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Geschäft des Verkehrverbundes lief „außerordenlich gut“

Der Verkehrsbund Großraum Nürnberg (VGN) hat im Jahr 2001 182,7 Mio. zahlende Fahrgäste befördert. Das sind 3,5 Mio. oder zwei Prozent mehr als 2000. Durch den Verkauf von Fahrkarten wurden 162,6 Mio. Euro eingenommen, 5,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Dazu trug die zum 1. Januar 2001 vorgenommene Tariferhöhung von 3,9 Prozent bei, darüber hinaus konnten noch Fahrgäste gewonnen werden.
Auch Verbesserungen im Leistungsangebot waren für das gute Ergebnis mit verantwortlich. So sei mit der Eröffnung der S-Bahn von Nürnberg nach Roth am 9. Juni 2001 eine wichtige Etappe auf dem Weg zu einem „richtigen“ S-Bahn-Netz im Großraum Nürnberg erreicht worden. Über den S-Bahn-Endbahnhof Roth hinaus hätten auch die Bahnhöfe Ellingen, Weißenburg und Treuchtlingen von zusätzlichen Regionalbahnzügen profitiert. Das regionale Verkehrskonzept und der S-Bahn-Verkehr ergänzen sich im Korridor zwischen Nürnberg und Treuchtlingen. Nach ersten Zählungen nutzen rund 18 Prozent mehr Fahrgäste das verbesserte Angebot zwischen Nürnberg und Treuchtlingen.
Attraktiver ist der Nahverkehr laut VGN im letzten Jahr auch durch den Einsatz neuer Triebwagen auf einer Reihe von Strecken geworden. Der Verkehrsverbund verwies bei der Vorstellung der Geschäftszahlen 2001 auch auf positive Umfrageergebnisse bei der Kundenzufriedenheit: Das „ÖPNV-Barometer 2001“, durchgeführt vom Institut TNS Emnid, weist für den VGN gute Zahlen aus. Gemessen auf einer 5er-Skala (1 = vollkommen zufrieden und 5 = unzufrieden) nimmt der VGN mit einem Wert von 2,80 erneut den ersten Platz unter den teilnehmenden Verkehrsverbünden ein.
Aus Fahrgeldeinnahmen sowie aus Zuschüssen und Ausgleichszahlungen hatte der VGN im Jahr 2001 Erträge von 207,4 Mio. Euro. Die Aufwendungen im gleichen Zeitraum betrugen rund 450 Mio. Euro. Der Aufwanddeckungsgrad verbesserte sich auf 46,0 Prozent (Vorjahr: 45,2 Prozent).
Weiter erfolgreich ist der VGN mit der so genannten MobiCard, eine flexible Zeitkarte. Obwohl das Niveau der Anzahl der verkauften MobiCards seit Jahren sehr hoch ist, konnte es abermals angehoben werden – im Jahr 2001 wurden ca. 23 000 Stück mehr als im Vorjahr verkauft.
Erfreut zeigten sich die Verantwortlichen, dass es mit dem Ausbau des S-Bahnnetzes nun offenbar vorangehe. Ein entscheidender Schritt sei am 22. Februar 2002 erfolgt, als der Öffentlichkeit eine Absichtserklärung der beiden Partner Freistaat Bayern und Deutsche Bahn AG vorgestellt wurde, die die weiteren Planungsschritte sowie den jeweils möglichen Baubeginn und die Inbetriebnahmen für die einzelnen S-Bahn-Linien in der Region terminierte (vgl. WiM 3/S. 13).
 

WiM – Wirtschaft in Mittelfranken, Ausgabe 04|2002, Seite 50

 
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