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stone+tec

Naturstein-Branche auf solidem Grund

"Wir sind wieder Impulsgeber der Branche", sagte Bernd A. Diederichs, Chef der NürnbergMesse, zum Auftakt der Stone+tec 2009. 800 Aussteller, fast zwei Drittel aus dem Ausland, nutzten die viertägige Fachmesse für Naturstein und Natursteinbearbeitung, um verschiedenste Arten des Naturmaterials, Anwendungen für den Innen- und Außenbereich sowie Maschinen und Werkzeuge zu präsentieren. Denn Naturstein als "steinalter Werkstoff" kann äußerst variationsreich sowohl bei Fassaden als auch im hochwertigen Innenausbau eingesetzt werden. Technologisch hält die computergestützte professionelle Bearbeitung etwa von Marmor oder Granit immer weiter Einzug.

Die 16. Fachmesse war zugleich ein kleines Jubiläum: Vor 30 Jahren hatten in Nürnberg die Deutschen Naturwerksteintage Premiere, an der damals 98 Aussteller und 7 000 Besucher teilnahmen und aus der schließlich die Stone+tec hervorging. Heuer reisten aus dem In- und Ausland rund 36 000 Fachbesucher an. Für die Zukunft rechnet Diederichs mit zusätzlichen Impulsen aus der jüngst in Brasilien akquirierten Messe-Tochter, die mit ihrer Veranstaltung "Revestir" ein ähnliches Aussteller- und Besucherpublikum anspreche.

Im vergangenen Jahr sank die deutsche Inlandsproduktion an bearbeiteten Werksteinen gemessen in Tonnen um 3,4 Prozent, die Importe gingen um 4,5 Prozent zurück. Reiner Krug, Geschäftsführer des Deutschen Naturwerkstein-Verbandes, zeigt sich aber optimistisch. Der Umsatzrückgang von acht Prozent resultiere auch aus dem hohen Niveau im Jahr 2007. Auch das Deutsche Steinmetz-, Stein- und Holzbildhauerhandwerk – das am Rande der Messe in Bundesverband Deutscher Steinmetze umfirmierte – wollte nicht klagen. "Es geht der Branche relativ gut", unterstrich Bundesinnungsmeister Martin Schwieren. Gleichzeitig mahnte er aber Politik und Bürger, sich für die Restaurierung alter Bausubstanz trotz fehlender Mittel stark zu machen. "Das ist ein riesiger Markt, der momentan nicht gehoben werden kann." Aus Sicht der Maschinenbauindustrie herrscht derzeit allerdings "große Verunsicherung", obwohl zugleich ein weltweiter Bedarf an hoch technologischer Verarbeitung bestehe, berichtete Dieter Löffler vom VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau).

Die nächste Stone+tec findet turnusgemäß wieder im Frühsommer 2011 im Messezentrum Nürnberg statt.

Autor: 

tt.

 

WiM – Wirtschaft in Mittelfranken, Ausgabe 06|2009, Seite 58

 
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