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UmweltBank

Kredite mit Umweltgarantie

Die 1997 in Nürnberg gegründete UmweltBank hat im Geschäftsjahr 2007 erstmals die Bilanzsumme von einer Mrd. Euro überschritten (plus 26,5 Prozent) und das Geschäftsvolumen um 23 Prozent auf 1,1 Mrd. Euro ausgeweitet. Die im Freiverkehr der Frankfurter Börse notierte Bank bietet ökologische Geld- und Kapitalanlagen an und vergibt Förderdarlehen an innovative Umweltprojekte.

Die UmweltBank betreut mit 136 Mitarbeitern über 60 000 Kunden, von denen im vergangenen Jahr rund 7 500 neu dazu gewonnen wurden. Die Nachfrage richtete sich vor allem nach zinsgünstigen Darlehen, so der Vorstandsvorsitzende Horst P. Popp auf der Bilanzpressekonferenz in Nürnberg. Die Kreditzusagen stiegen um 22,4 Prozent auf 840 Mio. Euro, die ausgezahlten Darlehen legten um 25,6 Prozent auf 758 Mio. Euro zu.

Die UmweltBank vergab 2007 Kredite für 2 200 neue Projekte, die Gesamtzahl der geförderten Kreditprojekte erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 33 Prozent auf 8 900. Sonnenenergie und Ökohäuser lagen dabei an erster und zweiter Stelle. Private und gewerbliche Solarprojekte machten 44 Prozent (6 300 Förderkredite), ökologisches Bauen und Sanieren 28 Prozent (2 340 Förderkredite) aus. Die Kredite sind zu etwa 30 Prozent bei der staatlichen KfW refinanziert, 70 Prozent stammen aus eigenen Mitteln bzw. Kundengeldern der UmweltBank. Durch die im vergangenen Jahr geförderten Umweltprojekte wurden rund 1,4 Mio. Tonnen Kohlendioxid eingespart.

Die von Kunden bei der UmweltBank angelegten Gelder stiegen um 22 Prozent auf 628 Mio. Euro an. Bei einer rückläufigen Zinsmarge führte die Ausweitung des Geschäfts zu einer Steigerung des Zinsüberschusses von 2,2 Prozent. Ein Risikomanagement mit einem ökonomisch-ökologischen Ratingsystem minimierte die Kreditausfälle der UmweltBank. So belief sich die Risikovorsorge für Kundenkredite auf 0,16 Prozent des in Anspruch genommenen Kreditvolumens, wie Popp erklärte. Kundenkreditforderungen verkaufe die UmweltBank aus geschäftspolitischen Gründen grundsätzlich nicht.

Der Jahresabschluss der UmweltBank lag im Geschäftjahr 2007 mit 6,5 Mio. Euro um über 50 Prozent über dem Vorjahr. Aufgrund eines außerordentlichen Ertrags aus dem Verkauf der Schmack Biogas-Aktien wurden dem Fonds für allgemeine Bankrisiken 2,25 Mio. Euro zugeführt und weitere 2,25 Mio. Euro in die Rücklagen eingestellt. Der Bilanzgewinn stieg um elf Prozent auf 4,2 Mio. Euro.

Autor: 
gru.
 

WiM – Wirtschaft in Mittelfranken, Ausgabe 06|2008, Seite 66

 
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