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Auch künftig nur für das Fachpublikum

Über 74 000 Fachbesucher und 2 700 Aussteller waren auf der diesjährigen Spielwarenmesse International Toy Fair in Nürnberg vertreten. Bei einer Ausstellerbefragung wurde auch die seit langem diskutierte Frage nach einer Öffnung der Messe für die Öffentlichkeit gestellt. 90 Prozent der Aussteller lehnten dies ab.

Zudem wurde im letzten Jahr ein Arbeitskreis „Publikumsöffnung“ gebildet, der kürzlich bei der Generalversammlung seine Ergebnisse präsentiert hat. Zwei Modelle wurden als Bewertungsbasis genommen, zum einen die Öffnung der Messe für das Publikum am Dienstag und zum anderen das Anhängen einer Publikumsveranstaltung am folgenden Wochenende für die Hallen 7 und 7a. Denn in den Bereichen Modelleisenbahn und Modellbau war der Wunsch nach einer Öffnung am größten.

Gegen das Modell „Öffnung am Messe-Dienstag“ spreche u. a., dass dieses Splitting Fach- und Publikumsmesse unter einem Dach schwierig zu kommunizieren sei und der regionale Besucheranteil rasant in die Höhe gehen würde. Dienstag sei zudem kein wirksamer Publikums-Tag, dafür wäre ein Wochenende nötig. Das bestehende Wochenende im Messeverlauf werde aber am Sonntag von den Einzelhändlern genutzt, die sonst keine Zeit haben zu kommen.

Die zweite Variante, die Öffnung der Hallen für Modellbau und Modelleisenbahn am Wochenende nach der Spielwarenmesse, sei u. a. problematisch, da der Januar kein optimaler Publikumstermin sei: Das Weihnachtsgeschäft ist gerade vorbei, der Handel würde nicht belebt.

Diese Argumente wogen bei der Beteiligung schwerer als Urteile wie etwa Zusatznutzen für die Ausstellerkosten, Erweiterung der Zielgruppe oder Magnetwirkung des Nürnberger Messezentrums.

 

WiM – Wirtschaft in Mittelfranken, Ausgabe 07|2003, Seite 41

 
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