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Schutzrechte immer anmelden

Unternehmen, die in China tätig sind, lassen ihr geistiges Eigentum nur unzureichend schützen. Das ergab eine gemeinsame Umfrage von Deutschem Industrie- und Handelskammertag (DIHK) e.V. und Aktionskreis Deutsche Wirtschaft gegen Produkt- und Markenpiraterie (APM) e.V. unter 3 300 Unternehmen mit Engagement in China.

Betroffen von Produkt- und Markenpiraterie sind nach der Erhebung alle Branchen. Auch Unternehmen, die in China nicht produzieren, können betroffen sein. Allerdings steigt das Risiko mit zunehmendem Engagement in China deutlich an. Häufig wird als Grund für die Nichtanmeldung von Schutzrechten angeführt, dass dies sowieso keinen Sinn habe. Dabei wird auf Erfahrungen anderer Unternehmen verwiesen. Die Folgen sind gravierend: Gegen die unbefugte Benutzung z.B. einer Marke kann nur vorgegangen werden, wenn sie auch in China selbst angemeldet ist. Ohne eine solche Anmeldung können weder gerichtliche oder behördliche Schritte unternommen werden und auch auf diplomatischem Wege ist wenig auszurichten.

Um Informationsdefizite zu beheben, haben DIHK, APM und die Deutsche Handelskammer in China einen Praxisleitfaden mit dem Titel „China Know-how" erarbeitet. Er kann im Internet unter (www.markenpiraterie-apm.de/china.php) abgerufen werden. Die China-Kontaktstelle beim APM sammelt darüber hinaus Informationen und Erfahrungen und unterstützt Unternehmen mit Rat und Tat.

Der Aktionskreis APM hat mittlerweile zehn Jahre Erfahrung in der Bekämpfung dieser Form der Wirtschaftskriminalität. Er wurde auf Initiative des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), des Bundesverbandes der deutschen Industrie (BDI) und des Markenverbandes 1997 gegründet und zählt derzeit rund 80 Unternehmen aus dem In- und Ausland zu seinen Mitgliedern.

Externer Kontakt: APM e.V., China-Kontaktstelle, Tel. 030/203082720, koeblitz.hannes@berlin.dihk.de
 

WiM – Wirtschaft in Mittelfranken, Ausgabe 09|2007, Seite 9

 
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