffekte stark negativ zu Buche: Wertminderungen und Abschreibungen sowie Aufwendungen für Restrukturierung belasteten die Bilanz mit rund 1,5 Mrd. Euro. Immerhin habe Siemens Energy das Geschäftsjahr mit einem soliden operativen Ergebnis abgeschlossen, wie Vorstandsvorsitzender Dr. Christian Bruch betonte. Trotz Corona-Pandemie nahm der Auftragseingang im Vergleich zum Vorjahr um ein Prozent auf 34 Mrd. Euro zu. Der Auftragsbestand belief sich auf insgesamt 79 Mrd. Euro.

"Ich bin stolz darauf, wie unser Siemens-Energy-Team die makroökonomischen Herausforderungen gemeistert hat, parallel zum erfolgreichen Börsengang und der weiteren Optimierung des Portfolios", sagte Bruch. "Wir haben unsere Ziele für das Geschäftsjahr 2020 vollständig erreicht und bestätigen den Ausblick für das Geschäftsjahr 2021." Für letzteres erwartet Siemens Energy ein nominales Umsatzwachstum zwischen zwei und zwölf Prozent. Im Geschäftsjahr 2020 waren die Umsätze im Vorjahresvergleich um fünf Prozent auf 27,5 Mrd. Euro gesunken. Das Unternehmen kündigte auch den Einstieg in den Kohleausstieg an: Künftig werde man sich mit sofortiger Wirkung nicht mehr an Ausschreibungen für ausschließlich mit Kohle befeuerte Kraftwerke beteiligen.

 

WiM – Wirtschaft in Mittelfranken, Ausgabe 12|2020, Seite 94

 
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