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Elsa: Größte Organisation von Jurastudenten

Jurastudenten, Rechtsreferendare und junge Juristen aus Österreich, Polen, Ungarn und Deutschland haben sich 1981 in Wien zur European Law Students‘ Association (Elsa) zusammengeschlossen. Heute ist die unabhängige, politisch neutrale und als gemeinnützig anerkannte Organisation in 41 europäischen Ländern an mehr als 180 Universitäten mit über 27 000 Mitgliedern vertreten. Damit ist sie die größte Organisation von Jurastudenten weltweit. Allein in Deutschland gibt es mittlerweile 40 Fakultätsgruppen, eine davon mit derzeit 70 Mitgliedern in Erlangen-Nürnberg.

Elsa organisiert juristische Seminare, Konferenzen und Vorträge zu aktuellen aber auch historischen Themen, zu denen u.a. Professoren von anderen Universitäten, Politiker oder Anwälte eingeladen werden. Über Step, das Student Trainee Exchange Programme, vermittelt Elsa bezahlte Praktika in Kanzleien, Unternehmen oder Verbänden in Ländern, in denen die Organisation vertreten ist. Der Student hat die Möglichkeit, eine fremde Rechtsordnung kennen zu lernen, der Arbeitgeber wiederum bekommt Einblick in das Recht des Landes, aus dem der Praktikant kommt. Einen weiteren Praxisbezug bietet Elsa durch die so genannten Moot Courts, simulierte Gerichtsverfahren, in denen der Student seine juristischen Fähigkeiten testen und ausbauen kann. Die Studenten arbeiten in Prozessparteien aufgeteilt einen fiktiven Fall aus und treten gegeneinander an.

Zudem organisiert Elsa, die Beraterstatus hat bei der Unesco, dem Wirtschafts- und Sozialausschuss der Vereinten Nationen (Ecosoc), bei der Uno und dem European Council, Reisen zum Internationalen Strafgerichtshof, dem Europäischen Parlament, zum Bundesgerichtshof und zum Council of Europe. Durch die Reisen sollen die Studenten ein Gespür für prozessuale Zusammenhänge und Strukturen bekommen.
 

WiM – Wirtschaft in Mittelfranken, Ausgabe 10|2003, Seite 30

 
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