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PUMA

Weiterer Sprung in die Mode-Welt

Die Puma AG, Herzogenaurach, will langfristig zum begehrtesten Sportlifestyle-Unternehmen werden. Die Produkte der Marke Puma sollen die verschiedenen Einflüsse aus der Welt des Sports, des Lifestyles und der Mode widerspiegeln. Verantwortlich für Design, Kreation und Entwicklung der Sport-Mode-Kollektionen ist seit Kurzem Designer und Künstler Hussein Chalayan.

"Durch die Übernahme eines Mehrheitsanteils an der Marke Hussein Chalayan eröffnet sich Puma die Möglichkeit, neue Geschäftsbereiche zu erschließen und damit die Position weltweit auszubauen", erklärte Jochen Zeitz, Vorstandsvorsitzender der Puma AG. Chalayan wird für die kreative Ausrichtung der Mode-Kollektionen des Sportartikelherstellers sowie deren Produktkategorien Schuhe, Textilien und Accessoires verantwortlich sein und dazu mit den Puma Design-Teams weltweit zusammenarbeiten. Sein Einfluss auf die Produkte wird erstmals mit den Herbst-Kollektionen 2009 zu sehen sein. Weiterhin eigenständig arbeiten dagegen Pumas Sport Performance-Kategorien Teamsport, Motorsport, Running und Segeln.

Puma erhielt 2007 mit dem Einstieg des französischen Luxusgüterkonzerns PPR einen neuen Mehrheitsaktionär. Die Integration laufe reibungslos, in der neuen Partnerschaft unterstütze ein Unternehmen das andere beim Erreichen seiner strategischen Ziele, sagte Zeitz.

Im Geschäftsjahr 2007 erhöhten sich die weltweiten Konzernumsätze von Puma um 0,2 Prozent auf 2,37 Mrd. Euro. Dies sei bedingt durch die anhaltende Schwäche verschiedener Währungen, insbesondere des US-Dollars, sagte Finanzvorstand Dieter Bock bei der Bilanzpressekonferenz der Puma AG in Nürnberg. Währungsbereinigt habe die Steigerung bei 4,7 Prozent gelegen. Der Konzerngewinn verbesserte sich 2007 um 2,2 Prozent auf 269 Mio. Euro.

Die Umsätze in Amerika gingen um über vier Prozent auf 641 Mio. Euro zurück, der Anteil am Konzernumsatz reduzierte sich von 30 auf 27 Prozent. In Asien/Pazifik konnten die Umsätze um zehn Prozent auf 497 Mio. Euro gesteigert werden, der Anteil dieser Region am Konzernumsatz stieg leicht auf 21 Prozent an. Dabei hat insbesondere China zum Erfolg beigetragen.

Die eigenen Einzelhandelsaktivitäten wurden weiter ausgebaut, der Umsatz konnte um 18 Prozent auf 406 Mio. Euro gesteigert werden. Der Retail-Anteil am Konzernumsatz lag bei 17 Prozent. 2007 wurden weltweit 25 Läden eröffnet, sodass Puma Ende des Jahres über 116 "Concept Stores" verfügte.

Zum Jahresende 2007 beschäftigte das Unternehmen weltweit 9 200 Mitarbeiter, damit wurden insgesamt 1 460 neue Arbeitsplätze geschaffen. In Deutschland stieg die Beschäftigtenzahl von 990 auf 1 100. Für 2008 sei hier die Einstellung von über 130 neuen Mitarbeitern geplant, sagte Bock.

Beim Afrika-Cup in Ghana sei dem Unternehmen ein erfolgreicher Start ins Jahr 2008 gelungen, erklärte Zeitz. Mit neun von 16 Mannschaften habe Puma sich als führender Ausrüster präsentiert. Bei der Fußball-Europameisterschaft stattet Puma fünf Teams aus, neben dem Weltmeister Italien auch die beiden Gastgeberländer Schweiz und Österreich.

Autor: 

gru.

 

WiM – Wirtschaft in Mittelfranken, Ausgabe 04|2008, Seite 65

 
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