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Zentrum Wasserstoff.Bayern (H2.B)

 

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Dr.-Ing. Robert Schmidt

Dr.-Ing. Robert Schmidt

Leiter des Geschäftsbereichs Innovation | Umwelt; Grundsatzfragen Innovations-, Technologie-, Energie- und Umweltpolitik; Umweltschutz; Energie- und Biotechnik Tel: +49 911 1335 299

Am 5. September haben Ministerpräsident Markus Söder (CSU), Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) und Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) in Nürnberg das "Zentrum Wasserstoff.Bayern (H2.B)" offiziell gegründet. Die neue Einrichtung soll die Erforschung und Weiterentwicklung der Zukunftstechnolovie Wasserstoff beschleunigen.

Die Leitung des Zentrums, das in der Anfangsphase mit drei bis vier Mitarbeitern und einem Budget von zehn Mio. Euro ausgestattet ist, übernehmen Prof. Dr. Veronika Grimm und Prof. Dr. Peter Wasserscheid.

Das Wasserstoffzentrum, das zum Energie-Campus Nürnberg gehören wird, soll vorrangig die Kompetenzen der Forschungseinrichtungen und Unternehmen, die sich in der Region bereits mit der Technologie beschäftigen, bündeln und die Forschungsanstrengungen koordinieren. Besonderes Augenmerk soll dabei unter anderem auf dem Einsatz von Wasserstoff-Motoren in Lkw liegen, für die Batteriespeicher aufgrund des hohen Gewichts und der geringen Reichweite nicht in Frage kommen. Zeitnah soll das Zentrum außerdem eine "Bayerische Wasserstoffstrategie" festlegen, die laut Pressemitteilung folgende Handlungsfelder umfasst:

  • Erzeugung von grünem H2 bzw. H2-Erzeugung ohne fossile CO2-Emissionen (z.B. Elektrolyse mit erneuerbarem Strom, biomass to hydrogen, blue hydrogen, etc.)
  • H2-Logistik - bayernweit, national, europäisch, global (Druck- und Kryo-Technologien, LOHC, Power-to-X)
  • H2-Nutzung in der Mobilität (H2-betriebene Fahrzeuge, flächendeckendes H2-Tankstellennetz)
  • H2-Nutzung in Industrie und Energiewirtschaft (z.B. H2 im Stahlwerk oder in der Glashütte)
  • Industrielle Fertigung von Schlüsselkomponenten einer zukünftigen H2-Wirtschaft (Elektrolyseure, Brennstoffzellen, Wasserstoffspeicher, etc.)

Dr. Robert Schmidt, Leiter des Geschäftsbereiches "Innovation | Umwelt", sieht in der Einrichtung des Wasserstoffzentrums eine Ergänzung für die Engergiekompetenz der Region: "Die Zeit ist reif für das H2.B,  das bei der Bewältigung von Energiewende und Klimaschutz eine bedeutende Rolle spielen kann." Nicht nur bei der Mobilität (und dort insbesondere im Bereich Nutzfahrzeuge), sondern auch bei der Weiterentwicklung der Sektorenkopplung könne Wasserstoff als chemischer Energiespeicher einen zuverlässigen Beitrag für Energiesysteme, für klimaneutrale Prozessketten und letztlich für Wertschöpfung und Beschäftigung in der Region leisten. Das im Entwicklungsleitbild der Metropolregion Nürnberg formulierte technologische Kompetenzfeld "Energie und Umwelt" erfährt durch das Bayerische Wasserstoffzentrum eine weitere, zukunftsgerichtete Bereicherung.

Das Wasserstoffzentrum ergänzt in hervorragender Weise die technologische Energiekompetenz der gesamten Region – auch zum Nutzen der ansässigen Unternehmen. Dr.-Ing. Robert Schmidt, Leiter des Geschäftsbereichs Innovation | Umwelt

Gemeinsames Engagement im "Wasserstoff Bündnis Bayern"

Neben der Gründung des Wasserstoff-Zentrums riefen Söder und Aiwanger beim Termin in Nürnberg außerdem gemeinsam mit bayerischen Vertretern aus Wirtschaft und Wissenschaft  "Wasserstoff Bündnis Bayern" ins Leben. Ziel des Bündnisses ist es, den Freistaat zum führenden Standort für Wasserstoff-Schlüsselkomponenten zu machen. Laut Absichtserklärung wollen die Bündnispartner dazu nicht nur bei der Festlegung der Bayerischen Wasserstoffstrategie helfen, sondern auch durch gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit die Wahrnehmung der Technologie verbessern und ihre Vorteile und Einsatzmöglichkeiten mit Demonstrationsprojekten unter Beweis stellen.

 
 
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