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Zehn Punkte für den Ausbau der technologischen Infrastruktur

Mit zahlreichen Initiativen, Projekten und Veranstaltungen will die IHK Nürnberg für Mittelfranken die Innovationskraft und die Forschungs-Infrastruktur in der Region Nürnberg stärken. Kernstück der Aktivitäten ist das „10-Punkte-Programm für die InnovationsRegion Nürnberg“, das Präsident Hans-Peter Schmidt und Hauptgeschäftsführer Dr. Dieter Riesterer vorstellten. Die IHK gestaltet damit aktiv die von der Bundesregierung ausgerufene „Innovationsoffensive“ sowie das Jahresthema 2004 „Innovation Unternehmen!“ der IHK-Organisation mit.

Präsident Schmidt verwies auf Spitzenplatzierungen der Region Nürnberg bei Standortstudien, besonders gut schneide der Wirtschaftsraum bei den Faktoren Innovationskraft, IuK-Technologien und High-Tech-Patenten ab. Um die Position als einer der führenden Technologie-Standorte Deutschlands zu halten und um die internationale Wettbewerbsfähigkeit zu stärken, müsse die technologische Infrastruktur in Mittelfranken weiter ausgebaut werden.

Folgende zehn „Leuchtturm-Projekte“ sieht das „10-Punkte-Programm“ der IHK vor, das die IHK-Vollversammlung in ihrer jüngsten Sitzung verabschiedete:

 1. Ausbau der Max-Planck-Forschungsgruppe „Optik, Information, Photonik“ in Erlangen zu einem
     eigenständigen Max-Planck-Institut

 2. Errichtung eines medizinischen Instituts der Leibniz-Gemeinschaft

 3. dauerhafte Sicherung und Weiterentwicklung des Fraunhofer-Instituts für Integrierte Systeme und
     Bauelementetechnologie (IISB) für die Wirtschaftsregion

 4. zweiten Bauabschnitt des IZMP Innovations- und Gründerzentrums Medizintechnik und Pharma
     vorantreiben

 5. Realisierung eines Nanopartikel-Zentrums in Fürth (Beherrschung des Umgangs mit kleinsten
     Partikeln für Anwendungen u.a. in Biotechnologie, Medizin und Oberflächentechnik)

 6. Errichtung eines Interfakultativen Zentralinstituts für Angewandte Energieforschung und rationelle
     Energieverwendung (ZEFRE) in Nürnberg an der Universität Erlangen-Nürnberg (Zusammenarbeit
     mehrerer Uni-Fachbereiche in der Energieforschung)

 7. nachhaltige Sicherung des etz Energietechnologisches Zentrum Nürnberg (über den bis jetzt
     feststehenden Finanzierungszeitraum hinaus)

 8. Zentrum für Angewandte Energieforschung (ZAE Bayern), Erlangen-Tennenlohe, thematisch
     differenzieren und ausbauen

 9. Aus- und Umbau der High-Tech- und Technologie-Bereiche an den Hochschulen der Region
     Nürnberg voranbringen

10. Bündelung der regionalen Kompetenzen bei Automation sowie in der Umwelttechnologie innerhalb
     Nordbayerns (in Kooperation mit Hochschulen, Forschungseinrichtungen und IHKs in Unter- und
     Oberfranken)

Nach Aussage von Hauptgeschäftsführer Dr. Dieter Riesterer setzt sich die IHK nachdrücklich dafür ein, dass die Kompetenzen der Region Nürnberg in den „Technologie-Clustern“ (Bündelung von Kompetenzen), die die Bayerische Staatsregierung derzeit für den gesamten Freistaat entwickelt, angemessen berücksichtigt werden. In diesem Zusammenhang arbeitet die IHK aktuell mit weiteren Entscheidungsträgern der Region an der Fortschreibung des „Entwicklungsleitbildes für die Wirtschaftsregion Nürnberg“.

Das Thema Innovation ist laut Dr.-Ing. Robert Schmidt, Leiter Geschäftsbereich Innovation|Umwelt der IHK, auch ein Schwerpunkt des diesjährigen IHK-Aktionsprogramms, das eine Vielzahl von Aktivitäten im Technologiebereich vorsieht. Auf dem Programm stehen u.a. Informationsveranstaltungen, Seminare und Kongresse zu Fachthemen aus Technologie, Innovationsmanagement, Umweltschutz und Energie sowie Messebeteiligungen, AnwenderClubs, Unternehmenszirkel und elektronische Foren.
 

WiM – Wirtschaft in Mittelfranken, Ausgabe 07|2004, Seite 12

 
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