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ABZ Aufbereitungszentrum Nürnberg

Recycling und Entsorgungsmanagement

Fünf Mittelstandsunternehmen für Recycling und Entsorgungsmanagement arbeiten im ABZ Aufbereitungszentrum Nürnberg zusammen, das vor über zehn Jahren gegründet wurde. Was mit der Durmin Entsorgung und Logistik GmbH als Ein-Mann-Unternehmen begann, entwickelte sich nach eigenen Angaben zu einem der größten Entsorgungszentren in Süddeutschland.

Die Durmin Entsorgung und Logistik GmbH ist spezialisiert auf die Entsorgung von mineralischen Abfällen aus den Bereichen Abbruch, Rück- und Erdbau sowie dem gewerblich-industriellen Abfall in der Region. Durch das Beteiligungsunternehmen MF Mineralstoff Franken GmbH, an dem neben der Durmin die Südwestdeutschen Salzwerke in Bad Friedrichshall beteiligt sind, konnte die Entsorgungslücke für höher belastete Abfälle – wie Aschen, Stäube und Schlämme – geschlossen werden. Durch die Beteiligung an der ABM Altlastenbehandlung München GmbH konnte eine flächendeckende Präsenz in den Metropolregionen Bayerns erreicht werden. Mit einem 2007 neu gegründeten Gemeinschaftsunternehmen mit der Centro Risorse s.r.l. in Motta di Livenza (Venedig) expandierte die Gruppe nach Südeuorpa. Dabei ist auch die Nachbarschaft zum Kombiverkehrsterminal im Nürnberger Hafen von Vorteil.

Die ABZ Holzkontor Nürnberg GmbH ist das nach eigenen Angaben größte Unternehmen für Altholzrecycling in Nordbayern und verarbeitet Gebrauchthölzer aus dem süddeutschen Raum, primär jedoch aus der Metropolregion Nürnberg zu Holzhackschnitzeln für die Spanplattenproduktion, wobei insbesondere mit den Pfleiderer Werken in Neumarkt ein regionales Kompetenz- und Leistungsteam gebildet werde. Die Seron Sekundärrohstoff Nürnberg GmbH konzentriert ihre Aktivitäten auf die Sortierung von Papier und Kartonagen zum anschließenden Wiedereinsatz in der Produktion der großen Papierhersteller der Region. Die Waste.One Abfallaufbereitung und -verwertung GmbH gewinnt durch die gezielte Trennung und Aufbereitung von gewerblichen Abfällen wertvolle Stoffe für den Wiedereinsatz in der Produktion. Nicht werkstofflich einsetzbare Abfälle werden energetisch verwertet. Kürzlich wurde von der Bonn-Gruppe in Schwabach gemeinsam mit der Scholz AG, Essingen, die E-Recycling Nordbayern ERN GmbH übernommen. Ziel sei es, das Unternehmen im Markt des Elektronikschrottrecyclings zu positionieren und auszubauen.

133 Mitarbeiter, die von ca. 40 Zeitarbeitskräften unterstützt werden, verarbeiteten im vergangenen Jahr über 750 000 Tonnen Abfälle. Das Betriebsgelände mit einer Fläche von sieben Hektar, in das bisher über 24 Mio. Euro investiert wurden, befindet sich im Nürnberger Hafen, wo Durmin und ABZ eigenen Angaben zufolge zu den größten Unternehmen zählen.

 

WiM – Wirtschaft in Mittelfranken, Ausgabe 06|2008, Seite 72

 
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