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Druckgusswerk Freiberger

Vorreiter beim Verbundstudium

Gleichzeitig eine berufliche Ausbildung und ein Hochschulstudium absolvieren: Dies ist mit sogenannten dualen Studiengängen möglich. Im März dieses Jahres hatte die IHK Nürnberg für Mittelfranken eine bundesweit einmalige Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, die nahezu unbegrenzte Kombinationen von Ausbildungsberufen und Studienfächern ermöglicht (siehe WiM 4/2010, Seite 15). Constanze Freiberger von der Schwanstettener Firma Heinrich Freiberger GmbH Druckgusswerk ist nun die erste „Verbundstudentin“, die ein Studium gemäß dieser neuen Kooperationsvereinbarung aufnimmt. Sie wird ein duales Bachelor-Studium absolvieren und kombiniert dabei den Ausbildungsberuf Industriekauffrau mit einem Bachelor-Studium in Wirtschaftswissenschaften.

Die Firma Freiberger war es auch, die im vergangenen Jahr mit einer konkreten Anfrage zu einem dualen Studium den Anstoß zu dieser umfassenden Kooperationsvereinbarung zwischen Universität und IHK gegeben hatte. Unternehmen und „Azubi-Studenten“ haben jetzt die Möglichkeit, aus über 100 Studiengängen und 200 IHK-Ausbildungsberufen duale Studienmodelle auszuwählen. Bis dato war es nur wenigen großen Betrieben vorbehalten gewesen, in Einzelkooperationen mit der Universität Verbundstudenten „auszubilden“. Zurzeit sind nach Aussage von Gerd Reinert vom IHK-Geschäftsbereich Berufsbildung ca. 500 Ausbildungsplätze zum dualen Studium mit verschiedenen Hochschulen bei der IHK Nürnberg für Mittelfranken registriert.

Seit 1972 ist die Firma Freiberger als Dienstleister im Bereich Druckguss tätig. Hergestellt werden Alu- und Zinkdruckgussteile aus verschiedensten Legierungen. Mit 58 Mitarbeitern beliefert das Familienunternehmen insbesondere Kunden aus den Branchen Medizintechnik, Elektro und Elektronik, Maschinenbau, Automotive und Telekommunikation mit einer breiten Palette von Produkten, die von einfachen Druckgussrohteilen bis zu komplett einbaufertig bearbeiteten Artikeln reichen. Die Formen für die Produkte werden im betriebseigenen Formen- und Werkzeugbau selbst hergestellt. Seit jeher engagiert sich Freiberger in der betrieblichen Ausbildung, derzeit werden vier junge Leute im Betrieb ausgebildet. Stolz ist das Unternehmen darauf, dass es frei von Darlehen und Bankkrediten ist und dass es die Kriterien der Notenbankfähigkeit erfüllt, wie kürzlich durch das entsprechende Zertifikat der Deutschen Bundesbank unterstrichen wurde.

 

WiM – Wirtschaft in Mittelfranken, Ausgabe 08|2010, Seite 59

 
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