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Ausbildung

Start frei für über 7 000 Azubis

Beginn des Ausbildungsjahres – Aufwärtstrend in IHK-Berufen hält an

Datum: 31.08.2018
 

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Dipl.-Hdl. Stefan Kastner

Dipl.-Hdl. Stefan Kastner

Leiter Geschäftsbereich Berufsbildung Tel: +49 911 1335 231

Nürnberg – Die IHK Nürnberg für Mittelfranken freut sich über die große Nachfrage unter Jugendlichen nach IHK-Berufen. Bereits 7 233 neu registrierte Ausbildungsverträge kann die IHK zu Beginn des Ausbildungsjahres verzeichnen. Das entspricht einem Plus von 1,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Damit setzt sich der Zuwachs der letzten Jahre auf hohem Niveau fort – und das trotz des demografischen Wandels und des Akademisierungstrends. Angesichts der guten Konjunktur hätten die Betriebe gern noch mehr Azubis eingestellt. In vielen Branchen gibt es daher unbesetzte Ausbildungsplätze. Unversorgte Jugendliche haben also sehr gute Chancen, in diesem Jahr noch ins Berufsleben einzusteigen.

Technische Berufe

Insgesamt 2 797 Ausbildungsverträge wurden in technischen Berufen geschlossen, der Zuwachs beträgt hier 5,0 Prozent. Besonders sticht dabei der zweistellige Anstieg bei den Fachinformatikern hervor – ein seit Jahren anhaltender Trend. Zu den gefragtesten Berufen zählen neben dem Fachinformatiker außerdem der Industriemechaniker und der Mechatroniker.

Kaufmännische Berufe

Bei den Kaufleuten sind die Neueintragungen dagegen um 1,0 Prozent auf 4.436 geschlossene Ausbildungsverträge zurückgegangen. Dies betrifft insbesondere die Berufe im Bereich Hotel- und Gaststätten sowie in der Lagerlogistik. Nach wie vor sehr beliebt sind die Berufe im Einzelhandel sowie die Ausbildung zu Kaufleuten für Büromanagement und Industriekaufleuten.

IHK-Präsident Dirk von Vopelius lobt die Ausbildungsqualität und Ausbildungsbereitschaft der mittelfränkischen Betriebe: „Aber es gibt weiterhin unversorgte Jugendliche, die Betriebe sollten auch den Schwächeren eine Chance geben.“ Denn grundsätzlich kann nach dem offiziellen Beginn des Ausbildungsjahres am 1. September noch zu einem späteren Zeitpunkt in die Ausbildung gestartet werden.

Kaufleute im E-Commerce

Seit diesem Jahr gibt es einen neuen dualen Ausbildungsberuf: Kaufleute im E-Commerce. Sie arbeiten in allen Wirtschaftsunternehmen, die das Internet als Vertriebsweg nutzen. Inhaltlich beschäftigt sich die Ausbildung mit wertschöpfungsüberschreitenden Prozessen und Geschäftsmodellen. Hierzu gehören die Auswahl und der Einsatz von Online-Vertriebskanälen, die Gestaltung des Waren- und Dienstleistungssortiments, die Kundenkommunikation sowie die Entwicklung und Umsetzung des Online-Marketings. Der schulische Teil für den neuen Ausbildungsberuf findet für ganz Mittelfranken an der Ludwig-Erhard-Berufsschule Fürth statt.

Ausbildung als Chance für Studienabbrecher

Auffällig ist der aktuell mit über 25 Prozent hohe Abiturientenanteil bei den abgeschlossenen Ausbildungsverträgen. Die allgemeine Attraktivität einer dualen Ausbildung ist einer der Gründe dafür. Ein weiterer ist der Wechsel von Studienabbrechern von der Hochschule in eine qualifizierte duale Berufsausbildung. Diese kann zudem auf bis zu 18 Monate verkürzt werden, wenn unterschiedliche Voraussetzungen erfüllt sind. Dazu gehören eine Studiendauer von mindestens zwei Semestern, die Erreichung von mindestens 30 Credit Points (ECTS) und ein Bezug des abgebrochenen Studiums zum zukünftigen Ausbildungsberuf.

Nachvermittlungsbörse

Momentan sind in der deutschlandweiten IHK-Lehrstellenbörse alleine in Mittelfranken noch rund 400 offene Ausbildungsstellen für 2018 gemeldet. Eine Chance für Jugendliche ohne Ausbildungsplatz und Unternehmen mit unbesetzten Stellen bietet die IHK am 22. Oktober von 13 bis 16 Uhr im Interimsquartier der IHK in der Ulmenstraße 52 in Nürnberg. Die Nachvermittlungsbörse  hat als Ziel, unversorgte Jugendliche und Betriebe mit vakanten Ausbildungsplätzen zusammen zu bringen.

Azubi Ausweis

Die IHK agiert am Ausbildungsmarkt mit zahlreichen Projekten, welche ausbildenden Unternehmen und Azubis einen Mehrwert liefern („IHK AusbildungsScouts“, „Kultur weckt Talente“, „Azubi-Starter-Woche“, etc.). Eine Innovation der IHK Nürnberg für Mittelfranken ist der Azubi Ausweis in Scheckkarten-Qualität. Wer den Ausweis vorlegt, erhält Vergünstigungen und Rabatte bei verschiedenen Unternehmen und Einrichtungen aus dem Bereich Freizeit und Unterhaltung, Gastronomie, Einkauf, usw. Auf dem Azubi Ausweis befinden sich zudem eine Identifikationsnummer, um später die Prüfungsergebnisse online abzurufen, und die Kontaktdaten des persönlichen IHK-Bildungsberaters, der bei Fragen und Problemen rund ums Thema Ausbildung zur Verfügung steht.

„KollegenCoaching“

Das Projekt „KollegenCoaching“ spricht besonders Jugendliche an, die ohne Unterstützung keine Ausbildung finden konnten. Azubis unterstützen als Coaches einen Ausbildungseinsteiger im selben Unternehmen nach den Prinzipien „Der Stärkere hilft dem Schwächeren” und „Unterstützung auf Augenhöhe“. 

Die IHK betreut in Mittelfranken rund 170 Ausbildungsberufe, von A wie Automobilkaufmann bis Z wie Zerspanungsmechaniker.

 

 

Jan.-Aug. 2018

Jan.-Aug. 2017

Veränderung

2017 Gesamt

technisch

 2.797  2.664  + 5,0 %  3.058

kaufmännisch

 4.436  4.481  - 1,0 %  5.404

Gesamt

 7.233  7.145  + 1,2 %  8.462

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