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cerboMed

Ohrelektrode hilft gegen Depressionen

Im Jahr 2006 hatte die cerboMed GmbH, Erlangen, als Sieger des Hochschul-Gründer-Preises für Aufsehen gesorgt. Ein erfreulicher Nebeneffekt für die Firma, die elf fest angestellte Mitarbeiter beschäftigt: Die erfolgreiche Teilnahme an diesem Wettbewerb hat die Suche nach Kapitalgebern für die beiden geschäftsführenden Gesellschafter Stefan Dietrich und Timo Freitag erleichtert. In der dritten Finanzierungsrunde, an der sich die S-Refit AG, die medTECH Capital Fonds GmbH, die MIG AG und GC Global Chance Fund GmbH & Co. KG beteiligen, steht dem Unternehmen eine Mio. Euro zur Verfügung.

Eine Ohrelektrode zur Beeinflussung des Hirnstoffwechsels, der bei Depressionen gestört ist, hatte cerboMed diese Auszeichnung eingebracht. Der „weltweit erste Neurostimulator zur transkutanen Vagusnervstimulation“, optisch vergleichbar mit einem Hörgerät, zielt auf die Heilung jener 30 Prozent der Depressionserkrankten ab, denen trotz Behandlung mit Psychopharmaka oder Psychotherapie nicht geholfen werden kann. Bis jetzt war bei diesen sogenannten therapieresistenten Patienten dafür eine risikoreiche Operation im Zuge der klassischen Vagusnervstimulation nötig.

Und auch über einen Besuch von Ministerpräsident Dr. Edmund Stoiber nach der Eröffnung des zweiten Bauabschnitts des Innovations- und Gründerzentrums Medizintechnik Pharma (IZMP) in Erlangen, in dem das Unternehmen ein Stockwerk belegt, durfte man sich bei cerboMed dank der Prämierung freuen.

 

WiM – Wirtschaft in Mittelfranken, Ausgabe 09|2007, Seite 39

 
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