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Wieder Rekordergebnis eingefahren

Im Jahr des 125. Firmenjubiläums konnte der Zirndorfer Spielwarenhersteller geobra Brandstätter GmbH & Co KG das bisherige Rekordergebnis des Jahres 2000 um weitere zehn Prozent steigern. Der konsolidierte Gruppenumsatz kletterte 2001 auf 292,9 Mio. Euro. Das Wachstum basiere auf der Expansion der Marke Playmobil auf den internationalen Märkten, so Mitgeschäftsführer Dr. Franz Höhe im Vorfeld der Internationalen Spielwarenmesse in Nürnberg. Playmobil habe sich in einem für die Branche nicht einfachen Jahr außerordentlich positiv entwickelt und in Deutschland ein Plus von 18 Prozent erzielt. Man könne durchaus von einer Firmenkonjunktur sprechen.

International erfolgreich
Playmobil wird in 60 Ländern vermarktet. Der weltweite Playmobil-Umsatz kletterte um zehn Prozent von 243 Mio. Euro im Jahr 2000 auf 268 Mio. Euro im vergangenen Jahr. Zu diesem Ergebnis haben vor allem die unter dem Dach von Playmobil-Merchandising angesiedelten Vertriebsgesellschaften in zehn Ländern beigetragen. In Frankreich, dem mit Abstand bedeutendsten Auslandsmarkt, baute Playmobil den Umsatz zweistellig aus und konnte Marktanteile gewinnen, wie Andrea Schauer, Geschäftsführerin Entwicklung, Marketing, Vertrieb, erläuterte. Auch in Österreich, Schweiz, Benelux, England und Griechenland wurden erhebliche Zuwächse verzeichnet. In Italien, das nach wie vor ein Problemmarkt sei, habe man allerdings ein deutliches Minus hinnehmen müssen, so Schauer. Nach der Kooperation mit Ravensburger zur Jahresmitte 2001 sehe man aber Licht am Ende des Tunnels. Zu Umsatzrückgängen kam es auch bei den Tochterfirmen in USA und Kanada.

In Spanien verbuchte das Joint-Venture-Unternehmen im vergangenen Jahr ein beträchtliches Minus, Hauptursache waren massive Lieferprobleme im letzten Quartal 2001. Während die Vertriebsaktivitäten in Spanien und Portugal vorläufig beim bisherigen Partner verbleiben, wurde der Fertigungsbetrieb zum Jahreswechsel zu 100 Prozent von geobra Brandstätter übernommen. Sukzessive soll die Integration in den Produktionsverbund Deutschland und Malta erfolgen.

Die Produktionsstätte auf Malta ist wichtigster Zulieferant für das deutsche Fertigungswerk in Dietenhofen und beliefert diverse Exportmärkte. Im Jahr 2001 wurden in Malta ca. 46 Mio. Playmobil-Figuren produziert. Zur Gruppe gehört auch der Softwareentwickler HOB electronic GmbH & Co. KG, Cadolzburg, mit einem Gesamtumsatz von 21 Mio. Euro. Das Unternehmen beschäftigt zurzeit 165 Mitarbeiter, davon 134 in Deutschland.

Im Jahr 20001 beschäftigte die Brandstätter-Gruppe, die sich zu 100 Prozent in Familienbesitz befindet, im In- und Ausland insgesamt 2 318 Mitarbeiter (Vorjahr 2 226). In den deutschen Betrieben standen 1 257 (1 189) Mitarbeiter auf den Lohn- und Gehaltslisten. Die 68 neu geschaffenen Arbeitsplätze in Deutschland verteilen sich auf den Playmobil-FunPark in Zirndorf und den Produktionsbetrieb im mittelfränkischen Dietenhofen.

Erwartungen für 2002
Durch die Aktualisierung des Sortiments und attraktive Neuheiten soll der Erfolgskurs des Spielsystems Playmobil fortgesetzt werden. Trotz der positiven Entwicklung über Jahre hinweg ist Playmobil eher zurückhaltend bei den Prognosen für das Jahr 2002. „Unsere Ausgangsposition ist nicht schlecht. Es zeichnet sich auch kein Megatrend auf dem Markt ab. Wir sehen dem Jahr 2002 mit Optimismus entgegen. Ein hohes einstelliges Plus ist realistisch“, erklärte Andrea Schauer. gru.
 

WiM – Wirtschaft in Mittelfranken, Ausgabe 03|2002, Seite 62

 
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