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Sachs Fahrzeug- und Motorentechnik

Das Management übernimmt

Die Nürnberger Traditionsfirma Sachs Fahrzeug- und Motorentechnik GmbH, für die im Juni 2006 Insolvenzantrag gestellt worden war, nimmt wieder Fahrt auf: Die bisherige Geschäftsführung übernimmt die Firma im Zuge eines Management-Buy-Out. Dies teilte Insolvenzverwalter Volker Böhm von der Rechtsanwaltsgesellschaft Schultze & Braun mit. Zuvor war mit zwei interessierten Investorengruppen verhandelt worden, die damit nicht den Zuschlag erhalten haben.

Die Geschäftsführung und die Mitarbeiter haben mit Hilfe eines Finanzgebers den Kaufpreis aufgebracht und ihn bereits an den Insolvenzverwalter ausbezahlt. Seit der Stellung des Insolvenzantrages hatte Böhm das Unternehmen fortgeführt und ermöglicht, dass zur Ergänzung der Modellpalette noch weitere Fahrzeugmodelle entwickelt wurden. Diese seien bereits auf der internationalen Motorradmesse „Intermot“ in Köln gezeigt worden und dort auf großes Interesse gestoßen. Die Geschäftsführung, die das Unternehmen voraussichtlich zum 1. Januar 2007 übernehmen wird, plant insbesondere die Entwicklung neuer Motorroller und motorunterstützter Fahrräder. Hierdurch soll die Firma Sachs wieder langfristig am Markt ihre Stellung sichern können.

Das Erwerberkonzept sieht die Weiterbeschäftigung von 33 der insgesamt 44 Mitarbeiter vor, der Geschäftsbetrieb wird am bestehenden Standort weitergeführt. Unter der Marke Sachs werden insbesondere Zweiräder bis zu einem Hubraum von 125 Kubikzentimetern verkauft. Daneben importiert und vertreibt das Unternehmen Motorräder der Marke Voxan mit einem Hubraum von bis zu 1 000 Kubikzentimetern. Die Sachs Fahrzeug- und Motorentechnik GmbH ist das Nachfolgeunternehmen der Nürnberger Hercules Werke GmbH, die im Jahr 1886 gegründet wurde und dieses Jahr ihr 120-jähriges Jubiläum feierte.

 

WiM – Wirtschaft in Mittelfranken, Ausgabe 12|2006, Seite 44

 
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