Innovationsregion Mittelfranken
Übersicht über Innovationsindikatoren
Mittelfranken erreicht bei sämtlichen Indikatoren einen Platz im oberen Bereich. Besonders stark sind die innovationsbezogenen Ergebnisse, also High-Tech-Gründungen und Patentanmeldungen.
Die Region liegt bei Hochschuldichte, Hochschulpersonal, Ingenieurdichte, Patentanmeldungen und High-Tech-Gründungen über dem Deutschlandwert. Relative Lücken zeigen sich bei außeruniversitären MINT-Forschungseinrichtungen und Digitalisierungs-Patenten.
FuE-Personal
Die betriebliche Forschung hat sich deutlich erholt. Nach dem Tiefpunkt von 9,2 Mitarbeiter je 1.000 Erwerbstätige im Jahr 2007 stieg die FuE-Personalintensität auf 13,3 im Jahr 2023. Seit 2017 beträgt der Zuwachs rund 25 Prozent. Zwischen 2021 und 2023 erhöhte sich der Wert allerdings nur noch geringfügig.
| 13,3 je 1.000 Erwerbstätige | Rang 11 | + 25 % seit 2017 |
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Hochschuldichte mit Ausstrahlungseffekten
Die Hochschullandschaft ist eine klare Stärke Mittelfrankens. Der Näherungswert stieg von 551,1 im Jahr 2024 auf 594,6 im Jahr 2026. Der Zuwachs fiel stärker aus als im Bundesdurchschnitt, wodurch die Region ihren Vorsprung ausbauen konnte.
| 594,6 je 1 Mio. Einwohner | Rang 8 | +23% gegenüber Deutschland |
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Hochschulpersonal
Das wissenschaftlich-künstlerische Hochschulpersonal bleibt über dem Bundesdurchschnitt, entwickelt sich zuletzt aber rückläufig. Von 2021 bis 2023 sank die Dichte von 6,1 auf 5,5, während Deutschland bei 5,1 blieb. Der regionale Vorsprung hat sich dadurch deutlich verkleinert.
| 5,5 je 1.000 Einwohner | Rang 11 | -10% 2021 bis 2023 |
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Ingenieurdichte
Die technisch-industrielle Fachkräftebasis ist stark, wächst aber nicht mehr erkennbar. Seit 2018 liegt der gerundete Wert bei 3,2 Prozent. Deutschland hat sich inzwischen auf 3,0 Prozent angenähert.
| 3,2% der Beschäftigten | Rang 8 | + 0,2 Pp. gegenüber Deutschland |
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MINT Forschungseinrichtungsdichte
Bei außeruniversitären MINT-Forschungseinrichtungen besteht Ausbaupotenzial. Mittelfranken liegt trotz Rang 9 unter dem Deutschlandwert und deutlich hinter Oberbayern sowie der führenden Region Braunschweig. Die strukturelle Stärke der Region liegt stärker im Hochschulsystem als bei außeruniversitären Instituten.
| 47,5 je 1 Mio. Einwohner | Rang 9 | - 21 % gegenüber Deutschaland |
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Patentanmeldungen insgesamt und Digitalisierungs-Patente
Die Patentintensität ist weiterhin eine herausragende Stärke, entwickelt sich jedoch deutlich rückläufig. Die gesamten Patentanmeldungen liegen 2022 knapp 60 Prozent über dem Bundeswert. Bei den Digitalisierungs-Patenten unterschritt Mittelfranken 2022 erstmals den Deutschlandwert.
| 192,8 Patente gesamt | Rang 5 | - 62 % Digitalpatente seit 2017 |
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High-Tech-Gründungsintensität
Mittelfranken gehört zu den führenden deutschen High-Tech-Gründungsregionen, allerdings auf einem langfristig gesunkenen Niveau. Seit 2022 ist eine Stabilisierung bei 1,5 erkennbar. Ein neuer Gründungsschub zeigt sich bislang nicht.
| 1,5 Erwachsene je 10.000 Erwachsene | Rang 4 | - 52 % gegenüber Höchstwert 2000 |
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Wirtschaft trifft Wissenschaft
Wirtschaft trifft WissenschaftForschungsergebnisse sollen nicht im Verborgenen bleiben, sondern Hand in Hand mit der Wirtschaft in marktfähige Produkte oder Verfahren umgesetzt werden. Hierbei leisten die Hochschulen neben ihren originären Aufgaben Lehre und Forschung einen wichtigen Beitrag zu Innovation in ihrer Region.
Dabei ist ein erfolgreicher Transfer ein wechselseitiger Prozess: Unternehmen sind nicht nur Impulsgeber für neue Forschungsziele auf Seiten der Hochschulen oder Forschungseinrichtungen, sondern können gleichzeitig auch mit Praxiswissen die Wissenschaft bereichern. Denn oftmals fehlt bei Erfindungen, die in Hochschul- und Forschungseinrichtungen entstehen, die Entwicklung bis zur Marktreife, um zu einer erfolgreichen Innovation zu werden. Zugleich erhalten Unternehmen neue wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Forschung, die sie in neue Verfahren, Produkte, Prozesse oder Dienstleistungen umsetzen können.
Es lohnt sich: Durch partnerschaftliche Beziehungen zu regionalen Hochschulen oder zu außeruniversitären Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen kommt zusätzliches Know-how ins Unternehmen. Schon heute kooperieren viele unserer IHK-Mitgliedsunternehmen mit regionalen Hochschulen oder Forschungseinrichtungen – und das mit Erfolg. Dabei versteht sich die IHK Nürnberg für Mittelfranken als Mitinitiatorin und Vermittlerin von Kontakten zwischen Wirtschaft und Wissenschaft.
Sie erfahren mehr über die Hochschul- und Forschungsregion hier.
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Dr. rer. nat. Elfriede Eberl
Innovation, Forschung, Hochschulen, Technologietransfer
Webcode: P229