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NXP Semiconductors

Kostengünstiges Telefonieren über das Internet

Das neue Halbleiterunternehmen NXP Semiconductors treibt in Nürnberg die Entwicklung hochwertiger Systemlösungen für die mobile Kommunikation voran. Rund 170 Mitarbeiter, etwa 80 Prozent davon Ingenieure, konzentrieren sich hier auf die Entwicklung von Mikro-Chips, Chipsätzen und Software für die digitale schnurlose und mobile Kommunikation. Kunden sind weltweit aktive Endgeräte-Hersteller.

NXP Semiconductors wurde zum 1. Oktober 2006 offiziell als unabhängiges Unternehmen gegründet. Die ehemalige Philips Halbleitersparte mit Hauptsitz in den Niederlanden beschäftigt weltweit 37 000 Mitarbeiter in 20 Ländern. NXP konzentriert sich auf die vier Kerngeschäftsbereiche „Mobile & Personal“, „Home“, „Automotive & Identification“ und „Multimarket Semiconductors“. Der Name NXP steht für „Next Experience. In Deutschland sind wichtige Entwicklungs- und Produktionsaktivitäten für strategische Kerngeschäftsfelder des Konzerns angesiedelt. Hierzulande beschäftigt der Halbleiterhersteller rund 3 300 Mitarbeiter in insgesamt sechs Standorten.

„Unsere Spezialität in Nürnberg ist die Entwicklung kompletter Systemlösungen für die Telekommunikation, die der Endgerätehersteller mit einem Minimum an Aufwand integrieren kann“, sagt Manfred Atorf, Standortleiter von NXP in Nürnberg. Damit trage der Standort maßgeblich zum Erfolg des NXP-Geschäftsbereichs „Mobile & Personal“ bei. Große Gerätehersteller würden sich nicht nur beim Design ihrer Produkte, sondern auch bei der Integration neuer Funktionen in das Handy auf die Kreativität der Nürnberger Ingenieure von NXP verlassen. Angesichts der wachsenden Bedeutung des Internets für die Telekommunikation habe NXP in Nürnberg zwei neue Lösungen für die Internet-Telefonie entwickelt – zum einen eine Plattform, die Handy-Nutzern das Telefonieren über drahtlose Breitband-Netze ermöglicht, zum anderen ein System für portable Festnetz-Telefonie über Internet, erklärt Atorf.

Für die mobile Internet-Telefonie werden mit Hilfe des neuen Standards Unlicensed Mobile Access (UMA) Internet und Mobilfunk miteinander verknüpft. Der UMA-Standard ermöglicht Handy-Nutzern das Telefonieren nicht nur über ein Mobilfunknetz, sondern auch über drahtlose Breitband-Netze (WLAN). Ähnlich wie bei Software-Programmen für Internet-Telefonie können Nutzer, wenn sie sich im Empfangsgebiet eines WLAN-Netzes befinden, über das Internet kostengünstig telefonieren. Erste Geräte, die UMA unterstützen, sind in diesem Jahr auf den Markt gekommen.

Für das heimische Festnetztelefon hat NXP Semiconductors ein System entwickelt, das den DECT-Standard für digitale Schnurlostelefone mit Internet-Telefonie via VoIP (Voice over Internet Protocol) verknüpft. Die als „Cordless VoIP“ bezeichnete Plattform bildet die Basis für schnurlose Internet-Telefone. Erste „Cordless VoIP“-Geräte sind bereits auf dem Markt.

 

WiM – Wirtschaft in Mittelfranken, Ausgabe 12|2006, Seite 58

 
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