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Nürnbergs Tor zur Welt

Investitionsfreudig und so international wie nie präsentiert sich der Airport Nürnberg. 70 Nonstop-Ziele und gleich sechs neue Strecken bringt der Sommerflugplan. Deutlich über vier Mio. Passagiere werden in diesem Jahr erwartet.

Mit einem Wachstum bei Passagieren und Fracht hat der internationale Airport Nürnberg sein Rekordergebnis von 2005 im vergangenen Jahr übertreffen können. „Unsere Rolle als wichtiges Standbein für die europäische Metropolregion und den internationalen Meeting-Point Nürnberg haben wir weiter gefestigt“, resümierte Flughafengeschäftsführer Karl-Heinz Krüger auf der Bilanzpressekonferenz im März.

Verkehrszahlen
Mit 3,965 Mio. Passagieren erzielte der Airport Nürnberg einen Anstieg von 3,1 Prozent. Unterschiedlich verlief das Jahr 2006 in den Bereichen Linie und Touristik: Während der Linienverkehr um 19,8 Prozent (1 923 381 Passagiere) deutlich zunahm, war der Touristikverkehr mit minus 9,4 Prozent rückläufig (1 960 005 Passagiere). Die Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr war von neuen Angeboten im Linienverkehr, vor allem durch die dba und die neuen Air Berlin Euroshuttle-Strecken, geprägt.

Im Linienverkehr entwickelten sich die Zahlen fast aller Airlines positiv, so Krüger. Die Lufthansa sei mit über 720 000 Passagieren nach wie vor größte Linienfluggesellschaft in Nürnberg. Wesentliche Wachstumsträger im Linienverkehr waren Air Berlin und dba. Mit ihren aufgestockten Low-Cost-Angeboten zu verschiedenen neuen Zielen erreichte Air Berlin einen Zuwachs von 49 Prozent und konnte rund 432 000 Passagiere begrüßen; die dba zählte rund 215 000 Passagiere. Zuwächse gab es auch bei KLM (plus sechs Prozent), Air France (plus sieben Prozent), Swiss (plus 21 Prozent) und Turkish Airlines (plus zehn Prozent).

Die beliebtesten Urlaubsflugziele waren Mallorca, gefolgt von den Kanaren und der Türkei. Die insgesamt negative Entwicklung des Touristikverkehrs ist nach Aussage des Flughafenchefs auf eine Konsolidierung bei den Veranstaltern zurückzuführen, die deutlich Kapazitäten aus dem Markt genommen hätten. Hinzu kam ein Nachfragerückgang bei den bisher sehr verkehrsstarken Zielgebieten Türkei und Ägypten. Zuwächse gab es dagegen bei den Flügen zum griechischen Festland und - durch ein ausgeweitetes Angebot - nach Italien. Im Urlaubsreiseverkehr erzielte die Air Berlin als größte Airline mit rund 1,4 Mio. Passagieren einen Zuwachs von zwölf Prozent und konnte damit ein Rekordergebnis verbuchen. Das Volumen des gesamten Drehkreuzverkehrs 2006 (Air Berlin plus Niki und Hapagfly) ist um zwei Prozent auf 1,2 Mio. Passagiere gestiegen.

Wirtschaftliche Bilanz
Die Flughafen Nürnberg GmbH hat im Geschäftsjahr 2006 erneut ein positives Konzernergebnis erzielt. Der vorläufige Jahresabschluss 2006 weist ein Ergebnis vor Steuern von 2,1 Mio. Euro aus. Dies entspricht dem Ergebnis des Vorjahres. Im Jahr 2006 waren rund 1 000 Mitarbeiter, davon 30 Auszubildende, bei der Flughafen Nürnberg GmbH und ihren Töchtern AirPart und Flughafen Nürnberg Service GmbH beschäftigt. Am Standort Flughafen arbeiteten insgesamt 4 200 Beschäftigte.

Der Airport Nürnberg hat im vergangenen Jahr ein Investitionsprogramm in Höhe von 150 Mio. Euro bis zum Jahr 2016 aufgelegt. Zu den 2006 abgeschlossenen Investitionsmaßnahmen gehörten u. a. eine neue Hauptzufahrt Tor 1 (Gebäude und Torschleusen), das Transfer-Control-Terminal (TCT), das Hauptvorfeld West und die Vorfelderweiterung Südwest. Zu den laufenden und geplanten Projekten zählen das Parkhaus 3 und die Verlegung und Renaturierung des Bucher Landgrabens, ein Dienstleistungszentrum, das 2009 fertiggestellt sein wird, sowie das Projekt „Airport Business Center“, das ab dem Jahr 2011 neue Tagungskapazitäten schaffen soll.

Durch steigende Kapitallast aus den Investitionen rechnet die Flughafen-Gesellschaft in den nächsten Jahren vorübergehend mit einer Ergebnisverschlechterung. Für 2007 erwartet die Geschäftsführung einen Anstieg der Passagierzahlen um sechs Prozent auf deutlich über vier Mio. Fluggäste. Krüger: „Unser Ziel ist es, den kontinuierlichen Ausbau des Linienverkehrs voranzutreiben und unsere starke Position als zentraleuropäisches Touristikdrehkreuz zu festigen.“

 

WiM – Wirtschaft in Mittelfranken, Ausgabe 04|2007, Seite 20

 
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